13. März in Münster | Bauland-Dialog Nordrhein-Westfalen 2020: Baulandentwicklung erleichtern

Der Bauland-Dialog Nordrhein-Westfalen 2020 richtet sich an alle, die Stadtentwicklung in den nordrhein-westfälischen Kommunen mitgestalten und verantworten. Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen möchte hiermit weitere Impulse setzen, die Baulandentwicklung „an den richtigen Stellen“ verantwortungsvoll voranzubringen, gemeinsam zu erleichtern und zu beschleunigen.

Denn gerade die Innenentwicklung birgt besondere Herausforderungen. Wir möchten Ihnen aufzeigen, welche Instrumente im Werkzeugkoffer des Landes Nordrhein-Westfalen zur Verfügung stehen, um diese Herausforderungen vor Ort zu bewältigen. Vor allem wollen mit Ihnen in den Dialog treten und Ihre Ideen und prioritären Themen erfahren, um die Werkzeuge auch zukünftig gemeinsam, bedarfsgerecht weiterzuentwickeln.

Merken Sie sich den Veranstaltungstermin vor, wenn diese Themen Sie ebenso wie uns bewegen!

  •  „Mehr Wohnraum gerne, aber nicht hier!“ – Wie überzeugen wir Kommunalpolitik, Bürgerinnen und Bürger?
  •  „Baulandpotenzial ist vorhanden, nur nicht verfügbar!“ – Wie erreichen wir Wirtschaftlichkeit oder die Mitwirkung von Grundstückseigentümern?
  •  „Die Prozesse dauern zu lange und wir sind bereits an der Kapazitätsgrenze!“ – Welche Unterstützung ist nötig und möglich? 


 Freitag, 13. März 2020 | 09:30 Uhr | NRW.BANK, Friedrichstr. 1, 48145 Münster
Anmeldemöglichkeit ab Februar 2020: www.baulandleben.nrw


Ihre Veranstalter:
  • Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW
  • NRW.BANK
  • NRW.URBAN
  • BEG NRW
  • AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung
  • Forum Baulandmanagement NRW
Ihre Ansprechpartnerinnen:

Witten – Drei Könige: Beispielhafte Gewerbe-Baulandentwicklung an der Schiene

v.l.n.r.: MdL Nadja Büteführ, Niederlassungsleiter Karl-Heinz Behrens (Deutsche Post/ DHL), Geschäftsführer Henk Brockmeyer (BEG), Ministerin Ina Scharrenbach (MHKBG), Bürgermeisterin Sonja Leidemann, Stadtbaurat Stefan Rommelfanger (Stadt Witten), Geschäftsführer Franz Meiers (NRW.URBAN), Amtsleiterin Anja Reinken (Stadt Witten)
Auf geschichtsträchtigem Boden geben Ministerin Ina Scharrenbach und Bürgermeisterin Sonja Leidemann gemeinsam mit der Deutschen Post AG ein feierliches Startsignal für die Zukunft – der Weg dorthin war zeitweise ein Kraftakt. Von jeher sind Informations- und Warenaustausch das Herzstück einer florierenden Wirtschaft. Die Deutsche Post AG betreibt diesen Austausch wie kein anderes Unternehmen in Deutschland und zieht nun mit einem modernen Verbund-Zustellstützpunkt auf eine Fläche im Herzen der Stadt Witten – und schafft zusätzliche Arbeits- und Ausbildungsplätze. 

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, eröffnet das neue Gewerbegebiet „Drei Könige“ am 16. Januar 2020 gemeinsam mit Bürgermeisterin Sonja Leidemann, Stadtbaurat Stefan Rommelfanger, Karl-Heinz Behrens, dem Leiter der Niederlassung Essen der Deutschen Post AG sowie BEG-Geschäftsführer Henk Brockmeyer feierlich. Zu Gast sind zahlreiche Projektbegleiter seitens der Landes- und Kommunalpolitik, der Landestochter NRW.URBAN, der Stadtverwaltung, des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe und künftige Investoren. Von dem insgesamt 31.000 Quadratmeter großen, einzigartigen Gewerbegebiet mit „archäologischem Fenster“ sind aktuell bereits zwei Drittel vermarktet.

„Brachflächen sind offene Wunden in den Herzen unserer Städte. Ihre Wiederbelebung ist ein verbindendes Ziel des Landes und der Kommunen. In Witten ist eine große Herausforderung bewältigt worden: Nach unterschiedlichen intensiven früheren Nutzungen ist jetzt viel Bauland in guter Lage verfügbar. Das hat die Stadt allein nicht geschafft, sondern Unterstützung durch die Städtebauförderung und Bahnflächenentwicklung bekommen. So kann es gehen: Hand in Hand – und dann entsteht auf einem traditionsreichen Standort eine moderne Nutzung“, erläutert Ministerin Scharrenbach.

„Drei Könige“ florierte bereits im 19. Jahrhundert mit beginnender Industrialisierung und beherbergte die die beiden Hüttenwerke Steinhäuser und Bessemer Hütte. Nach dem Niedergang der Schwerindustrie wurde der insgesamt rund 50.000 Quadratmeter große Standort bis in die 1980er Jahre eisenbahnbetrieblich genutzt.

Bürgermeisterin Leidemann freut sich sehr über den Zuspruch für diese zukunftsgerechte wie nachhaltige Flächenpolitik der Stadt Witten. „Wir als Stadt Witten haben mit der BEG als Partner auf unserer Seite frühzeitig erkannt, wie wichtig es ist, Brachflächen im städtischen Konzept zu nutzen, einer weiteren Versiegelung der Landschaft vorzubeugen und damit zukunftsorientiert zu handeln.“ Nicht nur „Drei Könige“ auch das Erfolgsprojekt „Rheinischer Esel“, dem komfortablen Radweg nach Bochum, sowie das Ärztezentrum auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs Witten-Ost seien angegangen worden. „Am heutigen Tag können wir vermelden, dass in den letzten 20 Jahren alle brach gefallenen größeren Bahnflächen in Witten reaktiviert wurden.“ erklärt Stadtbaurat Rommelfanger.  [zur BEG-Startseite]

Veranstaltungshinweis für Kommunen: Rahmenvertragsinitiative Bauleitplanung - Auftakt am 31. März 2020

Zur erfolgreichen Bauleitplanung sind neben der Planungsleistung oftmals eine Vielzahl an Fachgutachten, z.B. im Bereich des Arten-, Immissions-, Boden- und Klimaschutzes, des Verkehrs oder Einzelhandels erforderlich. Die Erstellung von Leistungsverzeichnissen, die Ausschreibung und Vergabe von Gutachten und Planungen sind in der Regel zeitaufwändig und binden wichtige und knappe personelle Ressourcen.
Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen will die Kommunalverwaltungen mit einem rahmenvertraglich gesicherten Expertenpool für Planungs- und Gutachterleistungen in die Lage versetzen, die Bauleitplanverfahren zu beschleunigen, ohne auf Qualität verzichten zu müssen. Bitte merken Sie sich daher schon heute den Termin für die zentrale Auftaktveranstaltung vor:

Kongress und Werkstatt zur Rahmenvertragsoffensive Bauleitplanung am Dienstag, 31. März 2020

Über das Programm und den Veranstaltungsort werden Sie unter www.baulandleben.nrw rechtzeitig informiert.

In einem interaktiven Prozess mit den kommunal Verantwortlichen sowie Anwendende soll der  Vergabeprozess verschlankt und Gelegenheit gegeben werden, sich konzeptionell einzubringen. Mit den kommunalen Spitzenverbänden und der Architekten- sowie der Ingenieurkammer Nordrhein-Westfalen wurde im Vorfeld das Vorhaben abgestimmt; sie werden das weitere Vorgehen unterstützend begleiten.

Die „Rahmenvertragsoffensive Bauleitplanung“ ist ein Teil von „Bau. Land. Kommunal“, das zur Landesinitiative „Bau. Land. Leben“ gehört. Die Initiative stellt den Kommunen in Nordrhein-Westfalen Instrumente zur Verfügung, um vor Ort bei der Aktivierung von Grundstücken zu unterstützen.

Kontakt:
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen
Frau Doris Kern (Referat 525)
Tel. 0211/8618-5619
E-Mail: Doris.Kern@mhkbg.nrw.de

Abriss am Coesfelder Bahnhof geht in den Endspurt

© H+T Konzeptbau GmbH & Co. KG
Der Abriss des ehemaligen Coesfelder Bahnhofsgebäudes nähert sich dem Ende. Zuletzt arbeitete sich der Bagger durch den noch verbliebenen Anbau. Intensive Untersuchungen am Gebäude haben ergeben, dass ein Erhalt der maroden Immobilie keine Alternative ist. Ein Investor aus Vreden wird im Anschluss den neuen Bahnhof für Coesfeld bauen. 

Nachdem die Entkernungsarbeiten von außen bisher kaum sichtbar waren, wird seit Kurzem schweres Gerät eingesetzt, um das alte Gebäude vollständig abzureißen. Mit der Bahnhofshalle in der Mitte wurde angefangen, weil in diesem Bereich kein Keller vorhanden ist – im Gegensatz zu den Gebäuden links und rechts. Das Baugenehmigungsverfahren für den Neubau hingegen läuft noch. Da sei man in den letzten Zügen - die wesentlichen Punkte aber sind laut 1. Beigeordneten Thomas Backes geklärt. Kompliziert seien vor allem die brandschutzrechtlichen Fragen gewesen. 

95% des Bau- und Abbruchabfalls werden durch das beauftragte Abrissunternehmen recycelt – in den nächsten Wochen wird alles säuberlich getrennt. Das Kupfer des Türmchens ist bereits an einen Altmetallhändler verkauft. Investor Wolfgang Hoffschlag aus Vreden hofft, dass er direkt nach dem erfolgten Abbruch Ende Januar/Anfang Februar mit dem Neubau loslegen kann: „Wenn die Baugenehmigung vorliegt, sollen auch die Verträge mit den Mietinteressenten unterzeichnet werden“, so Hoffschlag. 

Die Stadt Coesfeld und die DB Station & Service AG hatten im Vorfeld in Zusammenarbeit mit dem Investor, der Firma H+T Konzeptbau aus Vreden, die Entwicklung des Bahnhofsbereiches geplant. Ziel war ein städtebauliches Konzept, das zum einen den Bahnhof als Verkehrsschnittstelle und Eintrittstor zur Stadt aufwertet und zum anderen einen attraktiven Aufenthaltsbereich schafft. Darüber hinaus sollte ein Nutzungskonzept diesen weitestgehend brachliegenden Innenstadtbereich mit neuen Funktionen und Nutzungen wiederbeleben. Nach intensiven, mehrmonatigen Planungs- und Abstimmungsgesprächen zwischen der Stadt Coesfeld, der BEG NRW sowie der Eigentümerin Deutsche Bahn dem Investor stand schließlich fest: Die Coesfelder Architekten Evers Architekten Partnerschaft EAP würden das neue Gesicht des Bahnhofsquartiers gestalten. 

Trotz des ein oder anderen wehmütigen Abschieds vom alten Gebäude: wenn demnächst statt der Abrissbagger die ersten Baumaschinen zum Einsatz kommen, wird die Vorfreude auf die Umsetzung der gelungenen Entwürfe sicherlich schnell Überhand gewinnen. [zur BEG-Startseite]