6 Seen Wedau-Modell für Öffentlichkeit zugänglich

Der aktuelle Planungsstand des Projektes 6 Seen Wedau ist momentan im Stadthaus Duisburg als dreidimensionales Modell ausgestellt. 

In den letzten Monaten wurde das Werk, das eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Nordrhein-Westfalen abbildet und bereits auf mehreren Veranstaltungen zu sehen war - zuletzt am 29. Oktober auf der Projektfläche (wie berichtet, vgl. 10/2017) - komplett überarbeitet und dem aktuellen Planungsstand angepasst. Es stellt die räumlichen Proportionen in deren Gesamtwirkung und Ästhetik anschaulich dar und bietet so die Möglichkeit, die räumlichen Zusammenhänge eines Projektes besser zu erfassen und beurteilen zu können. Gerade für Laien, die im Lesen von Architekturzeichnungen ungeübt sind, ist ein Modell oft anschaulicher als zweidimensionale Darstellungen. 

Interessierte können das Modell von 6 Seen Wedau im Stadthaus Duisburg, Friedrich-Albert-Lange-Platz 7 (Eingang Moselstraße) gegenüber von Raum 230, voraussichtlich bis März 2019 besichtigen (montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr). [zur BEG-Startseite]

Spatenstich in Münster: Großer Bahnhof für das neue Hansator

Die Entwicklung der Ostseite des Hauptbahnhofs Münster hat eine Bedeutung weit über die Westfalenmetropole hinaus, das wurde beim Spatenstich am Mittwoch deutlich: NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach griff persönlich zum Werkzeug, fachmännisch assistierten ihr Oberbürgermeister Markus Lewe, der Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für NRW, Werner Lübberink und Volker Nicolaus, Geschäftsführer der BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW, Architekt Gerd Wittfeld und Landmarken-Vorstand Jens Kreiterling. 

„Der Bahnhof ist ein zentraler Identifikationspunkt und eine Visitenkarte der Stadt“, sagte Ina Scharrenbach zur nun entstehenden zweiten Vorderseite. „Damit ist Münster ein gutes Beispiel für die Landesinitiative ‚Bauland an der Schiene‘, in deren Rahmen wir ab Anfang 2019 weiteres Potenzial für Bauland im Münsterland angehen werden“, so die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Oberbürgermeister Markus Lewe hob die Bedeutung für Münster und seine Bürger hervor: „Ich freue mich schon heute, wenn als abschließender Schritt die Ostseite des Hauptbahnhofs bebaut sein wird. Dann hat der Hauptbahnhof endlich zwei Schmuckseiten. Alles wird sich zu einem großartigen ganzheitlichen Erscheinungsbild zusammenfügen und der Hauptbahnhof wird neben der Verkehrsfunktion ein zentrales Verbindungselement zwischen Altstadt, Ostviertel und Hafenquartier sein.“

Das sieht auch der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für NRW so: „Die Entwicklung am Hansator schafft de facto eine zweite Vorderseite für den Hauptbahnhof Münster. Von dieser Attraktivitätssteigerung profitieren Verkehrsstation und Stadtentwicklung gemeinsam“, sagte Werner Lübberink. „Die gelungene Gesamtentwicklung sucht seinesgleichen, dafür herzlichen Dank an alle Beteiligten.“

Diesen Ball spielte Landmarken-Vorstand Jens Kreiterling gern zurück und dankte seinerseits der Stadt, der Deutschen Bahn und der BEG NRW für die gute Zusammenarbeit: „Auf allen Seiten haben wir hohes Engagement und auch einen hohen Anspruch an gute Architektur und hochwertigen Städtebau erlebt. Das passt zu unseren eigenen Ansprüchen.“

Auf der rund 8.200 m² großen Brachfläche entwickelt die Landmarken AG ein urbanes Stadtquartier mit Flächen für Wohnen, Gastronomie und Handel sowie ein von prizeotel betriebenes Economy-Design-Hotel. Der gemeinsam mit kadawittfeldarchitektur eingereichte Entwurf dreier Baukörper, die über ein Sockel-Erdgeschoss miteinander verbunden sind, war einstimmig als Sieger aus einem von Stadt und Bahn ausgerufenen Investorenauswahlverfahren hervorgegangen. Das neue Bahnhofsentree wird eine Klammer mit dem ebenfalls noch recht neuen Empfangsgebäude der Deutschen Bahn auf der Westseite bilden und eine unkomplizierte Unterquerung der Gleise ermöglichen.

Über den BahnflächenPool NRW wurden via BEG NRW Landesmittel in Höhe von rd. 75.000 Euro zur Finanzierung von Entwicklungskosten eingesetzt. In Kombination mit einer integrierenden Prozess-Steuerung wurden diese Mittel zum Hebel der gesamten Flächenaktivierung. Wesentliche Gewerke waren die residuale Projektwertermittlung zur Festlegung eines gemeinsamen Mindestkaufpreises für die Grundstücke der DB und der Stadt, die Finanzierung des mehrstufigen Investorenauswahlverfahren in Anlehnung an ein Verhandlungsverfahren sowie die Bodengutachten für das Baufeld. 

Aktuell finden auf der Baustelle am Bremer Platz die Verbauarbeiten entlang der nördlichen, südlichen und östlichen Grundstücksgrenze statt, die zur Absicherung der Grube notwendig sind. Diese wird bei ihrer Fertigstellung, die für Ende des 1. Quartals 2019 geplant ist, rund sieben Meter tief sein. Anschließend beginnen die Hochbauarbeiten, sodass mit einer Fertigstellung im Sommer 2021 zu rechnen ist. [zur Projekt-Website der Landmarken AG: www.hansator-ms.de] [zur BEG-Startseite]

Neubau für den Coesfelder Bahnhof: Eigentümer, Stadt und Investoren konkretisieren Pläne

Visualisierung: Evers Architekten Partnerschaft
Nach intensiven mehrmonatigen Planungs- und Abstimmungsgesprächen der BEG NRW mit der Stadt Coesfeld und den Investoren, der Fa. H+T Konzeptbau aus Vreden ist es soweit: Die Coesfelder Architekten Evers Architekten Partnerschaft EAP gestalten das neue Gesicht des Bahnhofsquartiers.

Bürgermeister Heinz Öhmann ist zuversichtlich: „Wir haben jetzt gemeinsam ein schlüssiges und tragfähiges Konzept für den Coesfelder Bahnhof gefunden und freuen uns, dass es nun endlich losgehen soll. Wichtig war uns, dass der Bahnhof selbst nun endlich aufgewertet wird: Der Durchgang für die Fahrgäste, die Sanitäranlagen und die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und PKW. Die Bahnanlagen selbst und die Flächen zum Bahnweg hin sind schon topp, jetzt müssen das Empfangsgebäude und der Vorplatz nachziehen.“

Die Stadtverwaltung unterstützt deshalb die neuen Pläne. Sie möchte den bisherigen Bahnhofsvorplatz, der auch weiterhin öffentlich genutzt werden soll, über die BEG erwerben. Öhmann: „Wir haben außerdem vereinbart, dass auch ein öffentlicher Wartebereich und eine Toilettenanlage integriert werden. Die Fläche für die neue große Fahrradabstellanlage werden wir vom Investor anmieten“.

Die Eingriffe sind nach Aussage von Architekt Johannes Evers weitreichend. Entgegen der ersten Überlegungen, Teilbereiche des alten Bahnhofs in das Konzept zu integrieren, werden die Bestandsgebäude komplett entfernt und durch Neubauten ersetzt. Ein Erhalt der maroden Bestandsimmobilie mache wenig Sinn, so Wolfgang Hoffschlag, einer der Investoren. Das Konzept ist auf zwei Bauabschnitte ausgelegt: Im ersten Bauabschnitt entsteht an nahezu gleicher Stelle wie das Bestandgebäude ein dreigeschossiger Neubau. Das zusammenhängende Gebäude wird durch Glaselemente in drei Bauteile aufgeteilt. „Was uns an dem Projekt gereizt hat, war unter anderem die hervorragende Lage des Standortes“ so Hoffschlag „unmittelbare Nähe zum ÖPNV, hoch frequentiert, perfekte Nahversorgung sowie fußläufige Anbindung an die Innenstadt“. 

Durch eine Mischung in den Nutzungen soll der Bereich belebt und als attraktive Adresse etabliert werden. Neben den Nutzungen durch die Bahn (Reisezentrum, Wartebereiche etc.) ist ein Fahrradparkhaus, Gastronomie, Praxen, Büros, Beratung und Wohnnutzung vorgesehen. „Wir sind in intensiven Gesprächen mit Interessenten und derzeit noch in der Lage, auf Wünsche der Mieter einzugehen“, so der Investor. „Wir sind sehr froh, mit dem Büro EAP einen professionellen Partner gefunden zu haben, der das Projekt engagiert und seriös entwickelt hat“. 

Durch den Neubau wird im 1. Bauabschnitt eine Fläche von ca. 3.400 m² angeboten, bei einer Baumasse von ca. 15.000 m³. Bestandteil des Konzeptes der Architekten ist bereits eine Erweiterung, die das Gesamtkonzept städtebaulich abrunden wird. „Sollte sich der erste Bauabschnitt so entwickeln, wie wir das erhoffen, wird die Erweiterung nicht lange auf sich warten lassen“ so Wolfgang Hoffschlag. 

Die Pläne und Verträge werden dem Rat zur Beschlussfassung in der nächsten Ratssitzung am 08.11.2018 vorgelegt. Da alle Details verhandelt sind, kann der Vertrag Mitte November unterzeichnet werden.[zur BEG-Startseite]

6 Seen Wedau: Ministerin und Deutsche Bahn wollen noch viele Rohdiamanten für mehr Wohnbauland schleifen


Auf der Projektfläche 6 Seen Wedau trafen sich am 29. Oktober Ministerin Ina Scharrenbach, DB-Finanzvorständin Ute Möbus, GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer, Duisburgs OB Sören Link sowie BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz, um vor zahlreichen geladenen Projektbeteiligten und Pressevertretern die nächsten Schritte anzukündigen und unter anderem in circa 20 Meter Höhe gemeinsam Bilanz zum erfolgreichen Aufstieg einer ehemaligen Bahnfläche zu ziehen. In der gemeinsamen Pressemitteilung erklären das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichtstellung, die Stadt Duisburg, die Deutsche Bahn AG und die BEG NRW: 

Das Projekt 6 Seen Wedau auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahn-Ausbesserungswerks in Duisburg-Wedau steht vor dem nächsten Schritt: dem Beginn des Bieter- und Investorenauswahlverfahrens für ein Nahversorgungszentrum mit einer Verkaufsfläche von rund 5.500 Quadratmetern. Damit ist der Weg für die Bebauung geebnet, denn der Entwurf zum Bebauungsplan wurde bereits Ende Mai 2018 bei der Stadt Duisburg eingegeben und nach Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Duisburg vom 25. Juli bis 14. September 2018 offengelegt. Die Vorbereitung eines Satzungsbeschlusses läuft. Der Bebauungsplan soll bis Mitte 2019 beschlossen werden.
Zeit, Bilanz zu ziehen: Seit Beginn des Projektes durch das Team 6 Seen Wedau wurden auf der 60 Hektar großen Fläche etwa 45 Kilometer Schienen zurückgebaut, rund 540.000 Kubikmeter Schotter aus der Fläche aufgenommen und auf einer Fläche von 50 Hektar der Grünwuchs zurückgeschnitten. In den vergangenen drei Monaten wurden rund 80.000 Kubikmeter Feinkorn entsorgt und die nächsten Arbeiten vorbereitet: die Ausschreibung des Bodenmanagements und des Lärmschutzwalls mit einer Länge von 2,4 Kilometern.

Zum Projekt erläutert Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung: „Bis zu 3.000 neue Wohneinheiten, eine über viele Jahre brachliegende Fläche von 60 Hektar: Zur Entspannung der Wohnungsmärkte, neue Aufenthaltsqualitäten - rundum ein spannendes Stadtentwicklungs- und Wohnungsbauprojekt. Diese Fläche binnen dreieinhalb Jahren zum Bebauungsplan zu führen, ist in Anbetracht vieler Herausforderungen durch Arten- und Lärmschutz, Erschließung, Bodenaufbereitung und Verlagerungen eine hervorragende Leistung. Wir erleben im gesamten Land an vielen Stellen eine ungeheure Aufbruchstimmung im Wohnungsbau und in der Stadtentwicklung. Nur ein Mehr an Wohnungsbau trägt dazu bei, die Miet- und Preisauftriebe in den Griff zu bekommen. Dazu gibt es von allen Seiten eine hohe Bereitschaft. Dies muss, wie bei 6 Seen Wedau, an den richtigen Stellen geschehen - nämlich auf regional abgestimmten Standorten in Nähe vorhandener oder geplanter Schienenhaltepunkte. Die 2,7 Millionen Euro, die das Land als Vorleistung erbracht hat, sind hervorragend angelegt.“

„Für uns ist Duisburg-Wedau ein Rohdiamant, der geschliffen werden muss“, so Ute Möbus, Vorstand Finanzen/ Controlling, DB Station&Service AG, die sich über den gelungenen Verlauf des Projekts freut. „Den Wunsch der Bürger nach einer Finanzierung der südlichen Brücke von der Ortsmitte Bissingheim nach Wedau haben wir bereits erfüllt. Zudem startet zeitnah das Investorenauswahlverfahren für die Vergabe des Nahversorgungszentrums. Wir sind sehr stolz auf die Meilensteine, die wir in den letzten Monaten gemeinsam erreicht haben."

Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg: „6 Seen Wedau ist ein einzigartiges Projekt mit einer Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen hinausgeht. Hier entsteht ein komplett neuer Stadtteil und damit zugleich guter, bezahlbarer Wohnraum für viele junge Familien. Insbesondere freue ich mich aber auch über die Zusage der Bahn für die Südbrücke und die noch für 2018 geplante Ausschreibung des Einzelhandels – beides ist für die Duisburgerinnen und Duisburger von ganz besonderer Bedeutung.“ [zur BEG-Startseite]

Wertermittler-Sprechstunde für Kleingarten-Pächter in Wedau

Reger Andrang an den Besprechungstischen der Gutachter (datenschutzbedingte Bildunschärfe)
Die Kleingarten-Pächter, die zur Ermöglichung der großen Siedlungsentwicklung auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Duisburg-Wedau ihre Parzellen aufgeben oder umziehen, haben im Oktober die Unterlagen von spezialisierten Wertgutachtern über die berechneten Entschädigungen für Ihre Lauben und den Aufwuchs (Gemüse, Obst und Zierpflanzen) erhalten. Die im Nachgang angebotene "Sprechstunde“ für Rückfragen oder Änderungswünsche wurde rege angenommen. Vier Gutachter standen im Zeitraum von rund drei Stunden zur Verfügung, um die Wertermittlungen persönlich zu erläutern, Rückfragen zu beantworten und in einigen Fällen auch Nachbesserungen vorzunehmen. Der subjektive Eindruck der Team-Wedau-Mitglieder, die diesen Termin ebenfalls begleiteten, war  allgemeine Zufriedenheit. [zur BEG-Startseite]

BEG-Team macht sich fit für Notfälle und lebensbedrohliche Situationen

Fit für den Fall von medizinischen Notfällen fühlt sich ab sofort das Team der BEG, nachdem es einen eintägigen Erste-Hilfe-Kurs im Rahmen einer Inhouse-Fortbildung absolvieren durfte. Fast die gesamte Belegschaft nahm das Angebot dankend an, die zumeist weit zurückliegenden Kenntnisse zum Thema Erste Hilfe aufzufrischen bzw. professionell zu vertiefen. 

Von den grundsätzlichen Anforderungen an den Ersthelfer über Maßnahmen bei Bewusstlostigkeit sowie Herz-Lungen-Wiederbelebung, korrekte Ausführung der stabilen Seitenlage bis zu allgemeinen Regeln und Maßnahmen zur Wundversorgung erhielten die BEGler von der „Pro Life Gesellschaft für Notfall- und Gesundheitsschulungen“ wertvolle theoretische und praktische Einblicke. Dabei konnte jeder Mitarbeiter die wichtigsten Maßnahmen unter Anleitung selbst erproben. 

Abschließend wurden etwaige Berührungsängste gegenüber dem seit Jahren bei der BEG stationierten Defibrillator abgebaut. Alle Teilnehmer wurden in den Umgang mit dem „Schockgeber“, der die Chancen einer erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelebung verbessert, detailliert eingewiesen, so dass sich die BEG-Besucher künftig (auch) in Sachen Notfallversorgung gut aufgehoben fühlen können. [zur BEG-Startseite]

Expo Real 2018: BEG-Gesprächsrunden rund um die Baulandaktivierung

Ministerin Ina Scharrenbach, MHKBG, Ute Möbus, Vorstand DB S&S und Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG NRW, sehen Vorteile für alle in mehr Bauland an der Schiene und besprechen den Weg dorthin (Moderation: Petra Voßebürger, 2.v.l.)

Die hohe städtebauliche Qualität und der Vermarktungsstart für das Großprojekt sind die Themen von Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, MHKBG, Ute Möbus, Vorstand DB S&S und Oberbürgermeister Sören Link, Stadt Duisburg

Franz Meiers, NRW.URBAN, Hermann Gödde, Beigeordneter der Stadt Eschweiler, Rita Schulde Böeing, Erste Beigeordnete der Stadt Hamm, Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, MHKBG, Bernd Grotefeld, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und Thomas Lennertz, BEG NRW, (v.l.n.r.) erklären das Zusammenwirken von Land, Kommunen und Grundstückseigentümern im Flächenpool NRW.

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Bauland an der Schiene: Anmeldung AB SOFORT für ALLE Kommunen der Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf möglich!

Bebaubare Grundstücke sind ein Engpass beim Schaffen von mehr Wohnraum: 247 Städte und Gemeinden mit Haltepunkten an der Schiene haben die Einladung von Ministerin Ina Scharrenbach, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, zu Baulandgesprächen an Haltepunkten der Schiene  erhalten:

1. Was ist terminvorbereitend erforderlich? Wenig! Wählen Sie über den Internet-Kalender einen der zur Verfügung stehenden Termine und übermitteln Sie uns spätestens 10 Tage im Voraus Ihren FNP.

2. Was sind die Hintergründe? Die Landesregierung legt besonderes Augenmerk auf die gezielte Entwicklung von bezahlbarem Bauland im Einzugsbereich von Haltestellen des schienengebundenen Personennahverkehrs (SPNV). Dies soll die angespannten Wohnungsmärkte ebenso wie den Verkehrsträger Straße entlasten. Integrierte Konzepte und kurze, fachübergreifende Abstimmungswege sollen den Umsetzungserfolg erhöhen. Die unmittelbare Erörterung von Entwicklungsmöglichkeiten im großzügigen Radius um Haltepunkte mit allen Beteiligten verkürzt die Abstimmungswege für verbindliche Entscheidungen. Dies betrifft die Siedlungsentwicklung, aber auch die Feststellung von infrastrukturellen Investitionsbedarfen und die Berücksichtigung von Mobilitätskonzepten, die vor Ort mitgedacht und verfolgt werden. Die heutige Verzahnung von Fachplanungen und Flächenentwicklung entscheidet darüber, ob künftiges Mobilitätsverhalten auf die Schiene ausgerichtet wird. Deshalb müssen die Handlungsbedarfe systematisch erörtert und in den Fokus gerückt werden.

3. Welche Flächen kommen in die Betrachtung? Suchraum ist in der Regel der Ein-Kilometer-Radius um bestehende SPNV-Haltepunkte oder potenzielle DB-Haltepunkte mit Finanzierungsperspektive aus Landes- und Bundesmitteln oder der Stationsoffensive der DB S&S AG. Im Radius bis zu drei Kilometern findet die Qualität der intermodalen Anbindung an den Haltepunkt Berücksichtigung. Haltestellen an Überland-Straßenbahnen mit interkommunaler Verbindungsfunktion können in Ausnahmefällen zur gesamtstädtischen Priorisierung mitbetrachtet werden. Im Fokus sind dabei alle Flächen über ein Hektar Größe, bei denen die Stadt oder Gemeinde Chancen für eine weitere Siedlungsentwicklung bzw. eine Aktivierung im Zuge der Innenentwicklung sieht sowie Flächen, die im Blickfeld der Regionalplanungsbehörden sind.

4. Ist die Landesinitiative mit Fördermitteln ausgestattet? Das Land NRW fördert städtebauliche Rahmenplanungen zur Konkretisierung der Perspektiven für Siedlungsentwicklungen an Haltepunkten des SPNV. Bei Erforderlichkeit kann die BEG NRW 50 % der anfallenden Planungskosten sowie die Ausschreibung, Vergabe sowie Prüfung der Planungsleistungen übernehmen. Rahmenplanungen an Haltepunkten von Straßenbahnen sind nicht förderfähig.

5. Wer sitzt mit am Tisch? Optimalerweise die kommunale Bauderzernentin/ der Baudezernent in Begleitung der Kreisverwaltung; das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW; das Ministerium für Verkehr des Landes NRW; das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz; die Bezirksregierung/ Regionalplanung; der Zweckverband Nahverkehr bzw. Verkehrsverbund; die DB Station & Service AG; die DB Immobilien (Liegenschaften); die Region Köln/Bonn e.V. (bei Gesprächen im Regierungsbezirk Köln); die BEG NRW (Moderation und Gesamtkoordination). 

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.beg.nrw.de

Treffen Sie die BEG NRW auf der EXPO REAL 2018 !

Saniertes Empfangsgebäude Brühl (Foto: Stefan Klink)
Termine für Ihren Messekalender:

Mo, 08. Okt. 2018, 15.30 Uhr, Stand B2.120 (Deutsche Bahn AG):

Landesinitiative „Bauland an der Schiene“

Ministerin Ina Scharrenbach, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ute Möbus, Vorstandsmitglied der DB Station & Service AG und Thomas Lennertz, BEG-Geschäftsführer, stellen die Landesinitiative „Bauland an der Schiene“ vor. Informieren Sie sich vor Ort oder nutzen Sie direkt den Internet-Kalender und vereinbaren einen der noch zur Verfügung stehenden Termine für ein Baulandgespräch!

Mo, 08. Okt. 2018, 16.00 Uhr, B2.120 (Deutsche Bahn AG):

6 Seen Wedau: Stadtentwicklung auf 90 Hektar Bahnfläche

Lassen Sie sich den aktuellen Stand der Entwicklung von 90 Hektar ehemaliger Bahnflächen in Duisburg-Wedau vorstellen! Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und Ute Möbus, Vorstandsmitglied der DB Station & Service AG, besprechen den Start des Investorenauswahlverfahrens für das Nahversorgungszentrum, mit dem vor allem das zukünftige, gemischt genutzte Stadtquartier mit bis zu 3.000 Wohneinheiten ein attraktives Angebot erhält.

Di, 09. Okt. 2018, 10.30 Uhr, Stand B1.321 (Gemeinschaftsstand Nordrhein-Westfalen):

Mit dem Flächenpool NRW neues Bauland ermöglichen

Wie können Sie mit dem Flächenpool NRW Flächenpotenziale im Innenbereich identifzieren, neue Nutzungsperspektiven entwickeln und umsetzen? Antworten liefern Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär MHKBG NRW, Franz Meiers, Geschäftsführer NRW.URBAN und Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG NRW, im Gespräch mit Hermann Gödde, Technischer Beigeordneter Eschweiler, Rita Schulze Böing, Erste Beigeordnete Hamm und Bernd Grotefeld, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Individuelle Gesprächsvereinbarungen:

Telefonisch unter 0201 74766-0 oder per E-Mail info@beg.nrw.de

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Hauptbahnhof Münster Ostseite wird das „Hansator“ zur Stadt – Baugenehmigung erteilt

Auf der Projektfläche v.l.n.r: Henk Brockmeyer (BEG NRW), Bahnhofsmanager Michael Jansen (DB S&S), Volker Nicolaus (BEG NRW), Jan Grzesik und Christian Hehemann (beide Landmarken AG), Foto: Landmarken AG
Das „Hansator“ wird zukünftig den attraktiven Übergang zwischen Stadt und Schienenverkehr auf der Ostseite des Hauptbahnhofs bilden. Auf 8.200 m² Bahn- und Brachfläche entsteht ein gemischtes Stadtquartier mit anspruchsvoller Architektur und Flächen für Wohnen, Gastronomie, Handel und Hotelerie und setzt eine städtebauliche Klammer zur innenstadtzugewandten Bahnhofsseite.

Der neue Name unterstreicht nebst eigenem Logo die Verbindung des urbanen Hansaviertels mit dem Zentrum. Im Rahmen eines Pressetermins vor Ort am 19.09.2018 erläuterte der Kreis der Projektbeteiligten seitens der Stadt Münster, der Landmarken AG, der DB Station&Service und der BEG NRW den Projektfortschritt und verkündete den Eingang der Baugenehmigung. Die förmliche Freistellung der ehemaligen Bahnfläche von Bahnbetriebszwecken wurde kurz zuvor durch das Eisenbahnbundesamt erteilt.

Die Grundstücksgeschäfte für die Bahnhofs-Ostseite wurden zwischen der Stadt Münster, der Deutschen Bahn und der BEG NRW 2017 mit dem Projektentwickler Landmarken AG abgeschlossen; die Landmarken AG ging gemeinsam mit kadawittfeldarchitektur als Gewinner eines gemeinsamen Investorenauswahlverfahrens hervor (vgl. frühere Berichte). Unmittelbar nach Beendigung der Arbeiten auf der Westseite begann die Baustelleneinrichtung auf der Ostseite. Unerwartet hohen Aufwand erzeugte für die BEG NRW dabei zuletzt die Steuerung der Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen: Auf dem gesamten Gelände wurden hunderte Sondierungsbohrungen vorgenommen, die sich insbesondere im Böschungsbereich aufgrund konkreter Verdachtspunkte technisch sehr anspruchsvoll gestalteten - Rampen mussten gebaut und Fahrleitungsmasten versetzt werden. Die letzten Auswertungsergebnisse stehen noch aus, so dass die Baugrube voraussichtlich im ersten Quartal 2019 vorbereitet sein wird.

In Summe zeigt sich im reibungslosen Ineinandergreifen aller Projektstufen einmal mehr die hohe Bedeutung des frühzeitigen und kontinuierlichen Dialogs aller Beteiligten. [zur BEG-Startseite]

Winterberg: Vom ersten "EmpfangsbäudePaket NRW" zum Bahnhof des Jahres 2018

(c) Allianz pro Schiene, Stephan Roehl / Vorher-Bild: BEG NRW
Der Bahnhof Winterberg im Hochsauerland sowie der Bahnhof Eppstein im Taunus gewinnen den Titel „Bahnhof des Jahres 2018“. Die „Allianz pro Schiene“ hat nach Reisen durch ganz Deutschland in diesem Jahr zwei „Bürgerbahnhöfe“ ausgezeichnet, die ihre Qualität besonderem Engagement vor Ort verdanken.

"Besser geht es nicht"
Die Jury urteilte insbesondere: „Bürgerbahnhof steht in Winterberg nicht nur vorne drauf, sondern Bürgerbahnhof ist auch drin. Der Fahrkartenschalter in dieser hellen, aus Holz und Glas geschmackvoll gestalteten Halle, ist zugleich erste Anlaufstelle für das städtische Bürgeramt mitsamt der Volkshochschule.“ Slow-Food-Gastronomie und ein modernisiertes Bahnumfeld ergänzten den positiven Gesamteindruck.

Auch in architektonischer Hinsicht kann der Bahnhof als außergewöhnlich bezeichnet werden. Einen zweckmäßigen, aber gesichtslosen Neubau hatte die Stadt Winterberg früh konzeptionell ausgeschlossen – entstanden ist ein identifikationsstiftendes, neues Eingangsportal zur Stadt mit abstrahierter Skisprungschanze auf dem Dach. Es sei kein Wunder, dass sich hier ein neues Stadtviertel entwickelt. „So wächst der Bahnhof aus seiner Randlage in die Stadt hinein. Besser geht es nicht.“

EmpfangsgebäudePaket NRW
Zum Hintergrund: Im Rahmen des ersten EmpfangsgebäudePaketes NRW, das 2003 zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Bahn vereinbart wurde, hatte die BEG NRW erreichen können, dass das stark instandsetzungsbedürftige Bahnhofsgebäude aus einem Immobilienportfolio herausgenommen wurde, das bereits für einen international agierenden Fonds vorgesehen war. Auf diesem Wege ließ sich die Einflussnahme der Stadt auf die weitere Entwicklung des Areals erreichen. Nach dem kommunalen (Zwischen-)Erwerb des prägnanten Objekts wurde die ökonomische Vorzugsvariante „Abriss und Neubau“ verfolgt und mit Hilfe von Städtebauförderungsmitteln, städtischem Eigenanteil sowie eines engagierten und visionären Investoren- und Architekten-Ehepaars finanziert und realisiert.

Die heute angrenzende Mischgebietsentwicklung schließt auch die Verbindungachse zwischen dem neuen Bahnhof und dem Einkaufszentrum „Hohe Pforte“ funktional. Diese „Nahversorgungspforte“ zur Innenstadt ist ebenfalls durch umfangreiche Neugestaltungen von Bahnflächen entstanden (wie berichtet).

Kooperation zählt
Der Vorstandsvorsitzende von DB Station&Service, Bernd Koch, lobte das Engagement aller Beteiligten vor der Presse: „Als Betreiber von rund 5.400 Bahnhöfen freuen wir uns sehr über die gelungene Zusammenarbeit, auch bei der Entwicklung des Bahnhofsumfeldes.“ Jury-Mitglied Andreas Geißler ergänzt: „In 15 Jahren ist die Jury immer wieder darauf gestoßen, dass ein stimmiges Konzept vor Ort entscheidend für den Sieg ist. Überall, wo das Land, Städte, Gemeinden und die Bahn mit Herzblut zusammenarbeiten, entsteht früher oder später ein Kundenliebling.“

Die Jury des Wettbewerbs besteht aus Vertretern des Fahrgastverbandes Pro Bahn, dem Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem ACE Auto Club Europa, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und der Allianz pro Schiene, begleitet von Verkehrsexperten des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) und der Kooperation „Fahrtziel Natur“.

Umfeld mit Strahlkraft
Die Jury hebt auch die Bedeutung des attraktiven Bahnhofumfeldes hervor - mit einem tollen Plädoyer für die gesamthafte und integrierende Bahnhofsentwicklung, welches die BEG nur teilen kann:

"Die Bahnsteiganlagen sind ebenfalls weit über dem Standardniveau: Wanderer und Radfahrer finden einen Schließfachanlage für überschüssiges Gepäck, Aufladestationen für ihre E-Bikes und einen integrierten Bahn-Bussteig, der dem Experten verrät, dass hier die Stadt bei der Planung kräftig mitgemischt und hervorragend mit der Deutschen Bahn zusammengearbeitet hat. Diesen Eindruck bestätigt die sorgfältige Ausschilderung der Bahnhofsumgebung in die Stadt und ins Bergland.

Und dass der Bahnhof eigentlich mit einer misslichen Randlage zu kämpfen hat? Sogar dieses Hemmnis könnte der Neubau heilen: Die Stadt plant mit dem Bahnhof Winterberg einen Lückenschluss und zahlreiche Braukräne beweisen, dass auf ehemaligen Brachflächen zwischen Stadt und Bahnhof gerade ein neues Stadtzentrum mit Wohnungen, Gewerbe und Geschäften wächst. Kein Zweifel: Der Bahnhof Winterberg erschließt sich gerade sein eigenes Umfeld.“

Die gesamte Würdigung der Jury und weiteres Bildmaterial finden sich auf auf der Homepage der Allianz pro Schiene. [zur BEG-Startseite]

Indische Delegation gewinnt Einblicke in nordrhein-westfälische Stadt- und Regionalplanung

„Successful Cooperation For Regional Land Use Planning“ (oder "Erfolgreiche Kooperation in der Flächennutzungsplanung") ist der Titel der von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) initiierten, einwöchigen Studienreise einer indischen Delegation, bestehend aus Entscheidungsträgern der Stadt- und Regionalplanung in Odisha und Tamil Nadu. 

Auf Anfrage der Bezirksregierung Düsseldorf führten BEG-Projektleiter Klaus-Dieter Büttner und André Stangier durch das englischsprachige Programm zum Thema 6 Seen Wedau. Neben Stationen in Düsseldorf, Stuttgart (Stuttgart 21) und Frankfurt (Unternehmenssitz der GIZ in Eschborn) stand auch ein Besuch der Projektfläche von 6 Seen Wedau in Duisburg mit anschließendem Vortrag auf Zeche Zollverein in Essen auf dem Programm. 

Zumindest die deutschen Teilnehmer der Exkursion waren froh, bei deutlich über 30 Grad die rund 90 Hektar große Projektfläche in Duisburg-Wedau vom klimatisierten Bus aus besichtigen zu können - die indischen Gäste sind unterdessen weitaus höhere Temperaturen gewöhnt. Auf den von Projektleiter André Stangier gehaltenen Vortrag auf Zeche Zollverein folgten zunächst hauptsächlich Fragen zum Thema Ver- und Entsorgung des zukünftig zum größten Teil für Wohnzwecke genutzten Areals – sicherlich nicht verwunderlich angesichts der Probleme eines der bevölkerungsreichsten Staaten der Welt. Die rasant wachsenden indischen Metropolen verzehren zumeist in großem Umfang die knappen Ressourcen Fläche, Grundwasser und Energie und tragen zugleich überproportional zu Luftverschmutzung, Wasservergiftung und Abfallproduktion bei. Dementsprechend sind - angesichts des enormen Bevölkerungswachstums und des rasanten Flächenverbrauchs - die Wasserversorgung und Abwasserbehandlung besonders dringliche Herausforderungen indischer Kommunen. 

Aber auch Themen wie Soziale Infrastruktur, Zielgruppen und Nutzungsstrukturen wurden von den Gästen aus Indien hinterfragt. Die Projektleiter der BEG wiesen wiederum auf die aus ihrer Sicht große Bedeutung der Kooperationen und interdisziplinären Abstimmungen, insbesondere auch hinsichtlich der regionalplanerischen Belange sowie auf ihre Rolle als Moderator und Mediator im Rahmen des gesamten Planungsprozesses hin. 

Aufgrund des ambitionierten Zeitplans der Reisegruppe blieb keine Zeit für detailliertere Diskussionen – Delegation und Veranstalter, deren Erwartungen trotz des engen Zeitfensters voll erfüllt wurden, bedankten sich für den kompakten und informativen Einblick in das Großprojekt 6 Seen Wedau. [zur BEG-Startseite]

Wewole-Stiftung erwirbt das Empfangsgebäude in Castrop-Rauxel

Foto: Miksch Rücker Architekten
Die wewole-Stiftung aus Herne, eine der größten Teilhabeanbieterinnen der Region für Menschen mit Behinderungen in Herne und Castrop-Rauxel, ist neue Eigentümerin des Empfangsgebäudes am Bahnhof Castrop-Rauxel. Das Sozialunternehmen will in dem Gebäude einen Kiosk und ein Café betreiben. Die Stiftung organisiert zeitgemäße Unterstützungsangebote mit dem Ziel, Menschen mit Behinderungen selbstbestimmtes Arbeiten, Wohnen und Leben zu ermöglichen. 

Am Mittwoch, 25. Juli 2018, unterzeichneten Rochus Wellenbrock, Vorstandsvorsitzender der wewole Stiftung und Geschäftsführer der wewole werken gGmbH, und Carsten Kirchhoff, Projektleiter der BEG NRW, den Kaufvertrag für die Immobilie vor der Notarin Elke Breilmann in Castrop-Rauxel. Die Umsetzung des Kaufvertrags findet in den nächsten Wochen statt. Der voraussichtliche Besitzübergang für das Empfangsgebäude wird Ende September 2018 sein. "Wir freuen uns, dass wir die Stadt, die DB und die BEG für unsere Pläne gewinnen konnten und den Zuschlag erhalten haben", so Stiftungsgeschäftsführer Rochus Wellenbrock.

Die BEG hat gemeinsam mit der DB Station&Service AG und der Stadt Castrop-Rauxel ein Begutachtungsverfahren zur Bausubstanz und zum Verkehrswert des Gebäudes durchgeführt. Der nun erfolgte Verkauf des Gebäudes der DB Station&Service AG über die BEG an die Stiftung erfolgte insofern mit ausdrücklicher Zustimmung der Stadt Castrop-Rauxel. Über den Verkauf und das geplante Umbau- und Nutzungskonzept werden die wewole Stiftung, die DB Station&Service AG, die BEG und die Stadt Castrop-Rauxel im Rahmen eines gemeinsamen Übergabe- und Pressetermins Anfang Oktober 2018 ausführlich informieren. [zur BEG-Startseite]

Bagger und Sondierungen am Hauptbahnhof Münster-Ostseite

Am östlichen Ausgang des Münsteraner Hauptbahnhofs (wie berichtet, vgl. 04/2017) könnte man dieser Tage den Eindruck gewinnen, es gehe nicht wirklich vorwärts. Der Bereich der zukünftigen Baugrube ist noch immer eingezäunt, die Fläche liegt seit Längerem ohne erkennbare Veränderung da. Dieser Eindruck täuscht jedoch – denn vor allem die Bodensondierungen sind in vollem Gange. 

Aufgrund eines so genannten Kampfmittelverdachtspunktes in der Nähe der zukünftig bebauten Fläche besteht weiterer Erkundungsbedarf, was wiederum bedeutet, dass auch im Norden der Projektfläche außerhalb des eigentlichen Baugrundstückes umfangreiche Sondierungen durchgeführt werden müssen. Betroffen sind der Gleis- und Böschungsbereich sowie auch die Personenunterführung. Für die Sondierungen im Böschungsbereich mussten Rampen gebaut und sogar Fahrleitungsmasten versetzt werden. Der nördliche Bahnhofstunnel muss für die Dauer der Sondierungen weiterhin gesperrt bleiben. Momentan werden in der Personenunterführung selbst Bohrungen vorbereitet – und wie es der Zufall will, sind Fahrkartenautomaten und Informationsanzeige nun auch direkt von erforderlichen Bohrungen betroffen, was die Sache nicht vereinfacht und den Zeitplan dementsprechend verzögern kann. Hier kooperieren die beteiligten Stellen aber sehr gut, so dass auch diese Hürde bald aus dem Weg geschafft sein wird. 

Das Freistellungsverfahren (Freistellung von Bahnbetriebszwecken nach §23 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG)) durch das Eisenbahnbundesamt (EBA), mit dem die Stadt förmlich die Planungshoheit über das Baufeld erhält, steht derweil kurz vor dem Abschluss. 

In den nächsten Jahren entsteht eine Neubebauung auf dem Bremer Platz, auf der Teilfläche zwischen den Gleisen und der Bremer Straße. Im neuen Gebäudekomplex, bestehend aus drei Baukörpern, die über ein sogenanntes Flugdach verbunden sind, sollen unter anderem ein Hotel, Appartements, Studentenwohnungen, Gastronomieangebote und ein Supermarkt untergebracht werden. Im nördlichen Teil ist eine neue Fahrradstation mit über 2.000 öffentlichen Stellplätzen geplant. [zur BEG-Startseite]

BAULANDPORTAL NRW: Online-Lotse und Beratungs-Hotline zu Fördermöglichkeiten der Baulandmobilisierung in Nordrhein-Westfalen ist gestartet!

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Welche Förderangebote gibt es in Nordrhein-Westfalen für Städte und Gemeinden, um Bauland bedarfsgerecht zu mobilisieren? Gibt es auch Unterstützungsmöglichkeiten für private Eigentümer? Wer ist der richtige Ansprechpartner, wenn es um erste Standortprüfungen geht, wenn Bodenuntersuchungen erforderlich sind, wenn Fragen der städtebaulichen Kalkulation oder der Projektfinanzierung bestehen? Wer hat den Überblick und wer kann den gesamten Mobilisierungsprozess begleiten?

Für Antworten auf diese und andere Fragen haben das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG), die NRW.URBAN, die BEG NRW, die NRW.BANK, der AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung und das Forum Baulandmanagement das neue Internetangebot www.baulandportal.nrw initiiert. Übersichtlich strukturiert führen filterbare Förder-Steckbriefe Städte, Gemeinden und Grundstückseigentümer zum passenden Unterstützungsangebot. Konkrete Praxisbeispiele und ein FAQ-Bereich veranschaulichen konkrete Anwendungsfälle und geben Hinweise zur Verzahnung der Instrumente untereinander. Für individuelle und standortbezogene Fragestellungen steht ab sofort eine zentrale Auskunftsstelle für alle Städte, Gemeinden und Grundstückseigentümer in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Die kostenfreie Kurzberatung kann telefonisch oder per E-Mail in Anspruch genommen werden. 

Zum Hintergrund: Das Baulandportal NRW will den Dialog organisieren – zwischen denen, die Unterstützung suchen und denen, die sie anbieten. Das Angebot ist insofern als Verstetigung der Bauland-Dialoge NRW zu verstehen, zu denen das MHKBG NRW mit seinen Tochtergesellschaften und Mobilisierungspartnern bereits zweimal eingeladen haben. Der Flächenpool NRW betreut das Baulandportal NRW; er ist das koordinierende, zentrale Instrument zur Unterstützung komplexer Flächenaktivierungen des MHKBG, durchgeführt von NRW.URBAN und BEG NRW.

Weitere Informationen unter: www.baulandportal.nrw  [zur BEG-Startseite]

Ministerin Scharrenbach: Landesregierung setzt neue Initiative für mehr Bauland auf die Schiene / Presseinformation des MHKBG

Die BEG NRW wird landesweit streckenbezogenene Baulandgespräche federführend und in enger Abstimmung mit dem Ministerium umsetzen. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit
  
Die Landesregierung hat die Initiative „Bauland an der Schiene“ beschlossen. Damit legt die Landesregierung ein besonderes und konkretes Augenmerk auf die gezielte Entwicklung von bezahlbarem Bauland im Einzugsbereich von Haltestellen des schienengebundenen Personennahverkehrs und setzt ein zentrales Ziel des Koalitionsvertrages um. „Unser Ansatz ist neu, konkret und wirksam. Wir bringen Fahrt in die Baulandentwicklung. Das wirkt vor allem in den überhitzten Wohnungsmärkten der Ballungsregionen, die wir damit entlasten. Unser Augenmerk gilt allen Haltepunkten an den Bahnlinien, die aus den Ballungsregionen ins Umland führen“, sagt Ministerin Scharrenbach zur neuen Initiative.
„Wir scheuen keinen Aufwand und suchen den Umkreis jedes einzelnen Haltepunktes ab. Dies machen wir im kleinsten Raster, Fläche für Fläche, gemeinsam mit den Kommunen, den Bezirksregierungen und weiteren beteiligten Behörden. Die Frage wird jeweils konkret sein, ob und wie man diese Fläche entwickeln kann und was die Gesprächspartner dazu beitragen können“, so die Ministerin weiter.
Die Initiative wird zudem die Attraktivität der Schienenstrecken als Anbindung an die Zentren steigern. „Mehr Fahrgäste in der Bahn bedeuten weniger Pendlerverkehr auf den Autobahnen. Parallel steigt durch mehr Fahrgäste die Wirtschaftlichkeit des Bahnverkehrs“, betont Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Dr. Jan Heinisch. Deswegen sei die Initiative auch eng mit der Bahn AG und dem Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen verzahnt.
Die Landesinitiative „Bauland an der Schiene“ besteht aus einem zweistufigen Angebot an die Anliegerkommunen von Haltepunkten des schienengebundenen Personennahverkehrs (SPNV):
  • Durchführung haltestellenbezogener „Baulandgespräche“. In die „Baulandgespräche“ werden neben den Kommunen als weitere Akteure die Verkehrsverbünde, Dienststellen der Bahn AG, die Regionalplanungsbehörden und weitere Behörden einbezogen.
  • Entwicklung integrierender Rahmenplanungen für geeignete Standorte abhängig von den Gesprächsergebnissen in unmittelbarer Abstimmung mit und unter Beteiligung der jeweiligen Kommune und Einbindung aller relevanten Akteure.
Die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW wird die streckenbezogenen Baulandgespräche federführend und in enger Abstimmung mit dem Ministerium umsetzen.
Nähere Informationen zum Ablauf der Mobilisierungsgespräche werden in Kürze auf der Homepage der BEG NRW veröffentlicht. [zur BEG-Startseite]

Wie in NRW auf Bahnflächen Radwege und Bibliotheken entstehen...

Waggonbrücke an der Niederbergbahn, Heiligenhaus
...erläutert ein DB-Welt Artikel über die enge Zusammenarbeit von DB Immobilien und BEG NRW sehr anschaulich am Beispiel Heiligenhaus, Warburg (Westf.) und Duisburg-Wedau.

Zum Nachlesen: Ganzer Artikel (PDF)

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Weltmeisterliches Engagement, Teil 3: Radrennen im Münsterland

Bewegung, Teambuilding und Projektfortschrittsbetrachtung in einem: Das war der diesjährige BEG-Betriebsausflug per Pedelec und Tandem durch das westliche Münsterland.

Die pittoresken Raststationen des Ausflugtages sind eng mit der Historie der BEG verbunden: So begleiteten heutige BEG'ler den Besitzübergang des vereinsgetragenen, ansprechend hergerichteten  Kulturbahnhofs Billerbeck vor über 15 Jahren seitens Städtebauministerium und DB Immobilien im Rahmen des 100-Bahnhöfe-Programms. Am Generationenbahnhof Darfeld ist durch außergewöhnliches hohes ehrenamtliches Engagement gepaart mit viel Förder-KnowHow und Beratung ein Highlight an der Radbahn Münsterland entstanden, inklusive Café, Veranstaltungssaal, Naherholungs-"Vorplatz" und -Nebengebäuden. Die Radbahn wiederum gilt mit ihren 40 Kilometern von Coesfeld bis Rheine als längster Alleenradweg NRWs und hat alle Teilnehmer durch Fahrkomfort und landschaftliche Attraktivität begeistert. Einblick gewährte diese Route zudem auf einen aktuellen Projektstandort des Flächenpool NRW in Rosendahl sowie in ein "erfrischendes" Regionale-Förderprojekt an dem Bachlauf der Berkel im Schlosspark Coesfeld.

Die Projektpartner, die dankenswerterweise zur Erläuterung einiger Projekthintergründe in Billerbeck, Rosendahl und Coesfeld zur Verfügung standen, sparten auch nach teils großem zeitlichen Abstand nicht mit Lob für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der BEG und deren projektermöglichende Unterstützung - und sorgten so für besonders motivierte Stimmung beim abendlichen Ausklang im Coesfelder Stephanus-Brauhaus. [zur BEG-Startseite]

Weltmeisterliches Engagement, Teil 2: Firmenrennen in Essen


Neben dem absoluten Teilnehmerrekord beim diesjährigen Innogy-Firmenlauf am 13.06.2018, war auch die BEG mit elf Läufern zahlreicher vertreten denn je. Die Luft nach oben spornt uns weiter an - ein großes Dankeschön an die Organisatoren und Antreiber! [zur BEG-Startseite]

Weltmeisterliches Engagement, Teil 1: Entenrennen in Duisburg

Entenrennen beim Drachenbootfest Duisburg,
organisiert vom Verein für Köper- und Mehrfachbehinderte e.V.
Das VKM-Entenrennen ist eine außergewöhnliche Benefizlotterie zugunsten der Arbeit für und mit Kindern und Erwachsenen mit Behinderung und fand inzwischen zum 8. Mal statt. Mit den Erlösen können Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam Ferien machen, Ausflüge verbringen oder an Projektwochen teilnehmen. Jedes Los gehört zu einem Renn-Entchen; mehr als 5.000 schwimmen im Innenhafen auf einer leichten Strömung um die Wette - viele darunter werden traditionell von den BEG'lern angeheuert.  [zur BEG-Startseite]

Turmbau zu Dülmen: Fraktionenübergreifender Konsens zu Bahnhofsplänen

Ein Turmbahnhof oder auch Etagenbahnhof stellt mit übereinanderliegenden Ebenen die Verbindung zwischen sich kreuzenden Eisenbahnstrecken her. Diese Bauform wurde in den Anfängen der Eisenbahn gewählt, damit sich Strecken konkurrierender Eisenbahngesellschaften auf getrennten Ebenen begegnen konnten. In NRW befinden sich noch zwei Turmbahnhöfe in Betrieb: In Köln (Messe-Deutz) und in Dülmen.

Was eisenbahnhistorisch spannend klingt, macht es heute stadt- und fachplanerisch umso interessanter. Mit der Aufnahme der Stadt Dülmen in das dritte EmpfangsgebäudePaket NRW sowie der voraussichtlichen Aufnahme in das europäische Strukturförderprogramm "Kommunaler Klimaschutz NRW" eröffneten sich für die Stadt ein neue Ansätze und Unterstützungswege rund um die komplexen Herausforderungen am Bahnhof:  Neugestaltung barrierefreier Wegeverbindungen zwischen den Gleisebenen, Erneuerung des  Empfangsgebäudes und der Vorplatzgestaltung, Bau eines Fahrradparkhaus und einer Park&Ride-Anlage.

BEG-Projektleiterin Susanne Huhn klärte dazu alle Rahmenbedingungen, koordinierte die Untersuchung der technischen Belange, beauftragte Verkehrswertermittlung und Rahmenplanung; Hand in Hand führte die Stadt einen begleitenden Bürgerworkshop durch, in dem neben viel Zustimmung zu den Neugestaltungs-Vorschlägen auch zahlreiche Anregungen eingesammelt wurden. Daraus entwickelte sich ein Planungszenario, bei dem der Vorplatz zu einer leicht schiefen Ebene wird. Über die gesamte Länge würde ein Höhenunterschied von 2,80m ausgeglichen und es verblieben nur noch 80 cm Niveauunterschied, die mit kleineren Rampen zu überbücken wären. All` dieses wäre mit einem als barrierefrei geltenden Gefälle zu bewältigen. Unter anderem diese  originelle Variante präsentierte BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz schließlich im Bau- und Umweltausschuss der Stadt. Das schlüssige Gesamtkonzept erntete fraktionenübergreifende Anerkennung und so schloss sich auch der Rat kurz darauf dem einstimmigen Votum des Ausschusses an. Positiv wurde auch aufgenommen, dass für die die Hälfte des rund 10 Millionen Euro umfassenden Gesamt-Investitionsvolumens Fördermittel in Aussicht stehen.

Bürgermeisterin Lisa Stremlau kommentierte das einstimmige Votum mit den Worten: „Das ist ein sehr schönes Signal. Es ist ja selten, dass wir uns so einig sind.“

[Aktuell dazu: Video-Clip "Neugestaltung Bahnhof Dülmen", Verein für Medienarbeit e.V., youtube.de]  [zur BEG-Startseite]

„Bahnhof.Mobilität.Detmold.“ nimmt weiter Gestalt an

Die nächste Umsetzungsstufe der integrierten Gesamtentwicklung am Bahnhof Detmold startet mit einem Spatenstich im Bahnhofsumfeld. Dazu hat die Stadt Detmold folgende Presseinformation herausgegeben:
Detmold, 28.05.2018. Pünktlich zum offiziellen Spatenstich auf dem ehemaligen Güterbahnhof öffnete der Himmel seine Schleusen. Das tat der Freude über den Start zum nächsten Schritt im Rahmen des Projektes "Bahnhof.Mobilität.Detmold" jedoch keinen Abbruch. Nach der Sanierung des Bahnhofgebäudes, der Modernisierung des Bahnhofvorplatzes und des Busbahnhofes inclusive neuer Radabstellmöglichkeiten, geht es jetzt "hinter oder vor dem Bahnhof weiter - je nach Sichtweise", wie Bürgermeister Rainer Heller schmunzelnd in seiner Begrüßung zum symbolischen Spatenstich betonte.

Rund 6 Millionen Euro fließen bis 2021 in das geplante Großprojekt, das eine Park & Ride-Anlage und den Durchstich vom Bahnhof zum Kronenplatz vorsieht. Das gesamte Quartier rund um den Kronenplatz soll dabei aufgewertet und näher an die Innenstadt angebunden werden. Gestartet wird mit der Park & Ride-Anlage auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes und einer provisorischen Brücke als Verbindung zum Bahnhof. Ein Großteil der Kosten wird durch Fördermittel gedeckt, so zum Beispiel vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). NWL-Verbandsvorsteher Dr. Ulrich Conradi überbrachte persönlich den Förderbescheid: "Der Bahnhof Detmold ist eine wichtige Drehscheibe im regionalen Nahverkehr in OWL, daher freuen wir uns, mit der heutigen Förderung von rund 4,6 Millionen Euro für den Bau einer Park & Ride-Anlage samt Tunneldurchstich entscheidend zu einer weiteren Optimierung dieser zentralen Verkehrsstation beitragen zu können."

Martin Nowosad von der DB Station &Service hatte einen dicken Aktenordner mit den Plangenehmigungen für den Technischen Beigeordneten Thomas Lammering im Gepäck und dankte den städtischen Verantwortlichen für ihr Engagement, den öffentlichen Nahverkehr so nachhaltig zu stärken. Zeitgleich zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes werden die Stadtwerke Detmold den Bau ihres geplanten 26,50 m hohen Wärmespeicherturms am Ausgang der Unterführung zum Kronenplatz beginnen. Im ersten Bauabschnitt wird zunächst eine Stützmauer errichtet, bevor es dann Mitte 2019 an den eigentlichen Turmbau geht. Rund 2 Millionen Euro werden hier in den Bau, die farbliche Gestaltung und die Beleuchtung investiert.

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Vivawest-Marathon: Zwei BEG-Firmenstaffeln erlaufen Industriekultur und Projektkulissen

„So eine Hitze zu erleben, das habe ich noch nie gemacht und es war eine absolute Grenzerfahrung. Ich hatte das Gefühl, in einer Badewanne zu sein und dann noch mit Höchstleistung hätte schwimmen müssen." Das hätten die sieben BEG-Teilnehmer am diesjährigen Firmenstaffel-Lauf des Vivawest-Marathons auch nicht besser beschreiben können als  der hier zitierte Spitzenläufer Hendrik Pfeiffer. In schwül-heißer Luft stellte er am 27.05.2018 mit 1:12:47 h den neuen Guinness World Record für den schnellsten Halbmarathon im Businessanzug auf.

Er habe die Symbiose zwischen Sport und Beruf repräsentieren wollen - auch hier wussten die BEG'ler wovon er sprach, erkannten sie die Symbiose doch selbst laufend wieder: Die Strecke führte sie nicht nur an industriekulturellen Highlights vorbei, wie dem Welterbe Zollverein, der Zeche Nordstern und dem Bergweg Prosper Haniel, sondern auch an schönen Bahnflächen-Projektbeispielen, wie der Erzbahntrasse und dem Nordsternweg, sowie an dem ein oder anderen Baulandpotenzial auf gewerblich vorgenutzten Brachflächen.... Das nächste gemeinsame Sportevent mit voraussichtlich 12 BEG-Teilnehmern wird der ausgebuchte Innogy-Firmenlauf am 13.06. in Essen sein - Anfeuerer sind herzlich Willkommen!  [zur BEG-Startseite]

Duisburg: Zweite Brücke für "6 Seen Wedau" kommt

Lange war nicht sicher, ob - neben der geplanten Brücke im nördlichen Bereich der Projektfläche - eine zweite Überführung, die den Ortsteil Bissingheim mit dem neuen Baugebiet verbinden soll, realisiert werden  kann. Insbesondere die ungeklärte Finanzierung deutete lange darauf hin, dass ein zweites Brückenbauwerk nicht realisiert werden würde.

Jetzt steht fest: die zusätzliche Brücke wird gebaut! In einer gemeinsamen Pressemitteilung der DB AG, dem Projektteam 6 Seen Wedau und der BEG heißt es dazu:

Das Projekt 6-Seen-Wedau auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahn-Ausbesserungswerks in Duisburg-Wedau geht in die nächste Phase mit der Beschlussfassung zur Offenlage des Bebauungsplans „1061 II – Wedau“ und der Vorbereitung eines Satzungsbeschlusses durch den Rat der Stadt Duisburg. Ein offener Punkt war der Bau und die Finanzierung der südlichen Brücke „Ortsmitte“, die für die Bürger von Bissingheim und Wedau ein elementarer Bestandteil des Projektes ist und damit von besonderer Bedeutung. Hier können wir „grünes Licht“ geben:
Ute Möbus, Vorstand Finanzen/Controlling, DB Station&Service AG: „Ich freue mich, dass wir nach detaillierterer Planung dem Wunsch der Bürger entsprechen können, die Brücke von der Ortsmitte von Bissingheim zur Straße am See in Wedau aus dem Projekt 6 Seen Wedau zu finanzieren. Das ist ein weiterer wichtiger Schritt, dieses Leuchtturmprojekt zum Erfolg zu führen.“
Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link erklärt: „6-Seen-Wedau ist ein unglaublich spannendes Projekt, das für unsere Stadt eine enorme Strahlkraft entfalten wird. Dass es uns gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der Bahnflächenentwicklungsgesellschaft gelingt, mit dem Bau der südlichen Brücke einen Herzenswunsch aus der Bürgerschaft zu erfüllen, ist großartig. Mit dieser tollen Entwicklung wird 6-Seen-Wedau in den kommenden Wochen und Monaten weiter Fahrt aufnehmen.“ Auch Duisburgs Beigeordneter Carsten Tum ist froh über die Entscheidung der Bahn: „Die Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt, für das Gesamtprojekt bedeutet die südliche Brücke eine erhebliche städtebauliche Verbesserung für Bissingheim aber auch für 6-Seen-Wedau.“
Das Projekt 6-Seen-Wedau ist im Zeitplan und auf einem guten Weg: der Bebauungsplan soll im 1. Quartal 2019 rechtswirksam werden. Dann wird 2019 mit den Erschließungsmaßnahmen und der Vermarktung der 64,3 ha Südfläche begonnen werden.
Weitere Informationen unter www.6-seen-wedau.de.

Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen im Rahmen der „Allianz für die Fläche“ ausgelobt

Im Rahmen der "NRW-Allianz für die Fläche" loben das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem AAV - Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung den Bodenschutzpreis Nordrhein-Westfalen 2018 aus; die Teilnahme am Wettbewerb ist bis zum 16.07.2018 möglich.

Im Vordergrund des diesjährigen Wettbewerbs steht die Aufbereitung industriell vorbelasteter Brachflächen zur Schaffung neuer Flächen für Handwerk, Gewerbe und Industrie.

Der Landeswettbewerb richtet sich an Gemeinden, Gemeindeverbände, Zweckverbände und kommunale Arbeitsgemeinschaften sowie an alle Akteure aus Wirtschaft, Handel, Logistik und Handwerk, private Kooperationen, Arbeitsgemeinschaften, Partnerschaften, wie z. B. Ingenieur- und Planungsbüros, Architekten, Landschaftsarchitekten, Projektentwickler, Stadtplaner, Grundstückseigentümer, Bauträger und Baufirmen.

Die „Allianz für die Fläche in Nordrhein-Westfalen“ ist 2006 vom damaligen Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen gegründet worden, um einen kontinuierlichen Dialog zur Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und einer nachhaltigen Flächenpolitik zwischen den vielfältigen Akteuren im Land zu initiieren. Das zentrale Gremium für diesen Dialog ist der Trägerkreis, in welchem ca. 30 Personen aus Ministerien, den Kommunalen Spitzenverbänden und Kommunen, Verbänden, Vereinigungen und Kammern, der Wirtschaft und der Wissenschaft sowie der wissenschaftlichen Politikberatung zusammenarbeiten; auch die BEG NRW ist Mitglied des Trägerkreises.

Weitere Informationen und vollständiger Auslobungstext: www.aav-nrw.de .  [zur BEG-Startseite]

Bauland an der Schiene: StS Heinisch kündigt Gespräche mit allen Städten und Gemeinden zur Siedlungsentwicklung an Haltepunkten des SPNV an

v.r.n.l.: Staatsekretär Dr. Jan Heinisch, MHKBG, Cornelia Zuschke, Beigeordnete der Stadt Düsseldorf, Thomas Lennertz, Geschäftsführer der BEG NRW, Jochen Kral, Beigeordneter der Stadt Ratingen, Ralf J. Meurer, Geschäftsführer der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung Duisburg mbH
Die verfügbaren Baulandkapazitäten stehen vielerorts in keinem adäquaten Verhältnis mehr zum Nachfragedruck. Die konsequente Mobilisierung von Baulandpotenzialen an SPNV-Haltepunkten erfährt daher in der Fachwelt breite Zustimmung: Vorhandene Infrastruktur würde bestmöglich ausgenutzt, Pendlerströme von der Straße auf die Schiene gelenkt, Entwicklungsachsen zwischen Land und Stadt gestärkt, erforderliche Flächenentwicklung im Außenbereich auf verantwortbare Bereiche konzentriert. Die Herausforderungen und Chancen in der tatsächlichen Umsetzung solcher Projekte lassen sich aktuell an den Reaktivierungsbestrebungen zur Ratinger Weststrecke verfolgen: Daher nahm der BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz die Polis Convention 2018 zum Anlass, Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im MHKBG, sowie die Beigeordneten der Städte Düsseldorf, Duisburg und Ratingen zu einem öffentlichen Gespräch am „runden Tisch“ einzuladen. Quintessenz: Der Staatssekretär schlägt moderierte Gespräche mit allen Städten und Gemeinden, Bezirksregierungen und Nahverkehrsträgern über Baulandkapazitäten entlang der Schiene vor, um umsetzungsorientierte Lösungen für die Realisierung zusätzlicher Siedlungsflächen an ÖPNV-Achsen anzustoßen. Hier wisse er um den engen Schulterschluss mit dem Verkehrsministerium und dem Wirtschaftsministerium des Landes, dem auch die Landesplanung zugeordnet ist. Ideal sei auch die Verzahnung auf instrumenteller Ebene mit dem Bahnflächenpool NRW und dem Flächenpool NRW. 

Zum Hintergrund: Auch die landesweit derzeit größte Siedlungsentwicklung auf einer Bahnbrache, „6-Seen-Wedau“, setzt maßgeblich auf die Anbindung an einen späteren Haltepunkt. Die Städte Düsseldorf, Duisburg und Ratingen haben mit der „Wedauer Erklärung“ und einem Antrag zum ÖPNV-Bedarfsplan des Landes die feste Absicht bekundet, die stillgelegte „Ratinger Weststrecke“ zu reaktivieren und dort eine gezielte Baulandentwicklung zu verfolgen, so zum Beispiel am geplanten Haltepunkt Ratingen-Lintdorf. Die Belastungsgrenze der Straßeninfrastruktur im Ballungsraum Rhein-Ruhr scheint erreicht, selbst auf dem Weg zum RRX stünde selbst ein Pendlerbus im Stau. Die Wirtschaftlichkeit eines Haltepunkts für den Nahverkehrsträger korreliert indes unmittelbar mit den Fahrgastzahlen

Gemeinsames Fazit: Haltepunkt-Nähe avanciert für die Ausweisung neuer Baugebiete zum zentralen Standortfaktor. Erfolg wird möglich, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen. Verzahnt mit den Handelnden der kommunalen und regionalen Planung einerseits und der Infrastrukturplanung und -förderung andererseits besteht in NRW jetzt eine besondere Chance, gemeinsam getragene Lösungswege zu finden und zu verabreden. [zur BEG-Startseite]