Bahnhofsentwicklung mit Bürgerbeteiligung - Erstes Bedburger Stadtgespräch

(Kartenausschnitt: Heinz Jahnen Pflüger, 2009)

Im selbstgewählten Leitbild für eine zukunftsbeständige Entwicklung der Stadt Bedburg im Rhein-Erft-Kreis heißt es gleich zu Beginn: „Die Bürgerinnen und Bürger können bei allen für die örtliche Gemeinschaft wichtigen Fragen mitsprechen und mitgestalten. Sie werden regelmäßig in die Vorbereitung von wichtigen Entscheidungen für die Stadtentwicklung einbezogen.“ Das 1. Bedburger Stadtgespräch zum Thema „Bahnhof“ vom 08. Okt. 2010 diente genau diesem Ziel. - Die Kölnische Rundschau online berichtete dazu spitz: „Nicht nur in Stuttgart, auch in Bedburg ist das Thema Bahnhofsumbau eines, das die Bevölkerung bewegt. Statt Wasserwerfern und Pfefferspray hatte der Moderator aber einen kompetenten Experten mitgebracht.“ Gemeint ist damit Frank Pflüger vom Aachener Ingenieurbüro Heinz-Jahnen-Pflüger, welches von der BEG NRW mit der Rahmenplanung zur Reaktivierung der brachliegenden Bahnflächen und der Gestaltung des Bahnhofsumfeldes beauftragt wurde. Der Abend brachte zu Tage, dass sich die zahlreichen Gäste der stadtgestalterisch wichtigen Rolle des Bahnhofs und seines Umfeldes sehr bewusst sind und geschlossen hinter den Aufwertungsbestrebungen stehen. Das in enger Kooperation mit der Stadt entstandene Entwicklungsszenario wurde mit großem Interesse aufgenommen, aber auch kritisch hinterfragt. Aufenthaltsqualität, Barrierefreiheit, Unterquerung, Fahrradstation und Parkraum zählten dabei zu den Top-Themen.

Die für das Vorhaben erforderlichen Flächen im Bahnhofsumfeld in einer Größenordnung von rd. 51.000 qm veräußert die BEG NRW voraussichtlich noch in diesem Jahr an die Stadt Bedburg. Das Empfangsgebäude selbst wurde vom Bundeseisenbahnvermögen an einen ortsansässigen Privaten verkauft. Das gesamte Stadtquartier wird an den Alleenradweg „Terra Nova Bedburg- Elsdorf“ angebunden sein. Auf Basis der intensiven Flächenaufklärung, z.B. über Wertgutachten, Lärmschutzgutachten, natur- und artenschutzrechtlichen Untersuchungen, konnte sich die Stadtverwaltung mit sehr überschaubarem Risiko zum Erwerb entschließen. Auf den nicht mehr betriebsnotwendigen Bahnflächen sollen u.a. zwei Park-and-Ride-Plätze entstehen und der Busbahnhof erneuert werden. Hierdurch wird in Zukunft ein optimaler und barrierefreier Zugang zu dem verlagerten, östlichen Bahnsteig ermöglicht. Die Anbindung an die bestehenden Quartiere soll im südöstlichen Planungsbereich über Wohnbebauung geschaffen werden. Die erforderlichen Investitionen werden vom Zweckverband Nahverkehr Rheinland mitgetragen, die Stadt Bedburg wird voraussichtlich 1,5 Millionen Euro beisteuern. [zur BEG-Startseite]

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