RS1 in Mülheim: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft setzt 1. Spatenstich

Foto: Stadt Mülheim a.d. Ruhr/ Walter Schernstein
Es geht voran für den bundesweit ersten Radschnellweg, der in Zukunft die Städte Hamm, Dortmund, Bochum, Essen, Mülheim/Ruhr und Duisburg auf einer Länge von insgesamt 101 Kilometern verbinden wird. Nachdem Ende des letzten Jahres in Mülheim die fünf Kilometer lange Strecke von der Stadtgrenze Essen zum Mülheimer Hauptbahnhof eröffnet wurde (wie berichtet 12/2015), starten jetzt die Bauarbeiten für das 600 Meter lange Teilstück vom Hauptbahnhof bis zur Ruhrbrücke. 

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ließ es sich als gebürtige Mülheimerin nicht nehmen, zusammen mit Verkehrsminister Michael Groschek, Oberbürgermeister Ulrich Scholten und RVR-Direktorin Karola Geiß-Netthöfel am 13. Juni den Spatenstich für den kommenden Abschnitt zu setzen. „Ich freue mich sehr, heute hier zu sein, denn eine tolle Idee wird Wegstück für Wegstück verwirklicht“, äußerte die Ministerpräsidentin gegenüber der Presse, dass diese Form der Mobilität nun Gestalt annimmt und Realität wird.  Auch Minister Groschek betonte, dass neben dem Ausbau der Autobahnen und dem Gleisausbau für den RRX das Projekt RS1 ein deutliches Aufbruchsignal für neue Mobilität in der staugeplagten Region sei. „Vorgesehen ist, dass das Mülheimer Stück Mitte 2017 abgeschlossen ist“, kündigte Groschek an. 

Der jetzige Abschnitt des RS1 verläuft zwischen dem Hauptbahnhof und der Duisburger Straße und wird. Aufgrund seiner zentralen Lage und seiner Führung über markante Brückenbauwerke, wird auch die weitere Ausführung besonders gestaltet: Zukünftige Nutzer sollen sich dort nicht nur ungestört vom Straßenverkehr bewegen, sondern auch verweilen und einen attraktiven Ausblick in die Innenstadt genießen können – so soll im Bereich des Rathausmarktes vom Radweg die Sicht auf den Platz möglich sein, Bänke und großzügige Überdachungen werden zusätzlich eine hohe Aufenthaltsqualität garantieren. Gleichzeitig soll die Gestaltung die Geschichte der Eisenbahnlinie „Rheinische Bahn“ berücksichtigen. Seltene und deshalb geschützte Tierarten, wie beispielsweise die auf Bahnflächen, speziell auf Bahnschotter immer wieder vorzufindende Zauneidechse, sollen sich durch eine besondere Gestaltung der Grünflächen auch zukünftig auf der Trasse fortbewegen können. 

Der Bau des aufwändig gestalteten Streckenabschnittes wird rund 5,3 Millionen Euro kosten. Die BEG koordinierte, neben der Steuerung und Beauftragung erforderlicher Gutachten und Untersuchungen sowie der Kaufvertragsabwicklung mit der Stadt Mülheim, insbesondere die Bewilligung von Fördermitteln: 3,7 Millionen Euro konnten aus Städtebaufördermitteln des Landes und des Bundes bereitgestellt werden, weitere 1,6 Millionen Euro vom Regionalverband Ruhr. Die Gesamtkosten für den RS1 werden laut einer Machbarkeitsstudie auf 184 Millionen Euro geschätzt. [zur BEG-Startseite]

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