Nächste Station: Einkehrschwung


Eine ereignisreiche, mitunter rasante Reise durch das Jahr 2018 liegt gerade erst hinter uns – und schon erahnen wir voller Spannung und Tatendrang die Berge und Täler, die wir im neuen Jahr gemeinsam passieren werden.

Heute aber wünschen wir Ihnen und Ihren Familien frohe Festtage mit viel Zeit zum Rasten, Ankommen und Abschalten und neue Kraft schöpfen.

Im Namen des gesamten Teams der BEG NRW
danken wir Ihnen herzlich für die stete Wegbegleitung,

Ihr Thomas Lennertz & Ihr Volker Nicolaus

Einladung: Bauland-Dialog NRW 2019 – (Bau)Land in Sicht?

In weiten Teilen des Landes Nordrhein-Westfalen ist Baulandmobilisierung das Gebot der Stunde, ganz besonders für den Wohnungsbau. Gleichzeitig ist die Fläche ein knappes Gut, mit dem sparsam umzugehen ist. Wie begegnet das Land Nordrhein-Westfalen den aktuellen Herausforderungen? Welche Unterstützungsangebote können Städte und Gemeinden abrufen, um neues Bauland für Wohnen und Gewerbe zu schaffen? Und wie lässt sich dabei der Freiraum schonen?
  • Termin: 8. Februar 2019
  • Veranstaltungsort: NRW.BANK, Kavalleriestraße 22, 40213 Düsseldorf

Programm

Ministerin Ina Scharrenbach (Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen) und Ministerin Ursula Heinen-Esser (Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen) gehen das Spannungsfeld zwischen gesellschaftlicher Notwendigkeit und ökologischem Auftrag in einem verantwortungsbewusstem Schulterschluss an, wenn sie den Bauland-Dialog NRW 2019 mit einem gemeinsamen Podiumsgespräch einleiten und Impulsstatements setzen.

Im bewährten Format des Bauland-Dialoges mit Fachforen und Speed-Consulting erwartet Sie darüber hinaus ein hoher Praxisbezug mit vielen kommunalen Fallbeispielen und auf Wunsch auch individuelle Beratung zu Ihren konkreten Handlungsoptionen.

Anmeldung

Der Bauland-Dialog NRW 2019 richtet sich an alle, die Stadtentwicklung in den nordrhein-westfälischen Kommunen mitgestalten und verantworten. Ihre Fragen an uns: Wir möchten uns mit Ihnen über Herausforderungen und Lösungen austauschen und uns dabei möglichst auf die tatsächlichen Fragen und Probleme bei Ihnen vor Ort beziehen.
  • Schreiben Sie uns bitte auf, für welche Frage Sie aktuell eine Lösung suchen, wenn es darum geht, Bauland zu identifizieren, Standorte zu prüfen, zu untersuchen und beteiligte Akteure zu moderieren.
  • Schreiben Sie uns bitte ebenfalls auf, für welche Frage Sie aktuell eine Lösung suchen, wenn es darum geht, Bauland zu realisieren, zu planen, zu erschließen und zu finanzieren.
Wir möchten Sie einladen, uns Ihre Fragen über die Anmeldeplattform bereits jetzt mit in die Vorbereitung zu geben! Das detaillierte Programm erscheint im Januar 2019 an dieser Stelle.

Veranstalter

Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW, NRW.BANK, NRW.URBAN, BEG NRW, AAV, Forum Baulandmanagement NRW in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW

Ihre Ansprechpartnerinnen


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Städtebaulicher Schachzug: Wülfrath sorgt vor

Der ökologische und infrastrukturelle Druck zur Verlagerung von mehr Verkehr auf die Schiene ist heute ausgeprägter denn je. Diese vorhersehbare Entwicklung war vor zehn Jahren ein maßgeblicher Grund zur Konzeption des Handlungsprogramms Alleenradwege auf stillgelegten Bahnstrecken in NRW. Der Handlungsspielraum für die öffentliche Hand sollte fortbestehen und potenziell wichtige Liegenschaftsbänder nicht in kleinteiliges Eigentum zerfallen. 

Auch der Kreis Mettmann hatte die Chancen des Programms ergriffen und so ist die Stadt Wülfrath heute gemeinsam mit den Städten Velbert und Heiligenhaus Anrainer eines außerordentlich beliebten AlleenRadwegs mit fast 40 Kilometer Gesamtlänge (www.panoramaradweg-niederbergbahn.de). Darüber hinaus hat die BEG die Stadt bei der vorausschauenden Erstellung eines städtebauliches Entwicklungskonzepts für das Gelände des ehemaligen Bahnhofs Wülfrath begleitet. Es folgt der Prämisse, bereits jetzt ausreichend Raum für einen Bahnhaltepunkt im Falle einer Streckenreaktivierung freizuhalten. 

Die Trassierung des Radweges hat eine solche Reaktivierung bereits berücksichtigt, die städtebaulichen Skizzen für das verbleibende Bahnhofsareal sehen Freiflächen für den Bahnhofsvorplatz vor. Die städtebauliche Konzeption wurde durch eine Machbarkeitsstudie der NRW Urban GmbH im September 2018 in zwei Szenarien konkretisiert. Danach sind neben Infrastruktureinrichtungen (Bahnhaltepunkt, Bahntrassenkorridor, P+R-Anlage, Straßenüber- oder unterführung) auch gewerbliche Nachnutzungen berücksichtigt. Auf dieser strukturierten Grundlage hat die Stadt Wülfrath nun die bahneigenen Grundstücke am ehemaligen Bahnhof Wülfrath erworben – sowie auch alle weiteren im Stadtgebiet verfügbaren Bahnflächen, um sich für städtebaulich gewünschte Umgestaltungen zu bevorraten und diese im Sinne einer Gesamtlösung aus einer Hand angehen zu können. [zur BEG-Startseite

Hospitation: BEG NRW begrüßt DB Immobilien-Vertriebsleiterin Verena Hennigs aus Berlin

Der regelmäßige Austausch zwischen der Deutschen Bahn AG und BEG NRW auf verschiedenen Jour fixe-Ebenen ist von Beginn an gelebte Praxis und inzwischen auch im Rahmen wechselseitiger Hospitationen selbstverständlich geworden (wie berichtet). Anfang Dezember durfte die BEG NRW Verena Hennigs, Leiterin Kundenteam Vertrieb der Deutschen Bahn AG, DB Immobilien für zwei Tage vor Ort begrüßen.

Frau Hennigs’ Anliegen war, sich einen persönlichen Eindruck der Arbeitsabläufe und Tätigkeitsspektren in Essen zu machen. So begleitete sie eingangs die wöchentliche Geschäftsführersitzung, die als Kommunikationsplattform für alle MitarbeiterInnen einen komprimierten Rundumblick zu einer Vielzahl aktueller Themen und Projekte ermöglichte. Zugleich vermittelte diese Runde die zentralen Bausteine der Essener Unternehmenskultur: Transparenter Informationsfluss, kurze Abstimmungswege, systemischer Wissensaufbau und kollegiale Beratung bei Projekthürden in vertrauensvollem Arbeitsklima.

Breitgefächerte Terminteilnahmen und Inputs aus verschiedenen Kleinteams sollten der aufgeschlossenen Besucherin einen praktischen Eindruck zum heutigen Tätigkeits- und Beratungsspektrum der BEG verschaffen. Besonders interessant dabei war sicherlich die Teilnahme am Treffen des Teams „Kooperation“, das über den Bahnflächenpool NRW hinaus gemeinsam mit DB Immobilien Projekte im Sinne eines Voneinander-Lernens und Sich-Ergänzens bearbeitet. 

Welche Synergien die BEG im Rahmen inhaltlicher Weiterentwicklungen auslöst (Flächenpool NRW, Landesinitiative Bauland an der Schiene), bildete den Schwerpunkt am zweiten Tag der Hospitation. Die Mittagspausen mit den Geschäftsführern wie auch mit dem Gesamtteam gaben angesichts der Informationensdichte dann auch mal Zeit, die zahlreichen Eindrücke sacken zu lassen und den Raum, sich auf zwischenmenschlicher Ebene auszutauschen.

Verena Hennigs resümiert: „Die Vielfältigkeit der Themen, die Erfahrung und Professionalität aller MitarbeiterInnen der BEG NRW haben mich sehr beeindruckt. Ich möchte meinen Besuch gerne als Chance für den weiteren Ausbau der Zusammenarbeit nutzen.“ 

Ihre Eindrücke und Anregungen nach zwei themenreichen Tagen haben BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz und Volker Nicolaus als Feedback dankbar aufgenommen; ebenso ihr großes Interesse an der Arbeit der BEG NRW und der damit verbundenen Würdigung der Leistung des gesamten Teams. [zur BEG-Startseite]

Bahnflächen im Fokus der Bochumer Investorenkonferenz

Zur dritten Investorenkonferenz lud die Stadt Bochum am 5. Dezember rund 150 Wohnungswirtschafts-Akteure ein, um über die Themen „Bochumer Wohnungsbauoffensive“ und die geplante „Modernisierungsoffensive“ zu informieren. Prominente Unterstützung erhielt die Stadt von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, die in ihrer Rede resümierte: „Bochum ist auf dem richtigen Weg und wir unterstützen die Stadt dabei, ihre Potenziale voll auszuschöpfen.“

Grundlage für die Wohnungsbauoffensive bildet das Handlungskonzept Wohnen der Stadt Bochum. Als erste Kernmaßnahme des Konzepts wurde das Wohnbauflächenprogramm im September 2018 politisch beschlossen. Es schafft die Voraussetzungen dafür, dass zukünftig jährlich 800 neue Wohnungen entstehen können, 200 davon im öffentlich geförderten Segment. Da macht es nur Sinn, zukünftige Wohnstandorte im Rahmen einer Projektmesse so früh wie möglich in den Blickwinkel der Investoren zu rücken. Demzufolge standen auch Projektleiter der BEG NRW den interessierten Besuchern beratend zu den Potenzialen auf ehemaligen Bahnflächen zur Seite. 

Auf der Projektfläche „Bahntrasse Günnigfeld“, der östlichen Teilfläche des Kooperationsprojekts der DB Immobilien und BEG NRW „Güterbahnhof Wattenscheid“, soll in einem ersten Schritt Wohnraum direkt entlang des geplanten Radschnellweges RS 1 interkommunal (Stadt Bochum und Stadt Gelsenkirchen) entwickelt werden.

Für den angrenzenden Bereich „Südliche Innenstadt Wattenscheid"  nutzt die Stadt Bochum für rund 16 Hektar Fläche die Unterstützung durch das Landesprogramm F.ächenpool NRW, durchgeführt von NRW.URBAN und BEG NRW. Der Flächenpool NRW konnte hier den Haupteigentümer für die Entwicklung des Standortes gewinnen – so soll attraktiver Wohnraum in integrierter Lage und direkt an der Schiene entstehen (geplanter Baubeginn: 2023/24). Der Bahnhof Wattenscheid inkl. der entsprechenden technischen und sozialen Infrastruktur befindet sich in unmittelbarer Nähe. So wird dieses Projekt gleich drei Landeszielen gerecht: Der vorrangigen Innenentwicklung, der Entwicklung von Bauland allgemein sowie speziell an der Schiene. [zur BEG-Startseite]

6 Seen Wedau-Modell für Öffentlichkeit zugänglich

Der aktuelle Planungsstand des Projektes 6 Seen Wedau ist momentan im Stadthaus Duisburg als dreidimensionales Modell ausgestellt. 

In den letzten Monaten wurde das Werk, das eines der größten Stadtentwicklungsprojekte in Nordrhein-Westfalen abbildet und bereits auf mehreren Veranstaltungen zu sehen war - zuletzt am 29. Oktober auf der Projektfläche (wie berichtet, vgl. 10/2017) - komplett überarbeitet und dem aktuellen Planungsstand angepasst. Es stellt die räumlichen Proportionen in deren Gesamtwirkung und Ästhetik anschaulich dar und bietet so die Möglichkeit, die räumlichen Zusammenhänge eines Projektes besser zu erfassen und beurteilen zu können. Gerade für Laien, die im Lesen von Architekturzeichnungen ungeübt sind, ist ein Modell oft anschaulicher als zweidimensionale Darstellungen. 

Interessierte können das Modell von 6 Seen Wedau im Stadthaus Duisburg, Friedrich-Albert-Lange-Platz 7 (Eingang Moselstraße) gegenüber von Raum 230, voraussichtlich bis März 2019 besichtigen (montags bis donnerstags von 8 bis 16 Uhr sowie freitags von 8 bis 14 Uhr). [zur BEG-Startseite]

Spatenstich in Münster: Großer Bahnhof für das neue Hansator

Die Entwicklung der Ostseite des Hauptbahnhofs Münster hat Bedeutung weit über die Westfalenmetropole hinaus, das wurde beim Spatenstich am Mittwoch deutlich: NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach griff persönlich zum Werkzeug, fachmännisch assistierten ihr Oberbürgermeister Markus Lewe, der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für NRW, Werner Lübberink, BEG NRW-Geschäftsführer Volker Nicolaus, Architekt Gerd Wittfeld und Landmarken-Vorstand Jens Kreiterling. 

„Der Bahnhof ist ein zentraler Identifikationspunkt und eine Visitenkarte der Stadt“, sagte Ina Scharrenbach zur nun entstehenden zweiten Vorderseite. „Damit ist Münster ein gutes Beispiel für die Landesinitiative ‚Bauland an der Schiene‘, in deren Rahmen wir ab Anfang 2019 weiteres Potenzial für Bauland im Münsterland angehen werden“, so die Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Oberbürgermeister Markus Lewe hob die Bedeutung für Münster und seine Bürger hervor: „Ich freue mich schon heute, wenn als abschließender Schritt die Ostseite des Hauptbahnhofs bebaut sein wird. Dann hat der Hauptbahnhof endlich zwei Schmuckseiten. Alles wird sich zu einem großartigen ganzheitlichen Erscheinungsbild zusammenfügen und der Hauptbahnhof wird neben der Verkehrsfunktion ein zentrales Verbindungselement zwischen Altstadt, Ostviertel und Hafenquartier sein.“

Das sieht auch der Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für NRW so: „Die Entwicklung am Hansator schafft de facto eine zweite Vorderseite für den Hauptbahnhof Münster. Von dieser Attraktivitätssteigerung profitieren Verkehrsstation und Stadtentwicklung gemeinsam“, sagte Werner Lübberink. „Die gelungene Gesamtentwicklung sucht seinesgleichen, dafür herzlichen Dank an alle Beteiligten.“

Diesen Ball spielte Landmarken-Vorstand Jens Kreiterling gern zurück und dankte seinerseits der Stadt, der Deutschen Bahn und der BEG NRW für die gute Zusammenarbeit: „Auf allen Seiten haben wir hohes Engagement und auch einen hohen Anspruch an gute Architektur und hochwertigen Städtebau erlebt. Das passt zu unseren eigenen Ansprüchen.“

Auf der rund 8.200 m² großen Brachfläche entwickelt die Landmarken AG ein urbanes Stadtquartier mit Flächen für Wohnen, Gastronomie und Handel sowie ein von prizeotel betriebenes Economy-Design-Hotel. Der gemeinsam mit kadawittfeldarchitektur eingereichte Entwurf dreier Baukörper, die über ein Sockel-Erdgeschoss miteinander verbunden sind, war einstimmig als Sieger aus einem von Stadt und Bahn ausgerufenen Investorenauswahlverfahren hervorgegangen. Das neue Bahnhofsentree wird eine Klammer mit dem ebenfalls noch recht neuen Empfangsgebäude der Deutschen Bahn auf der Westseite bilden und eine unkomplizierte Unterquerung der Gleise ermöglichen.

Über den BahnflächenPool NRW wurden via BEG NRW Landesmittel in Höhe von rd. 75.000 Euro zur Finanzierung von Entwicklungskosten eingesetzt. In Kombination mit einer integrierenden Prozess-Steuerung wurden diese Mittel zum Hebel der gesamten Flächenaktivierung. Wesentliche Gewerke waren die residuale Projektwertermittlung zur Festlegung eines gemeinsamen Mindestkaufpreises für die Grundstücke der DB und der Stadt, die Finanzierung des mehrstufigen Investorenauswahlverfahrens in Anlehnung an ein Verhandlungsverfahren sowie die Bodengutachten für das Baufeld. 

Aktuell finden auf der Baustelle am Bremer Platz die Verbauarbeiten entlang der nördlichen, südlichen und östlichen Grundstücksgrenze statt, die zur Absicherung der Grube notwendig sind. Diese wird bei ihrer Fertigstellung, die für Ende des 1. Quartals 2019 geplant ist, rund sieben Meter tief sein. Anschließend beginnen die Hochbauarbeiten, sodass mit einer Fertigstellung im Sommer 2021 zu rechnen ist. [zur Projekt-Website der Landmarken AG: www.hansator-ms.de] [zur BEG-Startseite]

Neubau für den Coesfelder Bahnhof: Eigentümer, Stadt und Investoren konkretisieren Pläne

Beispielhafte Visualierung: Evers Architekten Partnerschaft
Nach intensiven mehrmonatigen Planungs- und Abstimmungsgesprächen der BEG NRW mit der Stadt Coesfeld und den Investoren, der Fa. H+T Konzeptbau aus Vreden, ist es soweit: Die Coesfelder Architekten Evers Architekten Partnerschaft EAP gestalten das neue Gesicht des Bahnhofsquartiers.

Bürgermeister Heinz Öhmann ist zuversichtlich: „Wir haben jetzt gemeinsam ein schlüssiges und tragfähiges Konzept für den Coesfelder Bahnhof gefunden und freuen uns, dass es nun endlich losgehen soll. Wichtig war uns, dass der Bahnhof selbst nun endlich aufgewertet wird: Der Durchgang für die Fahrgäste, die Sanitäranlagen und die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und PKW. Die Bahnanlagen selbst und die Flächen zum Bahnweg hin sind schon topp, jetzt müssen das Empfangsgebäude und der Vorplatz nachziehen.“

Die Stadtverwaltung unterstützt deshalb die neuen Pläne. Sie möchte den bisherigen Bahnhofsvorplatz, der auch weiterhin öffentlich genutzt werden soll, über die BEG erwerben. Öhmann: „Wir haben außerdem vereinbart, dass auch ein öffentlicher Wartebereich und eine Toilettenanlage integriert werden. Die Fläche für die neue große Fahrradabstellanlage werden wir vom Investor anmieten“.

Die Eingriffe sind nach Aussage von Architekt Johannes Evers weitreichend. Entgegen der ersten Überlegungen, Teilbereiche des alten Bahnhofs in das Konzept zu integrieren, werden die Bestandsgebäude komplett entfernt und durch Neubauten ersetzt. Ein Erhalt der maroden Bestandsimmobilie mache wenig Sinn, so Wolfgang Hoffschlag, einer der Investoren. Das Konzept ist auf zwei Bauabschnitte ausgelegt: Im ersten Bauabschnitt entsteht an nahezu gleicher Stelle wie das Bestandgebäude ein dreigeschossiger Neubau. Das zusammenhängende Gebäude wird durch Glaselemente in drei Bauteile aufgeteilt. „Was uns an dem Projekt gereizt hat, war unter anderem die hervorragende Lage des Standortes“ so Hoffschlag „unmittelbare Nähe zum ÖPNV, hoch frequentiert, perfekte Nahversorgung sowie fußläufige Anbindung an die Innenstadt“. 

Durch eine Mischung in den Nutzungen soll der Bereich belebt und als attraktive Adresse etabliert werden. Neben den Nutzungen durch die Bahn (Reisezentrum, Wartebereiche etc.) ist ein Fahrradparkhaus, Gastronomie, Praxen, Büros, Beratung und Wohnnutzung vorgesehen. „Wir sind in intensiven Gesprächen mit Interessenten und derzeit noch in der Lage, auf Wünsche der Mieter einzugehen“, so der Investor. „Wir sind sehr froh, mit dem Büro EAP einen professionellen Partner gefunden zu haben, der das Projekt engagiert und seriös entwickelt hat“. 

Durch den Neubau wird im 1. Bauabschnitt eine Fläche von ca. 3.400 m² angeboten, bei einer Baumasse von ca. 15.000 m³. Bestandteil des Konzeptes der Architekten ist bereits eine Erweiterung, die das Gesamtkonzept städtebaulich abrunden wird. „Sollte sich der erste Bauabschnitt so entwickeln, wie wir das erhoffen, wird die Erweiterung nicht lange auf sich warten lassen“ so Wolfgang Hoffschlag. 

Die Pläne und Verträge werden dem Rat zur Beschlussfassung in der nächsten Ratssitzung am 08.11.2018 vorgelegt. Da alle Details verhandelt sind, kann der Vertrag Mitte November unterzeichnet werden.[zur BEG-Startseite]

Mit dem Flächenpool NRW Potenziale heben und Filetgrundstücke aktivieren

Im Jahr 2014 startete der Flächenpool NRW, eine Landesinitiative zur Stärkung der Innenentwicklung in den Städten und Gemeinden Nordrhein-Westfalens, nachdem es eine fast dreijährige Pilotphase in zehn Kommunen gab, um das Instrument und seine Wirkweise in der Praxis zu testen. Vier Jahre Überzeugungs- und Imagearbeit sowie Planungs- und Moderationsexpertise später, kann sich die Bilanz sehen lassen. Die Landestochter NRW.URBAN und die BEG NRW setzen das Programm gemeinsam um und konnten bisher 60 Kommunen mit 222 Standorten – das entspricht einer Gesamtfläche von 1.130 Hektar – in das Verfahren aufnehmen, um neue Perspektiven zu eröffnen. 1.293 Eigentümer wurden mit ins Boot geholt. NRW.URBAN sondiert aktuell nicht nur „klassische Industriebrachen“, sondern auch noch genutzte Areale in zentralen Lagen, die aber deutlich hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben, werden analysiert. Nun ist es für viele Städte nicht einfach, ihre Potenziale zu heben. Die Aktivierung von Brachflächen erscheint oft vielschichtiger und aufwändiger als die Ausweisung neuer Baugebiete. Hier setzt der Flächenpool NRW an – er bietet Expertise, Personalressourcen und einen neutralen Blick von außen. Übrigens: Betrachtet man das gesamte landesweite Potenzial an Brachflächen – valide Schätzungen belaufen sich auf deutlich über 30.000 Hektar Flächen in der Summe – könnte mit deren Revitalisierung der komplette Bedarf für den Wohnungsbau in NRW gedeckt werden. 

Beispiel Finnentrop: Persepektiven entwickeln

Noch arbeiten rund 50 Menschen im Verwaltungsgebäude der Fleischwarenfabrik „Metten“ im sauerländischen Finnentrop. Die Produktion der „Dicken Sauerländer“ hat das Unternehmen bereits vor mehr als zehn Jahren ins nahe gelegene Frielentrop verlegt. Auch ein neues Verwaltungsgebäude ist am Produktionsstandort nun in Bau. Zurück bleibt ein in die Jahre gekommenes, verwinkeltes Gebäude auf einem Grundstück mit hoher Standortqualität. Bereits im Jahr 2003 wurde über den Bahnflächenpool das gesamte Bahnhofsumfeld in Finnentrop entwickelt. Das Gelände der Metten-Verwaltung befindet sich gegenüber dieses Bahnhofsareals in der Nähe des Lenneparks, Bäcker und Supermarkt sind fußläufg erreichbar. Tobias Metten, geschäftsführender Gesellschafter, betont: „Wir wollen das Gelände in Finnentrop auf gar keinen Fall brach liegen lassen.“ Doch welche Nutzungen entsprechen dem Bedarf der Stadt? Welche Konzepte können potenzielle Investoren überzeugen? Die Experten des Flächenpool NRW sollen jetzt helfen, diese Fragen zu beantworten. Im Juni 2018 kam es zur Konsensvereinbarung zwischen Finnentrop und dem Flächenpool NRW sowie zu einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Unternehmen Metten und dem Land. Die Experten des Flächenpool NRW sehen Potenziale für attraktive Wohnungen, eventuell könnten auch Konzepte für Seniorenwohnen integriert werden. Der Standort, der an das überregionale Radwegenetz angeschlossen ist, wäre durchaus auch interessant für ein Hotel oder Hostel. Zunächst geht es aber darum, vom Unternehmen Metten in Auftrag gegebene Planungsskizzen zu plausibilisieren, die Planungen zu aktualisieren und mit einer gemeinsamen tragfähigen Projektidee an den Start zu gehen.

Beispiel Rosendahl: Interessenausgleich erreichen

Im Rahmen des Flächenpool NRW möchte die Gemeinde Rosendahl ein Areal im Umfeld des ehemaligen Bahnhofs in Darfeld entwickeln. Dort soll neuer Wohnraum entstehen. Im Juni 2018 hat die Gemeinde mit dem Flächenpool NRW die Konsensvereinbarung unterzeichnet und damit die Zusammenarbeit mit dem Flächenpool besiegelt. „Wir sind über Veröffentlichungen und Veranstaltungen auf das Dienstleistungs- und Beratungsangebot des Flächenpool NRW aufmerksam geworden“, berichtet Bürgermeister Christoph Gottheil. Er erhofft sich von der Kooperation mit den Experten des Flächenpools vor allem einen fruchtbaren Interessensausgleich zwischen den beteiligten Eigentümern: Wer bringt welche Flächen ein? Welche Kaufpreise für die Veräußerung der Flächen sind realistisch? Möchten Eigentümer eventuell selbst investieren? Einige Eigentümer hätten bereits signalisiert, sich an dem Angebot zu beteiligen, andere seien noch unentschlossen. Christoph Gottheil: „Die Vorgehensweise des Flächenpool NRW als neutraler Moderator oder auch Mediator bietet meines Erachtens gute Erfolgsaussichten, um eine sinnvolle zukünftige Nutzung eines zusammenhängenden Areals zu ermöglichen.“ Auf lange Sicht soll der Flächenpool NRW auch bei weiteren Standorten in Rosendahl für die Umwandlung von Brachflächen in Bauland in den Planungsprozess eingebunden werden. Zunächst gilt es jedoch, den Fokus auf die Konversion in Darfeld zu legen und dort Potenzial für Wohnbauland zu entwickeln.

6 Seen Wedau: Ministerin und Deutsche Bahn wollen noch viele Rohdiamanten für mehr Wohnbauland schleifen


Auf der Projektfläche 6 Seen Wedau trafen sich am 29. Oktober Ministerin Ina Scharrenbach, DB-Finanzvorständin Ute Möbus, GEBAG-Geschäftsführer Bernd Wortmeyer, Duisburgs OB Sören Link sowie BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz, um vor zahlreichen geladenen Projektbeteiligten und Pressevertretern die nächsten Schritte anzukündigen und unter anderem in circa 20 Meter Höhe gemeinsam Bilanz zum erfolgreichen Aufstieg einer ehemaligen Bahnfläche zu ziehen. In der gemeinsamen Pressemitteilung erklären das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichtstellung, die Stadt Duisburg, die Deutsche Bahn AG und die BEG NRW: 

Das Projekt 6 Seen Wedau auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs und Bahn-Ausbesserungswerks in Duisburg-Wedau steht vor dem nächsten Schritt: dem Beginn des Bieter- und Investorenauswahlverfahrens für ein Nahversorgungszentrum mit einer Verkaufsfläche von rund 5.500 Quadratmetern. Damit ist der Weg für die Bebauung geebnet, denn der Entwurf zum Bebauungsplan wurde bereits Ende Mai 2018 bei der Stadt Duisburg eingegeben und nach Beschlussfassung durch den Rat der Stadt Duisburg vom 25. Juli bis 14. September 2018 offengelegt. Die Vorbereitung eines Satzungsbeschlusses läuft. Der Bebauungsplan soll bis Mitte 2019 beschlossen werden.
Zeit, Bilanz zu ziehen: Seit Beginn des Projektes durch das Team 6 Seen Wedau wurden auf der 60 Hektar großen Fläche etwa 45 Kilometer Schienen zurückgebaut, rund 540.000 Kubikmeter Schotter aus der Fläche aufgenommen und auf einer Fläche von 50 Hektar der Grünwuchs zurückgeschnitten. In den vergangenen drei Monaten wurden rund 80.000 Kubikmeter Feinkorn entsorgt und die nächsten Arbeiten vorbereitet: die Ausschreibung des Bodenmanagements und des Lärmschutzwalls mit einer Länge von 2,4 Kilometern.

Zum Projekt erläutert Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung: „Bis zu 3.000 neue Wohneinheiten, eine über viele Jahre brachliegende Fläche von 60 Hektar: Zur Entspannung der Wohnungsmärkte, neue Aufenthaltsqualitäten - rundum ein spannendes Stadtentwicklungs- und Wohnungsbauprojekt. Diese Fläche binnen dreieinhalb Jahren zum Bebauungsplan zu führen, ist in Anbetracht vieler Herausforderungen durch Arten- und Lärmschutz, Erschließung, Bodenaufbereitung und Verlagerungen eine hervorragende Leistung. Wir erleben im gesamten Land an vielen Stellen eine ungeheure Aufbruchstimmung im Wohnungsbau und in der Stadtentwicklung. Nur ein Mehr an Wohnungsbau trägt dazu bei, die Miet- und Preisauftriebe in den Griff zu bekommen. Dazu gibt es von allen Seiten eine hohe Bereitschaft. Dies muss, wie bei 6 Seen Wedau, an den richtigen Stellen geschehen - nämlich auf regional abgestimmten Standorten in Nähe vorhandener oder geplanter Schienenhaltepunkte. Die 2,7 Millionen Euro, die das Land als Vorleistung erbracht hat, sind hervorragend angelegt.“

„Für uns ist Duisburg-Wedau ein Rohdiamant, der geschliffen werden muss“, so Ute Möbus, Vorstand Finanzen/ Controlling, DB Station&Service AG, die sich über den gelungenen Verlauf des Projekts freut. „Den Wunsch der Bürger nach einer Finanzierung der südlichen Brücke von der Ortsmitte Bissingheim nach Wedau haben wir bereits erfüllt. Zudem startet zeitnah das Investorenauswahlverfahren für die Vergabe des Nahversorgungszentrums. Wir sind sehr stolz auf die Meilensteine, die wir in den letzten Monaten gemeinsam erreicht haben."

Sören Link, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg: „6 Seen Wedau ist ein einzigartiges Projekt mit einer Strahlkraft, die weit über die Stadtgrenzen hinausgeht. Hier entsteht ein komplett neuer Stadtteil und damit zugleich guter, bezahlbarer Wohnraum für viele junge Familien. Insbesondere freue ich mich aber auch über die Zusage der Bahn für die Südbrücke und die noch für 2018 geplante Ausschreibung des Einzelhandels – beides ist für die Duisburgerinnen und Duisburger von ganz besonderer Bedeutung.“ [zur BEG-Startseite]

Wertermittler-Sprechstunde für Kleingarten-Pächter in Wedau

Reger Andrang an den Besprechungstischen der Gutachter (datenschutzbedingte Bildunschärfe)
Die Kleingarten-Pächter, die zur Ermöglichung der großen Siedlungsentwicklung auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Duisburg-Wedau ihre Parzellen aufgeben oder umziehen, haben im Oktober die Unterlagen von spezialisierten Wertgutachtern über die berechneten Entschädigungen für Ihre Lauben und den Aufwuchs (Gemüse, Obst und Zierpflanzen) erhalten. Die im Nachgang angebotene "Sprechstunde“ für Rückfragen oder Änderungswünsche wurde rege angenommen. Vier Gutachter standen im Zeitraum von rund drei Stunden zur Verfügung, um die Wertermittlungen persönlich zu erläutern, Rückfragen zu beantworten und in einigen Fällen auch Nachbesserungen vorzunehmen. Der subjektive Eindruck der Team-Wedau-Mitglieder, die diesen Termin ebenfalls begleiteten, war  allgemeine Zufriedenheit. [zur BEG-Startseite]

BEG-Team macht sich fit für Notfälle und lebensbedrohliche Situationen

Fitter für den Fall von medizinischen Notfällen fühlt sich ab sofort das Team der BEG, nachdem es einen eintägigen Erste-Hilfe-Kurs im Rahmen einer Inhouse-Fortbildung absolvieren durfte. Fast die gesamte Belegschaft nahm das Angebot dankend an, die zumeist weit zurückliegenden Kenntnisse zum Thema Erste Hilfe aufzufrischen bzw. professionell zu vertiefen. 

Von den grundsätzlichen Anforderungen an den Ersthelfer über Maßnahmen bei Bewusstlostigkeit sowie Herz-Lungen-Wiederbelebung, korrekte Ausführung der stabilen Seitenlage bis zu allgemeinen Regeln und Maßnahmen zur Wundversorgung erhielten die BEGler von der „Pro Life Gesellschaft für Notfall- und Gesundheitsschulungen“ wertvolle theoretische und praktische Einblicke. Dabei konnte jeder Mitarbeiter die wichtigsten Maßnahmen unter Anleitung selbst erproben. 

Abschließend wurden etwaige Berührungsängste gegenüber dem seit Jahren bei der BEG stationierten Defibrillator abgebaut. Alle Teilnehmer wurden in den Umgang mit dem „Schockgeber“, der die Chancen einer erfolgreichen Herz-Lungen-Wiederbelebung verbessert, detailliert eingewiesen, so dass sich die BEG-Besucher künftig (auch) in Sachen Notfallversorgung gut aufgehoben fühlen können. [zur BEG-Startseite]

Expo Real 2018: BEG-Gesprächsrunden rund um die Baulandaktivierung

Ministerin Ina Scharrenbach, MHKBG, Ute Möbus, Vorstand DB S&S und Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG NRW, sehen Vorteile für alle in mehr Bauland an der Schiene und besprechen den Weg dorthin (Moderation: Petra Voßebürger, 2.v.l.)

Die hohe städtebauliche Qualität und der Vermarktungsstart für das Großprojekt sind die Themen von Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, MHKBG, Ute Möbus, Vorstand DB S&S und Oberbürgermeister Sören Link, Stadt Duisburg

Franz Meiers, NRW.URBAN, Hermann Gödde, Beigeordneter der Stadt Eschweiler, Rita Schulde Böeing, Erste Beigeordnete der Stadt Hamm, Staatssekretär Dr. Jan Heinisch, MHKBG, Bernd Grotefeld, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben und Thomas Lennertz, BEG NRW (v.l.n.r.), erklären das Zusammenwirken von Land, Kommunen und Grundstückseigentümern im Flächenpool NRW.

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Bauland an der Schiene: Anmeldung AB SOFORT für ALLE Kommunen der Regierungsbezirke Köln und Düsseldorf möglich!

Bebaubare Grundstücke sind ein Engpass beim Schaffen von mehr Wohnraum: 247 Städte und Gemeinden mit Haltepunkten an der Schiene haben die Einladung von Ministerin Ina Scharrenbach, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, zu Baulandgesprächen an Haltepunkten der Schiene  erhalten:

1. Was ist terminvorbereitend erforderlich? Wenig! Wählen Sie über den Internet-Kalender einen der zur Verfügung stehenden Termine und übermitteln Sie uns spätestens 10 Tage im Voraus Ihren FNP.

2. Was sind die Hintergründe? Die Landesregierung legt besonderes Augenmerk auf die gezielte Entwicklung von bezahlbarem Bauland im Einzugsbereich von Haltestellen des schienengebundenen Personennahverkehrs (SPNV). Dies soll die angespannten Wohnungsmärkte ebenso wie den Verkehrsträger Straße entlasten. Integrierte Konzepte und kurze, fachübergreifende Abstimmungswege sollen den Umsetzungserfolg erhöhen. Die unmittelbare Erörterung von Entwicklungsmöglichkeiten im großzügigen Radius um Haltepunkte mit allen Beteiligten verkürzt die Abstimmungswege für verbindliche Entscheidungen. Dies betrifft die Siedlungsentwicklung, aber auch die Feststellung von infrastrukturellen Investitionsbedarfen und die Berücksichtigung von Mobilitätskonzepten, die vor Ort mitgedacht und verfolgt werden. Die heutige Verzahnung von Fachplanungen und Flächenentwicklung entscheidet darüber, ob künftiges Mobilitätsverhalten auf die Schiene ausgerichtet wird. Deshalb müssen die Handlungsbedarfe systematisch erörtert und in den Fokus gerückt werden.

3. Welche Flächen kommen in die Betrachtung? Suchraum ist in der Regel der Ein-Kilometer-Radius um bestehende SPNV-Haltepunkte oder potenzielle DB-Haltepunkte mit Finanzierungsperspektive aus Landes- und Bundesmitteln oder der Stationsoffensive der DB S&S AG. Im Radius bis zu drei Kilometern findet die Qualität der intermodalen Anbindung an den Haltepunkt Berücksichtigung. Haltestellen an Überland-Straßenbahnen mit interkommunaler Verbindungsfunktion können in Ausnahmefällen zur gesamtstädtischen Priorisierung mitbetrachtet werden. Im Fokus sind dabei alle Flächen über ein Hektar Größe, bei denen die Stadt oder Gemeinde Chancen für eine weitere Siedlungsentwicklung bzw. eine Aktivierung im Zuge der Innenentwicklung sieht sowie Flächen, die im Blickfeld der Regionalplanungsbehörden sind.

4. Ist die Landesinitiative mit Fördermitteln ausgestattet? Das Land NRW fördert städtebauliche Rahmenplanungen zur Konkretisierung der Perspektiven für Siedlungsentwicklungen an Haltepunkten des SPNV. Bei Erforderlichkeit kann die BEG NRW 50 % der anfallenden Planungskosten sowie die Ausschreibung, Vergabe sowie Prüfung der Planungsleistungen übernehmen. Rahmenplanungen an Haltepunkten von Straßenbahnen sind nicht förderfähig.

5. Wer sitzt mit am Tisch? Optimalerweise die kommunale Bauderzernentin/ der Baudezernent in Begleitung der Kreisverwaltung; das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW; das Ministerium für Verkehr des Landes NRW; das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz; die Bezirksregierung/ Regionalplanung; der Zweckverband Nahverkehr bzw. Verkehrsverbund; die DB Station & Service AG; die DB Immobilien (Liegenschaften); die Region Köln/Bonn e.V. (bei Gesprächen im Regierungsbezirk Köln); die BEG NRW (Moderation und Gesamtkoordination). 

Weitere Informationen und Anmeldung unter www.beg.nrw.de

Treffen Sie die BEG NRW auf der EXPO REAL 2018 !

Saniertes Empfangsgebäude Brühl (Foto: Stefan Klink)
Termine für Ihren Messekalender:

Mo, 08. Okt. 2018, 15.30 Uhr, Stand B2.120 (Deutsche Bahn AG):

Landesinitiative „Bauland an der Schiene“

Ministerin Ina Scharrenbach, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Ute Möbus, Vorstandsmitglied der DB Station & Service AG und Thomas Lennertz, BEG-Geschäftsführer, stellen die Landesinitiative „Bauland an der Schiene“ vor. Informieren Sie sich vor Ort oder nutzen Sie direkt den Internet-Kalender und vereinbaren einen der noch zur Verfügung stehenden Termine für ein Baulandgespräch!

Mo, 08. Okt. 2018, 16.00 Uhr, B2.120 (Deutsche Bahn AG):

6 Seen Wedau: Stadtentwicklung auf 90 Hektar Bahnfläche

Lassen Sie sich den aktuellen Stand der Entwicklung von 90 Hektar ehemaliger Bahnflächen in Duisburg-Wedau vorstellen! Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, Duisburgs Oberbürgermeister Sören Link und Ute Möbus, Vorstandsmitglied der DB Station & Service AG, besprechen den Start des Investorenauswahlverfahrens für das Nahversorgungszentrum, mit dem vor allem das zukünftige, gemischt genutzte Stadtquartier mit bis zu 3.000 Wohneinheiten ein attraktives Angebot erhält.

Di, 09. Okt. 2018, 10.30 Uhr, Stand B1.321 (Gemeinschaftsstand Nordrhein-Westfalen):

Mit dem Flächenpool NRW neues Bauland ermöglichen

Wie können Sie mit dem Flächenpool NRW Flächenpotenziale im Innenbereich identifzieren, neue Nutzungsperspektiven entwickeln und umsetzen? Antworten liefern Dr. Jan Heinisch, Staatssekretär MHKBG NRW, Franz Meiers, Geschäftsführer NRW.URBAN und Thomas Lennertz, Geschäftsführer BEG NRW, im Gespräch mit Hermann Gödde, Technischer Beigeordneter Eschweiler, Rita Schulze Böing, Erste Beigeordnete Hamm und Bernd Grotefeld, Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).

Individuelle Gesprächsvereinbarungen:

Telefonisch unter 0201 74766-0 oder per E-Mail info@beg.nrw.de

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Hauptbahnhof Münster Ostseite wird das „Hansator“ zur Stadt – Baugenehmigung erteilt

Auf der Projektfläche v.l.n.r: Henk Brockmeyer (BEG NRW), Bahnhofsmanager Michael Jansen (DB S&S), Volker Nicolaus (BEG NRW), Jan Grzesik und Christian Hehemann (beide Landmarken AG), Foto: Landmarken AG
Das „Hansator“ wird zukünftig den attraktiven Übergang zwischen Stadt und Schienenverkehr auf der Ostseite des Hauptbahnhofs bilden. Auf 8.200 m² Bahn- und Brachfläche entsteht ein gemischtes Stadtquartier mit anspruchsvoller Architektur und Flächen für Wohnen, Gastronomie, Handel und Hotelerie und setzt eine städtebauliche Klammer zur innenstadtzugewandten Bahnhofsseite.

Der neue Name unterstreicht nebst eigenem Logo die Verbindung des urbanen Hansaviertels mit dem Zentrum. Im Rahmen eines Pressetermins vor Ort am 19.09.2018 erläuterte der Kreis der Projektbeteiligten seitens der Stadt Münster, der Landmarken AG, der DB Station&Service und der BEG NRW den Projektfortschritt und verkündete den Eingang der Baugenehmigung. Die förmliche Freistellung der ehemaligen Bahnfläche von Bahnbetriebszwecken wurde kurz zuvor durch das Eisenbahnbundesamt erteilt.

Die Grundstücksgeschäfte für die Bahnhofs-Ostseite wurden zwischen der Stadt Münster, der Deutschen Bahn und der BEG NRW 2017 mit dem Projektentwickler Landmarken AG abgeschlossen; die Landmarken AG ging gemeinsam mit kadawittfeldarchitektur als Gewinner eines gemeinsamen Investorenauswahlverfahrens hervor (vgl. frühere Berichte). Unmittelbar nach Beendigung der Arbeiten auf der Westseite begann die Baustelleneinrichtung auf der Ostseite. Unerwartet hohen Aufwand erzeugte für die BEG NRW dabei zuletzt die Steuerung der Kampfmittelbeseitigungsmaßnahmen: Auf dem gesamten Gelände wurden hunderte Sondierungsbohrungen vorgenommen, die sich insbesondere im Böschungsbereich aufgrund konkreter Verdachtspunkte technisch sehr anspruchsvoll gestalteten - Rampen mussten gebaut und Fahrleitungsmasten versetzt werden. Die letzten Auswertungsergebnisse stehen noch aus, so dass die Baugrube voraussichtlich im ersten Quartal 2019 vorbereitet sein wird.

In Summe zeigt sich im reibungslosen Ineinandergreifen aller Projektstufen einmal mehr die hohe Bedeutung des frühzeitigen und kontinuierlichen Dialogs aller Beteiligten. [zur BEG-Startseite]

Winterberg: Vom ersten "EmpfangsbäudePaket NRW" zum Bahnhof des Jahres 2018

(c) Allianz pro Schiene, Stephan Roehl / Vorher-Bild: BEG NRW
Der Bahnhof Winterberg im Hochsauerland sowie der Bahnhof Eppstein im Taunus gewinnen den Titel „Bahnhof des Jahres 2018“. Die „Allianz pro Schiene“ hat nach Reisen durch ganz Deutschland in diesem Jahr zwei „Bürgerbahnhöfe“ ausgezeichnet, die ihre Qualität besonderem Engagement vor Ort verdanken.

"Besser geht es nicht"
Die Jury urteilte insbesondere: „Bürgerbahnhof steht in Winterberg nicht nur vorne drauf, sondern Bürgerbahnhof ist auch drin. Der Fahrkartenschalter in dieser hellen, aus Holz und Glas geschmackvoll gestalteten Halle, ist zugleich erste Anlaufstelle für das städtische Bürgeramt mitsamt der Volkshochschule.“ Slow-Food-Gastronomie und ein modernisiertes Bahnumfeld ergänzten den positiven Gesamteindruck.

Auch in architektonischer Hinsicht kann der Bahnhof als außergewöhnlich bezeichnet werden. Einen zweckmäßigen, aber gesichtslosen Neubau hatte die Stadt Winterberg früh konzeptionell ausgeschlossen – entstanden ist ein identifikationsstiftendes, neues Eingangsportal zur Stadt mit abstrahierter Skisprungschanze auf dem Dach. Es sei kein Wunder, dass sich hier ein neues Stadtviertel entwickelt. „So wächst der Bahnhof aus seiner Randlage in die Stadt hinein. Besser geht es nicht.“

EmpfangsgebäudePaket NRW
Zum Hintergrund: Im Rahmen des ersten EmpfangsgebäudePaketes NRW, das 2003 zwischen dem Land Nordrhein-Westfalen und der Deutschen Bahn vereinbart wurde, hatte die BEG NRW erreichen können, dass das stark instandsetzungsbedürftige Bahnhofsgebäude aus einem Immobilienportfolio herausgenommen wurde, das bereits für einen international agierenden Fonds vorgesehen war. Auf diesem Wege ließ sich die Einflussnahme der Stadt auf die weitere Entwicklung des Areals erreichen. Nach dem kommunalen (Zwischen-)Erwerb des prägnanten Objekts wurde die ökonomische Vorzugsvariante „Abriss und Neubau“ verfolgt und mit Hilfe von Städtebauförderungsmitteln, städtischem Eigenanteil sowie eines engagierten und visionären Investoren- und Architekten-Ehepaars finanziert und realisiert.

Die heute angrenzende Mischgebietsentwicklung schließt auch die Verbindungachse zwischen dem neuen Bahnhof und dem Einkaufszentrum „Hohe Pforte“ funktional. Diese „Nahversorgungspforte“ zur Innenstadt ist ebenfalls durch umfangreiche Neugestaltungen von Bahnflächen entstanden (wie berichtet).

Kooperation zählt
Der Vorstandsvorsitzende von DB Station&Service, Bernd Koch, lobte das Engagement aller Beteiligten vor der Presse: „Als Betreiber von rund 5.400 Bahnhöfen freuen wir uns sehr über die gelungene Zusammenarbeit, auch bei der Entwicklung des Bahnhofsumfeldes.“ Jury-Mitglied Andreas Geißler ergänzt: „In 15 Jahren ist die Jury immer wieder darauf gestoßen, dass ein stimmiges Konzept vor Ort entscheidend für den Sieg ist. Überall, wo das Land, Städte, Gemeinden und die Bahn mit Herzblut zusammenarbeiten, entsteht früher oder später ein Kundenliebling.“

Die Jury des Wettbewerbs besteht aus Vertretern des Fahrgastverbandes Pro Bahn, dem Deutschen Bahnkunden-Verband (DBV), dem Verkehrsclub Deutschland (VCD), dem ACE Auto Club Europa, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und der Allianz pro Schiene, begleitet von Verkehrsexperten des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) und der Kooperation „Fahrtziel Natur“.

Umfeld mit Strahlkraft
Die Jury hebt auch die Bedeutung des attraktiven Bahnhofumfeldes hervor - mit einem tollen Plädoyer für die gesamthafte und integrierende Bahnhofsentwicklung, welches die BEG nur teilen kann:

"Die Bahnsteiganlagen sind ebenfalls weit über dem Standardniveau: Wanderer und Radfahrer finden einen Schließfachanlage für überschüssiges Gepäck, Aufladestationen für ihre E-Bikes und einen integrierten Bahn-Bussteig, der dem Experten verrät, dass hier die Stadt bei der Planung kräftig mitgemischt und hervorragend mit der Deutschen Bahn zusammengearbeitet hat. Diesen Eindruck bestätigt die sorgfältige Ausschilderung der Bahnhofsumgebung in die Stadt und ins Bergland.

Und dass der Bahnhof eigentlich mit einer misslichen Randlage zu kämpfen hat? Sogar dieses Hemmnis könnte der Neubau heilen: Die Stadt plant mit dem Bahnhof Winterberg einen Lückenschluss und zahlreiche Braukräne beweisen, dass auf ehemaligen Brachflächen zwischen Stadt und Bahnhof gerade ein neues Stadtzentrum mit Wohnungen, Gewerbe und Geschäften wächst. Kein Zweifel: Der Bahnhof Winterberg erschließt sich gerade sein eigenes Umfeld.“

Die gesamte Würdigung der Jury und weiteres Bildmaterial finden sich auf auf der Homepage der Allianz pro Schiene. [zur BEG-Startseite]

Indische Delegation gewinnt Einblicke in nordrhein-westfälische Stadt- und Regionalplanung

„Successful Cooperation For Regional Land Use Planning“ (oder "Erfolgreiche Kooperation in der Flächennutzungsplanung") ist der Titel der von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) initiierten, einwöchigen Studienreise einer indischen Delegation, bestehend aus Entscheidungsträgern der Stadt- und Regionalplanung in Odisha und Tamil Nadu. 

Auf Anfrage der Bezirksregierung Düsseldorf führten BEG-Projektleiter Klaus-Dieter Büttner und André Stangier durch das englischsprachige Programm zum Thema 6 Seen Wedau. Neben Stationen in Düsseldorf, Stuttgart (Stuttgart 21) und Frankfurt (Unternehmenssitz der GIZ in Eschborn) stand auch ein Besuch der Projektfläche von 6 Seen Wedau in Duisburg mit anschließendem Vortrag auf Zeche Zollverein in Essen auf dem Programm. 

Zumindest die deutschen Teilnehmer der Exkursion waren froh, bei deutlich über 30 Grad die rund 90 Hektar große Projektfläche in Duisburg-Wedau vom klimatisierten Bus aus besichtigen zu können - die indischen Gäste sind unterdessen weitaus höhere Temperaturen gewöhnt. Auf den von Projektleiter André Stangier gehaltenen Vortrag auf Zeche Zollverein folgten zunächst hauptsächlich Fragen zum Thema Ver- und Entsorgung des zukünftig zum größten Teil für Wohnzwecke genutzten Areals – sicherlich nicht verwunderlich angesichts der Probleme eines der bevölkerungsreichsten Staaten der Welt. Die rasant wachsenden indischen Metropolen verzehren zumeist in großem Umfang die knappen Ressourcen Fläche, Grundwasser und Energie und tragen zugleich überproportional zu Luftverschmutzung, Wasservergiftung und Abfallproduktion bei. Dementsprechend sind - angesichts des enormen Bevölkerungswachstums und des rasanten Flächenverbrauchs - die Wasserversorgung und Abwasserbehandlung besonders dringliche Herausforderungen indischer Kommunen. 

Aber auch Themen wie Soziale Infrastruktur, Zielgruppen und Nutzungsstrukturen wurden von den Gästen aus Indien hinterfragt. Die Projektleiter der BEG wiesen wiederum auf die aus ihrer Sicht große Bedeutung der Kooperationen und interdisziplinären Abstimmungen, insbesondere auch hinsichtlich der regionalplanerischen Belange sowie auf ihre Rolle als Moderator und Mediator im Rahmen des gesamten Planungsprozesses hin. 

Aufgrund des ambitionierten Zeitplans der Reisegruppe blieb keine Zeit für detailliertere Diskussionen – Delegation und Veranstalter, deren Erwartungen trotz des engen Zeitfensters voll erfüllt wurden, bedankten sich für den kompakten und informativen Einblick in das Großprojekt 6 Seen Wedau. [zur BEG-Startseite]

Wewole-Stiftung erwirbt das Empfangsgebäude in Castrop-Rauxel

Foto: Miksch Rücker Architekten
Die wewole-Stiftung aus Herne, eine der größten Teilhabeanbieterinnen der Region für Menschen mit Behinderungen in Herne und Castrop-Rauxel, ist neue Eigentümerin des Empfangsgebäudes am Bahnhof Castrop-Rauxel. Das Sozialunternehmen will in dem Gebäude einen Kiosk und ein Café betreiben. Die Stiftung organisiert zeitgemäße Unterstützungsangebote mit dem Ziel, Menschen mit Behinderungen selbstbestimmtes Arbeiten, Wohnen und Leben zu ermöglichen. 

Am Mittwoch, 25. Juli 2018, unterzeichneten Rochus Wellenbrock, Vorstandsvorsitzender der wewole Stiftung und Geschäftsführer der wewole werken gGmbH, und Carsten Kirchhoff, Projektleiter der BEG NRW, den Kaufvertrag für die Immobilie vor der Notarin Elke Breilmann in Castrop-Rauxel. Die Umsetzung des Kaufvertrags findet in den nächsten Wochen statt. Der voraussichtliche Besitzübergang für das Empfangsgebäude wird Ende September 2018 sein. "Wir freuen uns, dass wir die Stadt, die DB und die BEG für unsere Pläne gewinnen konnten und den Zuschlag erhalten haben", so Stiftungsgeschäftsführer Rochus Wellenbrock.

Die BEG hat gemeinsam mit der DB Station&Service AG und der Stadt Castrop-Rauxel ein Begutachtungsverfahren zur Bausubstanz und zum Verkehrswert des Gebäudes durchgeführt. Der nun erfolgte Verkauf des Gebäudes der DB Station&Service AG über die BEG an die Stiftung erfolgte insofern mit ausdrücklicher Zustimmung der Stadt Castrop-Rauxel. Über den Verkauf und das geplante Umbau- und Nutzungskonzept werden die wewole Stiftung, die DB Station&Service AG, die BEG und die Stadt Castrop-Rauxel im Rahmen eines gemeinsamen Übergabe- und Pressetermins Anfang Oktober 2018 ausführlich informieren. [zur BEG-Startseite]

Bagger und Sondierungen am Hauptbahnhof Münster-Ostseite

Am östlichen Ausgang des Münsteraner Hauptbahnhofs (wie berichtet, vgl. 04/2017) könnte man dieser Tage den Eindruck gewinnen, es gehe nicht wirklich vorwärts. Der Bereich der zukünftigen Baugrube ist noch immer eingezäunt, die Fläche liegt seit Längerem ohne erkennbare Veränderung da. Dieser Eindruck täuscht jedoch – denn vor allem die Bodensondierungen sind in vollem Gange. 

Aufgrund eines so genannten Kampfmittelverdachtspunktes in der Nähe der zukünftig bebauten Fläche besteht weiterer Erkundungsbedarf, was wiederum bedeutet, dass auch im Norden der Projektfläche außerhalb des eigentlichen Baugrundstückes umfangreiche Sondierungen durchgeführt werden müssen. Betroffen sind der Gleis- und Böschungsbereich sowie auch die Personenunterführung. Für die Sondierungen im Böschungsbereich mussten Rampen gebaut und sogar Fahrleitungsmasten versetzt werden. Der nördliche Bahnhofstunnel muss für die Dauer der Sondierungen weiterhin gesperrt bleiben. Momentan werden in der Personenunterführung selbst Bohrungen vorbereitet – und wie es der Zufall will, sind Fahrkartenautomaten und Informationsanzeige nun auch direkt von erforderlichen Bohrungen betroffen, was die Sache nicht vereinfacht und den Zeitplan dementsprechend verzögern kann. Hier kooperieren die beteiligten Stellen aber sehr gut, so dass auch diese Hürde bald aus dem Weg geschafft sein wird. 

Das Freistellungsverfahren (Freistellung von Bahnbetriebszwecken nach §23 Allgemeines Eisenbahngesetz (AEG)) durch das Eisenbahnbundesamt (EBA), mit dem die Stadt förmlich die Planungshoheit über das Baufeld erhält, steht derweil kurz vor dem Abschluss. 

In den nächsten Jahren entsteht eine Neubebauung auf dem Bremer Platz, auf der Teilfläche zwischen den Gleisen und der Bremer Straße. Im neuen Gebäudekomplex, bestehend aus drei Baukörpern, die über ein sogenanntes Flugdach verbunden sind, sollen unter anderem ein Hotel, Appartements, Studentenwohnungen, Gastronomieangebote und ein Supermarkt untergebracht werden. Im nördlichen Teil ist eine neue Fahrradstation mit über 2.000 öffentlichen Stellplätzen geplant. [zur BEG-Startseite]

BAULANDPORTAL NRW: Online-Lotse und Beratungs-Hotline zu Fördermöglichkeiten der Baulandmobilisierung in Nordrhein-Westfalen ist gestartet!

Startseite Baulandportal NRW
Welche Förderangebote gibt es in Nordrhein-Westfalen für Städte und Gemeinden, um Bauland bedarfsgerecht zu mobilisieren? Gibt es auch Unterstützungsmöglichkeiten für private Eigentümer? Wer ist der richtige Ansprechpartner, wenn es um erste Standortprüfungen geht, wenn Bodenuntersuchungen erforderlich sind, wenn Fragen der städtebaulichen Kalkulation oder der Projektfinanzierung bestehen? Wer hat den Überblick und wer kann den gesamten Mobilisierungsprozess begleiten?

Für Antworten auf diese und andere Fragen haben das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBG), die NRW.URBAN, die BEG NRW, die NRW.BANK, der AAV – Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung und das Forum Baulandmanagement das neue Internetangebot www.baulandportal.nrw initiiert. Übersichtlich strukturiert führen filterbare Förder-Steckbriefe Städte, Gemeinden und Grundstückseigentümer zum passenden Unterstützungsangebot. Konkrete Praxisbeispiele und ein FAQ-Bereich veranschaulichen konkrete Anwendungsfälle und geben Hinweise zur Verzahnung der Instrumente untereinander. Für individuelle und standortbezogene Fragestellungen steht ab sofort eine zentrale Auskunftsstelle für alle Städte, Gemeinden und Grundstückseigentümer in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Die kostenfreie Kurzberatung kann telefonisch oder per E-Mail in Anspruch genommen werden. 

Zum Hintergrund: Das Baulandportal NRW will den Dialog organisieren – zwischen denen, die Unterstützung suchen und denen, die sie anbieten. Das Angebot ist insofern als Verstetigung der Bauland-Dialoge NRW zu verstehen, zu denen das MHKBG NRW mit seinen Tochtergesellschaften und Mobilisierungspartnern bereits zweimal eingeladen haben. Der Flächenpool NRW betreut das Baulandportal NRW; er ist das koordinierende, zentrale Instrument zur Unterstützung komplexer Flächenaktivierungen des MHKBG, durchgeführt von NRW.URBAN und BEG NRW.

Weitere Informationen unter: www.baulandportal.nrw  [zur BEG-Startseite]

Ministerin Scharrenbach: Landesregierung setzt neue Initiative für mehr Bauland auf die Schiene / Presseinformation des MHKBG

Die BEG NRW wird landesweit streckenbezogenene Baulandgespräche federführend und in enger Abstimmung mit dem Ministerium umsetzen. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung teilt mit
  
Die Landesregierung hat die Initiative „Bauland an der Schiene“ beschlossen. Damit legt die Landesregierung ein besonderes und konkretes Augenmerk auf die gezielte Entwicklung von bezahlbarem Bauland im Einzugsbereich von Haltestellen des schienengebundenen Personennahverkehrs und setzt ein zentrales Ziel des Koalitionsvertrages um. „Unser Ansatz ist neu, konkret und wirksam. Wir bringen Fahrt in die Baulandentwicklung. Das wirkt vor allem in den überhitzten Wohnungsmärkten der Ballungsregionen, die wir damit entlasten. Unser Augenmerk gilt allen Haltepunkten an den Bahnlinien, die aus den Ballungsregionen ins Umland führen“, sagt Ministerin Scharrenbach zur neuen Initiative.
„Wir scheuen keinen Aufwand und suchen den Umkreis jedes einzelnen Haltepunktes ab. Dies machen wir im kleinsten Raster, Fläche für Fläche, gemeinsam mit den Kommunen, den Bezirksregierungen und weiteren beteiligten Behörden. Die Frage wird jeweils konkret sein, ob und wie man diese Fläche entwickeln kann und was die Gesprächspartner dazu beitragen können“, so die Ministerin weiter.
Die Initiative wird zudem die Attraktivität der Schienenstrecken als Anbindung an die Zentren steigern. „Mehr Fahrgäste in der Bahn bedeuten weniger Pendlerverkehr auf den Autobahnen. Parallel steigt durch mehr Fahrgäste die Wirtschaftlichkeit des Bahnverkehrs“, betont Staatssekretär im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Dr. Jan Heinisch. Deswegen sei die Initiative auch eng mit der Bahn AG und dem Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen verzahnt.
Die Landesinitiative „Bauland an der Schiene“ besteht aus einem zweistufigen Angebot an die Anliegerkommunen von Haltepunkten des schienengebundenen Personennahverkehrs (SPNV):
  • Durchführung haltestellenbezogener „Baulandgespräche“. In die „Baulandgespräche“ werden neben den Kommunen als weitere Akteure die Verkehrsverbünde, Dienststellen der Bahn AG, die Regionalplanungsbehörden und weitere Behörden einbezogen.
  • Entwicklung integrierender Rahmenplanungen für geeignete Standorte abhängig von den Gesprächsergebnissen in unmittelbarer Abstimmung mit und unter Beteiligung der jeweiligen Kommune und Einbindung aller relevanten Akteure.
Die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW wird die streckenbezogenen Baulandgespräche federführend und in enger Abstimmung mit dem Ministerium umsetzen.
Nähere Informationen zum Ablauf der Mobilisierungsgespräche werden in Kürze auf der Homepage der BEG NRW veröffentlicht. [zur BEG-Startseite]