Bescherung für Beverungen: Neuer AlleenRadweg

Auch die Stadt Beverungen baut ihre Infrastruktur- und Freizeitqualität über das AlleenRadwege-Programm aus. Als Teilbereich der stillgelegten Trasse von Warburg nach Höxter hat der Bezirksausschuss Dalhausen das Vorhaben bewilligt, zu der gestern die notarielle Beurkundung stattgefunden hat. Die Ausschussmitglieder waren sich über das Potenzial des Radweges zur Verdichtung der vorhandenen Routen in Beverungen einig und sprachen sich einhellig für die Verdichtung des Netzes durch einen besonders sicheren, generationengerechten und umweltverträglichen Bahntrassenradweg aus. Ein Abzweig zur Innenstadt solle auch das Schulzentrum anbinden. Diese Idee der BEG sei hervorragend, äußerte sich SPD-Fraktionsvorsitzender Eckhard Schepke. Dass die Einbindung der Bürger bislang zu kurz gekommen sei, räumte er allerdings auch ein.

Am 23. Jan. 2012 wird daher zu einer öffentlichen Bürgerinformation geladen. Manch Anwohner, dessen Grundstück an die stillgelegte Trasse angrenzt, sieht Nachteile durch den Radweg auf sich und die Allgemeinheit zukommen, welche in diesem Rahmen offen diskutiert werden und mit positiven Beispielen und Erfahrungen entlang anderer Bahntrassenradwege hoffentlich ausgeräumt werden können. [zur BEG-Startseite]

Kommentare:

  1. Beverunger Bürger18. Dezember 2011 um 13:36

    Die Einbindung der Bürger ist nicht zu kurz gekommen. Sie hat gar nicht stattgefunden.

    Um das Ziel der schnellen Veräußerung von Bahntrassen nicht zu gefährden, war sie auch niemals gewünscht.

    Wer nicht selbst eines Morgens einen 5 Meter hoch aufgeschütteten Damm an seiner Grundstücksgrenze haben möchte, von dem Radfahrer, Fußganger und Freizeitsportler fröhlich ins Schlafzimmer grüßen, der sollte sich mal sehr genau überlegen, was er da eigentlich wirklich vermarktet und ob sich nicht doch noch ein anderer Job innerhalb der DB gefunden hätte,mit dem man sich nicht fahrlässig an der Zerstörung der Lebensplanung und Lebensqualität seiner Mitmenschen beteiligen müßte.

    AntwortenLöschen
  2. Ein "HOCH" auf die Verschwendung unserer Steuergelder! Mal wieder ein Projekt, das nur der Selbstverwirklichung einiger weniger dient! Von der Zerstörung der inzwischen komplett begrünten Bahntrasse mal abgesehen...

    AntwortenLöschen
  3. Danke, aber es gibt bereits einen Radweg am und zum Schulzentrum Beverungen!!!
    Was soll da ein Neubau???

    AntwortenLöschen
  4. Liebe Stadt Beverungen, liebe BEG,
    der Widerstand von informierten Bürgern, die diesem sinnlosen Projekt skeptisch gegenüber stehen, hat noch gar nicht begonnen...

    AntwortenLöschen
  5. Ihr Statement zum Alleen-Radweg in Beverungen, dass die Anlieger für sich Nachteile sehen, kann nicht unwidersprochen sein. Wir Anlieger haben uns bei aller persönlichen Betroffenheit, obwohl wir von der Stadt, den Parteien und der BEG nur hinhaltende Auskünfte bekommen hatten, uns näher und sachlich mit dem Projekt beschäftigt und haben festgestellt, dass Beverungen diesen Radweg nicht braucht, daher sehen wir es als sinnlose Verschwendung von Steuergeldern an.
    Die Idee des Alleen-Radwegs ist prima für Landschaften, in denen Radwege fehlen; für Beverungen ist diese Idee aber nicht geeignet.

    AntwortenLöschen
  6. Hier wird immer von wir Anlieger gesprochen. Herr Rind sprechen sie bitte nur für sich oder einer kleine Gruppe, aber nicht von wir Anlieger. ICH bin auch Anlieger und wuensche mir diesen Radweg.

    AntwortenLöschen
  7. Ja, dass Herr Rind den Ausdruck "wir Anlieger" gebraucht, ist missverständlich.

    Ebenso wie es die BILD-Schlagzeile "wir Deutsche stehen hinter unserer Mannschaft" wäre.

    Gemeint – aber nicht geschrieben - ist für jeden klar erkennbar in beiden Fällen "viele". So wie es z.B. die SPD auch sauberer in ihrer Pressemitteilung formuliert.

    Dass es daneben auch seine eigene Meinung ist, lässt Herr Rind hier allen Lesern durch Angabe seines Namens wissen.

    Solange sich andere hier nur unter "Anonym" äußern (so wie ich), weil sie für ihre Äußerungen und deren Überprüfbarkeit nicht geradestehen möchten, sollten sie vielleicht nicht nur nach dem Splitter im Auge des anderen Ausschau halten.

    Die eigene Meinung auch mit Argumenten zu unterlegen und dafür hier offen einzutreten, wäre weitaus angebrachter.

    AntwortenLöschen
  8. Guten Tag,

    auch ich bin mit meiner Familie von dem geplanten Projekt "Alleenradweg" als dierekter Anlieger, aber auch einfach als mitdenkender Bürger und Steuerzahler betroffen.
    Immerhin handelt es sich hier um ein inzwischen fast 1 Million Euro schweres Projekt, wenn man den Radweg Dalhausen hinzurechnet. Diese Geld ist beileibe keine "Bescherung", sondern unser aller Steuergeld! Es wäre schön, wenn man gerade in Zeiten ausufernder (Staats-)Verschuldung auch mal in diese Richtung nachdenkt.
    Dr. M. Mittler

    AntwortenLöschen
  9. Sehr geehrter Herr Anonym, sehr geehrte Frau Anonym,
    in der Regel antworte ich nicht auf anonyme Briefe usw., aber bei Ihnen möchte ich eine Ausnahme machen, da ich beim Durchlesen meiner Leserzuschrift gemerkt habe, dass der Ausdruck "wir Anlieger" falsch verstanden werden kann. Ich meinte damit Anlieger, mit denen ich gesprochen und diskutiert habe. Sie haben Recht, der Ausdruck ist missverständlich, ich bedauere es.
    Trotzdem bleibe ich bei meiner Meinung, dass der geplante Alleen-Radweg auf der Bahntrasse in Beverungen nicht benötigt wird und, wenn er auch als Schul- oder Fußgängerweg genutzt werden soll (so lese ich die Mitteilung der SPD), werden Folgekosten entstehen, wie Beleuchtung in den dunklen Stunden (Sicherheit der Benutzer) oder ein Reinigungsdienst gegen Vermüllung. Von Räumen und Streuen in der kalten Jahreszeit mal ganz abgesehen. Auch dies sind Steuergelder.
    Ein Alleen-Radweg ist jedoch kein Schulweg, dieser unterliegt besonderen Anforderungen. Eine Frage muss erlaubt sein: Ist in diesem Fall eine Förderung nach dem Alleen-Radweg-Programm möglich?
    Schaue ich mir die Anschlussstelle am Bahnhof an, dann muss ich sagen, diese ist für einen Radweg geradezu ungeeignet, da der Anschluss bergab auf die Bundesstrasse führt. Bei Kindern und alten Leuten ein nicht zu vernachlässigender Gefahrenpunkt. Auch hier werden Folgekosten entstehen.
    Herrn Dr. Mittler möchte ich unterstützen, es sind unsere Steuergelder, die sinnvoller eingesetzt werden können, besonders wenn ich an die unklaren Folgekosten denke. Gerade Beverungen gehört zu den Gemeinden in OWL, bei der Sparen angesagt ist (vgl. NW vom 27.12).
    Ich wäre gespannt, von Ihnen zu hören, doch werde ich anonym mit Ihnen nicht weiter diskutieren.

    AntwortenLöschen
  10. Das ist ja alle schön und gut, ich habe mal eine Frage an die Herren von der Planung bzw. des Ausschusses: Wer von Ihnen wohnt direkt an der Trasse und befürwortet den Radweg???? Ich bin auf die vielen Meldungen gespannt!!!
    Gelder hin oder her, die Unterhaltungskosten sind immens, Steuergelder werden verschwendet. Scheinbar immer noch kein Problem bei ständig wachsender Verschuldung.
    Wo bleibt der Verstand der Politiker und ein Einsehen für die Belange der Bürger und Anwohner.
    Allein schon aus diesem Grund wird sich meine Familie in Zukunft bei anstehenden Wahlen in der Gemeindepolitik nicht mehr für die befürwortenden Parteien des Alleenradweges stark machen.
    Weiterhin scheint doch schon alles für den Weg in trockenen Tüchern zu sein.
    Warum dann die "Heuchelei" mit der Einbindung für die Bürger bzw. Anwohner in eine Diskussionsrunde???

    Zudem kommen berechtigte Bedenken bezüglich der unnötigen Zerstörung eines ökologischen Systemes und Lebensraumes für Pflanzen und Tiere auf.
    Wo bleiben die Einwände der Partei, die sich sonst gegen solche Vorhaben ausgesprochen hat???

    AntwortenLöschen
  11. Zumindest denen, die an der Infoveranstaltung am 23.01. in der Stadthalle teilgenommen haben, sollten jetzt die Augen aufgehen. Das Gelände wird definitv verkauft, ein Rad- oder aber ein Wirtschaftweg wird gebaut und die Zuwege werden defintiv (auch für Fußgänger und Schüler) geöffnet sein! Jetzt sollte jeder mal für sich überlegen, was wohl besser für uns Anwohner und Beverungen insgesamt ist: a) ein Radweg, der an kein öffentliches Radwegnetz angeschlossen ist, somit hauptsächlich von den Anwohner selbst genutzt werden wird und unter Verwaltung unserer Stadt steht oder b) ein Wirtschaftsgelände mit Wirtschaftweg für LKWs, der nach Belieben vom Eigentümer, der wer weiß wo wohnt und sich garantiert nicht für die Belange und Probleme der Anwohner und Wegenutzer interessiert, benutzt und bewirtschaftet werden kann.

    AntwortenLöschen
  12. Danke Herr Anonym, dann lieber einen Wirtschaftsweg. Der wird deutlich weniger frequentiert, die dann entsprechende Bepflanzung sorgt für ausreichend Schutz...
    vor den Blicken der Radfahrer und Fußgänger direkt in unsere Gärten von oben! Die Privatatmosphäre der direkten Anwohner ist in diesem Fall nämlich komplett gestört.
    Bitte nicht vergessen: Es waren ausreichend Anwohner zugegen, welche die verbindliche Zusage von Herrn Haase bezüglich des zugesagten Sichtschutzes an die Anwohner mit wohlwollen vernommen haben.
    Falls der Radweg gebaut wird, werden wir uns darauf berufen: Sichtschutzzaun oder entsprechend hohe Bepflanzung auf 1,5km Länge.

    Aber die Kosten dafür werden ja sicherlich schon mit in der Kalkulation veranschlagt sein. Wie hoch sind die denn?
    Kein Wunder, dass selbst verschiedene Ratsmitglieder über diese Zusage an die Anwohner durch Herr Haase verwundert waren.
    Dafür ein Dankeschön an den Bürgermeister!!!

    AntwortenLöschen