Beispielhaftes Bauen an der Schiene: Auszeichnung und erster Spatenstich in Jüchen

Erster Spatenstich zur bevorstehenden Erschließung: Bürgermeister Zilikens (Mitte) mit Thomas Lennertz (MHKBG), BEG-Geschäftsführer Henk Brockmeyer sowie Martin Dornieden und Jürgen Kläber für die Vista Reihenhaus GmbH
Der Stadtteil Jüchen-Hochneukirch besticht durch seine Lage zwischen den Städten Neuss, Düsseldorf, Köln und Mönchengladbach und seiner guten Anbindung an den schienengebundenen Personennahverkehr, während sich Nahversorgungsmöglichkeiten, Kindergarten und Grundschule in fußläufiger Nähe erreichen lassen. Hier hat die Stadt Jüchen in Kooperation mit dem zur DORNIEDEN Gruppe gehörenden Projektentwickler VISTA Reihenhaus GmbH auf rund 13.700 Quadratmeter ehemaliger Bahnfläche ein Baugebiet mit insgesamt 30 neuen Einfamilienhäusern als Reihenhäuser und Doppelhaushälften entwickelt. Das neue Baugebiet rundet umfangreichen, barrierearmen und geförderten Wohnungsbau rund um den Haltepunkt ab, welcher seit langem gemeinsam mit der BEG forciert wurde.

Die Stadt Jüchen agiert damit aus Sicht des Landes beispielhaft in der Schaffung von Bauland an der Schiene. Mit der gleichnamigen Landesinitiative hat die Landesregierung Nordrhein-Westfalen das Ziel, mehr Flächen in nahverkehrsfreundlichen Lagen für eine Wohnraumnutzung verfügbar machen. Aus diesem Grund brachte Thomas Lennertz, neuer Abteilungsleiter Flächen- und Stadtentwicklung im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, auch eine Auszeichnung von Ministerin Ina Scharrenbach mit zum Spatenstich und attestiert, dass die Stadt Jüchen Flächenpotenziale für dringend benötigten Wohnungsbau vorausschauend in den richtigen Lagen identifiziert und entwickelt. Bereits in den Jahren 2004 bis 2012 wurden in Kooperation zwischen der Stadt Jüchen, der BEG, der Deutschen Bahn sowie privaten Akteuren ein erster Bauabschnitt inklusive der Sanierung des Bahnhofsgebäudes und des -vorplatzes umgesetzt und der Haltepunkt städtebaulich deutlich aufgewertet.

„Jüchen ist eine liebenswerte Stadt mit vielen Möglichkeiten und Angeboten. Die Lage des neuen Wohngebiets ist durch die Bahnhofsnähe und die komfortable Zuganbindung in Städte wie Köln und Mönchengladbach für Pendler ideal“, meint Martin Dornieden, Geschäftsführer von VISTA Reihenhaus. „Ich freue mich sehr, dass wir erneut erreichen konnten, attraktiven Wohnungsbau an der Schiene zu schaffen und eine sinnvolle Nutzung der ehemaligen Bahnflächen zu realisieren“, so Jüchens Bürgermeister Harald Zillikens.

Im Zuge der Erschließung des neuen Wohngebiets an der Peter-Busch-Straße installiert VISTA zum Erhalt des Ökosystems vor Ort zahlreiche Vogel- und Fledermauskästen und unterstützt die Stadt mit „Baumspenden“ bei der Neubegrünung des Areals sowie angrenzender Flächen. Der energieeffiziente KfW-Standard 55 der geplanten Häuser trägt dazu bei, die monatlichen Betriebskosten möglichst niedrig zu halten.

Bezüglich der Flächenentwicklungen stand die BEG während des gesamten (An-) Entwicklungsprozess beratend und koordinierend zur Seite. Mit einem ersten Nutzungskonzept wurde beim Kreis Neuss die Änderung der Ausweisung der Bahnflächen als Landschaftsschutzgebiet erreicht – zentrale Voraussetzung für die Entwicklung des Gesamtareals. Im Zusammenhang mit einer Überplanung klärte die BEG mit der DB AG sämtliche bahnbetrieblichen Restriktionen (Kabeltrassen, Stellwerksplanungen usw.). Bestehende Vertragsverhältnisse (Miete/Pacht, Fremdleitungen usw.) wurden erfasst und bewertet. Ggf. erforderliche Geländefreimachungskosten (Gebäudeabbruch, Grünbeseitigung, Kabelverlegungen) waren ebenso Bestandteil der BEG-Aufgaben wie Bodenuntersuchungen, Prüfung der entwässerungstechnischen Erschließung und monetäre Bewertungen auf Grundlage der vereinbarten Folgennutzung. Die Ergebnisse wurden zur Grundlage der kaufvertraglichen Vereinbarungen zwischen der DB Netz AG und der Stadt Jüchen, die zu allen Flächen in den Zwischenerwerb getreten ist und ihre Gestaltungsspielräume bestmöglich nutzt. [zur BEG-Startseite]

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