"6 Seen Wedau" präsentiert sich auf Expo Real

Als „richtiges wohnungspolitisches Signal“ hat NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach die Entwicklung der ehemaligen Bahnflächen in Wedau gelobt. Sie war am ersten Messetag zu Gast auf der Münchener Immobilienmesse ExpoReal. 

Dort wurde am Stand der DB AG sowie auch am NRW-Gemeinschaftsstand das Großprojekt im Rahmen von zwei Veranstaltungen vorgestellt. Scharrenbach lobte die qualitativ hochwertige Planung für das rund 60 Hektar große Areal des ehemaligen Rangierbahnhofs südlich der Wedauer Brücke. Unter der Regie von BEG, DB Immobilien Region West, Stadt Duisburg und GEBAG hat das Projekt 6 Seen Wedau die Errichtung von rund 3.000 Wohneinheiten zum Ziel. 

Darüber hinaus sollen Teile des 30-Hektar großen Nordareals (nördlich der Wedauer Brücke) für die Universität Duisburg-Essen (UDE) entwickelt werden. Eine entsprechende Absichtserklärung wurde unterzeichnet, die Verhandlungen über den Grunderwerb laufen. In einem ersten Schritt soll ab 2018 der historische Gebäudekomplex des einstigen Ausbesserungswerks für junge, universitätsnahe Unternehmen hergerichtet werden. Geplant ist darüber hinaus ein Forschungszentrum für 3D-Druck – hier stehen allerdings die notwendigen Förderzusagen noch aus. Weitere denkmalgeschützte und prägende Gebäude, wie z.B. der Ziegelwasserturm, sollen erhalten bleiben und neuen Nutzungen zugeführt werden. 

„Die Ansiedlung der Universität Duisburg-Essen zeigt, dass wir das richtige Gespür hatten“, kommentierte Ute Möbus, Finanzvorstand der Grundstückseigentümerin DB Station&Service. Die Entwicklung des 60 Hektar großen Südareals hingegen gilt als das derzeit größte Wohnungsbauprojekt in NRW. Der rechtswirksame Bebauungsplan soll bis Ende 2018 stehen, die Bebauung anschließend in mehreren Abschnitten erfolgen.


Unter www.6-seen-wedau.de werden alle Projektfortschritte dokumentiert und zahlreiche Informationen rund um das Projekt zum Download angeboten. [zur BEG-Startseite]

Ratinger Weststrecke nimmt Fahrt auf

Nicht erst seit heute steht die Reaktivierung der Ratinger Westrecke auf der Agenda vieler Interessengruppen zwischen den Städten Düsseldorf und Duisburg. So zählten die Veranstalter mehr als 200 Teilnehmer, als am Mittwoch, 27. September, die zweite Demonstrationsfahrt der „Westbahn“ auf der Ratinger Weststrecke in Ratingen-Tiefenbroich startete.

Rund 140 Fahrgäste aus Verwaltung, Politik und Wirtschaft folgten der Einladung der Stadt Ratingen, der Standortinitiative Ratingen Tiefenbroich / West (InWest) sowie dem Unternehmensverband Ratingen (UVR) und kamen während der Fahrt über die konkreten Realisierungsmöglichkeiten ins Gespräch. Mit dabei waren auch 70 Bürger, im Rahmen einer Verlosung „Fahrtickets“ gewonnen hatten. „Am liebsten hätten wir alle Bahn-Begeisterten mitgenommen, jedoch war die Resonanz noch größer als erwartet“, so der Ratinger Bürgermeister Klaus Pesch. Aber auch außerhalb des Zuges hatten sich Bahnliebhaber an vielen Stellen entlang der Strecke positioniert, um die historische Eisenbahn mit der schlichten Bezeichnung B 405, die eigens für die Fahrt von der Firma Railflex GmbH „gechartert“ wurde, aus der Entfernung miterleben zu können. 

Der heute längst nicht mehr alltägliche Zug entstand aus einem umgebauten Steuerwagen aus dem Jahre 1934. Von außen wurde Wert auf das originale Erscheinungsbild im Stil eines Triebwagens der Reichsbahn gelegt, im Inneren wird es dann aber wirklich originell und wahrhaft einzigartig: Das gesamte Interieur ist in Holz gehalten, die Polster und Gardinen runden die Wohlfühl-Atmosphäre ab. 

Ziel der Demonstrationsfahrt war es, das Thema „Westbahn“ erneut in den Fokus zu rücken und dabei noch einmal sämtliche Umsetzungsmöglichkeiten objektiv zur Diskussion zu stellen. Gleichzeitig sollte darauf hingewiesen werden, dass längst nicht mehr nur Ratinger Akteure „im Zug sitzen“. So haben insbesondere die Landeshauptstadt Düsseldorf sowie die Stadt Duisburg ein großes Interesse an einer Reaktivierung des Personenverkehrs auf der Ratinger Weststrecke. „Für die Flächenentwicklung in Wedau wäre die Wiederbelebung dieser Strecke ein ganz wichtiger Beitrag“, so Carsten Tum, Beigeordneter der Stadt Duisburg. Die geplanten Entwicklungen zwischen Wedau und Bissingheim wurden im vorbeifahrenden Zug durch Carsten Tum und BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz erläutert (Infos zum Projekt unter www.6-seen-wedau.de). Bedingt durch die enormen Ausmaße der Projektfläche konnte so ein umfangreiches Paket an Informationen präsentiert werden, von dem sich auch Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, beeindruckt zeigte. 

Ginge es nach den Initiatoren der Fahrt, könnte die Westbahn schon bald regelmäßig Pendler und Bürger zwischen Düsseldorf und Duisburg transportieren. Dass dies grundsätzlich möglich ist, wurde durch die Zugfahrt – die auch durch den Staufenplatztunnel in Düsseldorf führte – eindrucksvoll unter Beweis gestellt. [zur BEG-Startseite]

Neue Chance für den Erndtebrücker Bahnhof

Bürgermeister Hennig Gronau (r.) mit Carsten Kirchhoff
Während der Erndtebrücker Bauausschuss zufrieden die nahezu abgeschlossene Bauausführung des neuen Park&Ride-Parkplatzes mit 64 PKW-Stellplätzen begutachtete, ist für die Empfangsgebäude-Sanierung ein Neustart erforderlich. Hoffnung für die Zukunft des Gebäudes macht jetzt, dass die Rückabwicklung des Kaufvertrags zwischen der DB Netz AG und den beiden Käufern Nils Geiser und Yilmaz Arli nach einem Jahr gelungen ist. Geplant war eine Gastronomie- und Wohnnutzung; die Investoren entzweiten sich jedoch über Finanzen, Konzept und Renovierungsarbeiten und es kam zum Stillstand des Vorhabens.

Im Rahmen einer Pressekonferenz betonten Bürgermeister Hennig Gronau und BEG-Projektleiter Carsten Kirchhoff, dass sie auf einen Neubeginn mit einem Investor setzen, der es ernst mit dem Ziel meine, dem Bahnhof zu Umnutzung und ortsbildprägendem Glanz zu verhelfen. Zuversichtlich stimmt sie, dass die Verkehrsstation neben der P&R-Anlage mit neuen, modernen Bahnsteigen aufwartet und es bis Ende Oktober auch der Zugang zur Unterführung durch die Empfangshalle des Bahnhofs geschlossen werden kann. Zudem seien die Denkmal-Behörden sehr gesprächsbereit bezüglich der baulichen Umsetzung.

Das Bahnhofsgebäude sei mit seiner Substanz und typisch klassizistischen Fassade (erbaut 1914-1916), „problemlos sanierungsfähig“, äußert sich Kirchhoff. Es verfügt auf zwei Etagen über rund 675 Quadratmeter Nutzfläche – plus weitere 220 Quadratmeter im angebauten Güterschuppen. Die letzte Veräußerung erfolgte zum symbolischen Preis; die Sanierungskosten schätzt Kirchhoff auf etwa 1.500 bis 1.700 Euro pro Quadratmeter Fläche. [zur BEG-Startseite]

BEG NRW auf der EXPO REAL treffen








Auf der Müncher Immobilienmesse Expo Real (4.-6. Okt. 2017) präsentiert sich sowohl das Duisburger Stadtentwicklungsprojekt 6-Seen-Wedau mit dem 3D-Modell der geplanten Bahnflächen-Nachnutzung als auch der Flächenpool NRW mit einer offenen Gesprächsrunde am NRW-Gemeinschaftsstand (B1.321). Das vollständige Programm am Landesstand NRW finden Sie hier.

Für nähere Informationen und zur Verabredung zum persönlichen Austausch mit der BEG-Geschäftsführung und den Projektleitern setzen Sie sich gerne im Vorfeld mit uns in Verbindung: Per E-Mail oder telefonisch unter 0201 747 66-0  [zur BEG-Startseite]

Freie Fahrt über das Viadukt Wengern: für Radfahrer!

Elbschetalviadukt/ Trienendorfer Straße
Ein weiteres Teilstück des Rundkurses „Von Ruhr zur Ruhr“ wurde feierlich eröffnet. Bürgermeister Frank Hasenberg, Landrat Olaf Schade und zahlreiche Gäste, so auch BEG-Geschäftsführer Volker Nicolaus feierten bei bestem Wetter, Grillgut und Musik die neuen 3,8 Kilometer zwischen Wetter-Wengern und Silschede.

Gegenüber der Presse äußerten sich die Bürger rundum positiv über das Infrastrukturangebot: Besondere Erwähnung finden die Landschaft und Ruhe abseits der Hauptverkehrsstraßen, der Fernblick über die Ruhr, die Sicherung und Wiedernutzung des alten Bahnviadukts sowie die komfortable Asphaltierung. Die Zugangsrampen, Brückensanierungen und Verkehrssicherung schlugen dabei mit 2,4 Mio. zu Buche, wusste Ludger Siebert, Straßen-NRW-Niederlassungsleiter für Südwestfalen zu berichten.

Die frühere Elbschebahn von Witten nach Gevelsberg wurde 1979 stillgelegt, die Gleise bereits 1984 entfernt. Im Rahmen des Förderprogramms „Alleenradwege auf stillgelegten Bahnstrecken“ hat das Teilstück dazu beigetragen, den Ausbau von schnellen, verkehrssicheren Radwegeverbindungen in den vergangenen 10 Jahren immens zu stärken und so über 1.000 km–Bahntrassen-Radwege in Nordrhein-Westfalen zu erreichen [wie berichtet, vgl. 06/2014]. Bis 2020/2021 soll die Vervollständigung der Route vom ehmaligen Bahnhof Albringhausen bis Gevelsberg-West folgen. [zur BEG-Startseite]