Impulse und Erfahrungen aus der Bahnflächenentwicklung bundesweit gefragt

Gemessen an den eingehenden Veranstaltungs- und Publikationsanfragen nehmen Bekanntheitsgrad und Interesse am Bahnflächen-Modell NRW immer weiter zu.

In der vergangenen Woche referierte BEG-Projektleiter Carsten Kirchhoff im Rahmen eines bundeslandweiten Netzwerktreffens zum Stadtumbau West im hessischen Sontra. Typische Kernfragen des Stadtumbaus sind auch in der Reaktivierung von Bahnflächen altbekannt. Kirchhoff berichtete von den umfassenden planerischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Erfahrungen zur Bahnflächenentwicklung in Nordrhein-Westfalen. Hier ist die Reaktivierung von nicht mehr betriebsnotwendigen Bahnflächen für die Stadtentwicklung seit mittlerweile rund zehn Jahren ein wesentlicher Bestandteil der Landespolitik. Von der Wertermittlung über den nachhaltigen Einsatz von Fördermitteln bis zur Konsensbildung zwischen den Akteuren kann die BEG eine Vielzahl erprobter Lösungsbausteine vorstellen. Gerade die Gelegenheit, ein Empfangsgebäude und dessen Umfeld zu (zwischen-) erwerben stellt für jede Kommune eine besondere Chance dar. Wird es in eigener Regie saniert und mit angemessenen Nutzungen ausgestattet, erfasst der Aufwärtstrend oftmals ein ganzes Stadtquartier. Dies konnte Kirchhoff in der Workshop-Phase der Veranstaltung einem sehr aufmerksamen Teilnehmerkreis , darunter viele Bürgermeister, auch anhand zahlreicher Praxisbeispiele belegen.

Im Kontext der REFINA-Forschung war die BEG NRW in der gleichen Woche in Kiel eingeladen, um einen Impuls in den Expertenworkshop „Nachhaltige Wiedernutzung von Konversionsflächen – interkommunale und regionale Zusammenarbeit für eine flächensparende Siedlungsentwicklung“ zu geben. Die Konsens- und Kooperationsmechanismen des nordrhein-westfälischen Wegs zur Bahnflächenentwicklung waren für die Zuhörer überwiegend Neuland. Deren anerkennendes Interesse steigerte sich zur Freude des referierenden Projektleiters Henk Brockmeyer noch, als er auf die laufende Pilotphase zum Flächenpool NRW verweisen konnte (eine Maßnahme der Landesregierung NRW, getragen von der NRW.URBAN Service GmbH, unterstützt durch die BEG NRW). Hier zeichnen sich Möglichkeiten zur Übertragung des BEG-Modells auf Brachflächen mit anderen Eigentumsverhältnissen ab. [weiter zur BEG-Startseite]

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