BEG wünscht frohe Weihnachten!

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Sehr geehrte Newsletter- und Blog-Leserinnen und Leser,

an dieser Stelle berichten wir Ihnen regelmäßig „Neues aus der Arbeit und den Projekten“. Der Jahresausklang verleitet uns dazu, die Schwerpunkte des jeweils Neuen im Wandel der Zeit Revue passieren zu lassen: Zunächst Experiment und Aufbruch… die EmpfangsgebäudePakete und der BahnflächenPool NRW… dazu das Handlungsprogramm Alleenradwege auf stillgelegten Bahntrassen des Landes NRW… dann Konsens- und Kooperationsvereinbarungen auch auf Brachflächen im Flächenpool NRW… nun ein Großprojekt an der Sechs-Seen-Platte...

Kurzum: Viele kleine und große Initiativen, Brückenschläge und Kooperationen, um Bahn- und Brachflächen im Bestand gemeinsam für eine tragfähige Folgenutzung zu mobilisieren. Daraus schöpfen wir viel Tatendrang für alles, was vor uns liegt!

Wir danken Ihnen für die angenehme und vertrauensvolle Wegbegleitung! Ein frohes Fest und ein gutes neues Jahr wünschen herzlich

Ihr Thomas Lennertz & Ihr Volker Nicolaus

Radschnellweg-Meilenstein: Modellstrecke des RS1 in Mülheim/Ruhr eröffnet

Am 27. November eröffneten Vertreter der beteiligten Kommunen, des Regionalverbandes Ruhr, des Landes und der BEG eine rund fünf Kilometer lange und sechs Meter breite Modellstrecke des Radschnellwegs Ruhr (RS1). 

Der sogenannte Abschnitt 2b des Rad- und Fußweges verläuft von der Stadtgrenze Essen bis zum Mülheimer Hauptbahnhof. Die Abschnitte 2a (Essener Stadtgebiet) sowie 2b entsprechen aufgrund des festgelegten Trassenverlaufes des zukünftigen RS1 dem Ausbaustandard eines Radschnellweges, das heißt die beiden Teilstücke des anvisierten RS1 sind bereits entsprechend der baulichen Anforderungen realisiert worden. So soll ein eventuell nochmaliger späterer Umbau des Weges – wie auf dem Abschnitt 1 auf Essener Stadtgebiet unter Umständen einmal erforderlich werden könnte – vermieden werden. Für die konkrete Ausführung bedeutet dies einen vier Meter breiten Radweg inklusive eines durch einen Grünstreifen separierten zwei Meter breiten Fußweges, entsprechend der Richtlinie des Landes für Radschnellwege. Der in Kürze folgende Abschnitt 3 des RS1 verläuft zwischen dem Hauptbahnhof und der Duisburger Straße und wird – aufgrund seiner zentralen Lage und seiner Führung über markante Brückenbauwerke – eine besondere Gestaltung erfahren. 

Die BEG koordinierte die für eine erfolgreiche Projektrealisierung erforderlichen Gutachten und Untersuchungen - von der Beauftragung der Wertermittlung für das Trassenband über die Bodenuntersuchungen bis zur gesamten Kaufvertragsabwicklung mit dem Erwerber RVR. Für den Innenstadtbereich beauftragte die BEG alle relevanten Planungsleistungen und kümmerte sich insbesondere um die Bewilligung von Städtebaufördermitteln. Für den zweiten Abschnitt auf Mülheimer Stadtgebiet (ab Hauptbahnhof Richtung Ruhr), den die Stadt Mülheim erworben hat, steht die Bewilligung der Fördermittel unmittelbar bevor.

Radschnellwege, wie der geplante RS1 im Ruhrgebiet, verbinden Städte, Gemeinden sowie deren Umland - dabei können auch größere Verkehrsmengen durch hohe Qualitätsstandards über große Distanzen bewältigt werden. In der Welt der Radfahrer kann der Radschnellweg als Pendant zur Autobahn gelten. Der RS1 wird von Hamm bis Duisburg auf einer Länge von rund 100 Kilometern zehn Stadtzentren und vier Universitäten verbinden. In allen Kommunen liegt ein Grundsatzbeschluss vor, die Planung des RS1 weiterzuverfolgen. [zur BEG-Startseite]

„Regional Railway Operations“: Verstetigung des deutsch-chinesischen Austausches

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) hat erneut zum fachlichen Austausch zwischen zehn chinesischen Eisenbahn- und Verkehrsplanungs-Delegierten und ebenso vielen nordrhein-westfälischen Führungskräften sowie Vertretern des Bau- und Verkehrsministeriums (MBWSV NRW) eingeladen.

Die rechtlichen und praktischen Herausforderungen an der Schnittstelle von Schiene und Stadt wurden von den Besuchern aus der Provinz Jiangsu im Januar 2015 mit großem Interesse verfolgt und besprochen [wie berichtet]. Aus diesem Interesse resultierte die erneute BEG-Einbindung im Rahmen des GIZ-Workshops „Regionaler Schienenverkehr“ am 23.10.2015 in Düsseldorf. Schwerpunktthemen des halbtägigen Workshops war die Organisation von Eisenbahn-Infrastruktur und -Betrieb im Fachplanungs- und Flächenentwicklungskontext.

Der Entstehungshintergrund der BEG NRW sowie deren öffentlich-private Vermittlerrolle waren Kern des Inputs von Geschäftsführer Volker Nicolaus. Im Rahmen des Vortrags und Diskurs nutzte er seine Erfahrungen vom Jahresbeginn insbesondere, um auf die spezifischen Interessenschwerpunkte der Gäste einzugehen. [zur BEG-Startseite]

Stadt Lippstadt sichert sich dritten Platz der City-Offensive "Ab in die Mitte"


NRW - Stadtentwicklungsminister Michael Groschek persönlich gratulierte den Vertretern der insgesamt sieben prämierten Kommunen bei der Preisverleihung des Landeswettbewerbes „Ab in die Mitte! Die City-Offensive NRW 2015“ am 12. November in Arnsberg.

Die Stadt Lippstadt hatte sich unter dem Titel „Altstadt(t)räume“ am Tag der Städtebauförderung am 09. Mai 2015 mit „3 Meilensteinen in der historischen Altstadt“ beschäftigt. Ein Aktionsmodell zur Neubebauung des Geländes am Güterbahnhof, Informationsspaziergänge zu den Planungen einer Grünanlage und eine Diskussion über das integrierte Mobilitätskonzept haben den Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche Möglichkeiten für eine aktive Mitgestaltung der Stadtentwicklung in Lippstadt eröffnet. Insbesondere die intensive Bürgerbeteiligung mit zahlreichen innovativen Formaten wurde von der Jury positiv bewertet.

Die BEG steuerte „ihren Anteil“ bereits Ende 2009 bei, indem sie das 3,5 Hektar große Areal der DB Netz AG rund um den ehemaligen Güterbahnhof an die Stadt Lippstadt veräußerte. Seitdem ist viel passiert. Neben den erforderlichen umfangreichen Rodungsarbeiten wurde von Seiten der Bahn Licht-, Signal- und Steuerungstechnik angepasst bzw. abgebaut. Das DB-Hauptgleis zum ehemaligen Güterbahnhof wurde verkehrstechnisch abgebunden, so dass anschließend der Abbruch der Gebäude erfolgen konnte. Auch das Sanierungsmanagement der DB AG wurde aktiv, um Teilflächen des Geländes aufzubereiten. Schließlich erfolgte der Rückbau der Abstellgleise und der Ausgleich der Oberflächen, bevor mit den ersten Straßenbaumaßnahmen begonnen werden konnte.

Für rund 1,6 Hektar des Geländes fand eine europaweite Ausschreibung bzgl. des Erwerbs und der Entwicklung durch einen Investor statt. Die jüngsten Überlegungen des oben beschriebenen Bebauungskonzeptes in Form eines Aktionsmodells zur Neubebauung des Geländes lösen sich dabei vom Konzept des damaligen Investors, das im Rat der Stadt letztendlich keine Zustimmung fand. 

Stadtentwicklungsminister Michael Groschek hatte insgesamt sieben Städte ausgezeichnet, die mit verschiedenen Konzepten ihre Stadtviertel und Innenstädte aufgewertet haben. Die Gewinner des Landeswettbewerbes sind Beckum und Wesel (1. Platz), Arnsberg (2. Platz) sowie Bocholt, Herford, Lippstadt und Radevormwald (3. Platz). Diese sieben Städte erhalten für ihre Ideen im kommenden Jahr eine Förderung für Stadtentwicklungsprojekte in Höhe von insgesamt 165.000 Euro. Herzlichen Glückwunsch sagt auch die BEG! [Zur BEG-Startseite]

Münster Hauptbahnhof: Investorenauswahl für Ostseite gelungen

Im Rahmen des Investorenauswahlverfahrens zur Entwicklung der Ostseite des Hauptbahnhofs Münster ist das Entscheidungsgremium am Montag, 02. Nov. 2015 in der Mehrzweckhalle der Stadtwerke Münster zusammengekommen und hat nach intensiver Erörterung einen bevorzugten Bieter identifiziert. Die Jury hat die vier in enger Schlussauswahl stehenden Bieterentwürfe in mehrstündiger Beratung intensiv gewürdigt. Nach Ansicht der insgesamt elf stimmberechtigten Vertreter der Stadt Münster, der DB Station & Service AG, der BEG NRW sowie der externen Stadtplaner und Architekten Planer Martin Kreienbaum und Prof. Franz Pesch (Jury-Vorsitzender) zeichnen sich alle Arbeiten durch eine niveauvolle und hoch interessante Befassung mit dem Standort aus.

Unter Abwägung der verschiedenen Nutzungskonzeptionen, der städtebaulichen Qualitäten und der Kaufpreisangebote fiel die Entscheidung, im nächsten Schritt mit der „Landmarken AG“ Anregungen und Vertiefungswünsche der Jury zu besprechen und in Verhandlungen zum Abschluss eines Kaufvertrages einzutreten. Die in Aachen ansässige Immobilien- und Projektentwicklungs-Gesellschaft Landmarken AG verfügt über ein breites Erfahrungsspektrum im Bereich der Handels-, Büro- und Spezialimmobilien. Der Entwurf überzeugte besonders durch seine einladende Architektursprache und Integration der neuen Baukörper in den städtischen Raum, durch die Umsetzung von Aufenthaltsqualität und Verkehrsführung sowie durch neue Nutzungsangebote für Bürger und Bahnkunden. Nach Abschluss aller Gespräche wird das Vorhaben gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert.

Stadtdirektor Hartwig Schultheiß dankte allen Mitwirkenden: „In offener und konstruktiver Zusammenarbeit zwischen der Stadt, der DB Station&Service AG und der BEG NRW haben wir einen weiteren bedeutenden Meilenstein zur attraktiven Gesamtentwicklung des Hauptbahnhofs Münster erreicht.“

Der Baubeginn ist vorgesehen, sobald die derzeit noch auf der Ostseite verortete Baustelleneinrichtung für die Errichtung des neuen Hauptbahnhofgebäudes auf der Westseite nicht mehr erforderlich ist. [zur BEG-Startseite]

Bahnhof Soest wird 6. NRW-Wanderbahnhof

Foto: Busse & Bahnen NRW
Am 18. Oktober 2015 wurden dem Bahnhof Soest besondere Ehren zuteil: Eine Jury, bestehend aus verschiedenen Wander- und Nahverkehrsexperten rund um den bekannten TV-Journalisten und Buchautor Manuel Andrack, kürten ihn unter mehr als 100 Vorschlägen zum sechsten Wanderbahnhof NRW.

Seit der Sanierung (2008-2010) gilt das attraktive Gebäude wieder als Aushängeschild und Tor zur Soester Innenstadt. Mit dem Erwerb und der Entwicklung von insgesamt rund 66.000 Quadratmetern Bahnbrachen gab die Wirtschaftsförderung über die BEG NRW dem Areal auch aus städtebaulicher Sicht einen gehörigen Anschub. Die rund um den Bahnhof geschaffenen Gewerbeflächen, das City Center, der Vorplatz, der neue ZOB sowie das Park&Ride-Parkhaus bilden heute ein echtes Vorzeigequartier. Die Auszeichnung zum „NRW-Wanderbahnhof des Jahres 2015“ ist somit eine weitere Bestätigung der Initiative, die die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung der Stadt Soest und die BEG NRW zur gesamthaften Entwicklung des Bahnhofsbereichs Soest ergriffen hatte. Allein rund 5,7 Millionen Euro wurden seitens der Wirtschaftsförderung investiert, damit das Stationsgebäude eine moderne Geschäftsimmobilie wird. Mit weiteren rund 6 Millionen Euro wurde die Sanierung der Bahnsteige und der Neubau des Tunnels mit Aufzügen und Durchstich nach Norden durch die Stadt Soest realisiert. Dabei hat das Land NRW die Maßnahmen aus Mitteln der Verkehrs- und Städtebauförderung umfangreich unterstützt.

Thomas Lennertz: „Die Stadt Soest und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Stadt Soest haben sich im besonderen Maße für die Bahnhofsentwicklung gemeinsam mit dem Land NRW und der BEG engagiert und sind ein herausragendes Beispiel in NRW! Das Beispiel Soest zeigt, dass durch kommunales Engagement und Mut zu Investitionen eine umfassende Bahnhofs- und Umfeldentwicklung im Sinne von Bürgern und Besuchern erreicht werden kann.“

Der Bahnhof als perfekter Ausgangspunkt für Abstecher in die Soester Altstadt und Ausflüge ins nahegelegene Sauerland: Zu einer solchen Tour brachen im Anschluss an die Preisverleihung auch Wanderautor Manuel Andrack und eine Gruppe von rund 50 Wanderbegeisterten auf, unter ihnen auch Staatssekretär Michael von der Mühlen (der den verhinderten Minister Groschek vertrat) und BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz. Zusammen mit Vertretern der Stadt, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und Teilnehmern des Wettbewerbs zur Bahnhofswahl ging es auf eine 13 Kilometer lange Wanderung in Richtung Möhnesee. Trotz mäßigem Wetters begeisterte die Route über den Alten Soestweg mit üppiger Natur und herrlichen Ausblicken. [zur BEG-Startseite]

Arrondierungsgrundstück macht Karriere – als Teil des Gummersbacher Forum


Fotos: Entwicklungsgesellschaft Gummersbach
Knapp acht Jahre nach dem BEG-Verkauf einer Arrondierungsfläche, die für die Realisierung des neuen Shopping-Centers „Forum“ in Gummersbach von nicht unerheblicher Bedeutung war, konnte selbiges Anfang September nach rekordverdächtigen 20 Monaten Bauzeit eröffnet werden. 

Bereits Ende 2007 wurde der entsprechende Kaufvertrag beurkundet, Erwerberin wurde zunächst die Entwicklungsgesellschaft Gummersbach mbh, eine 100%ige Tochter der Stadt, die kurz darauf ein europaweites Verfahren zur Ausschreibung des Verkaufes eines ca. 30.000 Quadratmeter großen Grundstücks des Steinmüllergeländes - dessen Bestandteil nun auch die ehemalige Bahnfläche war - in Verbindung mit der Errichtung eines innerstädtischen, 15.000 Quadratmeter Verkaufsfläche umfassenden Einkaufszentrums initiierte. Durch die Arrondierung der Projektfläche unter Einbezug des ehemaligen Bahngrundstücks erreichte die spätere Ausschreibungssiegerin und Investorin HBB (Hanseatische Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH) mit Sitz in Hamburg eine optimale Ausnutzung der Fläche, und nicht zuletzt konnte infolgedessen auch die so wichtige Verbindung durch die Kampstraße attraktiv ausgebaut werden. 

Mehr als 70 Geschäfte verteilen sich jetzt auf 15.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, damit gilt das Forum als das neue Shopping-Mekka Oberbergs. 80 Millionen Euro hat die HBB in das Großprojekt investiert. Ankermieter sind Saturn, Drogeriemarkt Müller sowie ein REWE-Markt. Mit diesem Projekt wurde nicht nur die Stadtentwicklung auf dem insgesamt rund 18 Hektar großen sogenannten „Steinmüllergelände“ - der Projektstandort liegt auf dem ehemaligen Firmengelände des Unternehmens L. & C. Steinmüller (Dampfkessel- und Anlagenbau/Umwelttechnik) - entscheidend vorangebracht, das Shopping-Center soll zur Stärkung des gesamten Einzelhandelsstandorts und Mittelzentrums Gummersbach beitragen.

Der Projektstandort, der auf seiner Westseite von der Steinmüllerallee und auf der Ostseite durch den Bogen der Bahnlinie von Marienheide nach Köln umschlossen wird, stellt eine sinnvolle Erweiterung der Gummersbacher Innenstadt dar. Der neu gestaltete Bahnhof befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft. Das Bindeglied zwischen dem heutigen städtischen Geschäftszentrum und dem Forum Gummersbach ist dabei die Kampstraße, die eine komfortable Wegebeziehung schafft und den bestehenden Einzelhandel der Gummersbacher Innenstadt mit dem neuen Einkaufszentrum sowie den weiteren dahinter liegenden Nutzungsbausteinen auf dem Areal verbindet. 

Das Steinmüllergelände mit seiner über hundert Jahre alten Industriegeschichte soll innerhalb der nächsten Jahre kontinuierlich in ein modernes Dienstleistungs-, Bildungs- und Einzelhandelsquartier verwandelt werden. [zur BEG-Startseite]

Kreative Vertragsabwicklung ermöglicht Lengericher Eisenbahnfreunden Grundstückserwerb

Foto: Eisenbahnfreunde Lengerich e.V.
Die Eisenbahnfreunde in Lengerich können aufatmen: Die Verhandlungen zum Ankauf der rund 1,15 Hektar großen Fläche zwischen BEG und den Eisenbahnfreunden Lengerich sind jetzt zu einem für beide Seiten erfreulichen Abschluss gekommen. Der Kaufvertrag für die Immobilie ist geschlossen - die Eisenbahnfreunde können ab sofort das seit 1979 genutzte Gelände ihr Eigentum nennen.

Nicht allein der Kooperationsbereitschaft seitens der Bahn, in deren Auftrag die BEG das Grundstück veräußert, ist es zu verdanken, dass der Erwerb realisiert werden konnte. Insbesondere den beiden Vereinsvorsitzenden gebührt lt. BEG-Geschäftsführer Volker Nicolaus höchste Anerkennung; diese haben mit viel Engagement alle Hebel in Bewegung gesetzt, um den Flächenerwerb zu ermöglichen und damit den Fortbestand des Museums zu sichern. Das Museumsinventar hat sich seit den Anfängen stetig vergrößert, das Wachstum ist ausschließlich der Eigeninitiative der Vereinsmitglieder zu verdanken. Der mit knapp 70.000 Euro für die Flächengröße zwar überschaubare, jedoch für einen 50 Mitglieder zählenden Verein beachtliche Kaufpreis für das Grundstück inklusive Stellwerk und Kohlenbunker konnte mitunter dank eines Spendenaufrufes und der Unterstützung verschiedener Sponsoren sowie eines kreativen Zahlungsplans verwirklicht werden.
Aber auch die BEG leistete einen signifikanten Beitrag und steuerte dem Verein rund 15% des fälligen Kaufpreises aus der Entwicklung des Geländes des ehemaligen Güterschuppens in direkter Nachbarschaft bei (jetzt Netto). 

Neben der monetären Hürde galt es auch die verschiedensten technischen Restriktionen sowie persönliche Dienstbarkeiten zu berücksichtigen: Die genaue Grundstücksabgrenzung wurde aufgrund vorhandener Masten, Leitungen etc. zu einer Herausforderung, hier war wiederum eine enge Abstimmung zwischen den Akteuren mit der DB Netz AG unerlässlich und trug ebenso zum Projekterfolg bei. 

Die BEG bietet ein weiteres, 1.500 m² großes Gewerbegrundstück direkt neben dem Netto-Markt zum Verkauf an. [zur BEG-Startseite]

Einblick in die Herbststatistik

Die aktuellen statistischen Auswertungen der BEG NRW haben ergeben:
  
BahnflächenPool NRW
  1. In 192 von 240 Kommunen im BahnflächenPool NRW sind Komplettverkäufe der nicht mehr betriebsnotwendigen Bahnflächen erreicht.
  2. Von 2.370 ha Flächenpotenzial sind 1.902 ha verkauft, die rechtliche und planerische Grundlagen soweit erforderlich für gewerbliche Nachnutzungen, Wohnungsbau und kommunale Infrastrukturprojekte geschaffen.
EmpfangsgebäudePakete NRW
  1. Von 126 Empfangsgebäuden in der Vermarktungs-Verantwortung der BEG sind 91 Gebäude verkauft und für die kommunale Entwicklung verfügbar gemacht.
  2. Davon wurden 49 Objekte von Kommunen und kommunalen Tochtergesellschaften erworben, 22 von gewerblichen Investoren, 16 von Privatpersonen und 4 von Stiftungen und Vereinen. Fast drei Viertel der Objekte bieten nach der Sanierung wieder fahrgastorientierten Service wie Fahrkartenverkauf, Kiosk, Bäckerei oder öffentlich zugängliche Nutzungen, z.B. im gastronomischen oder kulturellen Bereich.
Handlungsprogramm Alleenradwege NRW
  1. Von den 345 km stillgelegten Bahnstrecken, die durch das ILS als unbedingt oder grundsätzlich empfehlenswert für eine Folgenutzung als Radweg eingestuft wurden, sind 316 km bereits gebaut und in Betrieb. 17 km sind derzeit noch in Bau oder in Planung, für 12 km ist die Umsetzung seitens der Kommune noch offen.
  2. Die rund 60 Städte und Gemeinden, die das Alleenradwegeprogramm genutzt haben, profitieren heute von 8 maßgeblichen Kernattributen der Bahntrassen-Radwege: verkehrssicher, barrierearm, landschaftlich reizvoll, eisenbahnhistorisch interessant, identitätsstiftend, standortstärkend, radroutenvernetztend, radverkehrsfördernd - siehe Titelgrafik ;) ).
Die grafische Aufbereitung der Daten und Fakten finden Sie auch unter [www.beg.nrw.de]

BEG NRW präsentiert sich mit neuer Homepage

Die WEBPRÄSENZ der BEG NRW wurde kernsaniert und ist nun unter bekannter Adresse in vollkommen neuer Optik zu finden!

„Konsensuale Entwicklung: Flächen und Infrastruktur“ ist das Kerngeschäft der BEG NRW und auf der neuen STARTSEITE KE:FI vorgestellt. Die PROJEKTE und Arbeitsergebnisse im Bereich der Bahnhofs-, Bahnstrecken- und Bahnflächen-Entwicklung präsentieren sich in umfangreichen Bildgalerien und vertiefenden Projektpässen. AKTUELLES verschafft einen komfortablen Überblick zu neuen Einträgen im BEG-Blog, dem Pressespiegel und der Immobilienausbietung. Unternehmenshintergründe im Detail finden sich im Bereich ÜBER UNS. Sollten an dieser Stelle noch Informations-Bedürfnisse bestehen, lohnt ein Besuch der INFO-GALERIE mit vielen Download- und Bestellmöglichkeiten. Die neue Internetpräsenz wurde mit dem Self-System des Unternehmens JIMDO gestaltet, Gewinner des Deutschen Gründerpreises 2015.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und jederzeit über Feedback und Anregungen! # www.beg.nrw.de

Hospitation auf Führungsebene – DB Immobilien und BEG auf Tuchfühlung


Nicht zum ersten Mal wurde das Thema Hospitation von den beiden Akteuren DB Immobilien und BEG in die Tat umgesetzt (siehe auch Blog-Beitrag Dez. 2014). Zwischen Oktober und Dezember 2014 hielten sich Thomas Lennertz und Volker Nicolaus bewusst drei komplette Tage frei, um mit Corina Windischmann, Leiterin der DB Immobilien Region West, über die BEG-eigenen Prozesse, Fertigungstiefen und aktuellen Herausforderungen zu sprechen. Auch Führungserfahrungen und der kulturelle Wandel waren Thema - nebenbei interessierte sich Frau Windischmann für das Bürokonzept der BEG. 

Die Hospitation beinhaltete aber auch Einblicke in laufende Projekte, die Besonderheiten des Controllings und Erläuterungen zu Auswertungen bzw. Kennzahlen. Zahlreiche Gespräche mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie die Teilnahme an Besprechungen und Teamsitzungen rundeten die vielfältigen Eindrücke ab. Das jeweils gemeinsame Mittagessen bot den nötigen Rahmen, um die Eindrücke zu diskutieren und einzuordnen. 

Der Gegenbesuch von Volker Nicolaus erfolgte an insgesamt acht Tagen im März/April 2015. Neben den bekannten Schnittstellen zwischen BEG und DB Immobilien erhielt der BEG-Geschäftsführer vor allem einen intensiven Einblick in bestimmte Kerngeschäfte des Regionalbereiches, die sonst kaum Berührungspunkte in der Zusammenarbeit mit der BEG aufweisen wie z.B. Facility Management oder Brandschutz. Ferner nutzte er die Hospitation zum Erfahrungsaustausch hinsichtlich einiger Personalthemen, z.B. Gesundheitsmanagement. Hoch interessant bewertete Volker Nicolaus Organisationsthemen wie Zeit- und Produktionserfassung, innovative Themen wie „flex@work“ und „clean desk“, wobei hier insbesondere die eingesetzte Kommunikationskultur sein Interesse weckte, handelt es sich doch um ein sensibles Thema, das jeden Menschen im Unternehmen persönlich betrifft. 

Die positiven Eindrücke und Erfahrungen der Hospitation sollen selbstverständlich auch auf Mitarbeiterebene erlebbar werden, hier sind zukünftig ebenso Hospitationen angedacht, um das gegenseitige Verständnis sowie die konstruktive offene Zusammenarbeit noch weiter auszubauen - für Auszubildende ist zudem ein Schnuppertag bei den Kolleginnen und Kollegen vorgesehen. Volker Nicolaus: „Besonders beeindruckt haben mich die vielen von der DB Immobilien entwickelten Systeme zur Durchführung der Arbeit – die BEG nutzt diese Stärken bereits: So wird z.B. derzeit mit Hilfe der Vertriebsplattform VUKS anstelle des BEG-Systems das Zustimmungsverfahren optimiert.“ [zur BEG-Startseite]

Bergneustädter Alleenradweg als Teil des Panoramaradweges offiziell eröffnet



(c) Achim Bartoschek

Am 30. August wurde der 10 Kilometer lange Bergneustädter Teil des Alleenradweges von Bergneustadt nach Pernze bei herrlichem Sommerwetter und unter Teilnahme zahlreicher Fahrradfans sowie Vertretern aus Politik, Sport und Wirtschaft, eingeweiht. 

„Es ist gelungen, aus einem Projekt, das zu Anfang nicht die ganze Stadt als Unterstützer hinter sich hatte, etwas werden zu lassen, was im Vorfeld schon unglaublich von der Bevölkerung angenommen worden ist“, betonte Bürgermeister Wilfried Holberg (Foto, Mitte) in seiner Rede zur offiziellen Eröffnung des Teistückes der sog. „Agger-Dörspe-Etappe“, die - landschaftlich äußerst attraktiv - teilweise unmittelbar entlang der Agger und ihres Nebenflusses Dörspe verläuft. Das jetzt eingeweihte Teilstück ist Bestandteil des Bergischen Panoramaradweges von Hattingen nach Olpe.

Die Gesamtstreckenlänge, d.h. inklusive Gummersbacher Teilstück, beläuft sich auf insgesamt 17,5 Kilometer und schafft eine attraktive und verkehrssichere Verbindung von Gummersbach (u.a. über die Ortsteile Remmelsohl, Niedersessmar und Derschlag) nach Bergneustadt über den Ortsteil Wiedenest bis nach Pernze.

Der Grundstückskaufvertrag zwischen der Stadt Bergneustadt und der BEG wurde bereits 2010 geschlossen. Er stand unter aufschiebender Bedingung, da ohne Förderung das Projekt nicht hätte realisiert werden können. Erst durch die Erteilung des Förderbescheides waren die Bedingungen erfüllt, die Zustimmung wurde erteilt und die Vertragspartner konnten die Wirksamkeit des Grundstücksgeschäftes durch eine notarielle Nachtragsurkunde im März 2014 besiegeln.

Das Projekt ist Bestandteil des Handlungsprogramms „Alleenradwege auf stillgelegten Bahnstrecken in NRW“ und wurde mit insgesamt 1,2 Mio. Euro Landesmitteln gefördert. Noch mal 500.000 Euro hat die Stadt Bergneustadt aus eigenen Mitteln finanziert.

Innerhalb des Bergneustädter Radweges konnte zugleich ein etwa 1 Kilometer langes Teilstück in seiner Funktion als bundesstraßenbegleitender Radweg - nach Beauftragung der erforderlichen Gutachten durch die BEG - an den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW) veräußert werden. Weitere Informationen zum Panoramaradweg finden Sie auch hier. [zur BEG-Startseite]

12. WH-Baurechtstag - Wir verstehen Bahnrecht

Die Beratung zum baurechtlichen Umgang mit Bahnflächen, die einer neuen Nutzung zugeführt werden sollen, zählt zur Kernexpertise der BEG. Dass der Fachplanungsvorbehalt auf Bahnflächen immer wieder Fragen in der Praxis der Bauleitplanung sowie der Bauordnung aufwirft, hat die Kanzlei Wolter Hoppenberger anlässlich ihres von Rechtsanwalt Thomas Tyczewski geleiteten 12. Baurechtstages am 15.09.2015 in Münster aufgegriffen. Als externer geladener Referent zu dieser Thematik gab BEG-Geschäftsführer Volker Nicolaus, Rechtsanwalt und Mediator, den teilnehmenden Baurechtspraktikern Antwort auf die zentralen Fragestellungen, wie z.B.
  • Was sind die Voraussetzungen der „Entwidmung“ von Bahnflächen in der Praxis?
  • Welche Möglichkeiten bestehen zur vorbereitenden und verbindlichen Bauleitplanung auf (noch) planfestgestellten Eisenbahnflächen?
  • Wann ist die (kommunale) Bauaufsicht zuständig, z.B. für Nutzungsänderungen oder Fragen des Brandschutzes in bahngewidmeten Gebäuden, wann die Bundes- oder Landeseisenbahnverwaltung?
  • Welche Gesichtspunkte sind bei einem Bauvorbescheid und einer Baugenehmigung auf Bahnflächen zu berücksichtigen?

Die BEG blickt auf einen 1.900 Hektar-umfassenden Erfahrungsbereich von Fallkonstellationen, zu denen Anschlussnutzungen möglich wurden. Weitere Informationen liefert die noch immer gefragte Arbeitshilfe „Baurecht auf Bahnflächen: Bedingte Nutzung und Freistellung, Anwendungsmöglichkeiten des § 9 (2) BauGB in der Planungspraxis“, herausgegeben im Jahr 2003 von dem damaligen Forum Bahnflächen NRW. [zur BEG-Startseite]

Investorenauswahlverfahren für Empfangsgebäude und Bahnhofsumfeld Kleve ist entschieden

EG Kleve vor der Entwicklung
Am 13.08.2015 fand die Jurysitzung für das seitens der BEG NRW gemeinsam mit der Stadt Kleve durchgeführte Investorenauswahlverfahren für das Bahnhofsgebäude und sein Umfeld statt. Unter Vorsitz des BEG-Geschäftsführers Thomas Lennertz hat sich das Gremium, dem von Seiten der Stadt Bürgermeister Theodor Brauer, Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer und Leiter des Fachbereichs Finanzen und Liegenschaften Klaus Keysers angehören, nach eingehender Beratung einstimmig für eine architektonisch besonders überzeugende Lösung ausgesprochen.

Das Konzept sieht vor, das stadtbildprägende Gebäude denkmalgerecht zu sanieren und umzunutzen. Für das Erdgeschoss ist stilvolle Gastronomie geplant, in den Sommermonaten soll Außengastronomie den Bahnhofsvorplatz beleben. Das ehemals zu Wohnzwecken genutzte Obergeschoss wird in Bürofläche umgewandelt, die der Erwerber selbst nutzen möchte. Nördlich und südlich ergänzen zwei, in moderner Architektur ausgeführte eingeschossige Pavillons das Gesamtkonzept. Im südlichen Pavillon ist ein Fahrradservice vorstellbar. Der nördliche Pavillon soll einen Kiosk und den Fahrkartenverkauf anbieten.

Die bevorstehende Veräußerung ist ein Baustein der derzeit laufenden städtebaulichen und verkehrlichen Neuordnung des Bahnhofsumfelds. Zielsetzung dieser Neuordnung ist einerseits der Neubau einer modernen städtischen Verkehrsschnittstelle, andererseits die städtebauliche und gestalterische Aufwertung des öffentlichen Raums sowie die Wiedernutzung von freiwerdenden Flächen. Derzeit befindet sich der Zentrale Omnibusbahnhof in der Realisierung, außerdem ist die Attraktivierung des Bahnhofsvorplatzes vor dem Empfangsgebäude durch eine weitgehend verkehrsfreie Gestaltung im Fokus. In Kürze starten nun Verhandlungen mit dem Bieter und dem beteiligten Architekturbüro zur Konkretisierung der Planung und des vorgelegten Kaufangebotes. Die BEG NRW strebt an, die Gespräche zum Verkauf der Flächen bis zum Herbst dieses Jahres abschließen zu können. Danach wird die Öffentlichkeit umfänglich über das geplante Vorhaben informiert. [zur BEG-Startseite]

Auf einem Alleenradweg vom Ruhrgebiet bis in die Soester Börde

(c) Kreis Unna
Der Alleenradweg zwischen Unna-Königsborn, Bönen, Hamm und Welver-Scheidingen ist seit dem 11. August 2015 offiziell und begleitet von großem Besucherandrang eröffnet und durchgängig befahrbar. Er umfasst nun eine Gesamtlänge von fast 25 Kilometern, die überwiegend auf ehemaliger Bahntrasse verlaufen. Die BEG freut sich über die rundum positive Bilanz zu dem neuen Infrastrukturangebot bei allen Projektbeteiligten. Der Kreis Unna stellt den längsten von insgesamt 16 Touren-Radwegen im östlichen Ruhrgebiet als attraktiven Lückenschluss zur Soester Boerde auch online mit vielen  Hintergrundinformationen vor: „Bahntrassenradeln zwischen Ruhrgebiet und Börde“ (PDF, www.Kreis-Unna.de). 

Die landschaftlichen Reize der Strecke hat sogar Queen Elizabeth bereits genossen, als sie vor 50 Jahren in einem Sonderzug am Bahnhof Lenningsen übernachtet hat. Heute profitieren die im Umfeld des Radweges befindlichen Restaurants, Lokale und alteingesessenen Cafés vom bewegungsfreudigen Besucherklientel. Neben dem infrastrukturell stärkenden Aspekt, wurden im Natur- und Artenschutzgutachten naturschutzrechtliche und ökologische Verträglichkeit attestiert, auch auf einem rund 8,5 km langen, asphaltierten Streckenabschnitt, der durch ein Naturschutzgebiet führt [wie berichtet: Blogeintrag 04/2015 und 04/2014] [zur BEG-Startseite]

Große städtebauliche Entwicklung zwischen Schiene und Ortskern in Halver

Der erste Spatenstich für ein zukünftiges Einkaufszentrum am Bahnhof Halver ist erfolgt. Mit Eröffnungshorizont 2017 sollen auf 11.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche Ergänzungen für das Innenstadt-Sortiment erfolgen. Mit der Neugestaltung des Stadtparks sind auch ansprechende Wegebeziehungen zwischen Ortskern und dem neuen Versorgungsbereich Teil des städtebaulichen Konzepts. Die millionenschwere Investition tätigt eine Hamburger Investorengesellschaft – mehrere Fachgeschäfte, Drogerien und Supermärkte wurden bereits als Mieter gewonnen. Weitere 8.700 Quadratmeter Fläche im südwestlichen Teil des Bahngeländes sind insbesondere für familien- und seniorengerechten Wohnungsbau vorgesehen.

Im Rahmen des symbolischen Spatenstiches mit dem beteiligten Ingenieurbüro, mit den Projekt- und Bauleitern sowie den kommunalseitig Verantwortlichen, richtete Bürgermeister Dr. Bernd Eicker seinen ausdrücklichen Dank auch an die BEG: Die sachkundigen Beratungsgespräche mit Geschäftsführer Volker Nicolaus haben ermöglicht, dass die kommunalen Ziele in Anbetracht kollidierendem Eisenbahnrecht planerisch überhaupt weiter verfolgt und umgesetzt werden konnten.

Darüber hinaus hatte die BEG bereits vor einigen Jahren das Interesse der Stadt Halver an einer Stärkung ihrer zentralen Funktionen auf Bahnflächen unterstützt: Auf dem Wege eines „Ringtausches“ erhielt die Stadt zusätzliche Flächen von der Schleifkottenbahn GmbH am Bahnhof Halver, welche sie zur optimalen Erschließung ihres Vorhabens benötigte. [wie berichtet, s. 07/11] [zur BEG-Startseite]

Bielefeld: Gewerbeansiedlung und Firmensitzverlagerung am ehemaligen Empfangsgebäude Quelle

Ein alteingesessenes Bielefelder Unternehmen expandiert räumlich und siedelt sich auf dem Bahnhofsgelände in Bielefeld-Quelle an. Die Firma Brinkmann Baustoff und Transport GmbH, spezialisiert auf Bodentransporte, Ausschachtungen und Abbrüche, legt am neuen Standort drei bisherige zusammen: Auf das 9.000 Quadratmeter große Grundstück wird zum einen der zu klein gewordene Stammsitz aus Bielefeld-Senne verlagert, zudem kann ein etwa 800 Quadratmeter großer Lagerplatz aufgegeben werden. Ein 4.000 Quadratmeter großes, als Materiallager genutztes Pachtgrundstück grenzt unmittelbar an das Bahnhofsgelände, so dass sich hier eine Zusammenlegung ergibt. Provisorisch wird das unauffällige Empfangsgebäude aus den 50er Jahren noch als Büro genutzt, parallel wird der Güterschuppen zurückgebaut und ein Bauantrag für ein neues, etwa 250 Quadratmeter großes Bürogebäude gestellt. Verkehrsgünstig ist die Lage nicht nur aufgrund des Gleisanschlusses, sondern gerade aufgrund der nicht weit entfernten Autobahnanbindung.

Als Käuferin und zukünftige Vermieterin tritt die Ehefrau des Geschäftsführers auf. Seitens der BEG herrscht Zufriedenheit, dass nach mehrjähriger Suche und Verhandlungen  eine überzeugende konzeptioinelle Lösung gefunden wurde, die den Standort belebt und Arbeitsplätze vor Ort sichert. [zur BEG-Startseite]

Neue Perspektive für das denkmalgeschützte Empfangsgebäude am Bahnhof Pulheim

Das historische Empfangsgebäude aus dem Jahre 1898 am Bahnhof Pulheim hat eine neue Eigentümerin: Eine Bürgerin, deren Vater bereits in dem nach Preußischem Einheitstyp errichteten Gebäude beschäftig war und deren eigener Hotel- und Gastronomiebetrieb in unmittelbarer Nachbarschaft zu finden ist.

Nachdem die Stadt Pulheim den Verzicht auf ihr Vorkaufsrecht beschlossen hatte, hat die BEG das Gebäude im vergangenen Jahr zu einem Mindestkaufpreis öffentlich ausgeboten; hinzu kommen die Sanierungskosten. Durch die detaillierte gutachterliche Untersuchung des Objektes hinsichtlich Bausubstanz, Technik und Verkehrswert entstand jedoch größtmögliche Transparenz für die Käuferin darüber, welche Gebäudebereiche gut erhalten sind und in welchen Segmenten eine Erneuerung erforderlich ist. Auf Basis dieser Informationsgrundlage hat sich die Käuferin zu einer denkmalgerechten Sanierung innerhalb von zwei Jahren kaufvertraglich verpflichtet. Unter drei Anbietern in der engeren Auswahl hat die jetzige Investorin BEG, DB Station & Service und die Stadt Pulheim am deutlichsten überzeugt. Details über ihr Vorhaben sollen erst nach Abstimmung mit der Stadt und der Unteren Denkmalbehörde bekannt gegeben werden. [zur BEG-Startseite]

Radbahn Münsterland begeistert Stammtisch aus Spelle

Begeistert von dem Komfort der Radbahn Münsterland zeigte sich eine Fahrradgruppe des "2-Mann-Stammtisches" aus dem niedersächsischen Spelle, die zum wiederholten Male die ehemalige Bahntrasse für eine ausgedehnte Tour mit Start in Rheine nutzte. Dass in Radwege umgewandelte Bahntrassen mittlerweile eine Vielzahl von Touristen anlocken, zeigt nicht nur dieses Beispiel. Auch andernorts ist es – insbesondere an sonnigen Wochenenden – mitunter sogar eine Herausforderung geworden, sich durch den dichten Radverkehr auf den beliebten Bahn-Radwegen zu schlängeln. 

Volker Nicolaus, BEG-Geschäftsführer und ebenfalls innerhalb einer Zweitagestour von Emden nach Coesfeld auf der RadBahn unterwegs, konnte sich beim Anblick der geselligen Runde schon aus beruflichen Gründen ein paar Fragen nicht verkneifen. Die ergaben unter anderem, dass die fünf jungen Männer neben dem Fahrkomfort insbesondere die Rastplätze und Aufenthaltsbereiche entlang der Strecke schätzen, und das sogar so sehr, dass durchaus schon mal mitgebrachte Einweggrills für ein kulinarisches Pausen-Highlight zum Einsatz kommen können, so auch am Fronleichnams-Wochenende. 

Die rd. 43 km lange RadBahn von Billerbeck bis nach Rheine gilt selbst im fahrradfreundlichen Münsterland mit ihrem hohen Standard als Vorzeigestrecke. Sie führt durch insgesamt 9 Kommunen, dabei verlaufen gut 35 der 43 km Gesamtlänge auf ehemaligen Bahntrassen. Die Veräußerung der erforderlichen Flächen sowie die Projektbegleitung in den betroffenen Kommunen erfolgte durch die BEG ebenso wie die Aktivierung von Fördergeldern der Stiftung NRW für die radwegbegleitende Infrastruktur.

Weitere Informationen zur RadBahn Münsterland finden Sie unter www.radbahn-muensterland.de (zur BEG-Homepage).

Zukunft des Coesfelder Bahnhofs gesichert

© Architekturbüro Andreas Bodem / ECO.PLAN GmbH & Co. KG
Das Ergebnis des von der BEG und der Stadt Coesfeld ausgeschriebenen Investorenauswahlverfahrens steht fest: Der Coesfelder Investor ECO Plan und Architekt Andreas Bodem bekamen den Zuschlag für ihr Konzept zur zukünftigen Nutzung und Architektur des Bahnhofs. 

Vorangegangen waren zwei Jurysitzungen unter Leitung von Prof. Dr. Fritzen. Letztendlich hat dann die gestalterisch qualitätsvolle Architektur des o.g. Bewerbers verbunden mit einer attraktiven Platzbelebung die Entscheidung gebracht. „Es war eine sehr knappe Entscheidung“, betonte Thomas Lennertz, Geschäftsführer der BEG, im Rathaus. Neben ECO Plan/Bodem war auch der Investor H+T-Konzeptbau mit Evers Architekten in die engere Auswahl gelangt, deren Konzept ebenso funktioniert hätte, wie Bürgermeister Heinz Öhmann hervorhob. 

Das Sieger-Konzept sieht ein Gebäudeensemble vor, das dem Bahnhofsplatz eine städtebauliche Kante gibt und dennoch den Bezug zur „Bahn“ bewahrt. Entstehen wird ein neues Bahnhofsareal mit drei Gebäuden: Dem freigestellten Bahnhofsgebäude sowie zwei flankierenden Baukörpern, die den Blick nach Westen auf Züge und Gleisanlagen freigeben. Neue Nutzungen in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Gastronomie werden die Gebäude mit Leben füllen. Der Fahrkartenverkauf wird erhalten bleiben. 

Insbesondere der gestalterische Umgang mit dem alten Bahnhofsgebäude wird dem geplanten Gastronomiebereich ein einzigartiges Flair verschaffen und die Ankommenden mit einladender Geste empfangen: Die giebelseitigen gebäudehohen Glasanbauten werden nicht nur die Nutzung von außen ablesbar machen, für die zukünftigen Gäste wird sich gleichzeitig ein uneingeschränkter Blick auf das Treiben außerhalb eröffnen. Die außergewöhnliche Architektur hat einen hohen Wiedererkennungswert und bietet ein Alleinstellungsmerkmal. „Wir erwarten einen Aufwertung des gesamten Umfeldes“, so Stadtbaurat Thomas Backes, und auch die Jury ist überzeugt, dass sich der Bahnhof zu einem wahren Schmuckstück entwickeln wird. [zur BEG-Startseite]

Münster Hauptbahnhof-Ostseite: Vier Investoren für vertiefende Ausarbeitung ausgewählt

Die Empfehlungskommission hat über die Auswahl für die vertiefende Bearbeitungsphase im Investorenauswahlverfahren um die Ostseite des Hauptbahnhofs Münster entschieden. Das Presseamt der Stadt Münster informiert über den Sachstand im Investorenauswahlverfahren für die Ostseite des Hauptbahnhofs:

„Neun Investoren und Architekten hatten in der ersten Etappe des Verfahrens (Dezember 2014 bis März 2015) ihre Entwürfe eingereicht. Alle Teilnehmer haben sich auf hohem Niveau mit der Entwicklung dieser prominenten Fläche auseinandergesetzt, so das übereinstimmende Meinungsbild der Empfehlungskommission. Trotz der sehr komplexen Aufgabenstellung konnten alle neun Entwürfe mit Qualität und Ausarbeitungstiefe überzeugen. Das Gremium unter Vorsitz von Stadtplaner und Architekt Prof. Franz Pesch setzte sich zusammen aus Vertretern von Verwaltung, Bahn AG, Politik und externen Architekten. Auslober des gemeinsamen Verfahrens sind die Stadt Münster und die DB AG unter Beteiligung der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft des Landes NRW (BEG).

Wie geht es weiter? Den Verfassern der vier ausgewählten Entwürfe werden Überarbeitungshinweise vermittelt, mit denen sie in die vertiefende Bearbeitungsphase starten. Auf Grundlage der weiter entwickelten Konzepte soll dann ein Investoren-Architekten-Team für die Neuentwicklung der Ostseite des Hauptbahnhofs empfohlen werden.“

Basierend darauf wird schließlich ein Gremium seitens der Stadt Münster, der DB Station&Service AG und der BEG NRW seine Auswahl treffen. [letzter Bericht 10/14] [zur BEG-Startseite]

Übergreifender „2 Tages-Input“ zum Projekt Duisburg Wedau

Foto: BEG NRW
Zu einem zweitägigen Informations- und Wissensaustausch in der Jugendherberge Duisburg Sportpark traf sich ein Großteil der bereits involvierten sowie künftigen Projektbeteiligten rund um das Projektteam Wedau. Die DB Immobilien Region West und die BEG treten gemeinsam  zur Entwicklung eines 75 Hektar großen, städtebaulich immens bedeutsamen Areals an, mit der Stadt Duisburg wurde dazu eine Konsensvereinbarung abgeschlossen (s. auch Beitrag  03/2015). 

Der bereichernde Austausch zwischen Verwaltungsmitarbeiten auf der einen sowie Projektteam und beauftragten Planern auf der anderen Seite umfasste insbesondere die Darstellung der aktuellen projektbezogenen Sach- und Informationsstände der einzelnen Fachämter sowie die Diskussion sich daraus ergebender Chancen und Risiken für die Gesamtentwicklung des Standort. Im Rahmen der Abarbeitung einzelner Themenblöcke, auf die sich alle Themenverantwortlichen ausnahmslos vorbildlich vorbereitet hatten, bot sich immer wieder auch Gelegenheit, Fragen zu stellen, Bedenken zu äußern, aber vor allem auch erste Lösungsansätze in die Diskussion zu bringen. Die zentralen Ziele der Veranstaltung - die vielen Beteiligten auf einen gemeinsamen Kenntnisstand zu bringen und die Basis für ein vertrauenvolles Miteinander zu legen – wurden voll erfüllt; erstes Feedback seitens der Teilnehmer belegt, dass nicht nur das Projektteam Wedau den übrgreifenden Austausch als äußerst effektiv empfand. 

Bei dieser Gelegenheit bedankt sich das Team Wedau noch einmal recht herzlich bei allen Teilnehmern für ihre rege Beteiligung und engagierte Unterstützung! [zur BEG-Startseite]