Erste Auktion am 8. Juni 2011: Wohnbau-GrünStück ab 1.510 Euro

Steinfurt-Borghorst. Ein 646 m² großes Grundstück, erschlossen, mit Baurecht für bis zu zwei Einfamilienhäuser, gelegen in der Münsterland-Idylle - eine verkehrsberuhigte Lage und gewachsene Siedlung, die großzügige Parklandschaft „Bagno“ ist in wenigen Minuten zu erreichen.

Mindestgebot 1.510 Euro - mit diesem attraktiven Einstiegspreis beschreitet die BEG erstmals den Vermarktungsweg der Auktion. Am Mittwoch, 8. Juni 2011 um 11.00 Uhr startet die Versteigerung unter der IMVE Immobilienversteigerungsgesellschaft (http://auktion.imve.de/ Link zur BEG-Fläche). Nach einer Registrierung als Bieter und dem Stellen eines Bietantrags bzw. des Abschlusses eines Bietvertrages ist es sowohl online, schriftlich, telefonisch oder persönlich möglich, Gebote abzugeben. Der Ausgang dieses Marketingexperimentes wird zu gegebener Zeit im BEG-Blog publiziert! [zur BEG-Startseite]

Unna: Bienenhaltung auf ehemaligen Bahnflächen

Der Bienenzüchter Dietmar Platz hat vor kurzem eine knapp 15.000 m² große Grünfläche von der BEG entlang einer früheren Ladestraße in Unna-Hemmerde erworben. Diese bislang ungenutzte Fläche bot durch ausreichenden Abstand zu Wohnsiedlungen und Verkehrswegen alle Voraussetzungen zur Nutzung als Standort für die Aufzucht und Haltung von Bienenvölkern. Da im Jahresverlauf die Stärke eines Volkes bis zu 80.000 Bienen erreichen kann, ist die Haltung innerhalb von Wohngebieten oft konfliktreich. Angeregt durch Erfahrungen in der Bienenhaltung in Süd-Portugal bot sich für den Käufer die Bienenzucht auf der ehemaligen Bahnfläche geradezu an.

Weiter ist eine Renaturierung der ehemaligen BEG-Fläche in Form einer Streuobstwiese und einer naturnahen Heckenbepflanzung unter Mitwirkung des Kreises Unna vorgesehen. Der Kontakt des Käufers zur BEG ist über den ebenfalls bienenzüchtenden Freund und Kollegen Oliver Damm zu Stande gekommen. Auch er nutzt bereits ehemalige Bahnflächen für seine Imkerei. Angesichts des verbreiteten Bienensterbens und der schwer absehbaren Folgen für die Artenvielfalt der heimischen Flora und Fauna, findet der BEG-Projektverantwortliche Olaf Doll diese Form des Flächenumnutzung „richtig gut“. [zur BEG-Startseite]

Strategiekonferenz: Neues Mischgebiet für die Stadt Kleve

In der Flächenpool-Pilotkommune Kleve hat in dieser Woche, genauer am 11. Mai, eine Strategiekonferenz für die Standorte „XOX“ und „Bensdorp“ stattgefunden. Die Strategiekonferenz ist ein zentraler Meilenstein im Verfahren des Flächenpool NRW: Wenn sie stattfindet, ist klar, dass sowohl die Stadt als auch die Eigentümer grundsätzlich dazu bereit sind, sowohl das dialogorientierte Verfahren mitzugehen als auch einen Refinanzierungsanteil dafür zu übernehmen. Das weitere Vorgehen wird zwischen allen Beteiligten abgestimmt und somit die Umsetzungsphase eingeleitet.

Die beiden mindergenutzten, gewerblich geprägten Standorte in der Betrachtung der Strategiekonferenz liegen im gleichen Bebauungsplan-Bereich. Das 5,6 ha-große Gelände XOX befindet sich im Eigentum der Industriepark Kleve KG und des Theodor-Brauer-Hauses, das 1,9 ha große Bensdorf-Areal gehört ebenfalls in Teilen dem Industriepark Kleve KG sowie der Stadt Kleve. Die Standorte waren aus unterschiedlichen Gründen von jahrelangem Stillstand geprägt, unter der Moderation des Flächenpools NRW begannen neue Gespräche zwischen den Akteuren. Entstanden ist eine favorisierte Planungsvariante, die Wohnen, Einzelhandels-, gastronomische Nutzungen und einen Backwaren-Werksverkauf umfasst. Es wurde verabredet, dass die Eigentümer eine Kostenkalkulation des Vorhabens beauftragen und die Stadt daraufhin die Änderungsverfahren für Bauleit- und Regionalplanung einleitet, die die Mischnutzungen ermöglichen sollen. Schon im Frühjahr 2012 könnten zur Reaktivierung des XOX-Geländes die ersten Bagger rollen.

Die Pilotphase zum Flächenpool NRW ist eine Maßnahme der Landesregierung Nordrhein-Westfalens, getragen von der NRW.URBAN Service GmbH, unterstützt durch die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW mbH. [zu www.nrw-flaechenpool.de] [zur BEG-Startseite]

Stadtverbundener Gewerbetreibender investiert in das historische Empfangsgebäude Mechernich-Satzvey

Umfangreich sanieren, investieren, Fenster erneuern, Fassade instandsetzen, Nutzflächen herrichten, Grundstück gestalten – so klingen die Maßnahmen, die dem historischen Empfangsgebäude Mechernich-Satzvey zu Gute kommen werden. Der Handwerksmeister Heiko Kronenberg, Geschäftsführer und Inhaber der Firma Metallbau Kronenberg in Satzvey hat das repräsentative Objekt zum Jahresende 2010 über die BEG von der DB Station&Service AG erworben. Gestern erhielt er im Beisein der städtischen Wirtschaftsförderung auch symbolisch die Schlüsselgewalt.

Stadtverwaltung und -politik sind sehr erfreut darüber, dass sich die Geduld bei der Investorensuche gelohnt hat und durch das BEG-Engagement ein ortsansässiger, zuverlässiger Käufer gefunden wurde. Für das Empfangsgebäude und sein Umfeld sei eine Lösung im Einklang mit den städtebaulichen und verkehrlichen Zielen der Stadt Mechernich gelungen. Die Pressepräsenz nutzte Wirtschaftsförderer Peter Dierichsweiler auch, um sich ausdrücklich für die hervorragende Zusammenarbeit der Beteiligten zu bedanken.

Das Kaufgrundstück umfasst rund 2.900 m², darunter großzügige Gartenflächen; die Stadt hat etwa 250 m² übernommen, die nunmehr als öffentliche Straßenfläche gewidmet werden. Das Gebäude selbst wurde 1866 errichtet; 260 m² Nutzfläche verteilen sich hier auf zwei Etagen, das Dach könnte ausgebaut werden. Ein mechanisches Stellwerk und ein Warteraum für Reisende bleiben im Erdgeschoss zunächst erhalten, bis 2018 ein elektronisches Stellwerk und neue Bahnsteige entstehen. Die DB Netz AG ist daher künftig Kronenbergs Mieterin.

Im Rahmen der EmpfangsgebäudePakete NRW hat die BEG Ortstermine und Begehungen mit der Stadt Mechernich, der DB Netz AG und der DB Station&Service AG sowie vereidigten Sachverständigen zur Verkehrswertermittlung und Prüfung der Bausubstanz durchgeführt. Deren Gutachten bildeten nach gemeinsamer Plausibilisierung die Grundlage für einen transparenten und alle Seiten zufriedenstellenden Kaufvertrag. Landesweit sind bereits rund 80 Empfangsgebäude auf diesem Wege konsensual veräußert worden – immer mit einer Vereinbarung über die Instandsetzung oder Sanierung. [zur BEG-Startseite]

Remscheid: Baubeginn für die neue Balkantrasse

Die EWR GmbH (Energie und Wasser Remscheid) vermeldet den Baustart für den künftigen Alleenradweg „Balkantrasse“. Noch in dieser Woche beginnen die ersten Arbeiten zur Entfernung der Gleise. Anschließend werden neue Stromleitungen unmittelbar parallel neben dem Radweg in der Erde verlegt. Basierend auf den BEG-beauftragten Brückengutachten, untersucht die EWR jetzt die Kunstbauwerke zum konkret erforderlichen Sanierungsaufwand. Der Radwegeausbau selbst wird bei normalen Witterungsverhältnissen etwa drei Monate in Anspruch nehmen und sollte bis zum Start der nächsten Fahrradsaison abgeschlossen sein.

Die EWR hatte sich Mitte 2010 dazu entschlossen, ein insgesamt 6,4 Kilometer langes Teilstück der stillgelegten Balkantrasse über die BEG zu erwerben. Mit dem Verlegen einer neuen Kabelleitung will sie die Stromversorgung lokaler Gewerbegebiete verbessern. Gleichzeitig greift sie der Stadt Remscheid und ihrer Region unter die Arme, indem sie deren Beteiligung am AlleenRadwege-Programm absichert. Wie berichtet (Mrz. 2010, Mai 2010), soll die reaktivierte Balkantrasse von Remscheid in Richtung Wermelskirchen bis Burscheid reichen und mit dem Lückenschluss zum "Wasserquintett" über Hückeswagen und Wipperfürth ein großes bergisch-rheinisches Radwegenetz bieten.

Die Geschäftsführung der EWR GmbH sieht die einmalige Chance, „Nützliches“ und „Schönes“ miteinander zu verbinden. Bürgermeisterin Wilding freut sich sehr – sowohl über das Engagement der EWR als auch über die große Unterstützung durch die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft. Und BEG-Projektleiter Klaus Büttner ist froh, dass ein vor Ort verankertes Unternehmen die Chance ergriffen hat, zugleich wirtschaftlich als auch sozial verantwortlich tätig zu werden. Das Land NRW fördert Alleenradwege auf stillgelegten Bahnstrecken, um möglichst viele Trassenbänder am Stück zu erhalten und der Allgemeinheit ein komfortables, naturnahes Infrastrukturangebot zu liefern. Hinzu kommt die Leistung des Landesbetriebs Straßenbau, der die Kosten des Radwegs auf dem bundesstraßen-begleitenden Teilstück übernimmt. Doch zuvorderst ist die Wiederbelebung der alten Balkantrasse als Radweg und Freizeitgebiet dem herausragenden Engagement der EWR GmbH zu verdanken. [zur BEG-Startseite]