BEG-Team macht sich fit für Notfälle und lebensbedrohliche Situationen

Fit für den Fall von medizinischen Notfällen fühlt sich ab sofort das Team der BEG, nachdem es einen eintägigen Erste-Hilfe-Kurs im Rahmen einer Inhouse-Fortbildung absolvieren durfte. Fast die gesamte Belegschaft nahm das Angebot dankend an, die zumeist weit zurückliegenden Kenntnisse zum Thema Erste Hilfe aufzufrischen bzw. professionell zu vertiefen. 

Von den grundsätzlichen Anforderungen an den Ersthelfer über Maßnahmen bei Bewusstlostigkeit sowie Herz-Lungen-Wiederbelebung, korrekte Ausführung der stabilen Seitenlage bis zu allgemeinen Regeln und Maßnahmen zur Wundversorgung erhielten die BEGler von der „Pro Life Gesellschaft für Notfall- und Gesundheitsschulungen“ wertvolle theoretische und praktische Einblicke. Dabei konnte jeder Mitarbeiter die wichtigsten Maßnahmen unter Anleitung selbst erproben. 

Abschließend wurden etwaige Berührungsängste gegenüber dem seit Jahren bei der BEG stationierten Defibrillator abgebaut. Alle Teilnehmer wurden in den Umgang mit dem „Schockgeber“, der die Chancen einer erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelebung verbessert, detailliert eingewiesen, so dass sich die BEG-Besucher künftig (auch) in Sachen Notfallversorgung gut aufgehoben fühlen können. [zur BEG-Startseite]

Expo Real 2018: BEG-Gesprächsrunden rund um die Baulandaktivierung

Ministerin Ina Scharrenbach, MHKBG, Ute Möbus, Vorstand DB S&S und Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG NRW, sehen Vorteile für alle in mehr Bauland an der Schiene und besprechen den Weg dorthin (Moderation: Petra Voßebürger, 2.v.l.)

Die hohe städtebauliche Qualität und der Vermarktungsstart für das Großprojekt sind die Themen von Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, MHKBG, Ute Möbus, Vorstand DB S&S und Oberbürgermeister Sören Link, Stadt Duisburg

Franz Meiers, NRW.URBAN, Hermann Gödde, Beigeordneter der Stadt Eschweiler, Rita Schulde Böeing, Erste Beigeordnete der Stadt Hamm, Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, MHKBG, Bernd Grotefeld, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und Thomas Lennertz, BEG NRW, (v.l.n.r.) erklären das Zusammenwirken von Land, Kommunen und Grundstückseigentümern im Flächenpool NRW.

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Bauland an der Schiene: Anmeldung AB SOFORT für ALLE Kommunen der Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf möglich!

Bebaubare Grundstücke sind ein Engpass beim Schaffen von mehr Wohnraum: 247 Städte und Gemeinden mit Haltepunkten an der Schiene haben die Einladung von Ministerin Ina Scharrenbach, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, zu Baulandgesprächen an Haltepunkten der Schiene  erhalten:

1. Was ist terminvorbereitend erforderlich? Wenig! Wählen Sie über den Internet-Kalender einen der zur Verfügung stehenden Termine und übermitteln Sie uns spätestens 10 Tage im Voraus Ihren FNP.

2. Was sind die Hintergründe? Die Landesregierung legt besonderes Augenmerk auf die gezielte Entwicklung von bezahlbarem Bauland im Einzugsbereich von Haltestellen des schienengebundenen Personennahverkehrs (SPNV). Dies soll die angespannten Wohnungsmärkte ebenso wie den Verkehrsträger Straße entlasten. Integrierte Konzepte und kurze, fachübergreifende Abstimmungswege sollen den Umsetzungserfolg erhöhen. Die unmittelbare Erörterung von Entwicklungsmöglichkeiten im großzügigen Radius um Haltepunkte mit allen Beteiligten verkürzt die Abstimmungswege für verbindliche Entscheidungen. Dies betrifft die Siedlungsentwicklung, aber auch die Feststellung von infrastrukturellen Investitionsbedarfen und die Berücksichtigung von Mobilitätskonzepten, die vor Ort mitgedacht und verfolgt werden. Die heutige Verzahnung von Fachplanungen und Flächenentwicklung entscheidet darüber, ob künftiges Mobilitätsverhalten auf die Schiene ausgerichtet wird. Deshalb müssen die Handlungsbedarfe systematisch erörtert und in den Fokus gerückt werden.

3. Welche Flächen kommen in die Betrachtung? Suchraum ist in der Regel der Ein-Kilometer-Radius um bestehende SPNV-Haltepunkte oder potenzielle DB-Haltepunkte mit Finanzierungsperspektive aus Landes- und Bundesmitteln oder der Stationsoffensive der DB S&S AG. Im Radius bis zu drei Kilometern findet die Qualität der intermodalen Anbindung an den Haltepunkt Berücksichtigung. Haltestellen an Überland-Straßenbahnen mit interkommunaler Verbindungsfunktion können in Ausnahmefällen zur gesamtstädtischen Priorisierung mitbetrachtet werden. Im Fokus sind dabei alle Flächen über ein Hektar Größe, bei denen die Stadt oder Gemeinde Chancen für eine weitere Siedlungsentwicklung bzw. eine Aktivierung im Zuge der Innenentwicklung sieht sowie Flächen, die im Blickfeld der Regionalplanungsbehörden sind.

4. Ist die Landesinitiative mit Fördermitteln ausgestattet? Das Land NRW fördert städtebauliche Rahmenplanungen zur Konkretisierung der Perspektiven für Siedlungsentwicklungen an Haltepunkten des SPNV. Bei Erforderlichkeit kann die BEG NRW 50 % der anfallenden Planungskosten sowie die Ausschreibung, Vergabe sowie Prüfung der Planungsleistungen übernehmen. Rahmenplanungen an Haltepunkten von Straßenbahnen sind nicht förderfähig.

5. Wer sitzt mit am Tisch? Optimalerweise die kommunale Bauderzernentin/ der Baudezernent in Begleitung der Kreisverwaltung; das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW; das Ministerium für Verkehr des Landes NRW; das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz; die Bezirksregierung/ Regionalplanung; der Zweckverband Nahverkehr bzw. Verkehrsverbund; die DB Station & Service AG; die DB Immobilien (Liegenschaften); die Region Köln/Bonn e.V. (bei Gesprächen im Regierungsbezirk Köln); die BEG NRW (Moderation und Gesamtkoordination). 

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.beg.nrw.de

Treffen Sie die BEG NRW auf der EXPO REAL 2018 !

Saniertes Empfangsgebäude Brühl (Foto: Stefan Klink)
Termine für Ihren Messekalender:

Mo, 08. Okt. 2018, 15.30 Uhr, Stand B2.120 (Deutsche Bahn AG):

Landesinitiative „Bauland an der Schiene“

Ministerin Ina Scharrenbach, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ute Möbus, Vorstandsmitglied der DB Station & Service AG und Thomas Lennertz, BEG-Geschäftsführer, stellen die Landesinitiative „Bauland an der Schiene“ vor. Informieren Sie sich vor Ort oder nutzen Sie direkt den Internet-Kalender und vereinbaren einen der noch zur Verfügung stehenden Termine für ein Baulandgespräch!

Mo, 08. Okt. 2018, 16.00 Uhr, B2.120 (Deutsche Bahn AG):

6 Seen Wedau: Stadtentwicklung auf 90 Hektar Bahnfläche

Lassen Sie sich den aktuellen Stand der Entwicklung von 90 Hektar ehemaliger Bahnflächen in Duisburg-Wedau vorstellen! Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und Ute Möbus, Vorstandsmitglied der DB Station & Service AG, besprechen den Start des Investorenauswahlverfahrens für das Nahversorgungszentrum, mit dem vor allem das zukünftige, gemischt genutzte Stadtquartier mit bis zu 3.000 Wohneinheiten ein attraktives Angebot erhält.

Di, 09. Okt. 2018, 10.30 Uhr, Stand B1.321 (Gemeinschaftsstand Nordrhein-Westfalen):

Mit dem Flächenpool NRW neues Bauland ermöglichen

Wie können Sie mit dem Flächenpool NRW Flächenpotenziale im Innenbereich identifzieren, neue Nutzungsperspektiven entwickeln und umsetzen? Antworten liefern Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär MHKBG NRW, Franz Meiers, Geschäftsführer NRW.URBAN und Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG NRW, im Gespräch mit Hermann Gödde, Technischer Beigeordneter Eschweiler, Rita Schulze Böing, Erste Beigeordnete Hamm und Bernd Grotefeld, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Individuelle Gesprächsvereinbarungen:

Telefonisch unter 0201 74766-0 oder per E-Mail info@beg.nrw.de

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Hauptbahnhof Münster Ostseite wird das „Hansator“ zur Stadt – Baugenehmigung erteilt

Auf der Projektfläche v.l.n.r: Henk Brockmeyer (BEG NRW), Bahnhofsmanager Michael Jansen (DB S&S), Volker Nicolaus (BEG NRW), Jan Grzesik und Christian Hehemann (beide Landmarken AG), Foto: Landmarken AG
Das „Hansator“ wird zukünftig den attraktiven Übergang zwischen Stadt und Schienenverkehr auf der Ostseite des Hauptbahnhofs bilden. Auf 8.200 m² Bahn- und Brachfläche entsteht ein gemischtes Stadtquartier mit anspruchsvoller Architektur und Flächen für Wohnen, Gastronomie, Handel und Hotelerie und setzt eine städtebauliche Klammer zur innenstadtzugewandten Bahnhofsseite.

Der neue Name unterstreicht nebst eigenem Logo die Verbindung des urbanen Hansaviertels mit dem Zentrum. Im Rahmen eines Pressetermins vor Ort am 19.09.2018 erläuterte der Kreis der Projektbeteiligten seitens der Stadt Münster, der Landmarken AG, der DB Station&Service und der BEG NRW den Projektfortschritt und verkündete den Eingang der Baugenehmigung. Die förmliche Freistellung der ehemaligen Bahnfläche von Bahnbetriebszwecken wurde kurz zuvor durch das Eisenbahnbundesamt erteilt.

Die Grundstücksgeschäfte für die Bahnhofs-Ostseite wurden zwischen der Stadt Münster, der Deutschen Bahn und der BEG NRW 2017 mit dem Projektentwickler Landmarken AG abgeschlossen; die Landmarken AG ging gemeinsam mit kadawittfeldarchitektur als Gewinner eines gemeinsamen Investorenauswahlverfahrens hervor (vgl. frühere Berichte). Unmittelbar nach Beendigung der Arbeiten auf der Westseite begann die Baustelleneinrichtung auf der Ostseite. Unerwartet hohen Aufwand erzeugte für die BEG NRW dabei zuletzt die Steuerung der Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen: Auf dem gesamten Gelände wurden hunderte Sondierungsbohrungen vorgenommen, die sich insbesondere im Böschungsbereich aufgrund konkreter Verdachtspunkte technisch sehr anspruchsvoll gestalteten - Rampen mussten gebaut und Fahrleitungsmasten versetzt werden. Die letzten Auswertungsergebnisse stehen noch aus, so dass die Baugrube voraussichtlich im ersten Quartal 2019 vorbereitet sein wird.

In Summe zeigt sich im reibungslosen Ineinandergreifen aller Projektstufen einmal mehr die hohe Bedeutung des frühzeitigen und kontinuierlichen Dialogs aller Beteiligten. [zur BEG-Startseite]

Winterberg: Vom ersten "EmpfangsbäudePaket NRW" zum Bahnhof des Jahres 2018

(c) Allianz pro Schiene, Stephan Roehl / Vorher-Bild: BEG NRW
Der Bahnhof Winterberg im Hochsauerland sowie der Bahnhof Eppstein im Taunus gewinnen den Titel „Bahnhof des Jahres 2018“. Die „Allianz pro Schiene“ hat nach Reisen durch ganz Deutschland in diesem Jahr zwei „Bürgerbahnhöfe“ ausgezeichnet, die ihre Qualität besonderem Engagement vor Ort verdanken.

"Besser geht es nicht"
Die Jury urteilte insbesondere: „Bürgerbahnhof steht in Winterberg nicht nur vorne drauf, sondern Bürgerbahnhof ist auch drin. Der Fahrkartenschalter in dieser hellen, aus Holz und Glas geschmackvoll gestalteten Halle, ist zugleich erste Anlaufstelle für das städtische Bürgeramt mitsamt der Volkshochschule.“ Slow-Food-Gastronomie und ein modernisiertes Bahnumfeld ergänzten den positiven Gesamteindruck.

Auch in architektonischer Hinsicht kann der Bahnhof als außergewöhnlich bezeichnet werden. Einen zweckmäßigen, aber gesichtslosen Neubau hatte die Stadt Winterberg früh konzeptionell ausgeschlossen – entstanden ist ein identifikationsstiftendes, neues Eingangsportal zur Stadt mit abstrahierter Skisprungschanze auf dem Dach. Es sei kein Wunder, dass sich hier ein neues Stadtviertel entwickelt. „So wächst der Bahnhof aus seiner Randlage in die Stadt hinein. Besser geht es nicht.“

EmpfangsgebäudePaket NRW
Zum Hintergrund: Im Rahmen des ersten EmpfangsgebäudePaketes NRW, das 2003 zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Bahn vereinbart wurde, hatte die BEG NRW erreichen können, dass das stark instandsetzungsbedürftige Bahnhofsgebäude aus einem Immobilienportfolio herausgenommen wurde, das bereits für einen international agierenden Fonds vorgesehen war. Auf diesem Wege ließ sich die Einflussnahme der Stadt auf die weitere Entwicklung des Areals erreichen. Nach dem kommunalen (Zwischen-)Erwerb des prägnanten Objekts wurde die ökonomische Vorzugsvariante „Abriss und Neubau“ verfolgt und mit Hilfe von Städtebauförderungsmitteln, städtischem Eigenanteil sowie eines engagierten und visionären Investoren- und Architekten-Ehepaars finanziert und realisiert.

Die heute angrenzende Mischgebietsentwicklung schließt auch die Verbindungachse zwischen dem neuen Bahnhof und dem Einkaufszentrum „Hohe Pforte“ funktional. Diese „Nahversorgungspforte“ zur Innenstadt ist ebenfalls durch umfangreiche Neugestaltungen von Bahnflächen entstanden (wie berichtet).

Kooperation zählt
Der Vorstandsvorsitzende von DB Station&Service, Bernd Koch, lobte das Engagement aller Beteiligten vor der Presse: „Als Betreiber von rund 5.400 Bahnhöfen freuen wir uns sehr über die gelungene Zusammenarbeit, auch bei der Entwicklung des Bahnhofsumfeldes.“ Jury-Mitglied Andreas Geißler ergänzt: „In 15 Jahren ist die Jury immer wieder darauf gestoßen, dass ein stimmiges Konzept vor Ort entscheidend für den Sieg ist. Überall, wo das Land, Städte, Gemeinden und die Bahn mit Herzblut zusammenarbeiten, entsteht früher oder später ein Kundenliebling.“

Die Jury des Wettbewerbs besteht aus Vertretern des Fahrgastverbandes Pro Bahn, dem Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem ACE Auto Club Europa, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und der Allianz pro Schiene, begleitet von Verkehrsexperten des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) und der Kooperation „Fahrtziel Natur“.

Umfeld mit Strahlkraft
Die Jury hebt auch die Bedeutung des attraktiven Bahnhofumfeldes hervor - mit einem tollen Plädoyer für die gesamthafte und integrierende Bahnhofsentwicklung, welches die BEG nur teilen kann:

"Die Bahnsteiganlagen sind ebenfalls weit über dem Standardniveau: Wanderer und Radfahrer finden einen Schließfachanlage für überschüssiges Gepäck, Aufladestationen für ihre E-Bikes und einen integrierten Bahn-Bussteig, der dem Experten verrät, dass hier die Stadt bei der Planung kräftig mitgemischt und hervorragend mit der Deutschen Bahn zusammengearbeitet hat. Diesen Eindruck bestätigt die sorgfältige Ausschilderung der Bahnhofsumgebung in die Stadt und ins Bergland.

Und dass der Bahnhof eigentlich mit einer misslichen Randlage zu kämpfen hat? Sogar dieses Hemmnis könnte der Neubau heilen: Die Stadt plant mit dem Bahnhof Winterberg einen Lückenschluss und zahlreiche Braukräne beweisen, dass auf ehemaligen Brachflächen zwischen Stadt und Bahnhof gerade ein neues Stadtzentrum mit Wohnungen, Gewerbe und Geschäften wächst. Kein Zweifel: Der Bahnhof Winterberg erschließt sich gerade sein eigenes Umfeld.“

Die gesamte Würdigung der Jury und weiteres Bildmaterial finden sich auf auf der Homepage der Allianz pro Schiene. [zur BEG-Startseite]

Indische Delegation gewinnt Einblicke in nordrhein-westfälische Stadt- und Regionalplanung

„Successful Cooperation For Regional Land Use Planning“ (oder "Erfolgreiche Kooperation in der Flächennutzungsplanung") ist der Titel der von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) initiierten, einwöchigen Studienreise einer indischen Delegation, bestehend aus Entscheidungsträgern der Stadt- und Regionalplanung in Odisha und Tamil Nadu. 

Auf Anfrage der Bezirksregierung Düsseldorf führten BEG-Projektleiter Klaus-Dieter Büttner und André Stangier durch das englischsprachige Programm zum Thema 6 Seen Wedau. Neben Stationen in Düsseldorf, Stuttgart (Stuttgart 21) und Frankfurt (Unternehmenssitz der GIZ in Eschborn) stand auch ein Besuch der Projektfläche von 6 Seen Wedau in Duisburg mit anschließendem Vortrag auf Zeche Zollverein in Essen auf dem Programm. 

Zumindest die deutschen Teilnehmer der Exkursion waren froh, bei deutlich über 30 Grad die rund 90 Hektar große Projektfläche in Duisburg-Wedau vom klimatisierten Bus aus besichtigen zu können - die indischen Gäste sind unterdessen weitaus höhere Temperaturen gewöhnt. Auf den von Projektleiter André Stangier gehaltenen Vortrag auf Zeche Zollverein folgten zunächst hauptsächlich Fragen zum Thema Ver- und Entsorgung des zukünftig zum größten Teil für Wohnzwecke genutzten Areals – sicherlich nicht verwunderlich angesichts der Probleme eines der bevölkerungsreichsten Staaten der Welt. Die rasant wachsenden indischen Metropolen verzehren zumeist in großem Umfang die knappen Ressourcen Fläche, Grundwasser und Energie und tragen zugleich überproportional zu Luftverschmutzung, Wasservergiftung und Abfallproduktion bei. Dementsprechend sind - angesichts des enormen Bevölkerungswachstums und des rasanten Flächenverbrauchs - die Wasserversorgung und Abwasserbehandlung besonders dringliche Herausforderungen indischer Kommunen. 

Aber auch Themen wie Soziale Infrastruktur, Zielgruppen und Nutzungsstrukturen wurden von den Gästen aus Indien hinterfragt. Die Projektleiter der BEG wiesen wiederum auf die aus ihrer Sicht große Bedeutung der Kooperationen und interdisziplinären Abstimmungen, insbesondere auch hinsichtlich der regionalplanerischen Belange sowie auf ihre Rolle als Moderator und Mediator im Rahmen des gesamten Planungsprozesses hin. 

Aufgrund des ambitionierten Zeitplans der Reisegruppe blieb keine Zeit für detailliertere Diskussionen – Delegation und Veranstalter, deren Erwartungen trotz des engen Zeitfensters voll erfüllt wurden, bedankten sich für den kompakten und informativen Einblick in das Großprojekt 6 Seen Wedau. [zur BEG-Startseite]

Wewole-Stiftung erwirbt das Empfangsgebäude in Castrop-Rauxel

Foto: Miksch Rücker Architekten
Die wewole-Stiftung aus Herne, eine der größten Teilhabeanbieterinnen der Region für Menschen mit Behinderungen in Herne und Castrop-Rauxel, ist neue Eigentümerin des Empfangsgebäudes am Bahnhof Castrop-Rauxel. Das Sozialunternehmen will in dem Gebäude einen Kiosk und ein Café betreiben. Die Stiftung organisiert zeitgemäße Unterstützungsangebote mit dem Ziel, Menschen mit Behinderungen selbstbestimmtes Arbeiten, Wohnen und Leben zu ermöglichen. 

Am Mittwoch, 25. Juli 2018, unterzeichneten Rochus Wellenbrock, Vorstandsvorsitzender der wewole Stiftung und Geschäftsführer der wewole werken gGmbH, und Carsten Kirchhoff, Projektleiter der BEG NRW, den Kaufvertrag für die Immobilie vor der Notarin Elke Breilmann in Castrop-Rauxel. Die Umsetzung des Kaufvertrags findet in den nächsten Wochen statt. Der voraussichtliche Besitzübergang für das Empfangsgebäude wird Ende September 2018 sein. "Wir freuen uns, dass wir die Stadt, die DB und die BEG für unsere Pläne gewinnen konnten und den Zuschlag erhalten haben", so Stiftungsgeschäftsführer Rochus Wellenbrock.

Die BEG hat gemeinsam mit der DB Station&Service AG und der Stadt Castrop-Rauxel ein Begutachtungsverfahren zur Bausubstanz und zum Verkehrswert des Gebäudes durchgeführt. Der nun erfolgte Verkauf des Gebäudes der DB Station&Service AG über die BEG an die Stiftung erfolgte insofern mit ausdrücklicher Zustimmung der Stadt Castrop-Rauxel. Über den Verkauf und das geplante Umbau- und Nutzungskonzept werden die wewole Stiftung, die DB Station&Service AG, die BEG und die Stadt Castrop-Rauxel im Rahmen eines gemeinsamen Übergabe- und Pressetermins Anfang Oktober 2018 ausführlich informieren. [zur BEG-Startseite]

Bagger und Sondierungen am Hauptbahnhof Münster-Ostseite

Am östlichen Ausgang des Münsteraner Hauptbahnhofs (wie berichtet, vgl. 04/2017) könnte man dieser Tage den Eindruck gewinnen, es gehe nicht wirklich vorwärts. Der Bereich der zukünftigen Baugrube ist noch immer eingezäunt, die Fläche liegt seit Längerem ohne erkennbare Veränderung da. Dieser Eindruck täuscht jedoch – denn vor allem die Bodensondierungen sind in vollem Gange. 

Aufgrund eines so genannten Kampfmittelverdachtspunktes in der Nähe der zukünftig bebauten Fläche besteht weiterer Erkundungsbedarf, was wiederum bedeutet, dass auch im Norden der Projektfläche außerhalb des eigentlichen Baugrundstückes umfangreiche Sondierungen durchgeführt werden müssen. Betroffen sind der Gleis- und Böschungsbereich sowie auch die Personenunterführung. Für die Sondierungen im Böschungsbereich mussten Rampen gebaut und sogar Fahrleitungsmasten versetzt werden. Der nördliche Bahnhofstunnel muss für die Dauer der Sondierungen weiterhin gesperrt bleiben. Momentan werden in der Personenunterführung selbst Bohrungen vorbereitet – und wie es der Zufall will, sind Fahrkartenautomaten und Informationsanzeige nun auch direkt von erforderlichen Bohrungen betroffen, was die Sache nicht vereinfacht und den Zeitplan dementsprechend verzögern kann. Hier kooperieren die beteiligten Stellen aber sehr gut, so dass auch diese Hürde bald aus dem Weg geschafft sein wird. 

Das Freistellungsverfahren (Freistellung von Bahnbetriebszwecken nach §23 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG)) durch das Eisenbahnbundesamt (EBA), mit dem die Stadt förmlich die Planungshoheit über das Baufeld erhält, steht derweil kurz vor dem Abschluss. 

In den nächsten Jahren entsteht eine Neubebauung auf dem Bremer Platz, auf der Teilfläche zwischen den Gleisen und der Bremer Straße. Im neuen Gebäudekomplex, bestehend aus drei Baukörpern, die über ein sogenanntes Flugdach verbunden sind, sollen unter anderem ein Hotel, Appartements, Studentenwohnungen, Gastronomieangebote und ein Supermarkt untergebracht werden. Im nördlichen Teil ist eine neue Fahrradstation mit über 2.000 öffentlichen Stellplätzen geplant. [zur BEG-Startseite]

BAULANDPORTAL NRW: Online-Lotse und Beratungs-Hotline zu Fördermöglichkeiten der Baulandmobilisierung in Nordrhein-Westfalen ist gestartet!

Startseite Baulandportal NRW
Welche Förderangebote gibt es in Nordrhein-Westfalen für Städte und Gemeinden, um Bauland bedarfsgerecht zu mobilisieren? Gibt es auch Unterstützungsmöglichkeiten für private Eigentümer? Wer ist der richtige Ansprechpartner, wenn es um erste Standortprüfungen geht, wenn Bodenuntersuchungen erforderlich sind, wenn Fragen der städtebaulichen Kalkulation oder der Projektfinanzierung bestehen? Wer hat den Überblick und wer kann den gesamten Mobilisierungsprozess begleiten?

Für Antworten auf diese und andere Fragen haben das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG), die NRW.URBAN, die BEG NRW, die NRW.BANK, der AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung und das Forum Baulandmanagement das neue Internetangebot www.baulandportal.nrw initiiert. Übersichtlich strukturiert führen filterbare Förder-Steckbriefe Städte, Gemeinden und Grundstückseigentümer zum passenden Unterstützungsangebot. Konkrete Praxisbeispiele und ein FAQ-Bereich veranschaulichen konkrete Anwendungsfälle und geben Hinweise zur Verzahnung der Instrumente untereinander. Für individuelle und standortbezogene Fragestellungen steht ab sofort eine zentrale Auskunftsstelle für alle Städte, Gemeinden und Grundstückseigentümer in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Die kostenfreie Kurzberatung kann telefonisch oder per E-Mail in Anspruch genommen werden. 

Zum Hintergrund: Das Baulandportal NRW will den Dialog organisieren – zwischen denen, die Unterstützung suchen und denen, die sie anbieten. Das Angebot ist insofern als Verstetigung der Bauland-Dialoge NRW zu verstehen, zu denen das MHKBG NRW mit seinen Tochtergesellschaften und Mobilisierungspartnern bereits zweimal eingeladen haben. Der Flächenpool NRW betreut das Baulandportal NRW; er ist das koordinierende, zentrale Instrument zur Unterstützung komplexer Flächenaktivierungen des MHKBG, durchgeführt von NRW.URBAN und BEG NRW.

Weitere Informationen unter: www.baulandportal.nrw  [zur BEG-Startseite]

Ministerin Scharrenbach: Landesregierung setzt neue Initiative für mehr Bauland auf die Schiene / Presseinformation des MHKBG

Die BEG NRW wird landesweit streckenbezogenene Baulandgespräche federführend und in enger Abstimmung mit dem Ministerium umsetzen. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit
  
Die Landesregierung hat die Initiative „Bauland an der Schiene“ beschlossen. Damit legt die Landesregierung ein besonderes und konkretes Augenmerk auf die gezielte Entwicklung von bezahlbarem Bauland im Einzugsbereich von Haltestellen des schienengebundenen Personennahverkehrs und setzt ein zentrales Ziel des Koalitionsvertrages um. „Unser Ansatz ist neu, konkret und wirksam. Wir bringen Fahrt in die Baulandentwicklung. Das wirkt vor allem in den überhitzten Wohnungsmärkten der Ballungsregionen, die wir damit entlasten. Unser Augenmerk gilt allen Haltepunkten an den Bahnlinien, die aus den Ballungsregionen ins Umland führen“, sagt Ministerin Scharrenbach zur neuen Initiative.
„Wir scheuen keinen Aufwand und suchen den Umkreis jedes einzelnen Haltepunktes ab. Dies machen wir im kleinsten Raster, Fläche für Fläche, gemeinsam mit den Kommunen, den Bezirksregierungen und weiteren beteiligten Behörden. Die Frage wird jeweils konkret sein, ob und wie man diese Fläche entwickeln kann und was die Gesprächspartner dazu beitragen können“, so die Ministerin weiter.
Die Initiative wird zudem die Attraktivität der Schienenstrecken als Anbindung an die Zentren steigern. „Mehr Fahrgäste in der Bahn bedeuten weniger Pendlerverkehr auf den Autobahnen. Parallel steigt durch mehr Fahrgäste die Wirtschaftlichkeit des Bahnverkehrs“, betont Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Dr. Jan Heinisch. Deswegen sei die Initiative auch eng mit der Bahn AG und dem Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen verzahnt.
Die Landesinitiative „Bauland an der Schiene“ besteht aus einem zweistufigen Angebot an die Anliegerkommunen von Haltepunkten des schienengebundenen Personennahverkehrs (SPNV):
  • Durchführung haltestellenbezogener „Baulandgespräche“. In die „Baulandgespräche“ werden neben den Kommunen als weitere Akteure die Verkehrsverbünde, Dienststellen der Bahn AG, die Regionalplanungsbehörden und weitere Behörden einbezogen.
  • Entwicklung integrierender Rahmenplanungen für geeignete Standorte abhängig von den Gesprächsergebnissen in unmittelbarer Abstimmung mit und unter Beteiligung der jeweiligen Kommune und Einbindung aller relevanten Akteure.
Die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW wird die streckenbezogenen Baulandgespräche federführend und in enger Abstimmung mit dem Ministerium umsetzen.
Nähere Informationen zum Ablauf der Mobilisierungsgespräche werden in Kürze auf der Homepage der BEG NRW veröffentlicht. [zur BEG-Startseite]

Wie in NRW auf Bahnflächen Radwege und Bibliotheken entstehen...

Waggonbrücke an der Niederbergbahn, Heiligenhaus
...erläutert ein DB-Welt Artikel über die enge Zusammenarbeit von DB Immobilien und BEG NRW sehr anschaulich am Beispiel Heiligenhaus, Warburg (Westf.) und Duisburg-Wedau.

Zum Nachlesen: Ganzer Artikel (PDF)

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Weltmeisterliches Engagement, Teil 3: Radrennen im Münsterland

Bewegung, Teambuilding und Projektfortschrittsbetrachtung in einem: Das war der diesjährige BEG-Betriebsausflug per Pedelec und Tandem durch das westliche Münsterland.

Die pittoresken Raststationen des Ausflugtages sind eng mit der Historie der BEG verbunden: So begleiteten heutige BEG'ler den Besitzübergang des vereinsgetragenen, ansprechend hergerichteten  Kulturbahnhofs Billerbeck vor über 15 Jahren seitens Städtebauministerium und DB Immobilien im Rahmen des 100-Bahnhöfe-Programms. Am Generationenbahnhof Darfeld ist durch außergewöhnliches hohes ehrenamtliches Engagement gepaart mit viel Förder-KnowHow und Beratung ein Highlight an der Radbahn Münsterland entstanden, inklusive Café, Veranstaltungssaal, Naherholungs-"Vorplatz" und -Nebengebäuden. Die Radbahn wiederum gilt mit ihren 40 Kilometern von Coesfeld bis Rheine als längster Alleenradweg NRWs und hat alle Teilnehmer durch Fahrkomfort und landschaftliche Attraktivität begeistert. Einblick gewährte diese Route zudem auf einen aktuellen Projektstandort des Flächenpool NRW in Rosendahl sowie in ein "erfrischendes" Regionale-Förderprojekt an dem Bachlauf der Berkel im Schlosspark Coesfeld.

Die Projektpartner, die dankenswerterweise zur Erläuterung einiger Projekthintergründe in Billerbeck, Rosendahl und Coesfeld zur Verfügung standen, sparten auch nach teils großem zeitlichen Abstand nicht mit Lob für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der BEG und deren projektermöglichende Unterstützung - und sorgten so für besonders motivierte Stimmung beim abendlichen Ausklang im Coesfelder Stephanus-Brauhaus. [zur BEG-Startseite]

Weltmeisterliches Engagement, Teil 2: Firmenrennen in Essen


Neben dem absoluten Teilnehmerrekord beim diesjährigen Innogy-Firmenlauf am 13.06.2018, war auch die BEG mit elf Läufern zahlreicher vertreten denn je. Die Luft nach oben spornt uns weiter an - ein großes Dankeschön an die Organisatoren und Antreiber! [zur BEG-Startseite]

Weltmeisterliches Engagement, Teil 1: Entenrennen in Duisburg

Entenrennen beim Drachenbootfest Duisburg,
organisiert vom Verein für Köper- und Mehrfachbehinderte e.V.
Das VKM-Entenrennen ist eine außergewöhnliche Benefizlotterie zugunsten der Arbeit für und mit Kindern und Erwachsenen mit Behinderung und fand inzwischen zum 8. Mal statt. Mit den Erlösen können Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam Ferien machen, Ausflüge verbringen oder an Projektwochen teilnehmen. Jedes Los gehört zu einem Renn-Entchen; mehr als 5.000 schwimmen im Innenhafen auf einer leichten Strömung um die Wette - viele darunter werden traditionell von den BEG'lern angeheuert.  [zur BEG-Startseite]

Turmbau zu Dülmen: Fraktionenübergreifender Konsens zu Bahnhofsplänen

Ein Turmbahnhof oder auch Etagenbahnhof stellt mit übereinanderliegenden Ebenen die Verbindung zwischen sich kreuzenden Eisenbahnstrecken her. Diese Bauform wurde in den Anfängen der Eisenbahn gewählt, damit sich Strecken konkurrierender Eisenbahngesellschaften auf getrennten Ebenen begegnen konnten. In NRW befinden sich noch zwei Turmbahnhöfe in Betrieb: In Köln (Messe-Deutz) und in Dülmen.

Was eisenbahnhistorisch spannend klingt, macht es heute stadt- und fachplanerisch umso interessanter. Mit der Aufnahme der Stadt Dülmen in das dritte EmpfangsgebäudePaket NRW sowie der voraussichtlichen Aufnahme in das europäische Strukturförderprogramm "Kommunaler Klimaschutz NRW" eröffneten sich für die Stadt ein neue Ansätze und Unterstützungswege rund um die komplexen Herausforderungen am Bahnhof:  Neugestaltung barrierefreier Wegeverbindungen zwischen den Gleisebenen, Erneuerung des  Empfangsgebäudes und der Vorplatzgestaltung, Bau eines Fahrradparkhaus und einer Park&Ride-Anlage.

BEG-Projektleiterin Susanne Huhn klärte dazu alle Rahmenbedingungen, koordinierte die Untersuchung der technischen Belange, beauftragte Verkehrswertermittlung und Rahmenplanung; Hand in Hand führte die Stadt einen begleitenden Bürgerworkshop durch, in dem neben viel Zustimmung zu den Neugestaltungs-Vorschlägen auch zahlreiche Anregungen eingesammelt wurden. Daraus entwickelte sich ein Planungszenario, bei dem der Vorplatz zu einer leicht schiefen Ebene wird. Über die gesamte Länge würde ein Höhenunterschied von 2,80m ausgeglichen und es verblieben nur noch 80 cm Niveauunterschied, die mit kleineren Rampen zu überbücken wären. All` dieses wäre mit einem als barrierefrei geltenden Gefälle zu bewältigen. Unter anderem diese  originelle Variante präsentierte BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz schließlich im Bau- und Umweltausschuss der Stadt. Das schlüssige Gesamtkonzept erntete fraktionenübergreifende Anerkennung und so schloss sich auch der Rat kurz darauf dem einstimmigen Votum des Ausschusses an. Positiv wurde auch aufgenommen, dass für die die Hälfte des rund 10 Millionen Euro umfassenden Gesamt-Investitionsvolumens Fördermittel in Aussicht stehen.

Bürgermeisterin Lisa Stremlau kommentierte das einstimmige Votum mit den Worten: „Das ist ein sehr schönes Signal. Es ist ja selten, dass wir uns so einig sind.“

[Aktuell dazu: Video-Clip "Neugestaltung Bahnhof Dülmen", Verein für Medienarbeit e.V., youtube.de]  [zur BEG-Startseite]

„Bahnhof.Mobilität.Detmold.“ nimmt weiter Gestalt an

Die nächste Umsetzungsstufe der integrierten Gesamtentwicklung am Bahnhof Detmold startet mit einem Spatenstich im Bahnhofsumfeld. Dazu hat die Stadt Detmold folgende Presseinformation herausgegeben:
Detmold, 28.05.2018. Pünktlich zum offiziellen Spatenstich auf dem ehemaligen Güterbahnhof öffnete der Himmel seine Schleusen. Das tat der Freude über den Start zum nächsten Schritt im Rahmen des Projektes "Bahnhof.Mobilität.Detmold" jedoch keinen Abbruch. Nach der Sanierung des Bahnhofgebäudes, der Modernisierung des Bahnhofvorplatzes und des Busbahnhofes inclusive neuer Radabstellmöglichkeiten, geht es jetzt "hinter oder vor dem Bahnhof weiter - je nach Sichtweise", wie Bürgermeister Rainer Heller schmunzelnd in seiner Begrüßung zum symbolischen Spatenstich betonte.

Rund 6 Millionen Euro fließen bis 2021 in das geplante Großprojekt, das eine Park & Ride-Anlage und den Durchstich vom Bahnhof zum Kronenplatz vorsieht. Das gesamte Quartier rund um den Kronenplatz soll dabei aufgewertet und näher an die Innenstadt angebunden werden. Gestartet wird mit der Park & Ride-Anlage auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes und einer provisorischen Brücke als Verbindung zum Bahnhof. Ein Großteil der Kosten wird durch Fördermittel gedeckt, so zum Beispiel vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). NWL-Verbandsvorsteher Dr. Ulrich Conradi überbrachte persönlich den Förderbescheid: "Der Bahnhof Detmold ist eine wichtige Drehscheibe im regionalen Nahverkehr in OWL, daher freuen wir uns, mit der heutigen Förderung von rund 4,6 Millionen Euro für den Bau einer Park & Ride-Anlage samt Tunneldurchstich entscheidend zu einer weiteren Optimierung dieser zentralen Verkehrsstation beitragen zu können."

Martin Nowosad von der DB Station &Service hatte einen dicken Aktenordner mit den Plangenehmigungen für den Technischen Beigeordneten Thomas Lammering im Gepäck und dankte den städtischen Verantwortlichen für ihr Engagement, den öffentlichen Nahverkehr so nachhaltig zu stärken. Zeitgleich zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes werden die Stadtwerke Detmold den Bau ihres geplanten 26,50 m hohen Wärmespeicherturms am Ausgang der Unterführung zum Kronenplatz beginnen. Im ersten Bauabschnitt wird zunächst eine Stützmauer errichtet, bevor es dann Mitte 2019 an den eigentlichen Turmbau geht. Rund 2 Millionen Euro werden hier in den Bau, die farbliche Gestaltung und die Beleuchtung investiert.

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Vivawest-Marathon: Zwei BEG-Firmenstaffeln erlaufen Industriekultur und Projektkulissen

„So eine Hitze zu erleben, das habe ich noch nie gemacht und es war eine absolute Grenzerfahrung. Ich hatte das Gefühl, in einer Badewanne zu sein und dann noch mit Höchstleistung hätte schwimmen müssen." Das hätten die sieben BEG-Teilnehmer am diesjährigen Firmenstaffel-Lauf des Vivawest-Marathons auch nicht besser beschreiben können als  der hier zitierte Spitzenläufer Hendrik Pfeiffer. In schwül-heißer Luft stellte er am 27.05.2018 mit 1:12:47 h den neuen Guinness World Record für den schnellsten Halbmarathon im Businessanzug auf.

Er habe die Symbiose zwischen Sport und Beruf repräsentieren wollen - auch hier wussten die BEG'ler wovon er sprach, erkannten sie die Symbiose doch selbst laufend wieder: Die Strecke führte sie nicht nur an industriekulturellen Highlights vorbei, wie dem Welterbe Zollverein, der Zeche Nordstern und dem Bergweg Prosper Haniel, sondern auch an schönen Bahnflächen-Projektbeispielen, wie der Erzbahntrasse und dem Nordsternweg, sowie an dem ein oder anderen Baulandpotenzial auf gewerblich vorgenutzten Brachflächen.... Das nächste gemeinsame Sportevent mit voraussichtlich 12 BEG-Teilnehmern wird der ausgebuchte Innogy-Firmenlauf am 13.06. in Essen sein - Anfeuerer sind herzlich Willkommen!  [zur BEG-Startseite]

Duisburg: Zweite Brücke für "6 Seen Wedau" kommt

Lange war nicht sicher, ob - neben der geplanten Brücke im nördlichen Bereich der Projektfläche - eine zweite Überführung, die den Ortsteil Bissingheim mit dem neuen Baugebiet verbinden soll, realisiert werden  kann. Insbesondere die ungeklärte Finanzierung deutete lange darauf hin, dass ein zweites Brückenbauwerk nicht realisiert werden würde.

Jetzt steht fest: die zusätzliche Brücke wird gebaut! In einer gemeinsamen Pressemitteilung der DB AG, dem Projektteam 6 Seen Wedau und der BEG heißt es dazu:

Das Projekt 6-Seen-Wedau auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahn-Ausbesserungswerks in Duisburg-Wedau geht in die nächste Phase mit der Beschlussfassung zur Offenlage des Bebauungsplans „1061 II – Wedau“ und der Vorbereitung eines Satzungsbeschlusses durch den Rat der Stadt Duisburg. Ein offener Punkt war der Bau und die Finanzierung der südlichen Brücke „Ortsmitte“, die für die Bürger von Bissingheim und Wedau ein elementarer Bestandteil des Projektes ist und damit von besonderer Bedeutung. Hier können wir „grünes Licht“ geben:
Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling, DB Station&Service AG: „Ich freue mich, dass wir nach detaillierterer Planung dem Wunsch der Bürger entsprechen können, die Brücke von der Ortsmitte von Bissingheim zur Straße am See in Wedau aus dem Projekt 6 Seen Wedau zu finanzieren. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, dieses Leuchtturmprojekt zum Erfolg zu führen.“
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link erklärt: „6-Seen-Wedau ist ein unglaublich spannendes Projekt, das für unsere Stadt eine enorme Strahlkraft entfalten wird. Dass es uns gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft gelingt, mit dem Bau der südlichen Brücke einen Herzenswunsch aus der Bürgerschaft zu erfüllen, ist großartig. Mit dieser tollen Entwicklung wird 6-Seen-Wedau in den kommenden Wochen und Monaten weiter Fahrt aufnehmen.“ Auch Duisburgs Beigeordneter Carsten Tum ist froh über die Entscheidung der Bahn: „Die Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt, für das Gesamtprojekt bedeutet die südliche Brücke eine erhebliche städtebauliche Verbesserung für Bissingheim aber auch für 6-Seen-Wedau.“
Das Projekt 6-Seen-Wedau ist im Zeitplan und auf einem guten Weg: der Bebauungsplan soll im 1. Quartal 2019 rechtswirksam werden. Dann wird 2019 mit den Erschließungsmaßnahmen und der Vermarktung der 64,3 ha Südfläche begonnen werden.
Weitere Informationen unter www.6-seen-wedau.de.

Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen im Rahmen der „Allianz für die Fläche“ ausgelobt

Im Rahmen der "NRW-Allianz für die Fläche" loben das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung den Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2018 aus; die Teilnahme am Wettbewerb ist bis zum 16.07.2018 möglich.

Im Vordergrund des diesjährigen Wettbewerbs steht die Aufbereitung industriell vorbelasteter Brachflächen zur Schaffung neuer Flächen für Handwerk, Gewerbe und Industrie.

Der Landeswettbewerb richtet sich an Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände und kommunale Arbeitsgemeinschaften sowie an alle Akteure aus Wirtschaft, Handel, Logistik und Handwerk, private Kooperationen, Arbeitsgemeinschaften, Partnerschaften, wie z. B. Ingenieur- und Planungsbüros, Architekten, Landschaftsarchitekten, Projektentwickler, Stadtplaner, Grundstückseigentümer, Bauträger und Baufirmen.

Die „Allianz für die Fläche in Nordrhein-Westfalen“ ist 2006 vom damaligen Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet worden, um einen kontinuierlichen Dialog zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und einer nachhaltigen Flächenpolitik zwischen den vielfältigen Akteuren im Land zu initiieren. Das zentrale Gremium für diesen Dialog ist der Trägerkreis, in welchem ca. 30 Personen aus Ministerien, den Kommunalen Spitzenverbänden und Kommunen, Verbänden, Vereinigungen und Kammern, der Wirtschaft und der Wissenschaft sowie der wissenschaftlichen Politikberatung zusammenarbeiten; auch die BEG NRW ist Mitglied des Trägerkreises.

Weitere Informationen und vollständiger Auslobungstext: www.aav-nrw.de .  [zur BEG-Startseite]

Bauland an der Schiene: StS Heinisch kündigt Gespräche mit allen Städten und Gemeinden zur Siedlungsentwicklung an Haltepunkten des SPNV an

v.r.n.l.: Staatsekretär Dr. Jan Heinisch, MHKBG, Cornelia Zuschke, Beigeordnete der Stadt Düsseldorf, Thomas Lennertz, Geschäftsführer der BEG NRW, Jochen Kral, Beigeordneter der Stadt Ratingen, Ralf J. Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH
Die verfügbaren Baulandkapazitäten stehen vielerorts in keinem adäquaten Verhältnis mehr zum Nachfragedruck. Die konsequente Mobilisierung von Baulandpotenzialen an SPNV-Haltepunkten erfährt daher in der Fachwelt breite Zustimmung: Vorhandene Infrastruktur würde bestmöglich ausgenutzt, Pendlerströme von der Straße auf die Schiene gelenkt, Entwicklungsachsen zwischen Land und Stadt gestärkt, erforderliche Flächenentwicklung im Außenbereich auf verantwortbare Bereiche konzentriert. Die Herausforderungen und Chancen in der tatsächlichen Umsetzung solcher Projekte lassen sich aktuell an den Reaktivierungsbestrebungen zur Ratinger Weststrecke verfolgen: Daher nahm der BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz die Polis Convention 2018 zum Anlass, Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im MHKBG, sowie die Beigeordneten der Städte Düsseldorf, Duisburg und Ratingen zu einem öffentlichen Gespräch am „runden Tisch“ einzuladen. Quintessenz: Der Staatssekretär schlägt moderierte Gespräche mit allen Städten und Gemeinden, Bezirksregierungen und Nahverkehrsträgern über Baulandkapazitäten entlang der Schiene vor, um umsetzungsorientierte Lösungen für die Realisierung zusätzlicher Siedlungsflächen an ÖPNV-Achsen anzustoßen. Hier wisse er um den engen Schulterschluss mit dem Verkehrsministerium und dem Wirtschaftsministerium des Landes, dem auch die Landesplanung zugeordnet ist. Ideal sei auch die Verzahnung auf instrumenteller Ebene mit dem Bahnflächenpool NRW und dem Flächenpool NRW. 

Zum Hintergrund: Auch die landesweit derzeit größte Siedlungsentwicklung auf einer Bahnbrache, „6-Seen-Wedau“, setzt maßgeblich auf die Anbindung an einen späteren Haltepunkt. Die Städte Düsseldorf, Duisburg und Ratingen haben mit der „Wedauer Erklärung“ und einem Antrag zum ÖPNV-Bedarfsplan des Landes die feste Absicht bekundet, die stillgelegte „Ratinger Weststrecke“ zu reaktivieren und dort eine gezielte Baulandentwicklung zu verfolgen, so zum Beispiel am geplanten Haltepunkt Ratingen-Lintdorf. Die Belastungsgrenze der Straßeninfrastruktur im Ballungsraum Rhein-Ruhr scheint erreicht, selbst auf dem Weg zum RRX stünde selbst ein Pendlerbus im Stau. Die Wirtschaftlichkeit eines Haltepunkts für den Nahverkehrsträger korreliert indes unmittelbar mit den Fahrgastzahlen

Gemeinsames Fazit: Haltepunkt-Nähe avanciert für die Ausweisung neuer Baugebiete zum zentralen Standortfaktor. Erfolg wird möglich, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen. Verzahnt mit den Handelnden der kommunalen und regionalen Planung einerseits und der Infrastrukturplanung und -förderung andererseits besteht in NRW jetzt eine besondere Chance, gemeinsam getragene Lösungswege zu finden und zu verabreden. [zur BEG-Startseite]

Flächenpool NRW-Projekt in der Gemeinde Recke: Der Abschied vom Sanobub wird zum Neuanfang

Drei Akteure, ein Ziel: Dr. Volker Schick, DMK-Werksleiter, Bürgermeister Eckard Kellermeier und André Stangier vom Flächenpool NRW
Als die DMK Ice Cream GmbH bekannt gab, dass sie ihren Standort im westfälischen Recke Ende des Jahres 2015 schließen würde, führte das zu einer großen Betroffenheit in der rund 11.500 Einwohner zählenden Gemeinde. „Nicht nur der Verlust eines wichtigen Arbeitgebers drohte, auch die Vorstellung, dass die innerstädtisch liegende Eiskremfabrik brachfallen würde, bereitete uns Kopfzerbrechen“, schildert Bürgermeister Eckhard Kellermeier. Rund 120 Festangestellten und circa 70 Saisonarbeitern bot das seit vielen Jahrzehnten in Recke ansässige Werk Beschäftigung. Sie produzierten in Recke Eis für verschiedene Kunden des Lebensmitteleinzelhandels in früheren Zeiten auch unter der Marke „Sanobub“ – an dem Standort auf einer Grundfläche von rund einem Hektar mitten im Ort.

Integrierte Lage macht Expansion unmöglich
 „Die Muttergesellschaft DMK Deutsches Milchkontor GmbH ist ein europaweit führender Hersteller von milchbasierten Produkten und beschäftigt an 26 Standorten in zehn Bundesländern 7.500 Mitarbeiter. Unsere Wirtschaftlichkeitsberechnungen ergaben, dass nur eine Modernisierung und gleichzeitige Expansion den Standort Recke wieder in die Gewinnzone bringen würde. Da aber aufgrund der integrierten Lage keine Erweiterung möglich war, mussten wir uns für eine Schließung entscheiden“, erläutert Dr. Volker Schick, DMK-Werksleiter in Recke. Die DMK konnte fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an andere Arbeitgeber in der Region vermitteln. Viele fanden im DMK Schwester-Werk Georgsmarienhütte eine neue Heimat oder wechselten zu dem Osnabrücker Unternehmen Coppenrath & Wiese KG. Dr. Volker Schick: „Uns lag andererseits auch am Herzen, in der Stadt keine Brache zu hinterlassen.“ Doch die Suche nach Käufern oder neuen Nutzern für die Fabrik blieb erfolglos. Gemeinsame Überlegungen, ob ein Ankauf des Geländes durch die Kommune möglich sei, warfen zahlreiche Fragen auf. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen in Recke dafür, Unterstützung beim Flächenpool NRW zu beantragen. Bis zu einem möglichen Ankauf von Grundstück und Gebäuden durch die Gemeinde erklärte sich die DMK bereit, das Gelände und die Gebäude zu sichern und zu pflegen. 

Kooperative Vertragspartner
André Stangier, Projektleiter für den Flächenpool NRW, Standort Essen bei der BEG NRW, berichtet:
„Die Gemeinde Recke war eine der ersten Kommunen, die die Möglichkeit nutzten, einen Einzelstandort für den Flächenpool NRW zu melden."
Im April 2017 startete das Verfahren, rund ein Jahr später stehen alle Kooperationspartner kurz vor der Übergabe des Produktionsstandortes an die Gemeinde. Erste Planungsszenarien für eine Nachnutzung wurden bereits entwickelt, der Weg für Detailplanungen ist bereitet. „Unser Team ist hier in Recke auf zwei sehr kooperative Vertragspartner gestoßen“, berichtet André Stangier: „Wir haben einen Eigentümer, der sich auch nach der Standortaufgabe weiter intensiv und verantwortungsbewusst um seine Liegenschaft kümmert und eine engagierte Gemeinde, die dem Standort die nötige Priorität gibt und bereits einen langjährigen, offenen Austausch mit dem Eigentümer pflegt.“ Die Tätigkeit des Flächenpool-Teams konzentrierte sich in diesem Fall demnach weniger darauf, Konflikte moderativ zu lösen, sondern die Gemeinde vor einer großen Gewerbebrache im Herzen der Stadt zu bewahren, in guter Kooperation aller Beteiligten. Die Experten berieten bei der Festlegung der Kaufpreisspanne, plausibilisierten die von der DMK vorgelegten Boden- und Baugutachten, führten eine Risikoanalyse durch und ermittelten die Potenziale für eine zeitnahe Nachnutzung. Eine gewerbliche Nachnutzung wurde aufgrund der herangerückten Wohnbebauung schnell verworfen, während die Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel bereits durch mehrere Verträglichkeitsstudien ausgeschlossen werden konnte. 

Platz für neue Wohnkonzepte 
Eckhard Kellermeier: „Natürlich hätten wir gern wieder mehr Arbeitsplätze hier vor Ort. Recke ist eine Auspendlerkommune, von den 53 Quadratkilometern, die zum Stadtgebiet gehören, werden rund 75 Prozent landwirtschaftlich genutzt.“ Doch betritt man das Werksgelände, wird schnell klar, dass die Möglichkeiten einer modernen gewerblichen Nutzung eingeschränkt sind. So wird die Gemeinde mit großer Wahrscheinlichkeit ein neues innerstädtisches Wohnquartier auf dem Gelände entwickeln, das sich harmonisch in die direkt angrenzende Ein- und Mehrfamilienhausbebauung einfügt. Erste städtebauliche Planungen hat der Flächenpool NRW bereits entworfen und mit den Beteiligten diskutiert. Im Anschluss an den Eigentümerwechsel wird der Flächenpool NRW gemeinsam mit der Gemeinde in die Detailplanung einsteigen, konkrete weitere Maßnahmen definieren und die Zeitschiene der Umsetzung festlegen.
 Eckhard Kellermeier: „Es ist nach wie vor ein Risiko als Gemeinde, die leider finanziell nicht besonders gut ausgestattet ist, einen solchen Standort zu übernehmen. Wir fühlen uns durch den Flächenpool NRW aber so gut vorbereitet und unterstützt, dass die Chancen überwiegen, ein attraktives neues Quartier in Recke gestalten zu können."
Der Flächenpool NRW ist ein Angebot des Landes NRW, durchgeführt von NRW.URBAN und BEG NRW. [zum Flächenpool NRW] [zur BEG-Startseite]

„Zwischen Flut und Erlebnis“ – Zweitägige Veranstaltung zum Einfluss des Wassers in und auf die Stadt

Exkursionsteilnehmer an der Pader, (c) Netzwerk Innenstadt NRW
Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am 10. und 11. April die 9. Tagung des Netzwerk Innenstadt NRW in Paderborn besucht und damit eindrucksvoll die Aktualität des Themas belegt. Eine hohe Praxisrelevanz sieht auch Teilnehmer und BEG-Geschäftsführer Volker Nicolaus: "Das Thema Wasser gilt es bei jeder integrierten Planung und verantwortungsvollen  Projektentwicklung  zu berücksichtigen -  hinsichtlich  der stadträumlichen Nutzung seiner Vorzüge aber auch hinsichtlich des Umgangs mit steigenden Starkregen- und Hochwasserwahrscheinlichkeiten. Auch in die Rahmen- und Detailplanungen zum großen Kooperationsprojekt 6 Seen Wedau von DB Immobilien und BEG NRW findet es umfassend Eingang."

Landesinitiative "Zukunft. Innenstadt. Nordrhein-Westfalen"

Eröffnet wurde die Tagung seitens der zuständigen Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein Westfalen, Ina Scharrenbach. In einer Pressemitteilung führt der Veranstalter dazu aus: In ihren Leitgedanken zur Stadtentwicklungspolitik in Nordrhein- Westfalen kündigte die Ministerin eine neue Landesinitiative Zukunft.Innenstadt.Nordrhein Westfalen an. Die wird von Partnern der kommunalen Familie, des Handels, der Wohnungswirtschaft, der Baukultur sowie vom Netzwerk Innenstadt und der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt und Ortskerne getragen. Unter dieser Dachmarke soll die Weiterentwicklung von Innenstädten, Stadtkernen und Ortszentren über die folgenden Jahre begleitet und fachlich qualifiziert werden. „Mir ist wichtig, die Kommunen bei der andauernden Transformation ihrer Zentren durch zielgerechte Städtebau und Wohnungspolitik zu unterstützen“, sagte die Ministerin. Außerdem griff sie das Thema der Tagung auf. „Im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung ist auch eine integrierte Betrachtungsweise des Themenfeldes Wasser erforderlich“, so Scharrenbach. Dies sei „ein wichtiger von zahlreichen Mosaiksteinen auf dem Weg zu lebenswerteren Städten in unserem Land“. Im Anschluss stellte Prof. Dr. Ing. Mathias Uhl (FH Münster) den historischen Wandel der Ressource Wasser dar.

Im weiteren Fokus standen zwei Themenfelder, die tiefergehend beleuchtet und diskutiert wurden: zunehmende Hochwasserereignisse in Innenstädten einerseits, die potenziell urbane Erlebnisqualität von Wasser andererseits. Zunehmende Starkregen und Hochwasserereignisse machten integrierte Wassermanagementkonzepte und eine wasserorientierte Stadtplanung erforderlich, so die Experten übereinstimmend. In den Innenstädten seien künftig sowohl bei Stadterneuerung wie Stadtumbau Maßnahmen zur Starkregenvorsorge, zum präventiven Hochwasserschutz und zum Hochwasserrisikomanagement zu berücksichtigen .

Am Nachmittag standen die gestalterischen Chancen des Wassers für Innenstädte im Mittelpunkt. Plätze mit Wasser, Uferpromenaden und Wasserspielplätze, so der Tenor, zeichnen sich durch einen hohen Freizeitwert aus und seien willkommene Naherholungs und Aufenthaltsräume, sie seien unverzichtbar für die Lebensqualität. Wasserflächen wirken im Sommer kühlend und beeinflussten somit das Stadtklima positiv. Bei der Gestaltung urbaner Stadträume mit Wasserarchitektur müssten zudem die Regenwassernutzung sowie die Energie, Kälte und Wärmegewinnung in den Fokus rücken. Abrundend konnten sich die Tagungsteilnehmer auf vier Exkursionen vor Ort über die Thematik informieren.

Auf der Tour nach Rheda Wiedenbrück und Lippstadt waren Hochwasserschutz , Renaturierung und Gestaltung an Ems und Lippe zu begutachten. Auf der zweiten Tour standen der Hochwasserschutz und die Renaturierung der Bega in Lemgo sowie die Entwicklung der historischen Altstadt mit der Salze in Bad Salzuflen im Vordergrund. Die Tour nach Bad Karlshafen und zum Weser Skywalk befasste sich mit der Weser und den gestalterischen wie funktionalen Möglichkeiten des Wassers. Tour 4 schließlich erkundete das Paderquellgebiet in Paderborn. [zum Netzwerk Innenstadt NRW] [zur BEG-Startseite]

Einladung zur Gesprächsrunde „Synergie durch Bauland am SPNV“ – 25.-26. April 2018, Messe Polis Convention

Besuchen Sie die BEG NRW auch in diesem Jahr wieder auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein-Westfalen (C.012)  auf der Stadtentwicklungsmesse Polis Convention 2018: Am 25. und 26. April 2018 in den Düsseldorfer Böhler-Hallen. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir in einen praxisnahen Diskurs zum Thema „Bauland am SPNV“ einsteigen und laden Sie herzlich zur Teilnahme an der Gesprächsrunde mit Staatssekretär Dr. Jan Heinisch und den Beigeordneten Cornelia Zuschke (Landeshauptstadt Düsseldorf), Carsten Tum (Stadt Duisburg) und Jochen Kral (Stadt Ratingen), moderiert von BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz, ein [E-Mail-Voranmeldung] !

Unter der Federführung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen präsentieren sich neben der BEG NRW die Landesgesellschaften NRW.URBAN und NRW.BANK, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW sowie der Altlastenverband AAV – mit dem gemeinsamen Credo „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. - Gemeinsam Land und Stadt gestalten.“

Auszug der Gesprächsrunden auf dem Gemeinschaftsstand NRW:

1. MESSETAG, 25. April 2018
  • 12.10 Uhr Synergie Bauland und SPNV: Planungen jetzt verbinden! mit Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, Beigeordnete Cornelia Zuschke, Landeshauptstadt Düsseldorf, Beigeordneter Carsten Tum, Stadt Duisburg, Beigeordneter Jochen Kral, Stadt Ratingen
  • 13.00 Uhr Neues vom Flächenpool NRW mit Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen 
  • 14.00 Uhr Kooperative Baulandentwicklung mit Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen
2. MESSETAG, 26. April 2018
  • 10.00 Uhr Standort-Check Wohnen - Beratung mit Voranmeldung
  • 10.30 Uhr Nachhaltige Flächenreaktivierung – Rolle und Möglichkeiten des AAV als Partner der Kommunen mit Thomas Buch, stellvertretender Abteilungsleiter, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW mit kommunale Verantwortlichen
  • 13.00 Uhr Regio.NRW-Call mit Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie und Dr. Jan Heinisch Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen
Alle Standpartner stehen selbstverständlich auch für individuelle Gesprächstermine zur Verfügung. Das Kongress-Rahmenprogramm und eine Übersicht aller Aussteller finden Sie unter www.polis-convention.com/programm . [zur BEG-Startseite]