Landesinitiative Bauland an der Schiene: Weitere Termine verfügbar, erste Rahmenplanungen starten

Mehr Flächen in nahverkehrs-freundlichen Lagen für eine Wohnbaunutzung verfügbar zu machen, ist das Gebot der Stunde, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Um mit allen Entscheidungsträgern am Runden Tisch über solche Flächenpotenziale zu sprechen, stehen weitere Terminangebote  zur Verfügung. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG) wird sich an allen Standorten, an denen sich Wohnbauentwicklung einvernehmlich als planerische Option erweist, zu 50 % an den Kosten von Rahmenplanungen oder Strukturkonzepten beteiligen. Zur Vereinfachung der Leistungsinanspruchnahme nach europäischer Vergabeordnung wurde der Ausschreibungsprozess landesseitig übernommen, sodass die Städte und Gemeinden nun ohne weiteren Vergabeaufwand ein Büro aus einem leistungsstarken Pool von zehn etablierten Planungsbüros wählen und direkt beauftragen können.

Bislang wurden bereits über 70 Gespräche mit interessierten Kommunen aus allen Regionen des Landes geführt, um Baulandpotenziale im Umkreis von bis zu 3 Kilometern um Haltepunkte des Schienenpersonenennahverkehrs gemeinsam zu erörtern. Die gesprächsteilnehmenden Institutionen sind: Die jeweilige Stadt / Gemeinde, ggfls. Kreis • Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen • Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen • Bezirksregierung bzw. Regionalverband Ruhr • Zweckverbände Nahverkehr • DB Station & Service AG • DB Immobilien • Region Köln/Bonn e.V. • BEG NRW

Für die vorausschauende Verzahnung von Mobilität und Siedlungsentwicklung ist der Austausch mit den Zweckverbänden und der Deutschen Bahn von besonderer Bedeutung: Für die verkehrlichen Machbarkeitsstudien zum Ausbau von Strecken (Taktungen, Elektrifizierung etc.) sind die Ein- und Aussteigerpotenziale zentral. Der Wissenstransfer von möglichen weiteren Baulandausweisungen in der Nähe von Haltepunkten – inklusive einer ersten fachkundigen Einschätzung von den Bezirksregierungen bzw. dem Regionalverband Ruhr – kann die Beurteilung der Machbarkeit und damit den Weg zur Mobilitätswende Schritt für Schritt positiv beeinflussen. Interessierte Kommunen, die diese Chance nutzen möchten, finden online die aktuell noch verfügbaren  Termine: www.baulandbahn.nrw 

Das MHKBG hat die Landesinitiative "Bauland an der Schiene“ 2018 ins Leben gerufen und sämtliche Unterstützungsangebote für die Mobilisierung von Flächen an der Bahn als „Bau.Land.Bahn“-Werkzeuge nochmals gebündelt und gestärkt (wie berichtet).  [zur BEG-Startseite]

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