Wettbewerbsverfahren soll Freiraumqualität im Wedauer Süden gewährleisten

Im Rahmen der Entwicklung des 90 Hektar großen Areals rund um das ehemalige Ausbesserungswerk und den ehemaligen Rangierbahnhof in Duisburg-Wedau sind jetzt die Teilnehmer des einphasigen Wettbewerbsverfahrens für die Gestaltung des Freiraums der Südfläche ermittelt worden. 

Auf dem etwa 60 Hektar großen Areal, das größtenteils für Wohnbebauung vorgesehen ist, soll ein Stadtkörper entstehen, der sich in die bestehende Siedlungsstruktur integriert und die Idee der Gartenstadt mit sich trägt. Unter anderem sollen konkrete Gestaltungskonzepte für markante Bereiche, wie etwa die geplante Promenade und die Achse des Bruchgrabens, erarbeitet werden. 

Insgesamt 16 Landschaftsarchitekturbüros sind für die Teilnahme am Wettbewerbsverfahren vorgesehen. Während eine Auswahl von sechs Büros durch eine Einladung der Auslober bei Nachweis der erforderlichen Anforderungen direkt für eine Teilnahme am Verfahren gesetzt war, wurden zehn weitere Büros durch ein vorgeschaltetes Bewerbungsverfahren ermittelt. Hierfür hatten wiederum insgesamt 36 Büros ihre Unterlagen eingereicht, von denen allerdings nicht alle die formalen Anforderungen erfüllten. Aus einer immer noch beachtlichen Anzahl formal korrekter Bewerbungen wurden schließlich die weiteren zehn Teilnehmerbüros ausgelost. 

Als zwingende Planungsvorgabe haben die Landschaftsarchitekten die im städtebaulichen Rahmenplan definierten Lagen und Größen der Freiräume zu beachten. Die Beurteilungskriterien reichen u.a. von der entwurfsbestimmenden Grundidee über die stadträumliche Qualität bis hin zur Wirtschaftlichkeit der Planung unter Betrachtung der Folgekosten. Weitere Kriterien sind z.B. die Umsetzung der Barrierefreiheit sowie die Gewährleistung der Sicherheit im öffentlichen Raum. 

Ausloberin des Wettbewerbs ist die GEBAG Duisburger Baugesellschaft mbH gemeinsam mit der DB Immobilien Region West (Köln). Als sogenannter Realisierungswettbewerb zielt der Wettbewerb letztlich auf die Vergabe eines Planungsauftrags. Die Verfahrensbetreuung erfolgt durch das Büro pesch+partner, Dortmund. Die Vertreter der 16 beteiligten Planungsbüros hatten am 15. März noch einmal die Gelegenheit, an einem Rückfragekolloquium teilzunehmen. Im Anschluss begann die achtwöchige Bearbeitungsphase, so dass voraussichtlich Ende Mai mit der Vorprüfung begonnen werden kann. [zur BEG-Startseite]

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