Witten „Drei Könige“: Brachflächen, Verkehrssicherung, Natur- und Artenschutz in bester Innenstadtlage

Foto: LökPlan GbR
Witten „Drei Könige“ bedeutet für die BEG eine 42.660 Quadratmeter große Bahnfläche in zentraler Lage – die die Stadt gerne als Gewerbefläche nutzen würde. Handwerksbetriebe und Büros sollen als funktionelle Ergänzung im Innenstadtbereich angesiedelt werden, ein wichtiger Entwicklungsspielraum mit hoher Lagequalität. Einer Wohnbebauung steht die Geräuschkulisse durch die unmittelbare Gleisnähe entgegen; Gewerbe, das seinerseits lärmverursachend wirkt, kommt hingegen aufgrund der innerstädtischen Umgebungsnutzung nicht in Frage. Der Bebauungsplan soll noch in diesem Jahr rechtswirksam werden. 

Vorbereitend wurden die ökologischen Rahmenbedingungen der Projektfläche umfassend untersucht. Die unabhängigen Bodenuntersuchungen brachten keine auffälligen Befunde mit sich, die der geplanten Entwicklung entgegenstehen würden. Topografische Besonderheit des Gebietes sind rund 7.000 Quadratmeter Böschungsfläche, deren dauerhafte Verkehrssicherung Inhalt eines BEG-beauftragten Böschungssicherungskonzeptes ist. 

Eine Herausforderung der besonderen Art stellte der inzwischen waldähnliche Aufwuchs auf der Fläche dar. Ein vereidigter Sachverständiger führte auf Veranlassung der BEG zunächst eine visuelle Begutachtung des Allgemeinzustandes und der Verkehrssicherheit der rund 150-200 Bäume mit einem Durchmesser von mehr als 30 cm durch. Parallel hat das Landschaftsplanungsbüro LökPlan die etwa 80 als nicht verkehrssicher identifizierten Bäume auf Brut- und Nisthöhlen untersucht, um artenschutzrechtlich konform vorzugehen und etwaige Ersatzhabitate, z.B. für Fledermäuse, zu schaffen. Vor Beginn deren Winterruhe wurden die Bäume November 2015 mit Hilfe eines Kranes sowie eines Baumkletteres gefällt, abgelegt und in 49 Verdachtsfällen ökologisch inspiziert. Drei alte, von Höhlen und Spalten gekennzeichnete Pappeln wurden zudem durch eine vom Kran hochgezogenen Gondel am stehenden Baum untersucht. Resümee: Bei keinem Baum konnten Befunde bzw. Hinweise auf Fledermäuse festgestellt werden. Ergo: Bis die Erschließung steht, steht auch der Aufwuchs fest im Untergrund. [zur BEG-Startseite]

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