Wunderbare Weihnachtsgrüße,

die von Spuren sprechen, die ein neuer Radweg bei den Menschen hinterlasse, haben wir erhalten. Diesen Gedanken möchten wir Ihnen gerne weiterreichen. Denn all die Projekte, die wir mit Ihnen auf den Weg bringen durften und deren Werdegang wir mit Interesse weiter verfolgen, hinterlassen auch Spuren bei uns und unseren Mitarbeitern - der Motivation, Zufriedenheit und Freude darüber, wie es gemeinsam gelingt, Bewegung in Immobilien zu bringen.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen und Ihren Familien frohe Feiertage und eine Fülle motivierender Momente im neuen Jahr!

Ihr Thomas Lennertz
Ihr Volker Nicolaus

Etappenerfolg für den Förderverein des Balkantrassen-Radwegs: Stadt Leverkusen hat ihr Teilstück erworben

Quelle: www.balkantrasse.de
Die BEG freut sich mit dem Verein der Freunde und Förderer des Radweges Balkantrasse über den erreichten Meilenstein. Mit unablässigem ehrenamtlichen Engagement hat der Förderverein, gemeinsam mit BEG-Projektleiter Christof Maisenhälder an seiner Seite, Rat und Verwaltung von den Vorzügen des Radweges überzeugen können. Nach dem Ankauf durch die Stadt ist nun der Verein am Zuge – er will die große Leistung vollbringen, den Eigenanteil zur 75%igen Förderung aus dem Alleenradwege-Programm zu liefern. Des Weiteren wird er die Verantwortung für die Instandhaltung, den Unterhalt und die Verkehrssicherung des rund sechs Kilometer langen Teilstückes übernehmen, das ein beliebter Lückenschluss im überregionalen Radwegenetz darstellen wird (wie berichtet, zuletzt 06/2011).

Die Internetpräsentation des Fördervereins www.balkantrasse.de dokumentiert den Projektfortschritt umfassend und fasst die vergangenen Wochen zusammen: „Nachdem der Ausbau der Balkantrasse in Burscheid, Wermelskirchen und Remscheid auf Hochtouren läuft und die Eröffnung bereits für kommendes Frühjahr vorgesehen ist, haben wir auch in Leverkusen wichtige Hürden genommen: 
  • So sprach sich bereits im Oktober 2010 eine breite Mehrheit im Leverkusener Stadtrat dafür aus, das Projekt Balkantrasse „auf die Schiene“ zu bringen.
  • In der Folge wurde das Vorhaben noch in das laufende Förderprogramm des Landes („Alleenradwegeprogramm“) aufgenommen.
  • Die Deutsche Bahn übertrug das Verwertungsrecht an der Trasse an die Essener BEG (Bahnflächenentwicklungsgesellschaft), die daraufhin sofort die erforderlichen Gutachten – allen voran zum Grunderwerb und zur Brückensanierung – in Auftrag gab.
Jetzt sind einmal mehr die Verwaltung und der Stadtrat gefragt, denn es geht um den Ankauf der Trasse. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass die Stadt keinerlei Risiko eingeht, da alle (Kauf-)Verträge diverse Rücktrittsklauseln beinhalten – so auch für den (unwahrscheinlichen) Fall, dass der Förderverein die Finanzierung des städtischen Eigenanteils nicht sicherstellen kann.“

Nach der heutigen Beurkundung kann der letzte Absatz angepasst werden. [zur BEG-Startseite]

Buddha-Bahnhof für die Seele

Das Empfangsgebäude des ostwestfälischen Warburgs ist verkauft und nun auf dem Wege zu einer außergewöhnlich behaglichen Nachnutzung: "Buddhametta Wat" Warburg, Tempel der lebendigen Liebe Buddhas. Ein Ort, an dem Seele zur Ruhe kommt, sieht der thailändische Meister Phakru Sittipanyaporn in dem Zentrum, in dem er künftig die Hälfte des Jahres leben will und von dort aus für ganz Mitteleuropa zuständig sein wird.

Über mehrere Jahre hat die Stadt Warburg mit Ihrem BEG-Projektleiter Carsten Kirchhoff nach einem verlässlichen Investor gesucht, der ihnen ein ansprechendes und überzeugendes Nutzungs- und Sanierungskonzept präsentieren kann. Genau dies ist der Käuferin, Zahnärztin Dr. Charlotte Gormsen, jetzt gelungen. Im Beisein des strahlenden Bürgermeisters Michael Stickeln, des Wirtschaftsförderers Rainer Ehle sowie der sehr zufriedenen Eheleute Tu als Vertreter des buddhistischen Vereins, dem künftigen Hauptmieter, überreichte Kirchhoff ihr den goldenen Schlüssel. Der Verein wird im Erdgeschoss einen Tempel mit Meditationsräumen und im Obergeschoss Räumlichkeiten für Priester und Gäste errichten. Mit direktem Zugang vom Bahnsteig wird der Fahrkartenverkauf weiterhin über die bestehende Agentur gewährleistet bleiben; im vorderen Teil zum Bahnhofvorplatz hin soll ein Bistro entstehen.

Nicht nur durch die künftige Nutzung fällt das große, denkmalgeschützte Objekt auf, der Bahnhof verfügt auch über das einzige in ursprünglicher Form und in Backstein-Architektur errichtete ostwestfälische Empfangsgebäude in Insellage zwischen den Gleisen. Das Gebäude wurde bereits 1852/53 in imposanter neogotischer Backsteinarchitektur mit Natursteinelementen und großen Staffelgiebeln auf allen Seiten errichtet. Aufgrund des Instandhaltungsrückstaus stehen die meisten der über 1.100 qm Nutzflächen im Erd-, Ober- und Dachgeschoss seit Jahren leer – was sich nun ändern soll: Gormsen hat ein Architekturbüro damit beauftragt, den Umbau zur Wiederherstellung des originalen Erscheinungsbildes zu planen und zu steuern. Auch Sanitäranlagen und Elektrik müssen komplett erneuert werden. Im Zuge der intensiven Kaufvertragsabstimmungen wurde ausgehandelt, dass Gormsen auch die Verpflichtung der DB Station&Service zum Wiederaufbau der Staffelgiebel übernimmt. Dafür wurde das Gebäude selbst auf den Kaufpreis eines symbolischen Euro reduziert. [zur BEG-Startseite]

Bescherung für Beverungen: Neuer AlleenRadweg

Auch die Stadt Beverungen baut ihre Infrastruktur- und Freizeitqualität über das AlleenRadwege-Programm aus. Als Teilbereich der stillgelegten Trasse von Warburg nach Höxter hat der Bezirksausschuss Dalhausen das Vorhaben bewilligt, zu der gestern die notarielle Beurkundung stattgefunden hat. Die Ausschussmitglieder waren sich über das Potenzial des Radweges zur Verdichtung der vorhandenen Routen in Beverungen einig und sprachen sich einhellig für die Verdichtung des Netzes durch einen besonders sicheren, generationengerechten und umweltverträglichen Bahntrassenradweg aus. Ein Abzweig zur Innenstadt solle auch das Schulzentrum anbinden. Diese Idee der BEG sei hervorragend, äußerte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Eckhard Schepke. Dass die Einbindung der Bürger bislang zu kurz gekommen sei, räumte er allerdings auch ein.

Am 23. Jan. 2012 wird daher zu einer öffentlichen Bürgerinformation geladen. Manch Anwohner, dessen Grundstück an die stillgelegte Trasse angrenzt, sieht Nachteile durch den Radweg auf sich und die Allgemeinheit zukommen, welche in diesem Rahmen offen diskutiert werden und mit positiven Beispielen und Erfahrungen entlang anderer Bahntrassenradwege hoffentlich ausgeräumt werden können. [zur BEG-Startseite]

Bahnflächenverkauf in Lennestadt-Meggen ermöglicht Entwicklung des Bahnhofsumfeldes

Flächen in einer Größenordnung von rund 10.500 m² im direkten Umfeld des ehemaligen Empfangsgebäudes Meggen hat die BEG am 06.12. an die Stadt Lennestadt verkauft. Der Notartermin ist erst möglich geworden, nachdem in längeren Abstimmungen eine Verständigung zwischen Stadt, DB Netz AG und BEG zu technischen Verlagerungen und dem daraus resultierenden Flächenumgriff gelungen ist. Als nächstes werden nicht mehr betriebsnotwendige und bereits abgebundene Gleise ausgebaut sowie eine Weiche entfernt, so dass der vom Bahnhofsvorplatz erschlossene Bereich schon in wenigen Monaten für eine städtebauliche Entwicklung zur Verfügung stehen wird.

Außerdem haben sich die genannten Akteure mit der DB Station&Service AG auf die Aufwertung des vorhandenen Bahnsteigtunnels geeinigt. Als Bahnsteigzugang mit Anbindung an beide Teile Meggens weist der Fußgängertunnel derzeit ein unattraktives Erscheinungsbild auf, welches der praktischen Bedeutung des Tunnels für die Fahrgäste und Bürger und seiner Funktion als Tor zum künftig aufgewerteten Ortsentree nach Meggen nicht gerecht wird. Seitens der Stadt liegt ein Konzept eines Architekturbüros zur gestalterischen Aufwertung der Tunnelwände und der Decke für den baulich älteren Teil des Tunnels vor, dass sich derzeit in Abstimmung befindet. Im noch neueren Tunnelstück wird die DB Station&Service AG wichtige Aufwertungsmaßnahmen wie einen Neuanstrich inklusive Graffitischutz sowie die Beseitigung beschädigter Mülleimer und alter Schaukästen durchführen sowie eine Grundreinigung vornehmen. Mit diesen Maßnahmen kann voraussichtlich im Frühjahr 2012 begonnen werden. [zur BEG-Startseite]

Generationenbahnhof Darfeld: Impulse durch „RadBahn Münsterland“

Als offizieller Name des Bahntrassen-Radweges von Rheine bis Billerbeck wurde nun "RadBahn Münsterland" gewählt – und damit die Schnellweg-Qualität von Radwegen auf stillgelegten Bahnstrecken betont. Auch das Tempo der Umsetzungsphase macht dem Schnellweg Ehre: Der dritte und letzte Bauabschnitt wird 2012 realisiert sein und wirft der Ortsentwicklung der Gemeinde Rosendahl bereits jetzt seine Impulswirkung voraus. Auf 9.000 seinerzeit von der BEG erworbenen Quadratmetern um das historische Bahnhofsgebäude Darfeld will die Gemeinde einen Generationenpark entstehen lassen. Eine Bürgerinitiative hatte zahlreiche Vorschläge gesammelt, wie die brachliegenden Bahnflächen attraktiver gestaltet werden könnten. Angedacht sind nun unter anderem ein Café des Heimatvereins mit Außengastronomie, Fitnessgeräte für Erwachsene, Boulebahn und Bolzplatz. Pflege und Wartung würden über Patenschaften verschiedener lokaler Vereine und Initiativen organisiert. Die Errichtungskosten für den Park würden sich auf 80.000 Euro belaufen. Der Betrag soll von der Gemeinde Rosendahl und Zuschüssen seitens der Sparkassenstiftung, der NRW-Stiftung und aus dem Leader-Programm gestemmt werden. Die Anträge sind gestellt. Aus Spenden wurden bereits 3.500 Euro zusammengebracht, aus denen zwei Eisenbahnwaggons gekauft und von Köln nach Darfeld überführt wurden – als Ausstellungsbereich für den Heimatverein und Aufenthaltsort für Jugendliche.

Das Bürgerhaus im alten Bahnhof ist bereits durch großes ehrenamtlich Engagement sowie durch die Unterstützung der NRW-Stiftung sorgfältig und stilgetreu hergerichtet worden. Im heutigen Heimat- und Bürgerhaus finden Kulturveranstaltungen wie Lesungen, Theaterproduktionen, Ausstellungen und Vereinsfeiern großen Anklang. Für das bauliche und kulturelle Schmuckstück Bahnhof, den Generationenpark und den Radbahn-Weg sind deutliche Synergieeffekte untereinander zu erwarten. [zur BEG-Startseite]

AlleenRadweg Wesel, Hünxe, Haltern am See: Bahnhof Lippramsdorf als Kleinod entlang eines Fernradwegs

Bild: Ralf Räder, fotocommunity.de
Der aktuelle Spatenstich für die Fortführung der Römerroute zwischen Wesel, Hünxe und Haltern am See galt gleich zwei Teilstücken: 2012 startet der Ausbau eines ca. 5 km langen Abschnitts zwischen Wesen-Obrighoven und Hünxe-Drevenack sowie eines ca. 6 km langen Abschnitts in Haltern am See; das noch fehlende Teilstück in Dorsten wird bis 2015 realisiert. Die Kosten der Maßnahmen sind mit 920.000 € veranschlagt und werden zu 75% aus dem Alleenradwegeprogramm sowie zu 25% aus Eigenmitteln des Regionalverbands Ruhr gefördert. Die Verhandlungen im Vorlauf des Projektes konnten mit Hilfe der neutralen Gutachten zu Brücken und Gleisschotter, der Beratung in Förderfragen und der Vermittlungsleistung seitens der BEG deutlich vorangetrieben werden. Die laufende Pflege, Unterhaltung und Verkehrssicherung werden die beteiligten Kommunen ab Fertigstellung übernehmen.

Die Teilstücke – teils auf alter Bahntrasse, teils parallel zu denkmalgeschützten Gleisanlangen – bilden wichtige Lückenschlüsse entlang der künftigen „Römer Lippe Route“. Mit „Hauptroute“ und „Wasserschleife“ führen im Jahr 2013 dann 425 km von Detmold bis Xanten. Von einer überregionalen Vermarktungsstrategie versprechen sich die beteiligten Städte wie Haltern am See deutlich positive Effekte für ihre Gastronomie und Freizeitwirtschaft.

Auch der denkmalgeschützte Bahnhof Lippramsdorf aus dem Jahre 1874 wird dann als Kleinod entlang des Radweges die Aufmerksamkeit auf sich ziehen können, die ihm für seine gelungene Restaurierung gebührt. Das ehemalige Dienstgebäude sowie der Güterschuppen wurden von einer Privatperson erworben, stilsicher instand gesetzt und seitdem als Geschäftssitz einer Gebrauchtwagenfirma genutzt. Den Radwegebau will die Eigentümerin Maria Arentz als Chance aufgreifen und den Radlern eine Pause mit Grillgut und Getränkeversorgung schmackhaft machen. (zur BEG-Startseite)

Arnsberg: Kleiner Einsatz, große Wirkung mit dem Flächenpool in Neheim-Hüsten

Das neue Landesinstrument Flächenpool NRW zeigt, dass häufig bereits ein rein dialogbasierter und vermittelnder Einsatz seitens der Projektverantwortlichen ausreicht, um Flächenpotenziale im Innenbereich zu mobilisieren. Ein aktuelles Beispiel findet sich in der Pilotkommune Arnsberg. Hier wurde jüngst ein neu gestalteter Fuß- und Radweg freigegeben. Realisiert werden konnte er mit Hilfe eines 15-18 Meter breiten Teilstücks, das aus dem Eigentum des angrenzenden Recyclingbetriebs Rump herausgelöst wurde, dessen Fläche zu den Pilotstandorten zählt.

Vormals war der dunkle und uneinsichtige Übergangsbereich zum Recyclingbetrieb ein deutlicher Angstraum im Ortsgefüge. Im Rahmen eines Strategiegesprächs konnte der Flächenpool NRW erreichen, dass sich die Stadt Arnsberg und der Recyclingbetrieb auf diese Vorgehensweise einigen. Eine vormals geschlossene Holzschutzwand zum Betriebsgelände wurde zudem durch die Stadt entfernt, statt dessen weitet ein transparenter Zaun die ehemalige Engstelle nun optisch auf. Noch eine weitere positive Komponente hat die Lösung: Das neue Radwegeteilstück ist an den stark frequentierten Ruhrtalradweg angebunden, der hinter dem Möbelhaus Wortmann verläuft. Ruhrtal-Radfahrer können so einen Abstecher nach Hüsten machen – und den Ortsteil von Tourismuseinkünften profitieren lassen. Der Ausbau und die Neugestaltung des Weges zum großzügigen, mit moderner Beleuchtung ausgestatteten Fuß- und Radweg wird von den Bürgern als eine klare Verbesserung der Umfeldqualität eingeschätzt. [zur BEG-Startseite]

Land NRW stellt 7,6 Millionen Euro für BEG und BahnflächenPool NRW zur Verfügung


Die bundesweit beachtete, weil einzigartige Kooperation zur Bahnflächenentwicklung zwischen dem Land NRW und der Deutschen Bahn wird fortgesetzt. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Bahn AG haben das dritte Liegenschaftspaket für die gemeinsame Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW mbH (BEG) aufgelegt. Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger hat vor wenigen Tagen die dazu erforderlichen Verträge unterzeichnet. Das Land stellt der BEG damit einen Zuschuss in Höhe von 7,6 Millionen Euro zur Verfügung. Die Mittel dienen zur Finanzierung der Aufklärungs- und Entwicklungsarbeit für die Neunutzung nicht mehr für den Bahnbetrieb benötigter Liegenschaften.

Von den Landesmitteln profitieren vor allem die neu einbezogenen Kommunen. Zugleich rechnet sich die Vorgehensweise für das Land: Für weniger als 90 Cent pro Quadratmeter kann es tatsächliche Innenentwicklung anstoßen und erhält davon noch einen großen Anteil von der Bahn zurück. [zur BEG-Startseite]

Liegenschaftspaket III: Erfolg für die Innenentwicklung!

Mit dem Liegenschaftspaket III setzt das Land die Reduzierung des Flächenverbrauchs aktiv fort. Staatssekretär Horst Becker, Vorsitzender der BEG-Gesellschafterversammlung, zeigte sich sehr zufrieden mit der Einigung: „Die Vertragsunterzeichnungen sind unser Lohn für die intensiven Abstimmungen zwischen dem Land, der Bahn und der BEG. Die entwickelten und erprobten Modelle zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme, zum Neubau der Verkehrsinfrastruktur an Haltepunkten, zur Sanierung von Bahnhofsgebäuden und zur Nutzung von stillgelegten Bahnstrecken können nun auf 35 weitere Kommunen übertragen werden. So unterstützt die Landesregierung die Städte und Gemeinden darin, neue Entwicklungen auf vorhandene Brachen zu lenken, den Bestand aufzuwerten und Investitionen in Infrastrukturprojekte im Bahnhofsumfeld zu lenken.“

Insgesamt zählen nun sämtliche, nicht mehr für den laufenden Bahnbetrieb erforderlichen DB-Flächen in 240 Städten und Gemeinden zu dem Kooperationsmodell. Von diesem profitieren inzwischen nahezu alle mittleren und kleinen Städten und Gemeinden, aber auch mehrere Großstädte des Landes, in denen Nachnutzungen für Bahnflächen zu entwickeln sind. Für rund 3,5 Millionen Quadratmeter Fläche in 35 Kommunen beginnt nun die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit den Kommunen zu Gunsten städtebaulich, verkehrlich und ökologisch sinnvoller Lösungen: Ein großes Potenzial zur Erreichung von Flächensparzielen und nachhaltigen Entwicklungen innerhalb unserer Siedlungsflächen. [zur BEG-Startseite]

Kooperationsmodell in der Flächenvermarktung hat den Deutsche Bahn-Konzern überzeugt

DB-Konzernbevollmächtigter Reiner Latsch begrüßte die Ausweitung der BEG-Verantwortlichkeit durch das neue Paket: „Beim BahnflächenPool arbeiten NRW und DB Hand in Hand. Die BEG hat sich für uns bereits in 205 Fällen als hervorragende Brücke zu den Kommunen erwiesen. Jetzt weitere 35 Kommunen einzubeziehen ist daher der folgerichtige Schritt, ein gemeinsames Erfolgsmodell fortzusetzen.“

Das Modell funktioniert auch aufgrund der hervorragenden Kooperation auf Arbeitsebene so reibungslos. Zwischen den Projektverantwortlichen der BEG und den Zuständigen seitens der Immobilientochter der Bahn, der DB Services Immobilien, Niederlassung Köln, sowie der DB Netz AG hat sich eine ineinander greifende Zusammenarbeit längst eingespielt. So können die oft komplexen Prozesse im Umgang mit den betrieblichen Anlagen und den eisenbahnrechtlichen Fragestellungen im Sinne der kommunalen Wünsche gesteuert werden. Diese Konstruktivität im gesamten Vertriebsprozess hat sich als klarer Erfolgsfaktor erwiesen. [zur BEG-Startseite]

Die neuen BEG III-Kommunen

Zu den Kommunen des neuen BEG-Paketes zählen die Großstädte Aachen, Mülheim a.d. Ruhr, Münster, Recklinghausen und Wuppertal sowie 30 kreisangehörige Kommunen: Bad Oeynhausen, Borgentreich, Burbach, Burscheid, Coesfeld, Dahlem, Dörentrup, Dülmen, Erkelenz, Geseke, Greven, Haltern am See, Herford, Herzebrock-Clarholz, Hövelhof, Ibbenbüren, Lienen, Minden, Neuenkirchen, Nieheim, Oelde, Ostbevern, Petershagen, Siegburg, Steinhagen, Troisdorf, Warendorf, Wermelskirchen, Westerkappeln und Wilnsdorf. 

Zudem umfasst es 11 Empfangsgebäude, für die verlässliche, investitionsbereite neue Eigentümer zu finden sind: Dahlem-Schmidtheim, Dülmen, Goch-Pfalzdorf, Horn-Bad Meinberg, Kleve, Lienen-Kattenvenne, Mülheim-Styrum, Pulheim, Schieder Schwalenberg, Troisdorf und Windeck-Au Sieg.

Mit dem dritten Paket zählen sämtliche, nicht mehr für den laufenden Bahnbetrieb erforderlichen DB-Flächen in 240 Städten und Gemeinden in NRW zu dem Kooperationsmodell. In 151 Kommunen sind bereits Komplettverkäufe erreicht. Über 300 Einzelprojekte wurden mit Einzelhandels-, Gewerbe- oder Wohnnutzungen entwickelt. Bislang wurden 76 Empfangsgebäude im Sinne kommunaler Gesamtkonzepte veräußert, 40 davon sind bereits vollständig saniert. Die überwiegende Zahl beherbergt heute wieder fahrgastnahe Nutzungsangebote. Hinzu kommen etwa 300 Kilometer stillgelegte Bahnstrecken. 

Als nächstes folgt die Sichtung und Einschätzung des Flächen- und Nutzungspotenzials in den „neuen“ Kommunen. Wenn dies getan ist, nimmt die BEG die Gespräche mit den kommunal Verantwortlichen auf. [zur BEG-Startseite]

Familienrastplatz: Weitere Attraktion für den AlleenRadweg im Sauerland

„Ähnliche Effekte, wie die, die wir vor 100 Jahren als Errungenschaft der Eisenbahn gefeiert haben, bringt uns jetzt der Radwegebau“, dessen ist sich Meschedes Bürgermeister Uli Hess sicher. Das Erlebnis, Landschaften auf ehemaligen Bahntrassen zu erradeln wirke sich wirtschaftlich sehr positiv aus, gerade auch für das Gastgewerbe. In diesem Jahr erhielt der sehr gut frequentierte SauerlandRadring zwischen Finnentrop, Eslohe, Schmallenberg und Lennestadt, bekannt durch seinen Fledermaustunnel, eine Mescheder Nordschleife von Bahnhof Wennemen bis zum Abzweig Sallinghausen und soll von da aus auf den Ruhrtalradweg zurückgeführt werden. Auch der BEG dient der SauerlandRadring immer wieder als Vorzeigebeispiel der Projektentwicklung, -umsetzung und -inszenierung.

Ein zusätzlicher Anziehungspunkt für Bürger und Besucher entsteht nun an der Trasse am Lumberg in Bremke, Eslohe. Ein in die Jahre gekommener, nicht mehr tüv-gerechter Spielplatz wird noch vor dem Winter in einen Familienrastplatz umgewandelt. Neue Spielgeräte, Rast-Mobiliar für die Radwegenutzer - Tische, Bänke, Schutzhütte und Schlauchautomat - sollen künftig zu einer Zwischenstation einladen. Die Finanzierung (rd. 38.000 Euro) des neuen Spiel- und Rastplatzes bringen die Gemeinde Eslohe und der LEADER-Verein auf, für die dauerhafte Pflege engagieren sich die Bremker Schützenbruderschaft und eine Elterngemeinschaft. Ab November 2011 wird der Sauerlandring über den Lückenschluss bei Wenholthausen und Berge an den Ruhrtalradweg angebunden sein. [zur BEG-Startseite]

Gesamtkonzept für Bahnhof Hohenlimburg mit hohem privatem Engagement

Der Vorlauf zur Realisierung des neuen Kombibahnsteigs am Bahnhof Hagen-Hohenlimburg lief zügig, konstruktiv und sehr zufriedenstellend für alle Beteiligten. So wurde am 21.10. unter wolkenlosem Himmel der erste Spatenstich zur Bauphase getätigt und von den Akteuren genutzt, um sich gegenseitig ihren Dank für die erfolgreiche Zusammenarbeit auszusprechen: Insbesondere das Bahnhofsmanagement der DB Station&Service AG sowie die Stadt Hagen fanden lobende Worte für die gemeinsame Initiative der DK Projektentwicklung GmbH und der BEG zur Aufwertung des Bahnhofes und seines Aufweitungsbereiches mit neuem ZOB. Durch die Kostenbeteiligung des privaten Investors sei der neue Bahnsteig erst möglich geworden. BEG-Projektleiter Carsten Kirchhoff dazu: “Mit Geschäftsführer Manfred Kissing haben wir einen Investor gefunden, der gemeinsam mit uns einen gesamthaften Ansatz zur Aufwertung des Bahnhofsbereichs einschließlich des neuen Kombibahnsteigs und des Busbahnhofs entwickelt hat. Sein Engagement und die Beteiligung an den Kosten der öffentlichen Infrastruktur bis hin zum Bahnsteig ist einmalig“. Der neue, rund 175 m lange Bahnsteig wird auf der einen Seite den Zugang zum Schienenverkehr, auf der anderen Seite zu zwei der Bushaltestellen des neuen ZOB ermöglichen. Er erhält neben einem Blindenleitsystem eine moderne Beleuchtungsanlage sowie mit der Stadt Hagen abgestimmte Wetterschutzhäuser.

Das Gesamtkonzept der DK Projektentwicklung GmbH sieht u.a. vor: Abriss der Bestandsgebäude,  Entwicklung der innerstädtisch gelegenen Fläche des Parkhauses mit zwei Einzelhandelsmärkten in städtebaulich attraktiver Architektur, Errichtung eines neuen ZOB an der Bahnstraße, Bau eines neuen Bahnsteigs an Gleis 1 als Kombibahnsteig und Errichtung eines prägenden Glasbaus mit Bäckerei im Bereich ZOB vor. Die BEG stimmte im Vorfeld gemeinsam mit der Stadt Hagen die grundsätzliche Bereitschaft für die Förderung des neuen Kombibahnsteigs und des neuen ZOBs aus Mitteln der Verkehrsförderung des Landes NRW mit dem VRR ab. Der komplette Bahnsteig wird in Abstimmung mit der DB Station&Service AG durch die DK Projektimmobilien GmbH erstellt und dann nach Bauabnahme in das Eigentum der DB Station&Service AG übergeben, die wiederum zukünftig für den Betrieb des Bahnsteigs zuständig sein wird. Die Kosten des neuen Bahnsteigs belaufen sich auf rund 807.000 €, wovon rund 577.000 € über den VRR aus Mitteln der Verkehrsförderung des Landes finanziert werden. Der Eigenanteil in Höhe von rund 230.000 € wird durch die DK Projektimmobilien GmbH getragen. Die Förderung in Hohenlimburg erfolgte auf Antrag der Stadt Hagen für den ZOB und ausnahmsweise auch für den Bahnsteig. Diese Vorgehensweise zur Förderung des Bahnsteigs war notwendig, da zwischen Land NRW und DB Station&Service AG mit der „2. Modernisierungsoffensive für Bahnhöfe in NRW“ eine rahmenvertraglich fest vereinbarte Liste von umzusetzenden Bahnhofsprojekten existiert, in der der Bahnhof Hohenlimburg nicht enthalten ist. Mit der Realisierung des Bahnsteigs an Gleis 1 bestehen aus Sicht aller Projektbeteiligten jedoch gute Ausgangschancen, dass auch die Modernisierung des Tunnels und des Mittelbahnsteigs dann mittelfristig Gegenstand der nächsten Rahmenvereinbarung zwischen Land NRW und DB Station&Service AG zur Modernisierung von Verkehrsstationen sein wird. Die Kosten für den ZOB belaufen sich auf rund 1,272 Mio. €, von denen der VRR rund 1,063 Mio. € als Zuschuss aus Mitteln der Verkehrsförderung gewährt hat. Die DK Projektentwicklung GmbH trägt den Eigenanteil der Stadt Hagen vollständig in Höhe von rund 209.000 € und damit auch maßgeblich zur Schaffung des neuen Busbahnhofs bei. Alle Umbaumaßnahmen sollen im Frühjahr 2012 abgeschlossen sein. [zur BEG-Startseite]

Münsterland-Radweg: Kleine Eröffnung zwischen Burgsteinfurt und Horstmar

Eine ‚kleine Eröffnung‘ hat auf einem Teilstück des AlleenRadweges im Münsterland statt gefunden: Sichtlich gut gelaunt gaben Landrat Thomas Kubendorff sowie der Horstmarer Bürgermeister Robert Wenking und sein Amtskollege Andreas Hoge aus Steinfurt ein weiteres Teilstück zwischen Burgsteinfurt und Horstmar frei. Kubendorff sprach seinen großen Dank „für einen perfekt geplanten und gebauten Radweg“ aus. Der Landrat habe längt mitbekommen, dass die Strecke „phantastisch angenommen“ werde. Ein großes Einweihungsevent werde im Frühjahr zur Saisoneröffnung folgen. Mit der Fertigstellung des jetzt noch fehlenden Trassenstücks rechnet der Kreis Steinfurt Ende August 2012. Damit wären 40 Kilometer Rad-Schnellstraße auf ehemaliger Bahntrasse gelungen. Umfangreiches Bildmaterial und viele Informationen zum Fortgang finden sich auch auf der privaten Internetpräsenz www.muensterlandradweg.de . [zur BEG-Startseite]

Rheine: Großprojekt auf Bahnflächen setzt zum Endspurt an

Das größte laufende Bahnflächen-Reaktivierungsprojekt im Land Nordrhein-Westfalen nennt die Stadt Rheine ihr eigen. Bei einer Größe des Gesamtareals von 500.000 m² wurden dabei bislang 185.000 Tonnen Bodenmassen und Bahnschotter bewegt. Diese Berge werden gerne auch symbolisch verstanden angesichts der zahlreichen Herausforderungen und Hürden, die die Stadt Rheine und die BEG gemeinsam bewältigt haben (s. Blogeintrag 07/2010). Anlässlich des feierlichen Starts in die Umbauphase am 07. Oktober ließ sich Wirtschaftsminister Harry K. Voigtsberger so auch die Gelegenheit nicht entgehen, den Projektverantwortlichen auf allen Seiten seinen Respekt und Dank auszusprechen.

Das künftige Gewerbegebiet „Rheine R“ und das Kultur- und „Innovationsquartier am Bahnhof“ werden durch eine neue Personenunterführung und eine gläserne Passage durch die alte Triebwagenhalle miteinander verzahnt. Die in Rheine eingesetzten Fördermittel erfüllen dabei sämtliche Prioritäten der nordrhein-westfälischen Stadtentwicklungspolitik, so Voigtsberger, wie die Konzentration auf die Innenentwicklung, die Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme, die Wiedernutzung von Brachflächen, die Entwicklungsperspektiven für entbehrliche Bahnhofsgebäude und -flächen, die Stärkung der Innenstadt und das Anstoßen privater Folgeinvestitionen. Die gesamte bisherige Entwicklungsleistung war von einer außerordentlich guten und konstruktiven Zusammenarbeit aller Beteiligten geprägt, so dass es auch im direkten Bahnhofsumfeld gelungen sei, eine Vielzahl von Maßnahmen auf den Weg zu bringen, wie beispielsweise die Reaktivierung von Bahnsteigen und deren behindertengerechter Ausbau inklusive Wegeleitsystem, einer Kiss-and-Ride- sowie einer Bike-and-Ride-Anlage. [zur BEG-Startseite]

Expo-Real: The same procedure as every year...

… so auch 2011, war die BEG mit zwei Projektleitern auf der Gewerbeimmobilien-Messe Expo Real in München vertreten. Am 4. und 5. Oktober nutzten Klaus-Dieter Büttner und Henk Brockmeyer in dicht getakteter Terminabfolge die Gelegenheit, mit kommunalen und anderen Partnern Projekte zu besprechen, Hürden auf kurzem Wege auszuräumen und weitere Vorgehensweisen zu vereinbaren. Bei allen Gesprächspartnern bedanken wir uns daher auf diesem Wegen noch einmal besonders für den angenehmen und konstruktiven Austausch! [zur BEG-Startseite]

Gemeinde Finnentrop weiht Alte Bahnmeisterei und neuen ZOB ein

Die Gemeinde Finnentrop hat am 18. Sept. im Rahmen des 150-jährigen Jubiläums der Ruhr-Sieg-Strecke ihren neuen zentralen Omnibusbahnhof sowie die restaurierte und umgebaute „Alte Bahnmeisterei“ eingeweiht (vgl. Blogeinträge 01/2011 und 07/2010).

Die Alte Bahnmeisterei wurde bereits 2010 mit Hilfe von Fördermitteln in Höhe von 400 000 Euro aus dem Konjunkturpaket II vollständig saniert. Als Ausgleich für das nicht mehr bestehende Empfangsgebäude beherbergt es einen Warteraum für Reisende, barrierefreie Toiletten und ein gastronomisches Angebot. Der neue zentrale Omnibusbahnhof verfügt über sechs überdachte Bushalteplätze, zwei davon an sogenannten Kombibahnsteigen zur Schiene hin gelegen. Nur ein letzter Oberleitungsmast der Bahn zeugt heute noch von dem besonderen Aufwand und den Schwierigkeiten, die die Umgestaltung des ZOB-Bereichs für die BEG mit sich gebracht hatte. [zur BEG-Startseite]

Mobilitätsfachwelt trifft sich zum Internationalen Kongress in Bonn

Quelle: www.traffics-talk.de (Pressebild)
Der Internationale Mobilitätskongress Traffics Talk hat sich für 2011 die „Grenzen der Mobilität“ als themenbestimmende Leitplanke gesetzt, sowohl im Hinblick auf den Klimawandel, die Energie- und Flächenressourcen als auch den Faktor Lebensqualität. Die Instrumente BahnflächenPool NRW und FlächenPool NRW zielen mit ihren Kernanliegen, den Innenbereich durch Reaktivierung bestehender Potenziale zu stärken, vorhandene Infrastrukturen auszuschöpfen und den Freiraum zu schonen, in genau diese Richtung. Insofern war auch BEG-Geschäftsführer Volker Nicolaus an den fachlichen Diskursen in diversen Foren beteiligt.

Das Stärkungserfordernis der „sanften Mobilität“ betonten sowohl Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger als auch Staatssekretär Horst Becker deutlich. Nordrhein-Westfalen sei bereits das Fahrradland Nummer 1, in den vergangen drei Jahrzehnten seien 1,4 Mrd. Euro in den Bau von rund 7.700 km Radwegen investiert worden. Auch aufgrund des besonderen Angebots von rund 1.000 km Radwegen auf ehemaligen Bahntrassen – quasi Schnellradwege aufgrund ihrer Steigungs- und Kreuzungsarmut – zeichnet sich inzwischen erfreulicherweise ein klarer Image- und Attraktivitätsgewinn benzinfreier Fortbewegungsmöglichkeiten ab. [zur BEG-Startseite]

Der Flächenpool NRW in wissenschaftlicher Betrachtung

Das Instrument Flächenpool NRW und die „Möglichkeiten eines eigentümerorientierten Verfahrens zur Brachflächenaktivierung für die Innenentwicklung“ wurden zum fachlichen Erkenntnisinteresse im Rahmen einer Diplomarbeit von Konstantin Klein an der Fakultät Raumplanung der TU Dortmund. Diese ist unlängst von Prof. Dr. Sabine Baumgart und Dipl. Ing. Thomas Lennertz begutachtet und mit der Note 1,3 beurteilt worden. Inwieweit der Verfahrensansatz des Flächenpool NRW geeignet ist, Flächeneigentümer für eine Zusammenarbeit zu gewinnen und wie es gelingt, mit allen Akteuren gemeinsame Entwicklungsperspektiven für die betrachteten Brachflächen zu erarbeiten, durchzieht die Arbeit als zentrale Fragestellung.

Von besonderem Interesse für die Projektverantwortlichen seitens des Flächenpool NRW sind dabei Kleins Schlussfolgerungen aus dem empirischen Teil seiner Arbeit, für den er Interviews mit Eigentümern und Kommunalvertretern verschiedener Pilotkommunen geführt und ausgewertet hat. Dezidiert heraus gearbeitet hat er beispielsweise die unterschiedlichen – quantitativen wie qualitativen – Informationsbedürfnisse auf Eigentümerebene. Seine Schlussfolgerung daraus bestätigt die Dialogorientierung des Flächenpool NRW: Kommunikationsprozesse sind geeignet, um Dynamik selbst in komplexe Konstellationen bei der Flächenreaktivierung zu bringen und von allen Akteuren mit getragene Entwicklungen in Gang zu setzen – es zahlt sich dementsprechend im Projekterfolg aus, die moderativen und mediativen Phasen weiter zu stärken und auszuformen. [zur BEG-Startseite]

Steinheim beherbergt einen der schönsten Bahnhöfe in OWL

Diese Einschätzung teilen mit Bürgermeister Joachim Franzke hunderte Bürger und Besucher, die den Tag der offenen Tür am 9. Sept. anlässlich der Einweihung des sanierten Steinheimer Empfangsgebäudes nutzen. Die Eigentümer Thomas Sponfeldner und Andreas Franzke, die kommunal sowie BEG- und bahnseitig Verantwortlichen freuen sich besonders darüber, dass die ostwestfälische Kleinstadt nun mit dem landesweit einzigen Hotel in einem der BEG-veräußerten Empfangsgebäude aufwarten kann. Seinen Betrieb hat es bereits vor wenigen Wochen aufgenommen, die offizielle Einweihung erfolgte mitsamt Betrieb einer historischen Dampflok. Einige förderrechtliche und bahninterne Hürden mussten auf dem Weg dorthin ausgeräumt werden. Die seitens der Stadt und der BEG gemeinsam ausgewählten Investoren haben das Gebäude mit einem Aufwand von rd. 1 Mio. Euro umfassend saniert. Das Komfort-Hotel bietet 14 moderne, teils barrierefreie Zimmer und 2 Suiten mit freundlich hergerichteter Fassade und moderner Innenausstattung. Das Gebäude beherbergt zudem einen griechischen Gastronomiebetrieb, Fahrkartenverkauf und das Stellwerk. Die Investoren sind somit zu Vermietern der NB Netz AG geworden.

Wie anlässlich des Erwerbs im vergangenen Jahr berichtet (s. Blogeintrag Jun. 2010), stellt die umfängliche Sanierung des Empfangsgebäudes den gelungenen Abschluss der städtebaulichen und verkehrlichen Aufwertung des gesamten Bahnhofsareals dar. [zur BEG-Startseite]

Arnsberger Bahnhof nach achtzehnmonatiger Sanierung eröffnet

Der „neue“ Arnsberger Bahnhof wurde jetzt nach eineinhalb jähriger Sanierung eröffnet. Vergessen ist das etwas trostlose Bild des einst ockerfarbenen Gebäudes mit dem dunklen Innenleben, das sich nun in ein strahlend weißes, einladendes Bauwerk mit verschiedenen Serviceangeboten verwandelt hat, dessen Inneres durch sein ungewöhnliches Licht- und Farbspiel begeistert. Die Stadt Arnsberg hat die Chance einer städtebaulichen und funktionalen Entwicklung des Bahnhofs früh erkannt und das historische stadtbildprägende Gebäude bereits Ende 2004 von der BEG erworben. In den Folgejahren entwickelte die Stadt in Abstimmung mit der BEG und der DB Station&Service AG ein Gesamtkonzept für Bahnhof und Umfeld. 

Umso schöner das Ergebnis, von dem sich die Arnsberger Bürger am letzten Augustwochenende überzeugen konnten. Herzstück im neuen Gebäude ist das Bürgerzentrum „Alter Bahnhof“, dessen Realisierung nur dem großen bürgerschaftlichen Engagement zu verdanken ist. Der Bürgermeister lobte in seiner Eröffnungsrede die Aufwertung des Bahnhofs an sich, die aktive Bürgerbeteiligung, das direkt nebenan entstehende Feuerwehrmuseum und die mit der Sanierungs- und Umnutzungsmaßnahme verbundene städtebauliche Aufwertung insgesamt. Die Fahrkartenagentur wurde erhalten und befindet sich nach wie vor im Gebäude. Ganz perfekt wird der Bahnhof dann sein, wenn der Vorplatz fertiggestellt (geplant noch 2011) und die für 2012 geplante Modernisierung der Gleisanlagen und Bahnsteige abgeschlossen sein wird. (Po) [zur BEG-Startseite]

Rheinischer Esel konzentriert sich auf den Endspurt zum Radweg

Dort wo früher große Zechen der einstigen Kohlestädte Witten und Bochum per Schienenverbindung erschlossen wurden, werden sich in Zukunft Radfahrer wie auch Fußgänger entspannt und sicher fortbewegen können. Jetzt vollzogen Bochums Bürgermeisterin Erika Stahl sowie Wittens Bürgermeisterin Sonja Leidemann gemeinsam mit Vertretern der beiden Städte und der BEG den symbolischen Spatenstich für den Radweg Rheinischer Esel. Nicht nur fahrrad-, sondern auch „absatzfreundlich“ soll die neue insgesamt 5,6 km lange Strecke auf Bochumer und Wittener Stadtgebiet nach Vorstellung von Sonja Leidemann werden. Der Rheinische Esel bezeichnet die Bahnstrecke von Dortmund-Löttringhausen nach Bochum-Langendreer und ist insgesamt gut 13 Kilometer lang. Das östliche Teilstück zwischen Dortmund und Witten ist bereits als Rad- und Fußweg ausgebaut.

Schon in der 2006 beschlossenen Rahmenplanung der Stadt Witten und der BEG zur Umnutzung des Güterbahnhofs Witten Ost war die Strecke enthalten. Ihre Nutzung als Radweg wurde dann konsequent weiterverfolgt und schließlich gemeinsam entwickelt und abgestimmt. Nach dem Ankauf des Flächenbandes von der BEG im Winter 2010 erfolgte dann der erste Freischnitt der längst zugewachsenen Trasse - schließlich konnte seit der Stilllegung des letzten Teilstücks zwischen Witten-Stockum und Bochum-Langendreer im Jahre 2004 die Natur dort ungestört walten. Nun hofft man, dass schon im Herbst die ersten Fahrräder über die 3 m breite Asphaltbahn rollen können. Zu Beginn der Fahrradsaison 2012 soll der Alleenradweg dann offiziell eröffnet werden. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme der beiden Teilstücke in Witten und Bochum belaufen sich auf 2,7 Mio. Euro, davon werden 2,5 Mio. Euro im Rahmen des Alleenradwegeprogramms des Landes NRW mit 75 % gefördert. (Po) [zur BEG-Startseite]

Nutzungsvielfalt auf ehemaligen Bahnflächen: Spielbahnhof Bönen-Lenningsen

Die Freiluftmonate könnten den Eindruck vermitteln, ehemalige Bahnflächen laden ausschließlich zum Radfahren ein – dem stellt das aktuelle Bildmaterial aus Bönen einen Einblick in die große Nutzungsvielfalt auf ehemaligen Bahnflächen entgegen: Das Grundstück im Umfeld des alten Bahnhofs Lenningsen aus dem BEG-Portfolio ist 2010 als Abenteuerspiel-Platz im Miniaturbahnhof-Stil gestaltet worden. Der wird heute hervorragend angenommen, auch von Ausflüglern – insbesondere seit mehrere Internetauftritte ihn lobend hervorheben, wie z.B. die Route der Industriekultur. 125.000 Euro kostete die liebevoll gestaltete Außenanlage laut Presse insgesamt, ein guter Teil davon ist durch Landesmittel, der Rest durch kommunale Eigenmittel finanziert worden. Die Pflege und Koordination von besonderen Ereignissen, beispielsweise Spielplatzfesten, haben drei Paten ehrenamtlich übernommen.

Das denkmalgeschützte Bahnhofsgebäude Lenningsen selbst stammt aus dem Jahr 1901 und ist seit 1994 im Eigentum der Kommune. Nach einer aufwändigen und originalgetreuen Restaurierung wurden die Räumlichkeiten vom evangelischen Familienzentrum und einem evangelischen Kindergarten bezogen. Am heutigen Spielplatz verlief früher die Bahnsteigkante. [zur BEG-Startseite]

Ehemalige Niederbergbahn von über 1.000 Alltags-, Freizeit- und Genussradlern feierlich eingeweiht

Ein weiterer Alleenradweg hat am vergangenen Wochenende seine feierliche Eröffnung unter der neuen Dachmarke „Panoramaradweg“ erlebt. Die ehemalige Trasse der Niederbergbahn von Heiligenhaus über Velbert nach Wülfrath führt auf einer Länge von 25 Kilometer über 5 Viadukte und 16 Brückenbauwerke. Auch dabei: Die erste Waggonbrücke Deutschlands (s. Nov. 2009). Damit ist ein bedeutsamer Lückenschluss zwischen den Bahntrassen-Radwegen des Ruhrgebiets und des Bergischen Landes entstanden. Die Einweihungsfestivitäten lockten mit ökumenisch-geistlicher Segnung des Radweges sowie landesministerlich-weltlichen Glückwünschen mehr als 1.000 Menschen zu einer Probefahrt. So konnten sich viele Bürger selbst von dem Komfort ihrer künftigen Haus- und Hofstrecke überzeugen.

Über den heute so großen Zuspruch und die hohe Akzeptanz des neuen Infrastrukturangebotes freut sich auch BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz. Die BEG hatte den Kreis Mettmann und die beteiligten Kommunen in der Konzeption, der Umsetzung sowie der Förderkoordination des Radweges beraten und begleitet. Im Kontext des AlleenRadwege-Programms konnten aus den Erfahrungen vor Ort mehrere Musterlösungen entwickelt werden, die inzwischen bahninterner Standard geworden sind: Beispielsweise zum Grunderwerb oder zu den Ablösebeiträgen für die Instandhaltung von Kunstbauwerken. Gerade auch die eisenbahngeschichtlichen Relikte und Wiedererkennungselemente entlang der Niederbergbahn waren dem Landesprogramm zur Förderung der Bahnradwege ein besonderes Qualitätsanliegen [zur BEG-Startseite].

Flächenpool NRW am Runden Tisch Brachflächen der Bezirksregierung Düsseldorf

Am 19.07. hat die Bezirksregierung Düsseldorf das Thema „Brachflächen“ als Schwerpunkt eines Runden Tisches behandelt. Die Geschäftsführungen der NRW.URBAN und BEG waren in diesem Rahmen eingeladen, einen Vortrag zur Nutzung der Instrumente des Flächenpool NRW einzubringen und sich als Fachleute an der Erörterung der regionalplanerischen Steuerungsmöglichkeiten zu beteiligen.

Seinen Anfang genommen hatte die Reihe Runder Tische zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen der Regionalplanung im Rahmen der informellen Vorlaufphase für die Fortschreibung des Regionalplans des Regierungsbezirkes Düsseldorf im vergangenen Jahr. Die Motivation mehrerer Planergespräche war es, erste Themen, Herausforderungen und Probleme zu identifizieren. Darauf aufbauend werden 2011 mit Runden Tischen bestimmte Themen vertiefend behandelt. Wie unter www.brd.nrw.de erläutert und mit ersten Gesprächsprotokollen hinterlegt, erfolgt im Rahmen dieser Termine eine ergebnisoffene Diskussion verschiedener Steuerungserfordernisse und -möglichkeiten. Dies soll unter anderem ermöglichen, gemeinsame und differenzierte Positionen zu erkennen. Die Erkenntnisse aus den Runden Tischen werden im Rahmen der sich anschließenden Leitlinienerstellung berücksichtigt.

Die Pilotphase zum Flächenpool NRW ist eine Maßnahme der Landesregierung Nordrhein-Westfalens, getragen von der NRW.URBAN Service GmbH, unterstützt durch die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW mbH. [zu www.nrw-flaechenpool.de] [zur BEG-Startseite]

Balkantrasse in Remscheid: Radfahren mit dem Strom

Der Ausbau der früheren Balkantrasse zum Radweg schreitet an allen Enden in nicht zu übersehenden Schritten voran. Die EWR GmbH (Energie und Wasser Remscheid) hatte im vergangenen Jahr das 6,4 km lange Remscheider Teilstück erworben – primär, um mit dem Verlegen einer neuen Kabelleitung die Stromversorgung lokaler Gewerbegebiete zu verbessern. Durch die Nutzung der Bahntrasse erspart sich das Unternehmen eine weitaus aufwändigere Baumaßnahme entlang stark frequentierter Straßen. Zugleich sichert sie damit aber auch die Beteiligung der Stadt Remscheid am AlleenRadwege-Programm ab.

Seit dem Baubeginn im April (s. Blogeintrag) wurden die Gleise auf dem für die Kabelverlegung erforderlichen Liegenschaftsband bereits zurückgebaut. Das Gleisbett hat sich zu einem 1 m tiefen Graben entwickelt, in den die EWR in den nächsten Wochen insgesamt 9 km Stromleitung verlegen wird. Verfüllt wird anschließend mit dem Schottermaterial des Gleisbettes. Im Herbst wird dann der Ausbau zum Rad- und Wanderweg im Vordergrund stehen, inkl. der Sanierung vierer Brücken, über die die neue Route führen wird. Das Land NRW fördert über die BEG den Radwegebau auf stillgelegten Bahnstrecken, um möglichst viele durchgängige Trassenbänder für infrastrukturelle Folgenutzungen zu erhalten und der Allgemeinheit ein komfortables, naturnahes Infrastrukturangebot zu liefern. [zur BEG-Startseite]

Sanierungsstart für das denkmalgeschützte Empfangsgebäude Werdohl

Das 1914 erbaute neobarocke Empfangsgebäude des Bahnhofs Werdohl zählt heute zur Denkmalroute „Märkische Straße Technischer Kulturdenkmäler“. Noch in dieser Woche wird es vollständig eingerüstet: Wenn alles planmäßig verläuft soll es bis Ende 2012 dann fachgerecht saniert in altem Glanz erstrahlen. Dass dieses Vorhaben möglich wird, ist nicht zuletzt der guten Zusammenarbeit mit der Stadt zu verdanken. Die BEG hatte erste Umnutzungs- und Sanierungskonzepte erarbeitet, auf Basis derer sich die Stadt entschieden hat, das prägnante Objekt in eigener Regie zu entwickeln. So wurde es von der BEG an eine städtische Stiftung veräußert. Das Bauvolumen wird auf etwa 2,3 Mio. Euro beziffert, das Werdohler Architektenpaar Fiebig liefert die Entwürfe für die Sanierung.

Fenster-, Dach- und Fassadenarbeiten haben bis zum Winter die oberste Priorität des Bauleiters von der Wohnungsgesellschaft Werdohl, welche nach Umbau auch als Mieterin in den Bahnhof ziehen wird. BEG-Projektleiter Carsten Kirchhoff ist erfreut, dass mit dem Bahnhofsumbau nun auch die letzte Stufe zu einer attraktiven Schnittstelle zwischen Stadt und Quartier genommen wird – die Verkehrsstation mit neuem Bahnsteig und P&R-Anlage sind bereits in Betrieb. [zur BEG-Startseite]

Stadt Halver: Stadtentwicklung und Elektromobilität auf der Schiene

Mit einem "Ringtausch" und einem aktuell beurkundeten Grundstücksgeschäft konnten die Interessen der Stadt Halver und der Schleifkottenbahn GmbH (SKB) überein gebracht und ein Vorgehen zur Zufriedenheit aller Beteiligten koordiniert werden: Die Stadt Halver will auf insgesamt 60-70.000 qm Fläche am Standort Bahnhof Halver ein seit Längerem drängendes Stadtentwicklungsziel realisieren - die Stärkung von Einzelhandel und Nahversorgungsqualität. Auf dem Gelände liegen aber Dienstbarkeiten der SKB, die eine integrierte Gesamtplanung bisher unmöglich gemacht haben. Die SKB benötigt die Bahnanlagen für ein visionäres Mobilitätskonzept, den Betrieb eines Schienentaxis. Dabei handelt es sich um ein computergesteuertes Elektromobil mit Radartechnik, das als Forschungs- und Entwicklungsprojekt des Oberbrüggers Unternehmers Friedrich Wilhelm Kugel läuft. Zur Umsetzung dieses Vorhabens gründete er vor mehreren Jahren gemeinsam mit zwei weiteren Gesellschaftern eigens die SKB. Die Unternehmer machen sich für die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken und Erhaltung von Gleisanlagen stark und sind Eigentümer des 6,5 km langen Teilstücks Halver-Oberbrügge der stillgelegten Bahnstrecke Wuppertal-Oberbrügge. "Die Bahnstrecke vor unserer Haustür ist ein Kapital, das wir nutzen sollten" ist das Credo, mit dem Kugel in den vergangenen Jahren Bürger, Ratsvertreter aller Fraktionen, Unternehmer und Wissenschaftler der Fachhochschule Dortmund von seinem Projekt überzeugen konnte. Auch Bürgermeister Dr. Bernd Eicker sieht den Bedarf und unterstützt Kugels Innovationssinn grundsätzlich.

Das im Sinne aller Beteiligten ausgehandelte Ergebnis lautet nun: Die Stadt Halver wird Eigentümerin der Flächen am Bahnhof Oberbrügge und stellt sie zugleich der SKB zur Verfügung. Der Kaufvertrag ermöglicht der SKB den Betrieb einer sog. „Versuchsanlage in privatem Besitz". Dafür verzichtet die SKB auf Flächen am Bahnhof Halver, auf denen die Stadt aufgrund der hierdurch geschaffenen besseren Erschließungsmöglichkeiten jetzt ihre Entwicklungsziele verwirklichen kann. Mehrstündige Beratungen und Verhandlungen im Notartermin selbst taten der abschließenden Wahrnehmung aller Beteiligten keinen Abbruch: konstruktiv, flexibel und zuvorkommend sei der Umgang zwischen Stadt, SKB, DB und BEG gewesen. [zur BEG-Startseite]

Pilotkommune Kleve leitet Bebauungsplan-Verfahren ein

Die Stadt Kleve hat den Beratungsweg zur Aufstellung des Bebauungsplans eingeleitet, der für die avisierte Mischnutzung am Flächenpool-Pilotstandort „XOX“ erforderlich ist. Der Ratsbeschluss zum beschleunigten Verfahren (§13 BauGB) ist auf den 20. Juli 2011 terminiert.

Der Bauausschuss der Stadt Kleve hatte sich zuletzt am 30.06. in öffentlicher Sitzung mit den im Rahmen des Flächenpool NRW erzielten Fortschritte befasst. Berichtet werden konnte, dass nach Erfassung und Analyse der Akteurs- und Interessenlagen zunächst unterschiedliche Nutzungsvarianten entwickelt wurden. Daraus hat sich eine von Stadt und Eigentümer gemeinsam priorisierte Variante entwickelt, die eine Mischnutzung vorsieht und an dem integrierten Standort neuen Raum für nicht störende Gewerbebetriebe, Dienstleistungs- und Büronutzung, kleinflächigem Einzelhandel und Wohnen bieten soll. Die Realisierung wird zeitlich gestaffelt erfolgen, den Auftakt würde der Umbau des Fabrikgebäudes der ehemaligen XOX-Bäckerei machen. Eine erste Grobkalkulation erarbeitet der Flächenpool NRW derzeit. Ziel des Gesamtkonzeptes ist es unter anderem, den Strukturwandel, der sich in unmittelbarer Nachbarschaft mit der Fachhochschul-Entwicklung vollzieht, städtebaulich adäquat aufzugreifen und Synergieeffekte zu nutzen.

Die Pilotphase zum Flächenpool NRW ist eine Maßnahme der Landesregierung Nordrhein-Westfalens, getragen von der NRW.URBAN Service GmbH, unterstützt durch die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW mbH. [www.nrw-flaechenpool.de] [zur BEG-Startseite]

Gemeinsamer Workshop zur Nutzung und Gestaltung des Bahnhofsumfeldes Nettetal-Kaldenkirchen

Der Bahnhof Kaldenkirchen in Nettetal punktet bis dato vor allem durch Negativschlagzeilen zu Sauberkeit und Sicherheit, Zuwegung und Zustand. Dem stellten die Stadt Nettetal und die BEG am Samstag, 02. Juli 2011 einen ganztägigen Workshop gegenüber. BEG-Geschäftsführer Volker Nicolaus moderierte die Veranstaltung, an der sich, über die Nettetaler Verwaltung und Verwaltungsspitze hinaus, Vertreter aller Ratsfraktionen, des Kreises, der DB Netz AG und der DB Station&Service AG, der NetteAgentur, des Bürgervereins Kaldenkirchen sowie des Fahrgastverbandes Pro Bahn und einer involvierten Ingenieurgesellschaft beteiligten. Der Austausch zwischen den Fraktionen, den Projektpraktikern und Verwaltungsvertretern verlief sehr konstruktiv und rege, besonders auch in den nachmittäglichen Kleingruppen. Ein Vertiefungstermin ist bereits verabredet.

Die Rahmenbedingungen in Kürze: Das repräsentative Empfangsgebäude des historischen Grenzbahnhofs liegt in privater Hand mit entsprechend geringer Einflussmöglichkeit. Die Zufahrt zum Bahnhof erfolgt allein durch eine Gleisunterführung, die Aufgänge zu den Gleisen befinden sich in zwei parallel verlaufenden Fußgängertunneln. Für Mobilitätseingeschränkte stellen die Treppenaufgänge ein gravierendes Hindernis dar, für alle anderen Fahrgäste einen unsauberen und maroden Angstraum. Darüber hinaus erstreckt sich im direkten Bahnhofsumfeld eine rund vier Hektar große Brachfläche, die für den Bahnbetrieb nicht mehr erforderlich ist, ebenso wenig wie der im Verfall begriffene Lokschuppen. Vorschlag der BEG und Hoffnung der Verwaltung ist es, hier eine moderne Park&Ride-Anlage zu realisieren. Dafür käme auch die Beantragung von Fördermitteln grundsätzlich in Frage – eine der Herausforderungen wäre jedoch auch die schwierige Erschließung des Geländes für den regulären Straßenverkehr.

Die BEG erhofft sich für den Bahnhof Kaldenkirchen eine Entwicklung, wie sie schon an vielen anderen vergleichbaren Standorten des Landes Nordrhein-Westfalens gelungen ist: Hin zu einer modernen Verkehrsschnittstelle mit einladend freundlichem Bahnhofsumfeld, das den Umstieg von der Straße auf die Schiene leicht macht. Über die konkrete Verständigung auf weitere gemeinsame Schritte in diese Richtung freuten sich Stadt und BEG am Ende des Workshops sehr. Moderator Nicolaus zeigte sich optimistisch: „Die Verantwortlichen an einen Tisch zu bringen, offen und transparent über alle Interessen, Bedenken und Ideen zu diskutieren, bringt aus meiner Erfahrung heraus immer wieder Entwicklungen in Gang, an die zuvor schon niemand mehr zu glauben gewagt hat!“ [zur BEG-Startseite]

Positiver Auktionsverlauf für Grundstück in Steinfurt-Borghorst

Wie berichtet, hat die BEG im vergangenen Monat erstmals ein Grundstück in eine Internet-Auktion eingebracht. Die ehemalige Bahnfläche hatte sich bis dato aus unerfindlichen Gründen primär als Ladenhüter hervorgetan: Erschlossene 646 Quadratmeter, mit Baurecht, eine verkehrsberuhigte Lage in gewachsener Siedlung. Nun ist es zu dem rund siebenfachen des Mindestgebotes (1.510 Euro) an einen ortansässigen Bieter versteigert worden. Der Projektverantwortliche Olaf Doll zeigt sich sehr zufrieden: „Der Käufer hat einen echten Schnapp gemacht - und wir wissen nun, dass wir die Auktion als Marketinginstrument für einzelne Objekte gut einbeziehen können!“

Kleinere Ruckeleien bei der Kaufvertragshandhabung durch das Auktionshaus werden in Zukunft sicherlich auch kein Thema mehr sein. Die nächste Aktion wird aufgrund der guten Resonanz erneut im Rahmen dieses Blogs angekündigt. [zur BEG-Startseite]

Panorama-Radwege NRW: Neue Dachmarke für AlleenRadwege im mittleren Süden NRW‘s

"Gemeinsam hoch hinaus" ist das Motto der neuen Kooperation im Radwegenetz NRW, deren Auftaktveranstaltung BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz gestern interessiert verfolgt hat. Radwege auf Bahntrassen sind in einigen Regionen Nordrhein-Westfalens inzwischen viel mehr als lineare Highlights, sie sind zu durchgängig befahrbaren Netzen zusammengewachsen. Mögliche Lückenschlüsse und Brückenschläge im vorhandenen Radwegenetz zählten von Beginn an zu den Leitideen der BEG für das Handlungsprogramm Alleenradwege NRW (s. aktuelle Blogeinträge Balkantrasse und Wasserquintett). Diese Entwicklung greifen nun fünf überregionale Tourismus- und Marketingorganisationen im mittleren Süden NRW’s auf: Die gastgebende Bergische Entwicklungsagentur, die Naturarena Bergisches Land, Neanderland, Ruhr Tourismus GmbH und Sauerland Tourismus). Sie unterzeichneten am 20.06. im Beisein des Staatssekretärs im Verkehrsministerium, Horst Becker, in Solingen eine Kooperationsvereinbarung, um demnächst gemeinsam unter der Dachmarke „Panorama-Radwege“ zu firmieren: Der neuartige Radwegeverbund mit eigenem Logo erstreckt sich entsprechend auf das Bergische Land, den Kreis Mettmann, das südliche Ruhrgebiet und das Sauerland. Das Gesamtsystem mit rd. 300 km verläuft auf 175 km auf ehemaligen Bahntrassen, davon auf über 100 Kilometern auf Strecken, die die BEG im Rahmen des Alleenradwege-Programms auf den Weg gebracht hat, wie bspw. rund um Heiligenhaus/Velbert/Wülfrath, Gummersbach/Bergneustadt und Meschede/Eslohe. Die BEG hat die beteiligten, trassenanliegenden Kommunen bezüglich der Konzeption, Förderfragen und des Grunderwerbs betreut, die für die Umsetzung erforderlichen Gutachten und Untersuchungen erstellt und insbesondere ein individuelles, landschaftsplanerisches Leitbild für jeden Radweg entwickelt, um die regionaltypischen sowie kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten und Landstrichte in den Fokus zu rücken.

Die beteiligten Städte und Gemeinden sehen die Radwege auf Bahntrassen als wertvolle und verkehrssichere Ergänzung ihres lokalen und regionalen Infrastrukturangebotes, sowohl für ihre Einwohner als auch für auswärtige Erholungs- und Bewegungssuchende. Die Haushaltslage und die mangelnde Erfahrung im Umgang mit Bahnliegenschaften und/oder Radwegebau standen der Umsetzung häufig im Wege. Dies hatte das Land zur Auflage des AlleenRadwege-Programms bewogen. Die Begleitung des Programms, die Betreuung der anliegenden Städte und Gemeinden und die Übernahme der Entwicklungsvorleistungen erfolgt in i.d.R. durch die BEG. Diese Faktoren waren es überwiegend, die bei den Kommunen die Initialzündung ausgelöst haben und sie bewogen haben, den Grunderwerb ihrer Trassenteilstücke über die BEG zu tätigen. [zur Bergischen Entwicklungsagentur] [zur BEG-Startseite]

Alleenradweg zwischen Rhein und Berg: Balkantrasse macht Leverkusen zum Bindeglied

Bildquelle: Davids/ Terfrüchte+Partner
 Der Umbau der stillgelegten Balkantrasse zu einem Rad- und Wanderweg ist die Verbindung der bergischen Regionen mit dem Radwegenetz der Rheinschiene – der entscheidende Lückenschluss auf dem fast sechs Kilometer langen Teilstück auf Leverkusener Stadtgebiet ist jetzt in greifbare Nähe gerückt. In Abstimmung mit dem Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr des Landes NRW (MWEBWV) sowie der Bezirksregierung Köln ist es der Stadt Leverkusen Anfang Mai 2011 mit Unterstützung seitens der BEG gelungen, das Projekt auf der Liste der „Alleenradwege auf stillgelegten Bahnstrecken“ zu platzieren. Der BEG hat die Bahn nun auch die weitere Entwicklung und Vermarktung des Trassenbandes übertragen. Projektleiter Christof Maisenhälder freut sich über diesen Meilenstein für das Projekt. Er berät die Stadt im weiteren Förderungs- und Bewilligungsablauf und steuert die erforderlichen Planungs-, Gutachter- und Ingenieurleistungen. Mit dem erforderlichen Grunderwerb durch die Stadt Leverkusen wäre das Liegenschaftsband noch im Jahr 2011 für die neue Nutzung gesichert.

Die große Zahl der lokalen Befürworter unter den Bürgern Leverkusens schlägt sich in der stetig steigenden Zahl der Mitglieder im eigens gegründeten „Verein der Freunde und Förderer der Balkantrasse e.V.“ nieder. Inzwischen unterstützen über 800 Mitglieder den Verein in seinem Bemühen, den erforderlichen Eigenanteil zum Bau des Radweges aufzubringen, der trotz der 75%igen Landesförderung noch mit rund 425.000 Euro zu Buche schlagen wird. Angesichts ihrer mehr als angespannten Haushaltslage ist die Unterstützung durch den Verein ein wesentliches Erfolgskriterium für die Stadt Leverkusen. So begrüßen die Stadt und die BEG die Arbeit des Vereins sehr und binden dessen Vorstand in alle wesentlichen Projektschritte ein. [zum Förderverein Balkantrasse] [zur BEG-Startseite]

Bergisches Land und ebene Trassen: Eröffnung des Alleenradwegs Wasserquintett zwischen Marienheide und Wipperfürth

Bildquelle: www.wasserquintett.de
Pfingstmontag. 13,4 Kilometer neuer Radweg auf ehemaliger Bahnstrecke verbindet von nun an die bergischen Orte Marienheide und Wipperfürth. Der zweite Bauabschnitt im Rahmen des Regionale 2010-Projekts „Wasserquintett“ wurde unter dem Beifall vieler Projektbeteiligter und Freizeitradler am 13.6. offiziell eröffnet und feierlich beradelt. Das erste Teilstück des willkommenen, interkommunalen Infrastrukturangebots von Hückeswagen nach Wipperfürth ist bereits seit einem Jahr freigegeben und wird „phänomenal genutzt, ob auf Inline-Skates, zu Fuß oder mit dem Rad“, so Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski. Er spricht dem Projekt großes Potenzial für die gesamte Region zu. Auch der dritte und letzte Bauabschnitt mit knapp 6 km von Remscheid-Bergisch Born nach Hückeswagen wird bereits asphaltiert und noch in diesem Jahr fertig gestellt, wenn es gut läuft. Gegenüber der Presse verkündete der technische Beigeordnete des Oberbergischen Kreises zu dieser Gelegenheit auch die Neuigkeit, dass der Kreis 400.000 bewilligt habe, um eine Park&Ride-Anlage am Bahnhof in Marienheide zu bauen.

Da die Stadt Wipperfürth keine Kommune im BahnflächenPool NRW ist, wird sie in allen Angelegenheiten rund um Bahnliegenschaften von der DB Services Immobilien GmbH in Köln betreut. Durch die weitreichende Programmerfahrung der BEG zu Alleenradwegen auf stillgelegten Bahnstrecken wurde die Steuerung, Beratung und der Verkauf des Trassenbandes auch in diesem Fall an die BEG übertragen. So hat die BEG die beteiligten Kommunen in der gesamten Konzeption betreut und alle Untersuchungen und Gutachten, die zur Realisierung des Radweges erforderlich waren, erstellen lassen. [zur Projektseite Wasserquintett] [zur BEG-Startseite]

Erster Essener Firmenlauf: Bahnversteher stabilisieren Mittelfeld erfolgreich

Die verabredete Laufstrategie der BEG für den ersten Essener Firmenlauf am 9. Juni ging auf: Das 18-Beine-starke Team zielte darauf ab, das Mittelfeld aufzubauen und die Funktion des Bindeglieds zwischen sehr schnellen und langsameren Akteuren zu übernehmen. Um dieser vermittelnden und dialogorientierten Rolle möglichst viel Stabilität zu geben, wurden drei zügige Läufer des BEG-Teams in das vordere Lauffeld entsandt, zwei der Läufer haben sich bereit erklärt, hinter dem Mittelfeld dafür zu sorgen, dass niemand auf der Strecke bleibt.

Büronah an der Huyssenallee fiel um 19 Uhr der Startschuss für die – laut Veranstalter – 3.787 Teilnehmer aus 282 Betrieben. Die 5,25 km-Route führte die Rüttenscheider Straße hinauf bis in den Grugapark. Das Ziel erreichten die schnellsten Bahnversteher nach exakt 30 Minuten, die Nachhut – wie geplant – genau 15 Minuten später. Für eine laufstrategische Erstberatung stehen wir Ihnen auf Basis der gewonnenen Erfahrungen gerne zur Verfügung. [zur BEG-Startseite]

Hürth-Kalscheuren: Rammkernsondierung und Flächenrisikodetailuntersuchung für Einsteiger

Wir verstehen Bahnhof, inklusive Rammkernsondierungen. Mit dieser Methode untersuchen Gutachter regelmäßig den Boden von Altlastenverdachtsflächen im Portfolio der BEG. Ziel dieser Entnahme einer Bodenprobe ist es primär, den Rahmen der erforderlichen Nachuntersuchungen oder ggf. des Sanierungsaufwandes zu definieren, um ihn für die Findung eines fairen Kaufpreises zu berücksichtigen. Dazu beauftragt die BEG Sachverständigenbüros mit  Flächenrisikodetailuntersuchungen (FRIDU).

Den praktischen Vorlauf zu einer solchen FRIDU haben der Ingenieur Ulrich Schleiffer (Landplus GmbH Essen) und Tim Epe (GEOlogik GmbH Münster) drei BEG-Mitarbeitern am Rande eines Ortstermins in Hürth demonstriert. Aus Sicht der BEG hat es sich für eine fundierte Kunden- oder Kommunenberatung von großem Vorteil herausgestellt, solche Verfahrensstränge durchgängig kennen zu lernen. Im konkreten Fall erwirbt die Stadtwerke Hürth AöR zum Ausbau einer bestehenden Park&Ride-Anlage am Haltepunkt Kalscheuren eine ehemalige Bahnfläche über die BEG. Damit die Käuferin den Gewährleistungsausschluss im Kaufvertrag der Bahn ohne unnötiges Risiko unterzeichnen kann, wurde eine entsprechende Untersuchung im Vorfeld vereinbart. Die Laborergebnisse liegen noch nicht vor, die organoleptische Analyse via Sinnesorgane (Ansprache nach Aussehen, Farbe, Konsistenz, makroskopische Inhaltsstoffe und Geruch) war jedoch vollkommen unauffällig. Auf die Geschmacksprüfung bei Böden wird aus Gründen der Arbeitssicherheit i.d.R. verzichtet. [zur BEG-Startseite]

Erste Auktion am 8. Juni 2011: Wohnbau-GrünStück ab 1.510 Euro

Steinfurt-Borghorst. Ein 646 m² großes Grundstück, erschlossen, mit Baurecht für bis zu zwei Einfamilienhäuser, gelegen in der Münsterland-Idylle - eine verkehrsberuhigte Lage und gewachsene Siedlung, die großzügige Parklandschaft „Bagno“ ist in wenigen Minuten zu erreichen.

Mindestgebot 1.510 Euro - mit diesem attraktiven Einstiegspreis beschreitet die BEG erstmals den Vermarktungsweg der Auktion. Am Mittwoch, 8. Juni 2011 um 11.00 Uhr startet die Versteigerung unter der IMVE Immobilienversteigerungsgesellschaft (http://auktion.imve.de/ Link zur BEG-Fläche). Nach einer Registrierung als Bieter und dem Stellen eines Bietantrags bzw. des Abschlusses eines Bietvertrages ist es sowohl online, schriftlich, telefonisch oder persönlich möglich, Gebote abzugeben. Der Ausgang dieses Marketingexperimentes wird zu gegebener Zeit im BEG-Blog publiziert! [zur BEG-Startseite]

Unna: Bienenhaltung auf ehemaligen Bahnflächen

Der Bienenzüchter Dietmar Platz hat vor kurzem eine knapp 15.000 m² große Grünfläche von der BEG entlang einer früheren Ladestraße in Unna-Hemmerde erworben. Diese bislang ungenutzte Fläche bot durch ausreichenden Abstand zu Wohnsiedlungen und Verkehrswegen alle Voraussetzungen zur Nutzung als Standort für die Aufzucht und Haltung von Bienenvölkern. Da im Jahresverlauf die Stärke eines Volkes bis zu 80.000 Bienen erreichen kann, ist die Haltung innerhalb von Wohngebieten oft konfliktreich. Angeregt durch Erfahrungen in der Bienenhaltung in Süd-Portugal bot sich für den Käufer die Bienenzucht auf der ehemaligen Bahnfläche geradezu an.

Weiter ist eine Renaturierung der ehemaligen BEG-Fläche in Form einer Streuobstwiese und einer naturnahen Heckenbepflanzung unter Mitwirkung des Kreises Unna vorgesehen. Der Kontakt des Käufers zur BEG ist über den ebenfalls bienenzüchtenden Freund und Kollegen Oliver Damm zu Stande gekommen. Auch er nutzt bereits ehemalige Bahnflächen für seine Imkerei. Angesichts des verbreiteten Bienensterbens und der schwer absehbaren Folgen für die Artenvielfalt der heimischen Flora und Fauna, findet der BEG-Projektverantwortliche Olaf Doll diese Form des Flächenumnutzung „richtig gut“. [zur BEG-Startseite]

Strategiekonferenz: Neues Mischgebiet für die Stadt Kleve

In der Flächenpool-Pilotkommune Kleve hat in dieser Woche, genauer am 11. Mai, eine Strategiekonferenz für die Standorte „XOX“ und „Bensdorp“ stattgefunden. Die Strategiekonferenz ist ein zentraler Meilenstein im Verfahren des Flächenpool NRW: Wenn sie stattfindet, ist klar, dass sowohl die Stadt als auch die Eigentümer grundsätzlich dazu bereit sind, sowohl das dialogorientierte Verfahren mitzugehen als auch einen Refinanzierungsanteil dafür zu übernehmen. Das weitere Vorgehen wird zwischen allen Beteiligten abgestimmt und somit die Umsetzungsphase eingeleitet.

Die beiden mindergenutzten, gewerblich geprägten Standorte in der Betrachtung der Strategiekonferenz liegen im gleichen Bebauungsplan-Bereich. Das 5,6 ha-große Gelände XOX befindet sich im Eigentum der Industriepark Kleve KG und des Theodor-Brauer-Hauses, das 1,9 ha große Bensdorf-Areal gehört ebenfalls in Teilen dem Industriepark Kleve KG sowie der Stadt Kleve. Die Standorte waren aus unterschiedlichen Gründen von jahrelangem Stillstand geprägt, unter der Moderation des Flächenpools NRW begannen neue Gespräche zwischen den Akteuren. Entstanden ist eine favorisierte Planungsvariante, die Wohnen, Einzelhandels-, gastronomische Nutzungen und einen Backwaren-Werksverkauf umfasst. Es wurde verabredet, dass die Eigentümer eine Kostenkalkulation des Vorhabens beauftragen und die Stadt daraufhin die Änderungsverfahren für Bauleit- und Regionalplanung einleitet, die die Mischnutzungen ermöglichen sollen. Schon im Frühjahr 2012 könnten zur Reaktivierung des XOX-Geländes die ersten Bagger rollen.

Die Pilotphase zum Flächenpool NRW ist eine Maßnahme der Landesregierung Nordrhein-Westfalens, getragen von der NRW.URBAN Service GmbH, unterstützt durch die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW mbH. [zu www.nrw-flaechenpool.de] [zur BEG-Startseite]

Stadtverbundener Gewerbetreibender investiert in das historische Empfangsgebäude Mechernich-Satzvey

Umfangreich sanieren, investieren, Fenster erneuern, Fassade instandsetzen, Nutzflächen herrichten, Grundstück gestalten – so klingen die Maßnahmen, die dem historischen Empfangsgebäude Mechernich-Satzvey zu Gute kommen werden. Der Handwerksmeister Heiko Kronenberg, Geschäftsführer und Inhaber der Firma Metallbau Kronenberg in Satzvey hat das repräsentative Objekt zum Jahresende 2010 über die BEG von der DB Station&Service AG erworben. Gestern erhielt er im Beisein der städtischen Wirtschaftsförderung auch symbolisch die Schlüsselgewalt.

Stadtverwaltung und -politik sind sehr erfreut darüber, dass sich die Geduld bei der Investorensuche gelohnt hat und durch das BEG-Engagement ein ortsansässiger, zuverlässiger Käufer gefunden wurde. Für das Empfangsgebäude und sein Umfeld sei eine Lösung im Einklang mit den städtebaulichen und verkehrlichen Zielen der Stadt Mechernich gelungen. Die Pressepräsenz nutzte Wirtschaftsförderer Peter Dierichsweiler auch, um sich ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit der Beteiligten zu bedanken.

Das Kaufgrundstück umfasst rund 2.900 m², darunter großzügige Gartenflächen; die Stadt hat etwa 250 m² übernommen, die nunmehr als öffentliche Straßenfläche gewidmet werden. Das Gebäude selbst wurde 1866 errichtet; 260 m² Nutzfläche verteilen sich hier auf zwei Etagen, das Dach könnte ausgebaut werden. Ein mechanisches Stellwerk und ein Warteraum für Reisende bleiben im Erdgeschoss zunächst erhalten, bis 2018 ein elektronisches Stellwerk und neue Bahnsteige entstehen. Die DB Netz AG ist daher künftig Kronenbergs Mieterin.

Im Rahmen der EmpfangsgebäudePakete NRW hat die BEG Ortstermine und Begehungen mit der Stadt Mechernich, der DB Netz AG und der DB Station&Service AG sowie vereidigten Sachverständigen zur Verkehrswertermittlung und Prüfung der Bausubstanz durchgeführt. Deren Gutachten bildeten nach gemeinsamer Plausibilisierung die Grundlage für einen transparenten und alle Seiten zufriedenstellenden Kaufvertrag. Landesweit sind bereits rund 80 Empfangsgebäude auf diesem Wege konsensual veräußert worden – immer mit einer Vereinbarung über die Instandsetzung oder Sanierung. [zur BEG-Startseite]

Remscheid: Baubeginn für die neue Balkantrasse

Die EWR GmbH (Energie und Wasser Remscheid) vermeldet den Baustart für den künftigen Alleenradweg „Balkantrasse“. Noch in dieser Woche beginnen die ersten Arbeiten zur Entfernung der Gleise. Anschließend werden neue Stromleitungen unmittelbar parallel neben dem Radweg in der Erde verlegt. Basierend auf den BEG-beauftragten Brückengutachten, untersucht die EWR jetzt die Kunstbauwerke zum konkret erforderlichen Sanierungsaufwand. Der Radwegeausbau selbst wird bei normalen Witterungsverhältnissen etwa drei Monate in Anspruch nehmen und sollte bis zum Start der nächsten Fahrradsaison abgeschlossen sein.

Die EWR hatte sich Mitte 2010 dazu entschlossen, ein insgesamt 6,4 Kilometer langes Teilstück der stillgelegten Balkantrasse über die BEG zu erwerben. Mit dem Verlegen einer neuen Kabelleitung will sie die Stromversorgung lokaler Gewerbegebiete verbessern. Gleichzeitig greift sie der Stadt Remscheid und ihrer Region unter die Arme, indem sie deren Beteiligung am AlleenRadwege-Programm absichert. Wie berichtet (Mrz. 2010, Mai 2010), soll die reaktivierte Balkantrasse von Remscheid in Richtung Wermelskirchen bis Burscheid reichen und mit dem Lückenschluss zum "Wasserquintett" über Hückeswagen und Wipperfürth ein großes bergisch-rheinisches Radwegenetz bieten.

Die Geschäftsführung der EWR GmbH sieht die einmalige Chance, „Nützliches“ und „Schönes“ miteinander zu verbinden. Bürgermeisterin Wilding freut sich sehr – sowohl über das Engagement der EWR als auch über die große Unterstützung durch die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft. Und BEG-Projektleiter Klaus Büttner ist froh, dass ein vor Ort verankertes Unternehmen die Chance ergriffen hat, zugleich wirtschaftlich als auch sozial verantwortlich tätig zu werden. Das Land NRW fördert Alleenradwege auf stillgelegten Bahnstrecken, um möglichst viele Trassenbänder am Stück zu erhalten und der Allgemeinheit ein komfortables, naturnahes Infrastrukturangebot zu liefern. Hinzu kommt die Leistung des Landesbetriebs Straßenbau, der die Kosten des Radwegs auf dem bundesstraßen-begleitenden Teilstück übernimmt. Doch zuvorderst ist die Wiederbelebung der alten Balkantrasse als Radweg und Freizeitgebiet dem herausragenden Engagement der EWR GmbH zu verdanken. [zur BEG-Startseite]

Brilon: Schienenbegleitende Quartiersentwicklung

Die „Brilon-Arkaden“ haben sich als zentrales Versorgungs- und Einzelhandelsensemble seit 2008 längst auf der  ehemaligen Bahnfläche etabliert. Auf den ebenfalls entbehrlichen Flächen jenseits der Schienen treibt die Stadt Brilon gemeinsam mit lokalen Investoren die verkehrliche Stärkung und funktionale Ergänzung als Büro- und Dienstleistungsstandort voran. In privater Hand wurde bereits das alte Bahnhofsgebäude kernsaniert und umfasst nun drei selbständige Wohneinheiten sowie ein gastronomisches Angebot. Ein alter Güterschuppen inklusive Grundstücke wurde von der Steuerberater- und Rechtsanwälte-Kanzlei Schafeld & Partner erworben. Der historische Güterschuppen wurde im vergangenen Jahr vollständig denkmalgerecht restauriert, renoviert und bietet nun repräsentative Geschäftsräumlichkeiten. Da der eigene Büroraumbedarf mit dem Flächenangebot im ehemaligen Schuppen nicht vollständig gedeckt werden konnte und auch externe Nachfrage vorhanden ist, soll nun nördlich angrenzend ein Neubau ergänzt werden.

Der Investor Tom Schröder hofft derzeit auf einen reibungslosen Genehmigungsprozess, um mit dem Bau im Mai zu beginnen.  Die Gesamtinvestitionen werden sich auf rd. 2,5 Mio. Euro belaufen. Neben sechs weiteren Firmen wird die ortsansässige Solarhybrid AG Kernmieterin auf etwa einem Drittel der Gesamtfläche. Die Architekten Wibke Mielke und Andreas Kraft wollen mit dem modernen Bau einen Akzent zwischen der originalgetreuen Restauration des Bahnhofes sowie der instand gesetzten Güterabfertigung setzen. Er bildet zugleich den Übergang zur aktuellen Neuordnung des Bus- und Bahnsteigbereichs. Die Flächenverkäufe hat die BEG in enger Abstimmung mit der Verwaltung direkt mit den Investoren getätigt. [zur BEG-Startseite]

Lüdenscheid: Flächenpool NRW erreicht Fortschritte auf Stadtbrachen

Die Stadt Lüdenscheid beteiligt sich als eine von zehn Kommunen an der Pilotphase des Flächenpool NRW. Auf Bitten des kommunalen Ausschusses für Stadtplanung und Umwelt berichteten die Projektverantwortlichen der BEG in der vergangenen Woche zum Sachstand aller sieben Pilotstandorte  im Stadtgebiet. Fraktionenübergreifend herrschte Zufriedenheit über die bereits erreichten Fortschritten, die es nun in verbindliche Maßnahmen zu überführen gelte.

So sind inzwischen beispielsweise Kooperationsvereinbarungen mit den beiden Eigentümern zum 7.300 qm großen Standort „Gill-Thermoplaste“ abgeschlossen. Das frühere Betriebsgebäude der Firma Kleinhuis auf einem 7.900 qm großen Grundstück steht bereits seit 8 Jahren leer. Vor einem knappen Jahr wurde dieser Standort in die Pilotphase des Flächenpool NRW aufgenommen. Unter Moderation der BEG-Projektleitung haben sich nun sowohl Stadt als auch Eigentümerin – die Linzer Niedax-Group – auch hier deutlich in Richtung Kooperation bewegt. Zur Zeit werden die Auswirkungen verschiedener Nutzungsszenarien berechnet.

Die Pilotphase zum Flächenpool NRW ist eine Maßnahme der Landesregierung Nordrhein-Westfalens, getragen von der NRW.URBAN Service GmbH, unterstützt durch die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW mbH. [zu www.nrw-flaechenpool.de] [zur BEG-Startseite]