NRW.URBAN und BEG NRW konzentrieren Kräfte und Know-how

Ministerin Scharrenbach mit Geschäftsführung Brockmeyer & Kloidt

Ab 1. Januar 2021 wächst zusammen, was zusammengehört: NRW.URBAN und BEG arbeiten schon lange und intensiv zusammen und schließen sich nun in einer einheitlichen Strategie und unter einer einheitlichen Geschäftsführung zusammen. Während die BEG sich in ihrer inhaltlichen Ausrichtung auf die Projekte in Kooperation mit der Deutschen Bahn konzentrieren wird, legen die NRW.URBAN-Gesellschaften weiterhin ihren Schwerpunkt auf Projekte für das Land, für Kommunen und Dritte.

Änderungen auf allen Ebenen

Ab 01. Januar 2021 werden zugleich BEG-Geschäftsführer Henk Brockmeyer als neuer Geschäftsführer der NRW.URBAN und Ludger Kloidt, Geschäftsführer von NRW.URBAN, als Geschäftsführer der BEG bestellt. Parallel werden über zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Arbeitsschwerpunkt bereits in den vergangenen Jahren in Projekten für den Gesellschafter Land lag, am 01.01.2021 formal den Arbeitgeber wechseln – von der BEG zur NRW.URBAN.

Für den Übergang werden seit einem Jahr die Weichen gestellt. Geschäftsführer Henk Brockmeyer dazu: 

NRW.URBAN und BEG unterstützen die stadtentwicklungspolitischen Ziele des Landes und der Kommunen als Partner schon seit vielen Jahren Seite an Seite. Aus unseren Kompetenzen und Know-how entwickelt sich eine gemeinsame DNA, auf die Stadt und Land weiter bauen können. Ich freue mich sehr, Teil dieses Prozesses zu sein.“

Geschäftsführer Ludger Kloidt ergänzt:

„Durch das Nutzen der inhaltlichen und administrativen Synergien wachsen die Gesellschaften nun zu einer agilen, strategisch und operativ einheitlich geführten Stadtentwicklungsgesellschaft für Nordrhein-Westfalen zusammen.“

18 Jahre kooperative Bahnflächenentwicklung in Nordrhein-Westfalen

Thomas Lennertz, Gründungsgeschäftsführer der BEG und heute Abteilungsleiter „Stadt- und Flächenentwicklung“ im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen dazu:

„Unzählige Infrastruktur-, Gewerbeflächen- und Wohnbaulandprojekte in nahezu allen Städten und Gemeinden mit Bahnflächen in Nordrhein-Westfalen sind realisiert oder auf den Weg gebracht. Das Modell wurde erfolgreicher als Volker Nicolaus und ich es anfangs erträumt hatten und sogar Vorbild für weitere Unterstützungsinstrumente des Landes. Künftig konzentriert sich die BEG wieder auf ihren Kern und ich freue mich, das Zusammenwachsen mit NRW.URBAN aus meiner jetzigen Rolle heraus weiter begleiten zu können.

Der beschleunigte tiefgreifende strukturelle Wandel in Nordrhein-Westfalen bringt viele spannende, herausfordernde Aufgaben mit sich und braucht starke Handelnde. Dafür wünsche ich Henk Brockmeyer und Ludger Kloidt einen hervorragenden gemeinsamen Start und freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit mit unseren Gesellschaften!“

Der gemeinsame Weg

Im kontinuierlichen Austausch haben NRW.URBAN und BEG NRW bereits vor rund zehn Jahren den Ansatz des damaligen „Flächenpool NRW“, heute Bau.Land.Partner, erarbeitet und weiterentwickelt. Mit der Bündelung der Kräfte und des Know-hows stärken sich die Unternehmen künftig gegenseitig noch intensiver.

Den gemeinsamen Weg entwickeln ab 2021 nun die Geschäftsführer Henk Brockmeyer und Ludger Kloidt weiter, um die Herausforderungen der Zukunft für ihre Gesellschafter und Auftraggeber mit bewährten sowie neuen bedarfskonformen Lösungen anzugehen. [siehe auch: www.nrw-urban.de] [zur BEG-Startseite]

"Nordrhein-Westfalen handelt: Städte und Gemeinden stärken" - Veranstaltungsdokumentation online!

Foto: Franklin Berger

Städte im Wandel, Pandemie und Baulandmangel - was unternimmt das Land Nordrhein-Westfalen zur Stärkung der Städte und Gemeinden, wie kann die öffentliche Hand Leitplanken innerhalb der sich verändernden Rahmenbedingungen setzen und welche Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung? Zur Vertiefung und Beantwortung dieser Fragen haben das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, NRW.URBAN und BEG am 29. September 2020 zum hybriden Studio-Kongress eingeladen.
 
Sämtliche Präsentationen sowie den verschiedenen Themenforen zugeordnete Videos stehen Ihnen zur Nachlese, Auffrischung oder Weiterleitung an interessierte Kollegen und Kolleginnen hier zur Verfügung: https://www.baulandleben.nrw/veranstaltungen/nordrhein-westfalen-handelt-staedte-und-gemeinden-staerken/dokumentation 
 
Veröffentlicht sind auch die von Ihnen im Chat gestellten Fragen – berücksichtigen Sie dazu ebenfalls die Ausführungen in den Podiumsrunden. [zur BEG-Startseite]

Symbolische Schlüsselübergabe am Bahnhof Emmerich

Das allseitige Engagement hat sich gelohnt: In den vergangenen Jahren hatten die Stadt Emmerich, die DB AG und die BEG bereits intensive Gespräche zur Entwicklung des Bahnhofs und des Bahnhofsumfelds mit dem Ziel einer städtebaulichen und verkehrlichen Aufwertung geführt. Eine entsprechende Rahmenplanung wurde seitens der BEG beauftragt und aus Landesmitteln finanziert – die Bearbeitung erfolgte gemeinsam mit der Stadt Emmerich und dem ausführenden Planungsbüro. 

Am 5. Oktober konnten jetzt Klaus Oberheim, Leiter des Bahnhofsmanagements Duisburg der DB Station&Service AG, und Carsten Kirchhoff, Handlungsbevollmächtigter der BEG, den symbolischen Schlüssel für das Empfangsgebäude am Bahnhof Emmerich an Udo Jessner und Arndt Wilms, Geschäftsführer der Erschließungsgesellschaft Emmerich am Rhein mbH (EGE), übergeben. 

Mit dem Erwerb des Empfangsgebäudes und des Vorplatzes am Bahnhof Emmerich durch die EGE ist der erste richtungsweisende Schritt getan. Dem Verkauf vorausgegangen war ein von Stadt und EGE begleitetes Begutachtungsverfahren analog der „Empfangsgebäudepakete NRW“. Dieses beinhaltete neben einem neutralen Bausubstanzgutachten auch ein Marktwertgutachten. Die EGE als städtische Beteiligungsgesellschaft nutzte das von der BEG und der DB eingeräumte Vorkaufsrecht zum darin ermittelten Marktwert - der Kaufvertrag konnte bereits im August beurkundet werden. 

Das Kaufobjekt umfasst eine Fläche von rund 2.300 m² inklusive Empfangsgebäude mit Anbauten sowie den straßenseitigen Vorplatz. Das Gebäudeensemble einschließlich der Anbauten aus dem Jahr 1952 bietet eine Nutzfläche von rund 750 m² im Erdgeschoss und etwa 230 m² im Obergeschoss. Ziel der EGE ist es, Empfangsgebäude und Vorplatz wieder zur Visitenkarte der Stadt zu machen. Dass die Kommunen besser Bescheid wüssten, was die Bahnhöfe vor Ort bräuchten, davon ist Carsten Kirchhoff überzeugt. „Sie sind näher am Markt“, so Kirchhoff. So geht es der Stadt vor allem darum, die Aufenthaltsqualität und die Frequentierung des Bahnhofs deutlich zu erhöhen. Dazu gehöre auch, das Umfeld attraktiver und grüner zu gestalten. Auch über einen Fahrradunterstellplatz für Pendler wird jetzt nachgedacht – für moderne Verkehrsschnittstellen heutzutage ein Muss. Neben der geplanten umfassenden Gebäudesanierung und -renovierung sollen die fahrgastorientierten Nutzungen wie Fahrkartenverkauf und Reisebüro sowie weitere Versorgungsfunktionen für die Reisenden erhalten bleiben bzw. weiter ausgebaut werden. 

Im Vorfeld des Verkaufs hatten DB AG, BEG und EGE die gesamte technische Vorbereitung der Medientrennung sowie die Einmessung des Kaufgrundstücks vorgenommen, so dass den seitens der EGE geplanten Baumaßnahmen nun nichts mehr im Wege steht. [zur BEG-Startseite]

Wohnen an der Schiene in Troisdorf

Den Weg für ein innovatives Wohnbauprojekt konnten am 22.09. Henk Brockmeyer, Geschäftsführer, und Carsten Kirchhoff, Handlungsbevollmächtigter der BEG, gemeinsam mit Eric Schütz, Geschäftsführer der Troisdorfer Gerling&Schütz Immobilien- und Beteiligungsgesellschaft, ebnen - sie trafen sich zur Beurkundung des Kaufvertrages für ein rd. 5.800 m² großes Grundstück an der Mendener Straße in Troisdorf. 

Stadt und BEG (Projektleitung: Carsten Kirchhoff, Projektmitarbeit: Timon Schwafert) hatten bis dato eng zusammengearbeitet - dank Rahmenplanung und Investorenauswahlverfahren wird nun eine qualitativ hochwertige und rundum ansprechende Planung an der Mendener Straße realisiert werden können. 

Die BEG als gemeinsame Tochter der DB Netz AG und des Landes Nordrhein-Westfalen hatte in Vorbereitung der Neubebauung im Rahmen der Landesinitiativen „BauLandBahn“ und „Bauland an der Schiene“ auf Basis des gültigen Bebauungsplanes eine städtebauliche Rahmenplanung für die Entwicklungsfläche finanziert und gemeinsam mit der Stadt Troisdorf erarbeitet. Nach politischer Zustimmung und anschließendem zweistufigen Investorenauswahlverfahren erhielt schließlich Investor Gerling&Schütz zusammen mit Architekt Joachim Kneutgen den Zuschlag für die Entwicklung der Wohnbaufläche. Nach der Beurkundung stellten Gerling&Schütz das Wohnbauprojekt gemeinsam mit der Stadt Troisdorf und der BEG im Troisdorfer Rathaus vor. 

Das Konzept hatte nicht nur durch seine städtebaulichen und architektonischen Komponenten überzeugt, sondern auch durch seine wirtschaftlichen Kriterien. Insgesamt sollen sieben Mehrfamilienhäuser mit rund 5.400 m² Wohnfläche - verteilt auf rund 80 Wohnungen unterschiedlicher Größe - entstehen. Dabei ist eine Mischung aus ca. 42% freifinanziertem und 58% aus öffentlich gefördertem Wohnungsbau vorgesehen. Die Wohnungen entsprechen modernen Standards und erhalten ausnahmslos großzügige Wohnküchen mit viel Tageslicht und Zugang zu einem Freisitz. Durch die Riegelbebauung im Osten wird ein zusätzlicher Schallschutz für das Wohnquartier erreicht. Das Projekt wird mit einem KfW55 Standard auch energetisch weit über den gesetzlichen Anforderungen liegen. Erreicht wird dies über eine besondere Dämmung sowie die Kombination aus einer Luft/Wasser-Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage. Alle Hausdächer erhalten eine extensive Dachbegrünung.

Neben den erforderlichen KFZ-Stellplätzen sind 136 Fahrradstellplätze vorgesehen. In Verbindung mit dem absoluten Lagevorteil durch die unmittelbare Nähe zum Troisdorfer Bahnhof sollte dies - ganz im Sinne der Landesinitive Bauland an der Schiene – für viele zukünftige Bewohner ein großer Anreiz für den Umstieg auf die Schiene sein! [zur BEG-Startseite

Nordrhein-Westfalen handelt: Städte und Gemeinden stärken - Studiokongress "hybrid" am 29. September 2020

Die Städte und Gemeinden, in denen wir morgen leben wollen, entstehen aus den Ideen, den Planungen und Maßnahmen von heute. Das Jahr 2020 hat uns mit seiner Gemengelage aus Pandemie, Digitalisierung, den Herausforderungen für unsere Innenstädte und den konkurrierenden Nutzungsansprüchen an Grund und Boden in eine rasante Beschleunigung von Wandel und Transformation geführt. 

Was unternimmt das Land Nordrhein-Westfalen zur Stärkung der Städte und Gemeinden, wie kann die öffentliche Hand Leitplanken innerhalb der sich verändernden Rahmenbedingungen setzen, welcher gemeinsamen Schritte bedarf es noch? 

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen lädt Sie herzlich zum hybriden Studio-Kongress ein. Ziel ist es, Orientierung zu geben, zu aktuellen Entwicklungen zu informieren und – flankiert von vielfältigen kommunalen Fallbeispielen – Mut zu machen, pragmatische wie auch innovative Wege zu wagen und zu realisieren. 

Dienstag, 29. September 2020 | 9.30 Uhr – 14:45 Uhr 

Sie möchten Ihre Anregungen, Ideen und Fragen den Podiumsdiskutanten persönlich stellen? Dann nehmen wir Sie gerne in die Verlosung um voraussichtlich 25 abstandskonforme Teilnehmerplätze vor Ort im Fußballmuseum Dortmund auf!* 

Die Teilnahme ist für Sie kostenfrei. In der Vorwoche der Veranstaltung erhalten Sie einen Link zur Liveübertragung mit Chatmöglichkeit. So können Sie bequem vom Arbeitsplatz aus dabei sein und Ihre Fragen per Text-Chat an unsere Co-Moderation richten. Die Auslosung und Platzvergabe ist am 22. Sept. 2020 vorgesehen. Der Anmeldeschluss zur Online-Teilnahme ist der 25. Sept. 2020.

Blick auf unser Programm: Ministerin Ina Scharrenbach lädt mit Prof. Dr. Gerrit Heinemann und Dr. Julian Petrin einen urbane Vordenker zum Studiogespräch ein, um - moderiert von Dr. Wiebke Borgers - die Herausforderungen der Transformation oder gar disruptiven Entwicklungen klar zu benennen und lösungsorientiert zu erörtern. Freuen Sie sich auf einen spannenden inhaltlichen Bogen von den Herausforderungen des Wandels im Handel, der (Innen)Stadtentwicklung bis hin zur Zukunft des Miteinander-Kreativwerdens, um Ideen und Lösungen zu entwickeln und in der Breite umzusetzen. Nachfolgend erfahren Sie in jeweils halbstündigen Themenforen mehr zu den aktuellen Förder- und Unterstützungswegen des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. In vielfältigen Praxisbeispielen zeigen die Rednerinnen und Redner interessante und inspirierende Wege auf, wie die Umsetzung ressourcen-effizient gelingen kann: 

  • Themenforum 1: Innenstädte im Wandel unterstützen 
  • Themenforum 2: Baulandentwicklung erleichtern und beschleunigen 
  • Themenforum 3: Flächenverfügbarkeit erreichen 
  • Themenforum 4: Problemimmobilien handhaben 
  • Themenforum 5: In kommunale Infrastruktur investieren - Schwerpunkt Sportstätten 

Alle angemeldeten Teilnehmer erhalten oder haben bereits eine entsprechende Benachrichtigung automatisch via E-Mail erhalten. *Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. 


Koordination 

Jennifer Freckmann 
Tel. 0201 747 66-22 
jennifer.freckmann[at]beg.nrw.de 

Aurélia Ölbey 
Tel. 0211 54 23 8-218 
aurelia.oelbey[at]nrw-urban.de