Vivawest-Marathon: Zwei BEG-Firmenstaffeln erlaufen Industriekultur und Projektkulissen

„So eine Hitze zu erleben, das habe ich noch nie gemacht und es war eine absolute Grenzerfahrung. Ich hatte das Gefühl, in einer Badewanne zu sein und dann noch mit Höchstleistung hätte schwimmen müssen." Das hätten die sieben BEG-Teilnehmer am diesjährigen Firmenstaffel-Lauf des Vivawest-Marathons auch nicht besser beschreiben können als  der hier zitierte Spitzenläufer Hendrik Pfeiffer. In schwül-heißer Luft stellte er am 27.05.2018 mit 1:12:47 h den neuen Guinness World Record für den schnellsten Halbmarathon im Businessanzug auf.

Er habe die Symbiose zwischen Sport und Beruf repräsentieren wollen - auch hier wussten die BEG'ler wovon er sprach, erkannten sie die Symbiose doch selbst laufend wieder: Die Strecke führte sie nicht nur an industriekulturellen Highlights vorbei, wie dem Welterbe Zollverein, der Zeche Nordstern und dem Bergweg Prosper Haniel, sondern auch an schönen Bahnflächen-Projektbeispielen, wie der Erzbahntrasse und dem Nordsternweg, sowie an dem ein oder anderen Baulandpotenzial auf gewerblich vorgenutzten Brachflächen.... Das nächste gemeinsame Sportevent mit voraussichtlich 12 BEG-Teilnehmern wird der ausgebuchte Innogy-Firmenlauf am 13.06. in Essen sein - Anfeuerer sind herzlich Willkommen!  [zur BEG-Startseite]

Duisburg: Zweite Brücke für "6 Seen Wedau" kommt

Lange war nicht sicher, ob - neben der geplanten Brücke im nördlichen Bereich der Projektfläche - eine zweite Überführung, die den Ortsteil Bissingheim mit dem neuen Baugebiet verbinden soll, realisiert werden  kann. Insbesondere die ungeklärte Finanzierung deutete lange darauf hin, dass ein zweites Brückenbauwerk nicht realisiert werden würde.

Jetzt steht fest: die zusätzliche Brücke wird gebaut! In einer gemeinsamen Pressemitteilung der DB AG, dem Projektteam 6 Seen Wedau und der BEG heißt es dazu:

Das Projekt 6-Seen-Wedau auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahn-Ausbesserungswerks in Duisburg-Wedau geht in die nächste Phase mit der Beschlussfassung zur Offenlage des Bebauungsplans „1061 II – Wedau“ und der Vorbereitung eines Satzungsbeschlusses durch den Rat der Stadt Duisburg. Ein offener Punkt war der Bau und die Finanzierung der südlichen Brücke „Ortsmitte“, die für die Bürger von Bissingheim und Wedau ein elementarer Bestandteil des Projektes ist und damit von besonderer Bedeutung. Hier können wir „grünes Licht“ geben:
Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling, DB Station&Service AG: „Ich freue mich, dass wir nach detaillierterer Planung dem Wunsch der Bürger entsprechen können, die Brücke von der Ortsmitte von Bissingheim zur Straße am See in Wedau aus dem Projekt 6 Seen Wedau zu finanzieren. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, dieses Leuchtturmprojekt zum Erfolg zu führen.“
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link erklärt: „6-Seen-Wedau ist ein unglaublich spannendes Projekt, das für unsere Stadt eine enorme Strahlkraft entfalten wird. Dass es uns gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft gelingt, mit dem Bau der südlichen Brücke einen Herzenswunsch aus der Bürgerschaft zu erfüllen, ist großartig. Mit dieser tollen Entwicklung wird 6-Seen-Wedau in den kommenden Wochen und Monaten weiter Fahrt aufnehmen.“ Auch Duisburgs Beigeordneter Carsten Tum ist froh über die Entscheidung der Bahn: „Die Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt, für das Gesamtprojekt bedeutet die südliche Brücke eine erhebliche städtebauliche Verbesserung für Bissingheim aber auch für 6-Seen-Wedau.“
Das Projekt 6-Seen-Wedau ist im Zeitplan und auf einem guten Weg: der Bebauungsplan soll im 1. Quartal 2019 rechtswirksam werden. Dann wird 2019 mit den Erschließungsmaßnahmen und der Vermarktung der 64,3 ha Südfläche begonnen werden.
Weitere Informationen unter www.6-seen-wedau.de.

Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen im Rahmen der „Allianz für die Fläche“ ausgelobt

Im Rahmen der "NRW-Allianz für die Fläche" loben das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung den Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2018 aus; die Teilnahme am Wettbewerb ist bis zum 16.07.2018 möglich.

Im Vordergrund des diesjährigen Wettbewerbs steht die Aufbereitung industriell vorbelasteter Brachflächen zur Schaffung neuer Flächen für Handwerk, Gewerbe und Industrie.

Der Landeswettbewerb richtet sich an Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände und kommunale Arbeitsgemeinschaften sowie an alle Akteure aus Wirtschaft, Handel, Logistik und Handwerk, private Kooperationen, Arbeitsgemeinschaften, Partnerschaften, wie z. B. Ingenieur- und Planungsbüros, Architekten, Landschaftsarchitekten, Projektentwickler, Stadtplaner, Grundstückseigentümer, Bauträger und Baufirmen.

Die „Allianz für die Fläche in Nordrhein-Westfalen“ ist 2006 vom damaligen Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet worden, um einen kontinuierlichen Dialog zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und einer nachhaltigen Flächenpolitik zwischen den vielfältigen Akteuren im Land zu initiieren. Das zentrale Gremium für diesen Dialog ist der Trägerkreis, in welchem ca. 30 Personen aus Ministerien, den Kommunalen Spitzenverbänden und Kommunen, Verbänden, Vereinigungen und Kammern, der Wirtschaft und der Wissenschaft sowie der wissenschaftlichen Politikberatung zusammenarbeiten; auch die BEG NRW ist Mitglied des Trägerkreises.

Weitere Informationen und vollständiger Auslobungstext: www.aav-nrw.de .  [zur BEG-Startseite]

Bauland an der Schiene: StS Heinisch kündigt Gespräche mit allen Städten und Gemeinden zur Siedlungsentwicklung an Haltepunkten des SPNV an

v.r.n.l.: Staatsekretär Dr. Jan Heinisch, MHKBG, Cornelia Zuschke, Beigeordnete der Stadt Düsseldorf, Thomas Lennertz, Geschäftsführer der BEG NRW, Jochen Kral, Beigeordneter der Stadt Ratingen, Ralf J. Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH
Die verfügbaren Baulandkapazitäten stehen vielerorts in keinem adäquaten Verhältnis mehr zum Nachfragedruck. Die konsequente Mobilisierung von Baulandpotenzialen an SPNV-Haltepunkten erfährt daher in der Fachwelt breite Zustimmung: Vorhandene Infrastruktur würde bestmöglich ausgenutzt, Pendlerströme von der Straße auf die Schiene gelenkt, Entwicklungsachsen zwischen Land und Stadt gestärkt, erforderliche Flächenentwicklung im Außenbereich auf verantwortbare Bereiche konzentriert. Die Herausforderungen und Chancen in der tatsächlichen Umsetzung solcher Projekte lassen sich aktuell an den Reaktivierungsbestrebungen zur Ratinger Weststrecke verfolgen: Daher nahm der BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz die Polis Convention 2018 zum Anlass, Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im MHKBG, sowie die Beigeordneten der Städte Düsseldorf, Duisburg und Ratingen zu einem öffentlichen Gespräch am „runden Tisch“ einzuladen. Quintessenz: Der Staatssekretär schlägt moderierte Gespräche mit allen Städten und Gemeinden, Bezirksregierungen und Nahverkehrsträgern über Baulandkapazitäten entlang der Schiene vor, um umsetzungsorientierte Lösungen für die Realisierung zusätzlicher Siedlungsflächen an ÖPNV-Achsen anzustoßen. Hier wisse er um den engen Schulterschluss mit dem Verkehrsministerium und dem Wirtschaftsministerium des Landes, dem auch die Landesplanung zugeordnet ist. Ideal sei auch die Verzahnung auf instrumenteller Ebene mit dem Bahnflächenpool NRW und dem Flächenpool NRW. 

Zum Hintergrund: Auch die landesweit derzeit größte Siedlungsentwicklung auf einer Bahnbrache, „6-Seen-Wedau“, setzt maßgeblich auf die Anbindung an einen späteren Haltepunkt. Die Städte Düsseldorf, Duisburg und Ratingen haben mit der „Wedauer Erklärung“ und einem Antrag zum ÖPNV-Bedarfsplan des Landes die feste Absicht bekundet, die stillgelegte „Ratinger Weststrecke“ zu reaktivieren und dort eine gezielte Baulandentwicklung zu verfolgen, so zum Beispiel am geplanten Haltepunkt Ratingen-Lintdorf. Die Belastungsgrenze der Straßeninfrastruktur im Ballungsraum Rhein-Ruhr scheint erreicht, selbst auf dem Weg zum RRX stünde selbst ein Pendlerbus im Stau. Die Wirtschaftlichkeit eines Haltepunkts für den Nahverkehrsträger korreliert indes unmittelbar mit den Fahrgastzahlen

Gemeinsames Fazit: Haltepunkt-Nähe avanciert für die Ausweisung neuer Baugebiete zum zentralen Standortfaktor. Erfolg wird möglich, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen. Verzahnt mit den Handelnden der kommunalen und regionalen Planung einerseits und der Infrastrukturplanung und -förderung andererseits besteht in NRW jetzt eine besondere Chance, gemeinsam getragene Lösungswege zu finden und zu verabreden. [zur BEG-Startseite]

Flächenpool NRW-Projekt in der Gemeinde Recke: Der Abschied vom Sanobub wird zum Neuanfang

Drei Akteure, ein Ziel: Dr. Volker Schick, DMK-Werksleiter, Bürgermeister Eckard Kellermeier und André Stangier vom Flächenpool NRW
Als die DMK Ice Cream GmbH bekannt gab, dass sie ihren Standort im westfälischen Recke Ende des Jahres 2015 schließen würde, führte das zu einer großen Betroffenheit in der rund 11.500 Einwohner zählenden Gemeinde. „Nicht nur der Verlust eines wichtigen Arbeitgebers drohte, auch die Vorstellung, dass die innerstädtisch liegende Eiskremfabrik brachfallen würde, bereitete uns Kopfzerbrechen“, schildert Bürgermeister Eckhard Kellermeier. Rund 120 Festangestellten und circa 70 Saisonarbeitern bot das seit vielen Jahrzehnten in Recke ansässige Werk Beschäftigung. Sie produzierten in Recke Eis für verschiedene Kunden des Lebensmitteleinzelhandels in früheren Zeiten auch unter der Marke „Sanobub“ – an dem Standort auf einer Grundfläche von rund einem Hektar mitten im Ort.

Integrierte Lage macht Expansion unmöglich
 „Die Muttergesellschaft DMK Deutsches Milchkontor GmbH ist ein europaweit führender Hersteller von milchbasierten Produkten und beschäftigt an 26 Standorten in zehn Bundesländern 7.500 Mitarbeiter. Unsere Wirtschaftlichkeitsberechnungen ergaben, dass nur eine Modernisierung und gleichzeitige Expansion den Standort Recke wieder in die Gewinnzone bringen würde. Da aber aufgrund der integrierten Lage keine Erweiterung möglich war, mussten wir uns für eine Schließung entscheiden“, erläutert Dr. Volker Schick, DMK-Werksleiter in Recke. Die DMK konnte fast alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an andere Arbeitgeber in der Region vermitteln. Viele fanden im DMK Schwester-Werk Georgsmarienhütte eine neue Heimat oder wechselten zu dem Osnabrücker Unternehmen Coppenrath & Wiese KG. Dr. Volker Schick: „Uns lag andererseits auch am Herzen, in der Stadt keine Brache zu hinterlassen.“ Doch die Suche nach Käufern oder neuen Nutzern für die Fabrik blieb erfolglos. Gemeinsame Überlegungen, ob ein Ankauf des Geländes durch die Kommune möglich sei, warfen zahlreiche Fragen auf. Deshalb entschieden sich die Verantwortlichen in Recke dafür, Unterstützung beim Flächenpool NRW zu beantragen. Bis zu einem möglichen Ankauf von Grundstück und Gebäuden durch die Gemeinde erklärte sich die DMK bereit, das Gelände und die Gebäude zu sichern und zu pflegen. 

Kooperative Vertragspartner
André Stangier, Projektleiter für den Flächenpool NRW, Standort Essen bei der BEG NRW, berichtet:
„Die Gemeinde Recke war eine der ersten Kommunen, die die Möglichkeit nutzten, einen Einzelstandort für den Flächenpool NRW zu melden."
Im April 2017 startete das Verfahren, rund ein Jahr später stehen alle Kooperationspartner kurz vor der Übergabe des Produktionsstandortes an die Gemeinde. Erste Planungsszenarien für eine Nachnutzung wurden bereits entwickelt, der Weg für Detailplanungen ist bereitet. „Unser Team ist hier in Recke auf zwei sehr kooperative Vertragspartner gestoßen“, berichtet André Stangier: „Wir haben einen Eigentümer, der sich auch nach der Standortaufgabe weiter intensiv und verantwortungsbewusst um seine Liegenschaft kümmert und eine engagierte Gemeinde, die dem Standort die nötige Priorität gibt und bereits einen langjährigen, offenen Austausch mit dem Eigentümer pflegt.“ Die Tätigkeit des Flächenpool-Teams konzentrierte sich in diesem Fall demnach weniger darauf, Konflikte moderativ zu lösen, sondern die Gemeinde vor einer großen Gewerbebrache im Herzen der Stadt zu bewahren, in guter Kooperation aller Beteiligten. Die Experten berieten bei der Festlegung der Kaufpreisspanne, plausibilisierten die von der DMK vorgelegten Boden- und Baugutachten, führten eine Risikoanalyse durch und ermittelten die Potenziale für eine zeitnahe Nachnutzung. Eine gewerbliche Nachnutzung wurde aufgrund der herangerückten Wohnbebauung schnell verworfen, während die Ansiedlung von großflächigem Einzelhandel bereits durch mehrere Verträglichkeitsstudien ausgeschlossen werden konnte. 

Platz für neue Wohnkonzepte 
Eckhard Kellermeier: „Natürlich hätten wir gern wieder mehr Arbeitsplätze hier vor Ort. Recke ist eine Auspendlerkommune, von den 53 Quadratkilometern, die zum Stadtgebiet gehören, werden rund 75 Prozent landwirtschaftlich genutzt.“ Doch betritt man das Werksgelände, wird schnell klar, dass die Möglichkeiten einer modernen gewerblichen Nutzung eingeschränkt sind. So wird die Gemeinde mit großer Wahrscheinlichkeit ein neues innerstädtisches Wohnquartier auf dem Gelände entwickeln, das sich harmonisch in die direkt angrenzende Ein- und Mehrfamilienhausbebauung einfügt. Erste städtebauliche Planungen hat der Flächenpool NRW bereits entworfen und mit den Beteiligten diskutiert. Im Anschluss an den Eigentümerwechsel wird der Flächenpool NRW gemeinsam mit der Gemeinde in die Detailplanung einsteigen, konkrete weitere Maßnahmen definieren und die Zeitschiene der Umsetzung festlegen.
 Eckhard Kellermeier: „Es ist nach wie vor ein Risiko als Gemeinde, die leider finanziell nicht besonders gut ausgestattet ist, einen solchen Standort zu übernehmen. Wir fühlen uns durch den Flächenpool NRW aber so gut vorbereitet und unterstützt, dass die Chancen überwiegen, ein attraktives neues Quartier in Recke gestalten zu können."
Der Flächenpool NRW ist ein Angebot des Landes NRW, durchgeführt von NRW.URBAN und BEG NRW. [zum Flächenpool NRW] [zur BEG-Startseite]

„Zwischen Flut und Erlebnis“ – Zweitägige Veranstaltung zum Einfluss des Wassers in und auf die Stadt

Exkursionsteilnehmer an der Pader, (c) Netzwerk Innenstadt NRW
Rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am 10. und 11. April die 9. Tagung des Netzwerk Innenstadt NRW in Paderborn besucht und damit eindrucksvoll die Aktualität des Themas belegt. Eine hohe Praxisrelevanz sieht auch Teilnehmer und BEG-Geschäftsführer Volker Nicolaus: "Das Thema Wasser gilt es bei jeder integrierten Planung und verantwortungsvollen  Projektentwicklung  zu berücksichtigen -  hinsichtlich  der stadträumlichen Nutzung seiner Vorzüge aber auch hinsichtlich des Umgangs mit steigenden Starkregen- und Hochwasserwahrscheinlichkeiten. Auch in die Rahmen- und Detailplanungen zum großen Kooperationsprojekt 6 Seen Wedau von DB Immobilien und BEG NRW findet es umfassend Eingang."

Landesinitiative "Zukunft. Innenstadt. Nordrhein-Westfalen"

Eröffnet wurde die Tagung seitens der zuständigen Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein Westfalen, Ina Scharrenbach. In einer Pressemitteilung führt der Veranstalter dazu aus: In ihren Leitgedanken zur Stadtentwicklungspolitik in Nordrhein- Westfalen kündigte die Ministerin eine neue Landesinitiative Zukunft.Innenstadt.Nordrhein Westfalen an. Die wird von Partnern der kommunalen Familie, des Handels, der Wohnungswirtschaft, der Baukultur sowie vom Netzwerk Innenstadt und der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt und Ortskerne getragen. Unter dieser Dachmarke soll die Weiterentwicklung von Innenstädten, Stadtkernen und Ortszentren über die folgenden Jahre begleitet und fachlich qualifiziert werden. „Mir ist wichtig, die Kommunen bei der andauernden Transformation ihrer Zentren durch zielgerechte Städtebau und Wohnungspolitik zu unterstützen“, sagte die Ministerin. Außerdem griff sie das Thema der Tagung auf. „Im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung ist auch eine integrierte Betrachtungsweise des Themenfeldes Wasser erforderlich“, so Scharrenbach. Dies sei „ein wichtiger von zahlreichen Mosaiksteinen auf dem Weg zu lebenswerteren Städten in unserem Land“. Im Anschluss stellte Prof. Dr. Ing. Mathias Uhl (FH Münster) den historischen Wandel der Ressource Wasser dar.

Im weiteren Fokus standen zwei Themenfelder, die tiefergehend beleuchtet und diskutiert wurden: zunehmende Hochwasserereignisse in Innenstädten einerseits, die potenziell urbane Erlebnisqualität von Wasser andererseits. Zunehmende Starkregen und Hochwasserereignisse machten integrierte Wassermanagementkonzepte und eine wasserorientierte Stadtplanung erforderlich, so die Experten übereinstimmend. In den Innenstädten seien künftig sowohl bei Stadterneuerung wie Stadtumbau Maßnahmen zur Starkregenvorsorge, zum präventiven Hochwasserschutz und zum Hochwasserrisikomanagement zu berücksichtigen .

Am Nachmittag standen die gestalterischen Chancen des Wassers für Innenstädte im Mittelpunkt. Plätze mit Wasser, Uferpromenaden und Wasserspielplätze, so der Tenor, zeichnen sich durch einen hohen Freizeitwert aus und seien willkommene Naherholungs und Aufenthaltsräume, sie seien unverzichtbar für die Lebensqualität. Wasserflächen wirken im Sommer kühlend und beeinflussten somit das Stadtklima positiv. Bei der Gestaltung urbaner Stadträume mit Wasserarchitektur müssten zudem die Regenwassernutzung sowie die Energie, Kälte und Wärmegewinnung in den Fokus rücken. Abrundend konnten sich die Tagungsteilnehmer auf vier Exkursionen vor Ort über die Thematik informieren.

Auf der Tour nach Rheda Wiedenbrück und Lippstadt waren Hochwasserschutz , Renaturierung und Gestaltung an Ems und Lippe zu begutachten. Auf der zweiten Tour standen der Hochwasserschutz und die Renaturierung der Bega in Lemgo sowie die Entwicklung der historischen Altstadt mit der Salze in Bad Salzuflen im Vordergrund. Die Tour nach Bad Karlshafen und zum Weser Skywalk befasste sich mit der Weser und den gestalterischen wie funktionalen Möglichkeiten des Wassers. Tour 4 schließlich erkundete das Paderquellgebiet in Paderborn. [zum Netzwerk Innenstadt NRW] [zur BEG-Startseite]

Einladung zur Gesprächsrunde „Synergie durch Bauland am SPNV“ – 25.-26. April 2018, Messe Polis Convention

Besuchen Sie die BEG NRW auch in diesem Jahr wieder auf dem Gemeinschaftsstand des Landes Nordrhein-Westfalen (C.012)  auf der Stadtentwicklungsmesse Polis Convention 2018: Am 25. und 26. April 2018 in den Düsseldorfer Böhler-Hallen. Gemeinsam mit Ihnen möchten wir in einen praxisnahen Diskurs zum Thema „Bauland am SPNV“ einsteigen und laden Sie herzlich zur Teilnahme an der Gesprächsrunde mit Staatssekretär Dr. Jan Heinisch und den Beigeordneten Cornelia Zuschke (Landeshauptstadt Düsseldorf), Carsten Tum (Stadt Duisburg) und Jochen Kral (Stadt Ratingen), moderiert von BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz, ein [E-Mail-Voranmeldung] !

Unter der Federführung des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen präsentieren sich neben der BEG NRW die Landesgesellschaften NRW.URBAN und NRW.BANK, der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW sowie der Altlastenverband AAV – mit dem gemeinsamen Credo „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. - Gemeinsam Land und Stadt gestalten.“

Auszug der Gesprächsrunden auf dem Gemeinschaftsstand NRW:

1. MESSETAG, 25. April 2018
  • 12.10 Uhr Synergie Bauland und SPNV: Planungen jetzt verbinden! mit Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, Beigeordnete Cornelia Zuschke, Landeshauptstadt Düsseldorf, Beigeordneter Carsten Tum, Stadt Duisburg, Beigeordneter Jochen Kral, Stadt Ratingen
  • 13.00 Uhr Neues vom Flächenpool NRW mit Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen 
  • 14.00 Uhr Kooperative Baulandentwicklung mit Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen
2. MESSETAG, 26. April 2018
  • 10.00 Uhr Standort-Check Wohnen - Beratung mit Voranmeldung
  • 10.30 Uhr Nachhaltige Flächenreaktivierung – Rolle und Möglichkeiten des AAV als Partner der Kommunen mit Thomas Buch, stellvertretender Abteilungsleiter, Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW mit kommunale Verantwortlichen
  • 13.00 Uhr Regio.NRW-Call mit Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie und Dr. Jan Heinisch Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen
Alle Standpartner stehen selbstverständlich auch für individuelle Gesprächstermine zur Verfügung. Das Kongress-Rahmenprogramm und eine Übersicht aller Aussteller finden Sie unter www.polis-convention.com/programm . [zur BEG-Startseite]

Fundamentale Bauvorbereitungen in Witten: Historisches Stahlwerk wird freigelegt und dokumentiert

Bilder: Stadt Witten, Fa. Ecosoil
Die Archäologen sind erfreut, die Projektbeteiligten bestenfalls schicksalsergeben: Das Baugebiet „Witten Drei Könige“ soll helfen, dem Mangel an Flächen für „nicht-störendes Gewerbe“ im Stadtgebiet beizukommen; dazu hat die Stadt Witten im Dezember 2017 über 4 Hektar ehemalige Bahnflächen erworben (wie berichtet). Doch nun müssen zunächst mehrere Tonnen Erdreich bewegt werden, um ein früheres Stahlwerk freizulegen.

Die Lage der ehemaligen Steinhäuser Hütte und der Bessemer Hütte mitten im Projektgebiet war bekannt. Eine Fundamentrecherche inklusive Probebohrungen, die die BEG im Rahmen der vorbereitenden Untersuchungen durchführen ließ, ergab jedoch keinerlei Hinweise darauf, wie gut die Fundamente erhalten sind und wie hoch die Gemäuer in Teilen unter der Oberfläche anstehen. Vermutet wurden sie tief in der Erde, da die damalige Reichsbahn das Gelände ungefähr zehn Meter hoch verfüllt und der Umgebung für eine Gleisharfe angeglichen hat. Erst der Einbruch einer tonnenschweren Polygonwalze in einen Hohlraum hat dem historischen Erbe vor einem Monat im wahrsten Sinne des Wortes zum Durchbruch verholfen.

Das gesamte Gelände steht nun unter temporärem Denkmalschutz. Nach Abschluss der archäologischen Arbeiten in bis zu 8 Meter Tiefe wird das gesamte Gebiet erneut verdichtet. Die Erschließungsarbeiten für das Gewerbegebiet sollen im Herbst 2018 starten. Noch ernster als der Zeitverzug stellen sich die unvorhergesehen Kosten von möglicherweise 1,7 Mio. Euro dar. Der Rat der Stadt Witten hat nun über Verschiebungen im Haushalt diskutiert, finanzielle Hilfe aus Städtebaufördermitteln wird ebenfalls geprüft.

Die vorteilhaftere Seite der Medaille: Jüngst besichtigten Fachleute des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe mit internationalen Wissenschaftlern die Grabungsstätte und bestätigen die Besonderheit des Fundes. Witten verfüge laut LWL-Archäologe Wolfram Essling-Wintzer gegenüber der Presse mit den Überresten der Hütten über das bisher europaweit besterhaltene Puddelwerk aus der Übergangszeit von der Früh- zur Hochindustrialisierung. Die Dokumentation, die jetzt via Foto- und Drohnenaufnahmen entsteht sowie diverse Fundstücke werden in die Ausstellungen der regionalen Bergbau- und Industriemuseen Eingang finden. [Weitere Informationen in der Presse] [zur BEG-Startseite]

Reaktivierung der Schwarzbachtrasse ermöglicht Anbindung an Nordbahntrasse

Foto: Ahlenberg Ingenieure GmbH
Frohe Botschaft für Wuppertaler Radfahrer und alle, die seit Jahren die Vorzüge der Nordbahntrasse schätzen: Am 13. März wurde der Erwerb der Schwarzbachtrasse durch die Stadt Wuppertal beurkundet; mit der bevorstehenden Anbindung an die Nordbahntrasse ist ein weiterer Meilenstein für kurze und umweltfreundliche Wege innerhalb des bergigen Wuppertals erreicht. Bei der Wuppertaler Bevölkerung selbst ist das Interesse seit Bekanntwerden der Pläne zur Reaktivierung der Trasse groß. Als die Wuppertalbewegung e.V. im letzten Jahr zu einer Begehung der in den 1990er Jahren stillgelegten Strecke eingeladen hatte, waren hunderte Bürger dabei – trotz strömenden Regens (wie berichtet).

Insgesamt 1,7 Kilometer Trasse, die von der Langobardenstraße (oder „vom bergischen Plateau“) bis zur Grundstraße in Langerfeld führen, sollen baldmöglichst als Radweg ausgebaut werden. 50.000 Menschen im Barmer Osten hätten dann eine direkte Verbindung zur Nordbahntrasse. Über das imposante Schwarzbach-Viadukt ist dann eine Durchfahrt bis nach Langerfeld möglich.

Zum Projekt-Hintergrund: Im Rahmen der Kaufvertragsverhandlungen hatte die BEG alle Bauwerke gutachterlich überprüfen lassen und damit eine solide Grundlage für die Kostenkalkulation des Radwegebaus geliefert. Im Rahmen einer Artenschutzprüfung konnte sichergestellt werden, dass keine Fledermäuse im vorhandenen Tunnel beheimatet sind – ein ernst zu nehmendes Risiko, das mit Blick auf die Wiedernutzung von Tunnelbauwerken stets einkalkuliert werden sollte. Darüber hinaus wurde eine Potenzialstudie zur planerischen Entwicklung des Radweges beauftragt.

„Die neu belebte Schwarzbachtrasse ist ein Vorzeigeprojekt für bürgerschaftliches Engagement. Die Trasse verbindet Stadtteile und Menschen miteinander. Dabei bietet sie zugleich umweltverträgliche Mobilität und Freizeit vor der Haustür“, erklärte Gunther Adler, Staatssekretär im Umwelt- und Bauministerium des Bundes, voller Anerkennung mit Übergabe des Bewilligungsbescheides im Dezember 2017. Die Stadt Wuppertal überträgt die Trasse im Erbbaurecht an die Wuppertalbewegung. Der Verein steuert den 10%igen Eigenanteil des Förderprojektes bei, wird Bauträger und für fünf Jahre nach Fertigstellung Betreiber des Radwegs, kümmert sich dann um Sicherheit, Sauberkeit und Winterdienst. Der Grünrückschnitt wurde bereits durchgeführt, so dass nach Unterzeichnung des Erbbaurechtsvertrages kurzfristig mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. [zur BEG-Startseite]

Stadtentwicklungspotenzial: Kreativ-Workshop zum Thema "Kleingärten der Zukunft"

Beispielsituation
Die Nutzerwünsche bezüglich einer Kleingartenparzelle verändern sich ebenso wie die Nutzungs-Forderungen an Grund und Boden in dynamisch wachsenden Städten und Gemeinden. Die Schnittmenge der Interessen beider Seiten auszuloten und daraus innovative Konzepte der Stadtentwicklung abzuleiten, war das Ziel eines ganztägigen Kreativworkshops am 01. März 2018, zu dem die BEG die DB Immobilien, die Bahnlandwirtschaft (BLw Köln) sowie thematisch vorbefasste Landschaftsplaner/ Planungsbüros (plan.lokal, HJP, dtp, RM, A24) eingeladen hat. 

Zur Ausgangslage: Kleingärten belegen in Wachstumsregionen oftmals Flächen, die dringend erforderlich wären, um dem hohen Nachfragedruck auf dem Wohnungsmarkt zu begegnen und die Preisspirale, unter der die breite Bevölkerung leidet, zu dämpfen. Lokalpolitisch verlaufen solche Vorhaben oftmals erfolglos, weil die Akteure zu wenig miteinander reden, unsachlichen Argumenten gefolgt wird oder den Pächtern keine attraktiven Alternativen geboten werden. Genau diese Alternativen auszuloten bzw. innovative Ansätze zu konzipieren, die für alle Seiten Vorteile mitbringen, war Ziel des Workshops.

In intensiver Gruppenarbeitsphase arbeiteten vier verschiedene Teams erste Ideen für zeitgemäße Ersatzkonzepte und -angebote aus. Unter den kreativen Vorschlägen fanden sich überwiegend auch solche Ansätze, die vom klassischen Anlagenbegriff nach Bundeskleingartengesetz abweichen und nicht auf Verlagerung, sondern auf Kombination von neuem Wohnen und neuen Formen von Erholungs- und Nutzgarten setzen.


Die gestalterische Ausarbeitung der Ergebnisse wird Thema eines bereits angekündigten, aber noch nicht terminierten Folgetreffens. Für die sehr gute, produktive Arbeitsatmosphäre und das große Engagement aller Beteiligten danken wir herzlich. [zur BEG-Startseite]

Machbarkeit RS1 in Essen: Gemeinsame Begehung von fünf noch unwegsamen Kilometern

Am 27. Feb. 2018 bereisten ca. 20 Verantwortliche rund um die Realisierung des überregionalen Radschnellweges RS1 auf Essener Stadtgebiet den 5 km langen Abschnitt der DB-Strecke 2502: Von der Gladbecker Straße bis zum Bahnhof Essen-Kray, bei Sonnenschein, aber nahezu zweistelligen Minusgraden. Der „RS1“ wird als Kooperationsprojekt von DB Immobilien und BEG NRW gemeinsam begleitet. Hierzu finden laufende Abstimmungen mit dem Träger der Maßnahme, dem Landesbetrieb Straßenbau NRW statt. Die BEG NRW hat die Schüßler-Plan Ingenieurgesellschaft mbH mit einer Machbarkeitsstudie für das Vorhaben beauftragt. Jochen Kieserling, Schüßler-Plan-Projektleiter, hatte den Termin mit der Stadt Essen, der Entwicklungsgesellschaft Uni Essen mbH, dem Landesbetrieb Straßenbau NRW, der Firma Evonik, der DB Netz AG, DB Immobilien und der BEG NRW koordiniert. 

Die Streckenführung des RS1 wird auf Essener Stadtgebiet das Eltingviertel queren, den Viehofer Platz tangieren und entlang des Evonik-Betriebsgeländes bis zum Bahnhof Essen-Kray verlaufen. Zum Teilbereich Eltingstraße, der eine qualitätsvolle Verbindung in die Innenstadt erzeugen soll, wurden vor Ort verschiedene Szenarien erläutert. Eine gut und zeitnah realisierbare Variante stellt die Weiterführung des Radwegs auf dem bestehenden Bahndamm dar. Daneben wird von der Verwaltung und einem breiten Teil der Lokalpolitik favorisiert, den Bahndamm abzutragen, als Bauland zu nutzen und den Radweg über die Dächer zu führen. Dies ist ambitioniert und wirft viele Fragen auf, stellt aber städtebaulich eine sehr bedenkenswerte Alternative dar. Für den zweiten Teilbereich entlang des öffentlich nicht zugänglichen Evonik-Betriebsgeländes, konnte Straßen.NRW bereits eine Ausnahmeregelung zur Abstandsfläche der Radwegeführung entlang des Werkes erwirken. Unumgänglich erscheint die Verlagerung des Gleisanschlusses des Evonik-Werkes; dazu wurden technisch und wirtschaftlich machbare Varianten vor Ort erläutert, die nun vertiefend geprüft werden. 

Als nächsten Meilenstein bedarf der Fortgang des Essener RS1-Lückenschlusses für eine emissionsarme, generationenfreundliche Ost-West-Verbindung durch das gesamte Ruhrgebiet zielorientierte Bewegung bei allen Akteuren, um eine umsetzungsorientierte Lösung dann zur politischen Beschlussfassung zu bringen. [zur BEG-Startseite]

Bauland-Dialog NRW 2018 – beraten, aktivieren, fördern: „Im Grunde ist es egal, durch welche der Türen Sie gehen…“


- So resümierte die Referentin des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Sabine Nakelski und bezog sich damit auf die Unterstützungsmöglichkeiten durch die gute Kommunikation der Veranstaltungsträger untereinander. MHKBG, NRW.BANK, NRW.URBAN, BEG NRW, AAV und Forum Bauland freuten sich, am 16. Februar 2018 die Zielgruppe der „Stadtgestalter“ in den Städten und Gemeinden mit ihrem Informations- und Austauschangebot erreicht und die Kapazitäten des Tagungssaals der NRW.BANK in Münster mit 200 Zuhörern voll ausgenutzt zu haben.

Besondere Aufmerksamkeit galt Ministerin Ina Scharrenbach, die dem Auditorium erläuterte, wie das Bauministerium mehr und bezahlbaren Wohnraum in Nordrhein-Westfalen schaffen will. Dazu führt sie die konkreten Handlungsempfehlungen der BEG an, z.B. zur Reform der TA Lärm, die sie in die Berliner Koalitionsverhandlungen eingebracht hat. Die Herausforderungen und Ideen dazu, Eigentümer vor Ort erfolgreich einzubinden, Gewerbebrachen für eine gleichartige Folgenutzung zu reaktivieren und Fördermöglichkeiten im ländlichen Raum zu verbessern, waren weitere Aspekte, die in Keynotes und Foren immer wieder diskutiert wurden sowie am Einzelfall im „Speed-Consulting“ besprochen wurden.

BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz moderierte das Forum „Standorte prüfen und aktiveren“, in dem Teamleiter Heinz Weifels (NRW.URBAN) und Barbara Eickelkamp (BEG) den Flächenpool NRW erläuterten, Jens Kohnen (NRW.URBAN) den Standortcheck Wohnen, Geschäftsführer Dr. Roland Arnz das Flächenrecycling und die Altlastensanierung durch den AAV. Volker Nicolaus, ebenfalls Geschäftsführer der BEG, stellte im selben Forum die Tätigkeit der BEG im Bahnflächenpool NRW am Beispiel der vielfältigen Maßnahmen und der Gesamtkoordination rund um den Bahnhof Geldern vor, inklusive einer kombiniert geförderten Personenunterführung, der Ansiedlung öffentlicher Einrichtungen und Ermöglichung eines Neubaugebietes im rückwärtigen Bereich. Besonders wissenswert für die Teilnehmer: im Rahmen eines 2017 seitens der BEG-Gesellschafter Bahn und Land beschlossenen Kooperationsmodells kann die BEG nun innerhalb bestimmter Leitplanken gemeinsam mit der DB Immobilien in allen Kommunen des Landes tätig werden. [zum Film und weiteren Veranstaltungsunterlagen] [weitere Informationen unter www.nrw-flaechenpool.de] [zur BEG-Startseite]

Haltern am See: Wohnbauland und Infrastrukturmaßnahmen am Haltepunkt

Die Stadt Haltern am See wird durch den Erwerb mehrerer entbehrlicher Bahnflächen bedeutsame Stadtentwicklungsprojekte insbesondere in den Bereichen Infrastruktur und Wohnen realisieren können. 

Der Ankauf eines verhältnismäßig kleinen, aber entscheidenden Grundstücks im Bereich des Bahnhofs etwa ermöglicht den Lückenschluss des Alleenradweges Wesel-Haltern in Form einer direkten Anbindung an den Bahnhof, so dass der Radweg tatsächlich eine durchgehende Verbindung bis zum Haltepunkt und damit seinen Nutzern noch mehr Komfort bietet. 

Ein weiteres Infrastrukturprojekt wird zunächst durch die DB Station&Service AG realisiert: Auf einem rund 1,8 Hektar großen Areal in direkter Bahnhofsnähe wird eine P&R- sowie B&R-Anlage gebaut. Hier sollen Parkplätze für insgesamt 350 PKW sowie weitere 35 Fahrradabstellplätze in Form von Fahrradboxen das Angebot für Pendler optimieren. Nach Fertigstellung wird die Anlage ins Eigentum der Stadt Haltern übergehen.

Die momentan noch als Parkplatz genutzte, ungeordnete und unzureichend befestigte Fläche von knapp einem Hektar Größe an der Annabergstraße nördlich der Bahnstrecke wird als zukünftiges Wohnquartier mit einem Anteil an Einzelhandel und Dienstleistungsangeboten den großen Vorteil der optimalen Erreichbarkeit eines Schienen-Haltepunktes bieten: Am Halterner Bahnhof verkehren dreimal stündlich Regionalzüge in Richtung Münster, Essen, Düsseldorf und Mönchengladbach. In Zeiten der Dauerstaus auf deutschen Straßen und dem einhergehenden Umdenken in der pendelnden Bevölkerung muss man sich in Haltern am See – wie auch in vielen anderen Städten – um eine entsprechende Nachfrage nach Wohnraum mit günstiger Anbindung an den schienengebundenen Personennahverkehr wohl kaum sorgen. [zur BEG-Startseite]

EINLADUNG zum Bauland-Dialog NRW 2018 – beraten, aktivieren, fördern: 16. Februar in Münster


Bauland bildet das Fundament für Wohnraum, Arbeit, Heimat; die Nachfrage ist in vielen Städten und Gemeinden des Landes NRW kaum zu decken. Zugleich finden sich vielerorts Flächenpotenziale, deren Aktivierung noch nicht gelungen ist.

Wir wollen mit Ihnen – den Stadtgestaltern vor Ort – in einen neuen Dialog treten, Ihnen Möglichkeiten und Instrumente zur Unterstützung Ihrer Vorhaben praxisnah vorstellen, gemeinsam diskutieren und Einzelfälle erörtern.
 
ZUM PROGRAMM  (Stand 06.02.: Das Anmeldeverfahren ist geschlossen, die Veranstaltung vollständig ausgebucht - Inforamtionsmaterial im Nachgang unter: www.nrw-flaechenpool.de  )

Die Themen:  Wie wird die Revitalisierung brachliegender Flächen durch das Land unterstützt? Mit welchen Ideen und Instrumenten kann neues Bauland für bezahlbaren Wohnraum geschaffen werden? Welche Formen der Wohnraumförderung passen zu welchem Vorhaben? Welche Beiträge kann die Städtebauförderung in NRW zur Baulandmobilisierung leisten? Wie forcieren wir die Innenentwicklung – etwa das Schließen von Baulücken oder die Aktivierung untergenutzter Flächen?

Unter anderem diesen Fragen wird der Bauland-Dialog NRW 2018 nachgehen und dabei viel Raum für Austausch und Diskussionen bieten.


Ihre Fragen an uns: Wir möchten uns mit Ihnen über Herausforderungen und Lösungen austauschen und uns dabei möglichst auf die tatsächlichen Fragen und Probleme bei Ihnen vor Ort beziehen.
  • Schreiben Sie uns bitte auf, für welche Frage Sie aktuell eine Lösung suchen, wenn es darum geht, Standorte zu prüfen, zu untersuchen und beteiligte Akteure zu moderieren. 
  • Schreiben Sie uns bitte ebenfalls auf, für welche Frage Sie aktuell eine Lösung suchen, wenn es darum geht, Bauland zu planen, zu erschließen und zu finanzieren
Wir möchten Sie einladen, uns Ihre Fragen über die Anmeldeplattform bereits jetzt mit in die Vorbereitung zu geben!

Die Zielgruppe: Der Bauland-Dialog NRW 2018 richtet sich an alle, die die Stadtentwicklung in den nordrhein-westfälischen Kommunen gestalten und verantworten.

Ministerin Ina Scharrenbach eröffnet neue Bewerbungsrunde für den Flächenpool NRW

Zum vierten Mal können sich die Städte und Gemeinden des Landes NRW mit ihren Brachen und städtebaulichen Potenzialflächen am Bewerbungsverfahren zum Flächenpool NRW beteiligen. Dazu teilt das MHKBG NRW in einer aktuellen Pressemitteilung mit:
Ministerin Ina Scharrenbach ruft die nordrhein-westfälischen Städte und Gemeinden auf, den „Flächenpool NRW“ zu nutzen und sich am vierten Bewerbungsverfahren für das Landesinstrument zu beteiligen: „Die Aktivierung von Wohnbauflächenpotentialen ist eine wichtige Initiative, um ein Klima für Neubau in Nordrhein-Westfalen zu schaffen."

Brachliegende oder untergenutzte Standorte im Innenbereich, die als Bauland für Wohnen oder Gewerbe aktiviert werden, helfen an der richtigen Stelle gegen die Baulandknappheit und sorgen für städtebauliche Verbesserungen. Bauland zu aktivieren bedeutet Heimat zu schaffen“ Baulandpotenzial auf Brachflächen zu mobilisieren bietet viele infrastrukturelle Vorteile. Gleichzeitig ist die Aktivierung von ungenutzten Arealen, etwa für den Wohnungsbau, vielschichtiger und aufwändiger als das Ausweisen von neuem Bauland. An dieser Stelle steht das Programm „Flächenpool NRW“ mit Expertise zur Seite und übernimmt die externe, neutrale Prozessgestaltung und -moderation. Der „Flächenpool NRW“ ist inzwischen an 195 Standorten in 50 Städten und Gemeinden des Landes NRW tätig, um die Entwicklungsmöglichkeiten brachgefallener oder untergenutzter Flächen zu prüfen und die Aktivierung zu begleiten. Die Unterstützung durch den „Flächenpool NRW“ fußt auf der Vermittlung zwischen den Interessen von Stadt und Flächeneigentümern sowie aufklärenden Untersuchungen zur Überwindung möglicher Entwicklungshemmnisse.
Die Bewerbungsfrist endet am 19. März 2018. Die Projektverantwortlichen des Flächenpool NRW stehen gerne zu Vorgesprächen zum Instrument oder geeigneten Standorten zur Verfügung, z.B. im Rahmen des „Bauland-Dialogs NRW 2018 – beraten, aktivieren, fördern“, einer Veranstaltung des MHKBG mit der NRW.BANK, NRW.URBAN, BEG NRW, dem AAV und BLB am 16. Februar 2018 in Münster.

[Zu den BEWERBUNGSUNTERLAGEN] [zur BEG-Startseite]