RadBahn Münsterland: Ehrenamtliche Glanzleistung am und um den Bahnhof Darfeld

Der ehemalige Bahnhof Darfeld in Rosendahl liegt an einer stark frequentierten Strecke: Heute allerdings überwiegend von Radfahrern, die auf dem 40 km Alleenradweg „RadBahn Münsterland“ zwischen Coesfeld und Rheine unterwegs sind. Das historische Gebäude und sein gesamtes Umfeld werden mit hohem ehrenamtlichen Einsatz durch den „Heimverein Darfeld e.V.“ gepflegt und stetig weiterentwickelt. Erich Gottheil war seinerzeit als Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde maßgeblich an der Realisierung des interkommunalen Radweges beteiligt. Seite an Seite mit der BEG ist es gelungen, alle acht „Anliegerkommunen“ und zwei Kreise von dem infrastrukturellen Nutzen eines Radweges auf der stillgelegten Bahnstrecke zu überzeugen. 

Heute engagiert sich Erich Gottheil selbst im Heimatverein und führt vielfältige Projekte weiter, die von der Gemeinde Rosendahl oder vom Heimatverein Darfeld selbst durchgeführt wurden und werden, wie zum Beispiel ein Generationenpark, Haus der Wissenschaft, Wiederverlegung von Schienen, Restaurierung, Aufstellung und Innenausbau von historischen Waggons oder Betreiben eines Bahnhofcafes durch den Heimatverein. Seiner Meinung nach gilt für alle Einzelprojekte: 

„Ohne die RadBahn Münsterland wären sie nicht entstanden. Es ist für unser Darfeld, für unsere Gemeinde Rosendahl, aber auch für die Region ein wunderbares einzigartiges Ensemble entstanden. Die Umsetzung war aber nur möglich mit dem ehrenamtlichen Engagement der Darfelder Bürgerrinnen und Bürger und Vereine. Es wurden für alle Einzelprojekte weit über 10.000 Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet.“ Hierfür konnte der Heimatverein Darfeld auch im Jahre 2016 den Ehrenamtspreis des Landes NRW in Empfang nehmen.

Vor zwei Jahren wurde als weiteres Projekt der Bau eines Backhauses in Angriff genommen. Mit einer LEADER-Förderung und mit weiteren Zuschüssen der NRW-Stiftung, der Sparkassenstiftung und der Gemeinde Rosendahl wurde Ende 2016 eine Projektfinanzierung sichergestellt, hinzu kommen rd. 15.000 €, die der Heimatverein Darfeld trotz der weitgehenden Realisierung in Eigenleistung zu dem Projekt als Eigenanteil beisteuern muss. Das Backhaus dient für Backkurse, Backen mit Kindern und zum Brotbacken mit anschließendem Verkauf; ein separates öffentliches Behinderten-WC entsteht zusätzlich. Mit dem Bau wurde am 01.03.2017 begonnen – mehr als 2.500 unentgeltliche Arbeitsstunden sind bereits in die Errichtung in historischer Bauweise geflossen und es ist inzwischen weitgehend fertiggestellt. Die offizielle Einweihung wird am 29.04.2018 stattfinden. Gegenüber dem Backhaus auf der anderen Seite der RadBahn wird im kommenden Jahr das Projekt „Bau eines baukulturellen Ruhe- und Unterstellraumes an der RadBahn Münsterland“ in Angriff genommen, so das auch das Wachsen dieses neuen Projekts beim Einweihungstermin im April zu sehen sein wird.

Geschäftsführer Thomas Lennertz und Projektleiter Klaus-Dieter Büttner wünschen voller Respekt und Anerkennung für das große ehrenamtliche Engagement vor Ort viel Erfolg bei allen weiteren Vorhaben – mögen die Aktivitäten des Heimatvereins Darfeld e.V. viele Nachahmer in anderen Städten und Gemeinden des Landes finden! [zur BEG-Startseite]

Team Wedau präsentiert 6-Seen-Wedau-Verfahrensstand

Am 6. Dezember lud das Team Wedau sämtliche an der Projektplanung „6-Seen-Wedau“ beteiligten Akteure zu einer ganztägigen Veranstaltung in die Tagungsräume der Jugendherberge im Duisburger Sportpark ein. Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, durch umfassende Präsentationen der aktuellen Planungs- bzw. Arbeitsstände  ein ausführliches Projekt-Update zu erhalten. Ziel des Projektteams ist die Durchführung einer vorgezogenen Beteiligung der Träger öffentlicher Belange im Januar 2018. Diese Vorgehensweise nimmt zwar zunächst etwas mehr Zeit in Anspruch, minimiert aber gleichzeitig mögliche Zeitverzögerungen innerhalb des Bebauungsplanverfahrens.

Vertreter der involvierten Fachbereiche seitens der Stadt Duisburg, die beteiligten Gutachter sowie das Team Wedau stellten im Rahmen der Veranstaltung ihre bisher geleisteten Planungen und Untersuchungen sowie den diesbezüglichen Abstimmungsstatus vor. Im Anschluss an die jeweiligen Vorträge stellten sich die Referenten den Rückfragen aus dem Plenum. Insbesondere hier bot sich wiederum die Gelegenheit, weiteren Diskussions- und Abstimmungsbedarf aufzudecken, zumal es trotz des fortwährenden Austausches auf Arbeitsebene nicht immer gelingt, alle Akteure auf einheitlichem Wissensstand zu halten. Kein Wunder, wenn man die breit gefächerte Themenpalette betrachtet. Die Vielzahl der Teilnehmer und nicht zuletzt der gehaltenen Vorträge ließen einen klaren Rückschluss auf die Komplexität des Projektes zu. Die Themen reichten vom Bauplanungsrecht über Landschaftsplanung, Ergebnisse der Klima-, Boden- und Lärmgutachten, den Sachstand zum Thema Artenschutz, Entwässerungskonzept und Verkehrsplanung bis zum Sachstand der möglichen Reaktivierung der Ratinger Weststrecke. 

Da so viele Experten zeitgleich aufeinander trafen, war es nicht verwunderlich, dass sich im Anschluss an die offizielle Veranstaltung spontan der ein oder andere kleinere interdisziplinäre Arbeits- oder Diskussionskreis zwecks weiteren Austauschs an Ort und Stelle bildete. [zur BEG-Startseite]

Ardex erwirbt Bahnflächen für passgenaue Expansion


Bild:  obs/ARDEX GmbH/Gerhard Spangenberg Architekt
Für die geplante Expansion der Firma Ardex in Witten fehlte es dem international agierenden Bauchemiespezialisten an rund 10.000 m² „Verkehrsfläche“ – benötigt wurde diese für eine neue Werksstraße im Rahmen der beeindrucken Baumaßnahme zur Umsetzung eines ehrgeizigen Expansionsplanes. 

Für die BEG bot sich damit die Chance, dem Unternehmen mit einem rund 10.000 m² großen Areal bei der Realisierung seiner Pläne helfen zu können. Der Verkauf erforderte technische Anpassungen insbesondere der bestehenden Oberleitungsanlagen sowie die Berücksichtigung der Lastabtragungen durch den benachbarten Eisenbahnverkehr. Alle Restriktionen, die bei der Veräußerung von Bahnflächen immer wieder zum Thema werden, konnten im Rahmen der Kaufvertragsabwicklung überwunden werden, so dass nach intensiven Planungs- und Abstimmungsprozessen der Beurkundung schließlich nichts mehr im Wege stand. 

Eine 90 Meter hohe Hauptverwaltung, der Ausbau der Produktion und ein neues Logistikzentrum: Unter dem Projektnamen ,,Ardex-Campus" wird der Wittener Bauchemiespezialist Ardex bis 2022 - das zumindest verspricht der Zeitplan - ein Projekt realisiert haben, das mit einem Gesamtvolumen von mehr als 100 Millionen Euro zu den größten der letzten Jahre im gesamten Ruhrgebiet gehört. Den Mittelpunkt bildet der neue, 24-geschossige und damit 90 Meter hohe Verwaltungs-Tower. Teil der Standortentwicklung ist auch die umfangreiche Modernisierung der Produktion und des Materialflusses sowie der Neubau eines Logistikzentrums. 

Bei der Planung legte Ardex großen Wert auf ein Gesamtkonzept für das Werksgelände und eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen in allen Bereichen. Dazu gehören die Modernisierung des gesamten Ardex-Areals an der Friedrich-Ebert-Straße und die Einbindung der bestehenden Gebäude in den neuen Ardex-Campus. Alle Gebäude – auch für Logistik und Produktion – werden, einem städtebaulichen Konzept folgend, harmonisch aufeinander abgestimmt. Wichtig für die Planung waren zudem die Verkehrsentlastung und der Schallschutz für die Anwohner. Das Unternehmen schafft durch die Maßnahme Raum für bis zu 100 zusätzliche Arbeitsplätze in Witten. [zur BEG-Startseite]

Save the date: Bauland-Dialog NRW 2018 - 16. Feb. 2018 in Münster

Bauland-Dialog NRW 2018 – beraten, aktivieren, fördern

Bauland bildet das Fundament für Wohnraum, Arbeit, Heimat; die Nachfrage ist in vielen Städten und Gemeinden des Landes NRW kaum zu decken. Zugleich finden sich vielerorts Flächenpotenziale, deren Aktivierung noch nicht gelungen ist.

Wir wollen mit Ihnen – den Stadtgestaltern vor Ort – in einen neuen Dialog treten, Ihnen Möglichkeiten und Instrumente zur Unterstützung Ihrer Vorhaben praxisnah vorstellen, gemeinsam diskutieren und Einzelfälle erörtern.

Die Themen: Wie wird die Revitalisierung brachliegender Flächen durch das Land unterstützt? Mit welchen Ideen und Instrumenten kann neues Bauland für bezahlbaren Wohnraum geschaffen werden? Welche Formen der Wohnraumförderung passen zu welchem Vorhaben? Welche Beiträge kann die Städtebauförderung in NRW zur Baulandmobilisierung leisten? Wie forcieren wir die Innenentwicklung – etwa das Schließen von Baulücken oder die Aktivierung untergenutzter Flächen? Unter anderem diesen Fragen wird der Bauland-Dialog NRW 2018 nachgehen und dabei viel Raum für Austausch und Diskussionen bieten. 

Zielgruppe:
Der Bauland-Dialog NRW 2018 richtet sich an alle, die die Stadtentwicklung in den nordrhein-westfälischen Kommunen gestalten und verantworten.

Veranstalter:
Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW (MHKBG), NRW.BANK, NRW.URBAN, BEG NRW, AAV, Forum Baulandmanagement NRW und BLB NRW

Termin:
Freitag, 16. Februar 2018
NRW.BANK, Friedrichstraße 1, 48145 Münster

Ihre Ansprechpartnerinnen:
Jennifer Freckmann, Tel. 0201/747 66 - 22,
jennifer.freckmann@beg.nrw.de
Aurélia Ölbey, Tel. 0211/54 23 8 - 218,
aurelia.oelbey@nrw-urban.de

Das detaillierte Programm erscheint im Dezember 2017 auf www.nrw-flaechenpool.de.

Highlight für den RS1: Hochpromenade auf Viadukt der Rheinischen Bahn in Mülheim eröffnet

Auf dem Viadukt der ehemaligen Rheinischen Bahn ist ein Highlight für den Radschnellweg Ruhr (RS1) fertig gestellt worden. Die bereits befahrbare Strecke des RS1 zwischen Essen und dem Mülheimer Hauptbahnhof wurde um 650 Meter bis zur Ruhrpromenade verlängert und trotz des feuchten Herbstwetters unter großem Besucherandrang eröffnet. Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, Oberbürgermeister Ulrich Stolten und RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel durchtrennten gemeinsam das rote Band, das den Blick von der neuen Hochpromenade auf die Innenstadt ebenso freigab wie auf die Ausgestaltung des Viaduktes für den Rad- und Fußverkehr.

Beete und Sitzgelegenheiten trennen den 4 Meter breiten Radweg von einem schmaleren Fußgängerbereich. Ein indirektes Beleuchtungskonzept mit LED unter Bänken, Geländern und Stelen soll auch in der Dämmerung eine sichere Atmosphäre schaffen. Ein digitales Display zählt die  Radler - jeweils täglich sowie die Summe seit Eröffnung - und auf der Fahrbahnoberfläche sind Querstreifen markiert, deren Abstand an Rastpunkten wie dem neuen "Stadtbalkon" enger werden, was die Radler zur Vorsicht und zur Temporeduzierung animieren soll. 

Die BEG koordinierte neben der initialen Steuerung und Beauftragung erforderlicher Gutachten und Untersuchungen die Kaufvertragsabwicklung mit der Stadt Mülheim sowie die Bewilligung von Fördermitteln: Finanziert wurde der Bau des Radweges aus der Städtebauförderung von Bund und Land und mit Mitteln des Regionalverbandes Ruhr (RVR).

Der Radschnellweg soll mit einer über 100 Kilometer langen Trasse ab 2020 die Städte zwischen Duisburg und Hamm verbinden. Mehr als 400.000 Arbeitsplätze liegen entlang des RS1. Mit der Trasse sollen mehr Pendler aufs Rad umsteigen als in jeder anderen Region Deutschlands. [Weitere Informationen: www.rs1.ruhr ] [zur BEG-Startseite]