NRW.URBAN und BEG NRW präsentieren Flächenpool NRW im Landtag NRW

Minister Michael Groschek hat dem Ausschuss für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landtags NRW in seiner Sitzung vom 09.02.2017 den Zwischenstand im Regelbetrieb des Flächenpool NRW dargelegt. Thomas Lennertz (BEG NRW) und Heinz Weifels (NRW.URBAN) präsentierten dazu den quantitativen Verfahrensfortschritt über alle  Standorte sowie aktuelle Evaluationsergebnisse des ILS. Anhand mehrerer beispielhafter Standorte veranschaulichten sie zudem die Bandbreite der Bearbeitungs- und Lösungsbausteine im Flächenpool NRW.

Der Flächenpool NRW ist ein Angebot des Landes NRW, durchgeführt von NRW.URBAN und BEG NRW.  [zur gemeinsamen Informations-Plattform www.nrw-flaechenpool.de] [Ausschuss-Präsentation zum Download (PDF)] [zur BEG-Startseite

Neues Stadtquartier in Gütersloh: „Gleis 13“ gut in Fahrt

Bild: Hagedorn Revital GmbH
Die Neubebauung des Areals „Gleis 13“ beginnt, der zweite Bauabschnitt wurde jüngst genehmigt. Bürgermeister Henning Schulz äußerte sich bereits zum Abschluss des Investorenauswahlverfahrens sehr zufrieden daraüber, dass dem zentral gelegenen Gelände nach jahrelangem Stillstand eine neue Perspektive eröffnet wird (wie berichtet, 02/2015). Knapp 11.000 m² Fläche sollen mit Nutzungen bereichert werden, die das Angebot der Innenstadt funktional sinnvoll ergänzen; die Ansiedlung von Einzelhandel wurde aus diesem Grunde ausgeschlossen.

Auf Basis einer abgestimmten, integrierten Gesamtplanung stiegen die ortsansässige Hagedorn Revital GmbH und der Bielefelder Projektentwickler Christian Borchert nach dem Erwerb zügig in die Realisierung ein. Die marode bauliche Anlage wurde im vergangenen Jahr vollständig rückgebaut inklusive fachgerechter Asbestentsorgung und zeitweiliger nächtlicher Sperrung von Oberstromleitungen und Schienen. Parallel dazu hat das Bielefelder Architekturbüro Jonek und Dressler den Entwurf zur Bebauung des kegelbahnartig geschnittenen Geländes erarbeitet. Es sieht vier Gebäudekomplexe unterschiedlicher Geschossigkeiten, Fassaden- und Grundrissgestaltungen vor. Das höchste der Gebäude setzt eine Raumkante zur Straßenkreuzung in Richtung Bahnhofvorplatz und Innenstadt, gegenüberliegend entsteht ein harmonischer Übergang zur umliegenden Bebauung.

Die neue Dependance einer Fitness-Studio-Kette wird voraussichtlich noch in diesem Jahr fertig gestellt. Ebenso beginnt der Bau von insgesamt 8.000 m² neuer Bürofläche, zwei Drittel davon sollen 2018 von den 80 Mitarbeitern der Agentur für Arbeit bezogen werden können. Für den letzten Bauabschnitt des Mischgebiets, dessen Realisierung 2019 ansteht, sind ein Hotel oder betreutes Wohnen denkbar. 

Auch im Nachgang des Investorenauswahlverfahrens und der Flächenveräußerung vor zwei Jahren standen die BEG und DB Immobilien beratend und vermittelnd den Investoren und der Stadt in Grundstücksangelegenheiten und bau-/fachplanungsrechtlichen Fragestellungen zur Seite. Bei der Stadt Gütersloh ist die Zufriedenheit über das wachsende Stadtquartier auf Bahnflächen mindestens so groß wie bei der BEG: „Eine Brachfläche im Herzen des Stadtgebiets weicht einer attraktiven Neubebauung. Dank dem Engagement aller Beteiligten wird selbst unsere Bahnhofsrückseite zum Aushängeschild.“ findet Dr. Michael Zirbel, Fachbereichsleiter Stadtplanung bei der Stadt Gütersloh. [zur Startseite]

Die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes in Bad Oeynhausen ist fertig

Vorplatz-Skizze, (c) Bad Oeynhausen
Die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes in Bad Oeynhausen ist abgeschlossen. Genau vor einem Jahr ist die Stadt Eigentümerin des Empfangsgebäudes geworden (wie berichtet, 01/2016). Der Stadt war es wichtig, den Bahnhof mit Hilfe des Erwerbs und einer passgenauen Fördermittelverzahnung wieder als vorzeigbare Visitenkarte zu gestalten. Die Umbauarbeiten hatten im Oktober begonnen und zum Kernziel, neue Platzqualität vor dem Bahnhof zu schaffen. Dazu soll er nur noch für Fußgänger passierbar sein und das „wilde“ Abstellen von Fahrrädern in insgesamt 60 überdachte Doppel-Fahrradstellplätze und Bügelrahmen auf der West- und Ostseite gelenkt werden. Weiterhin gibt es Abstellmöglichkeiten in der Radstation im Bahnhof.

Mit der Errichtung einer Taxiumfahrt wurde zum Jahresende die größte bauliche Maßnahme am Bahnhof fertiggestellt. Bürgermeister Achim Wilmsmeier gab sie zusammen mit Arnold Reeker, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Bauen, zum Jahresende symbolisch frei. Begleitet wurden sie von Gabriele Schmidt aus der Abteilung Stadt- und Verkehrsplanung und dem städtischen Bauleiter Jörg Domeyer. „Der Raum für Fußgänger und Taxifahrer ist nun deutlich voneinander getrennt“, teilte Arnold Reeker mit. Hinweistafeln wurden neu platziert und eine gründliche Reinigung vorgenommen.

Darüber hinaus hat der Vorplatz eine neue Möblierung aus langen Holzbänken in modernem Design bekommen und im Pflasterstein wurde ein Leitsystem für Menschen mit Sehbehinderungen eingearbeitet. Die sogenannten taktilen Elemente können mit einem Stock abgetastet werden und leiten vom Bahnhof in Richtung Innenstadt. Für die Tiefbauarbeiten hat die Stadt rund 200.000 Euro investiert. Dazu kommen noch einmal gut 50.000 Euro für die Fahrradabstellplätze und die „Möblierung" des Vorplatzes. 90 Prozent dieser Kosten wurden aus Fördermittel des Landes finanziert.

Die Prüfung seitens der Stadt, in wessen Regie die Sanierung des Empfangsgebäudes erfolgen soll, steht als nächstes auf der bahnhofsbezogenen Agenda. [zur BEG-Startseite]

Wir wünschen ein schönes Fest und alles Gute für das neue Jahr

... und bedanken uns im Namen des gesamten Teams bei unseren treuen Blog-Lesern für das stete Interesse an unserer Arbeit und unseren Projekten, für Ihre Anregungen und Ihr Feedback!

Thomas Lennertz und Volker Nicolaus

Nettetal-Kaldenkirchen wird wieder Drehscheibe für Güterverkehr

Foto: Cabooter Group
Rund zehn Jahre lag das Güterbahnhof-Gelände in Nettetal-Kaldenkirchen brach. Jetzt ist es den beiden niederländischen Unternehmern Eric und Hans Cabooter (Bild, v.l.n.r.) gelungen, in der logistisch dominierten Grenzregion wieder vermehrt Transportgüter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. 

Um den aktuellen Projektstand zu erreichen, waren umfangreiche bahntechnische Abstimmungswege zu gehen, die Kaufvertragsabwicklung über die rd. 4,5 Hektar große Fläche mit der BEG lief konsequent in enger Abstimmung mit der DB Netz AG - für ein Projekt dieser Größenordnung unerlässlich. Herzlich dankten die Herren Cabooter BEG-Geschäftsführer Volker Nicolaus und Projektleiter Uwe Käbe für ihren Einsatz: "Ohne die BEG wären die Herausforderungen unlösbar gewesen."

Bedeutend für die Nutzung als Umschlagplatz für Container, Auflieger und Wechselaufbauten ist die unmittelbare Nähe zum neuen Gewerbepark VeNeTe Nettetal. Seit 2012 entsteht an der deutsch-niederländischen Grenze auf rund 770.000 m² Fläche ein modernes Areal für Gewerbe und Dienstleister.
 
Das ehrgeizige Projekt erreicht darüber hinaus durch die Kooperation mit der Leipziger Cargo Beamer AG eine besondere Dimension: Der Hersteller und Vertreiber innovativer Verladetechnik, der u.a. Terminalgesellschaften bei der Lieferung der Anlagen, ihrer Inbetriebnahme sowie Betrieb und Instandhaltung der Umschlaganlagen begleitet, liefert die technische Ausrüstung für den Terminal in Kaldenkirchen. Am Standort wird also zukünftig – neben den herkömmlichen Verladesystemen - auch die hochinnovative Cargo Beamer-Verladetechnik zum Einsatz kommen.

Jetzt startete der erste Zug mit vier Waggons vom „Cabooter Rail Terminal Kaldenkirchen“ in das italienische Domodossola, genauer in den dortigen „Terminal Domo II“. Geht es nach Hans Cabooter, der über eine Fläche von insgesamt 20 Hektar am Bahnhof Kaldenkirchen verfügt, soll der neue Railterminal "zügig endausgebaut werden", so dass die Cabooter Group ihre Aktivitäten am Standort noch ausweiten kann. Das Ende des Terminalausbaus ist für 2018 geplant.
  
Positiver Nebeneffekt des Eigentumswechsels ist der bereits erfolgte Abriss der alten, durch einen Brand stark beschädigten Güterabfertigung. Die übrigen abgängigen Bauten wie das alte Zollgebäude oder die ehemalige Übernachtungsstätte gehören ebenso zum Kaufgegenstand und sollen im kommenden Jahr beseitigt werden.

Ungewöhnlich war der Stein des Anstoßes für dieses Projekt. Die nach einem Standort suchenden Niederländer wurden durch einen Venloer Wirtschaftsförderer, der zufällig in Nettetal-Kaldenkirchen wohnt, auf die seit Jahren brachliegende Fläche aufmerksam... eine grenzübergreifende Entwicklung, wie sie im Buche steht! [zur BEG-Startseite]