BEG wünscht frohe Weihnachten!

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Sehr geehrte Newsletter- und Blog-Leserinnen und Leser,

an dieser Stelle berichten wir Ihnen regelmäßig „Neues aus der Arbeit und den Projekten“. Der Jahresausklang verleitet uns dazu, die Schwerpunkte des jeweils Neuen im Wandel der Zeit Revue passieren zu lassen: Zunächst Experiment und Aufbruch… die EmpfangsgebäudePakete und der BahnflächenPool NRW… dazu das Handlungsprogramm Alleenradwege auf stillgelegten Bahntrassen des Landes NRW… dann Konsens- und Kooperationsvereinbarungen auch auf Brachflächen im Flächenpool NRW… nun ein Großprojekt an der Sechs-Seen-Platte...

Kurzum: Viele kleine und große Initiativen, Brückenschläge und Kooperationen, um Bahn- und Brachflächen im Bestand gemeinsam für eine tragfähige Folgenutzung zu mobilisieren. Daraus schöpfen wir viel Tatendrang für alles, was vor uns liegt!

Wir danken Ihnen für die angenehme und vertrauensvolle Wegbegleitung! Ein frohes Fest und ein gutes neues Jahr wünschen herzlich

Ihr Thomas Lennertz & Ihr Volker Nicolaus

Radschnellweg-Meilenstein: Modellstrecke des RS1 in Mülheim/Ruhr eröffnet

Am 27. November eröffneten Vertreter der beteiligten Kommunen, des Regionalverbandes Ruhr, des Landes und der BEG eine rund fünf Kilometer lange und sechs Meter breite Modellstrecke des Radschnellwegs Ruhr (RS1). 

Der sogenannte Abschnitt 2b des Rad- und Fußweges verläuft von der Stadtgrenze Essen bis zum Mülheimer Hauptbahnhof. Die Abschnitte 2a (Essener Stadtgebiet) sowie 2b entsprechen aufgrund des festgelegten Trassenverlaufes des zukünftigen RS1 dem Ausbaustandard eines Radschnellweges, das heißt die beiden Teilstücke des anvisierten RS1 sind bereits entsprechend der baulichen Anforderungen realisiert worden. So soll ein eventuell nochmaliger späterer Umbau des Weges – wie auf dem Abschnitt 1 auf Essener Stadtgebiet unter Umständen einmal erforderlich werden könnte – vermieden werden. Für die konkrete Ausführung bedeutet dies einen vier Meter breiten Radweg inklusive eines durch einen Grünstreifen separierten zwei Meter breiten Fußweges, entsprechend der Richtlinie des Landes für Radschnellwege. Der in Kürze folgende Abschnitt 3 des RS1 verläuft zwischen dem Hauptbahnhof und der Duisburger Straße und wird – aufgrund seiner zentralen Lage und seiner Führung über markante Brückenbauwerke – eine besondere Gestaltung erfahren. 

Die BEG koordinierte die für eine erfolgreiche Projektrealisierung erforderlichen Gutachten und Untersuchungen - von der Beauftragung der Wertermittlung für das Trassenband über die Bodenuntersuchungen bis zur gesamten Kaufvertragsabwicklung mit dem Erwerber RVR. Für den Innenstadtbereich beauftragte die BEG alle relevanten Planungsleistungen und kümmerte sich insbesondere um die Bewilligung von Städtebaufördermitteln. Für den zweiten Abschnitt auf Mülheimer Stadtgebiet (ab Hauptbahnhof Richtung Ruhr), den die Stadt Mülheim erworben hat, steht die Bewilligung der Fördermittel unmittelbar bevor.

Radschnellwege, wie der geplante RS1 im Ruhrgebiet, verbinden Städte, Gemeinden sowie deren Umland - dabei können auch größere Verkehrsmengen durch hohe Qualitätsstandards über große Distanzen bewältigt werden. In der Welt der Radfahrer kann der Radschnellweg als Pendant zur Autobahn gelten. Der RS1 wird von Hamm bis Duisburg auf einer Länge von rund 100 Kilometern zehn Stadtzentren und vier Universitäten verbinden. In allen Kommunen liegt ein Grundsatzbeschluss vor, die Planung des RS1 weiterzuverfolgen. [zur BEG-Startseite]

„Regional Railway Operations“: Verstetigung des deutsch-chinesischen Austausches

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) hat erneut zum fachlichen Austausch zwischen zehn chinesischen Eisenbahn- und Verkehrsplanungs-Delegierten und ebenso vielen nordrhein-westfälischen Führungskräften sowie Vertretern des Bau- und Verkehrsministeriums (MBWSV NRW) eingeladen.

Die rechtlichen und praktischen Herausforderungen an der Schnittstelle von Schiene und Stadt wurden von den Besuchern aus der Provinz Jiangsu im Januar 2015 mit großem Interesse verfolgt und besprochen [wie berichtet]. Aus diesem Interesse resultierte die erneute BEG-Einbindung im Rahmen des GIZ-Workshops „Regionaler Schienenverkehr“ am 23.10.2015 in Düsseldorf. Schwerpunktthemen des halbtägigen Workshops war die Organisation von Eisenbahn-Infrastruktur und -Betrieb im Fachplanungs- und Flächenentwicklungskontext.

Der Entstehungshintergrund der BEG NRW sowie deren öffentlich-private Vermittlerrolle waren Kern des Inputs von Geschäftsführer Volker Nicolaus. Im Rahmen des Vortrags und Diskurs nutzte er seine Erfahrungen vom Jahresbeginn insbesondere, um auf die spezifischen Interessenschwerpunkte der Gäste einzugehen. [zur BEG-Startseite]

Stadt Lippstadt sichert sich dritten Platz der City-Offensive "Ab in die Mitte"


NRW - Stadtentwicklungsminister Michael Groschek persönlich gratulierte den Vertretern der insgesamt sieben prämierten Kommunen bei der Preisverleihung des Landeswettbewerbes „Ab in die Mitte! Die City-Offensive NRW 2015“ am 12. November in Arnsberg.

Die Stadt Lippstadt hatte sich unter dem Titel „Altstadt(t)räume“ am Tag der Städtebauförderung am 09. Mai 2015 mit „3 Meilensteinen in der historischen Altstadt“ beschäftigt. Ein Aktionsmodell zur Neubebauung des Geländes am Güterbahnhof, Informationsspaziergänge zu den Planungen einer Grünanlage und eine Diskussion über das integrierte Mobilitätskonzept haben den Bürgerinnen und Bürgern zahlreiche Möglichkeiten für eine aktive Mitgestaltung der Stadtentwicklung in Lippstadt eröffnet. Insbesondere die intensive Bürgerbeteiligung mit zahlreichen innovativen Formaten wurde von der Jury positiv bewertet.

Die BEG steuerte „ihren Anteil“ bereits Ende 2009 bei, indem sie das 3,5 Hektar große Areal der DB Netz AG rund um den ehemaligen Güterbahnhof an die Stadt Lippstadt veräußerte. Seitdem ist viel passiert. Neben den erforderlichen umfangreichen Rodungsarbeiten wurde von Seiten der Bahn Licht-, Signal- und Steuerungstechnik angepasst bzw. abgebaut. Das DB-Hauptgleis zum ehemaligen Güterbahnhof wurde verkehrstechnisch abgebunden, so dass anschließend der Abbruch der Gebäude erfolgen konnte. Auch das Sanierungsmanagement der DB AG wurde aktiv, um Teilflächen des Geländes aufzubereiten. Schließlich erfolgte der Rückbau der Abstellgleise und der Ausgleich der Oberflächen, bevor mit den ersten Straßenbaumaßnahmen begonnen werden konnte.

Für rund 1,6 Hektar des Geländes fand eine europaweite Ausschreibung bzgl. des Erwerbs und der Entwicklung durch einen Investor statt. Die jüngsten Überlegungen des oben beschriebenen Bebauungskonzeptes in Form eines Aktionsmodells zur Neubebauung des Geländes lösen sich dabei vom Konzept des damaligen Investors, das im Rat der Stadt letztendlich keine Zustimmung fand. 

Stadtentwicklungsminister Michael Groschek hatte insgesamt sieben Städte ausgezeichnet, die mit verschiedenen Konzepten ihre Stadtviertel und Innenstädte aufgewertet haben. Die Gewinner des Landeswettbewerbes sind Beckum und Wesel (1. Platz), Arnsberg (2. Platz) sowie Bocholt, Herford, Lippstadt und Radevormwald (3. Platz). Diese sieben Städte erhalten für ihre Ideen im kommenden Jahr eine Förderung für Stadtentwicklungsprojekte in Höhe von insgesamt 165.000 Euro. Herzlichen Glückwunsch sagt auch die BEG! [Zur BEG-Startseite]

Münster Hauptbahnhof: Investorenauswahl für Ostseite gelungen

Im Rahmen des Investorenauswahlverfahrens zur Entwicklung der Ostseite des Hauptbahnhofs Münster ist das Entscheidungsgremium am Montag, 02. Nov. 2015 in der Mehrzweckhalle der Stadtwerke Münster zusammengekommen und hat nach intensiver Erörterung einen bevorzugten Bieter identifiziert. Die Jury hat die vier in enger Schlussauswahl stehenden Bieterentwürfe in mehrstündiger Beratung intensiv gewürdigt. Nach Ansicht der insgesamt elf stimmberechtigten Vertreter der Stadt Münster, der DB Station & Service AG, der BEG NRW sowie der externen Stadtplaner und Architekten Planer Martin Kreienbaum und Prof. Franz Pesch (Jury-Vorsitzender) zeichnen sich alle Arbeiten durch eine niveauvolle und hoch interessante Befassung mit dem Standort aus.

Unter Abwägung der verschiedenen Nutzungskonzeptionen, der städtebaulichen Qualitäten und der Kaufpreisangebote fiel die Entscheidung, im nächsten Schritt mit der „Landmarken AG“ Anregungen und Vertiefungswünsche der Jury zu besprechen und in Verhandlungen zum Abschluss eines Kaufvertrages einzutreten. Die in Aachen ansässige Immobilien- und Projektentwicklungs-Gesellschaft Landmarken AG verfügt über ein breites Erfahrungsspektrum im Bereich der Handels-, Büro- und Spezialimmobilien. Der Entwurf überzeugte besonders durch seine einladende Architektursprache und Integration der neuen Baukörper in den städtischen Raum, durch die Umsetzung von Aufenthaltsqualität und Verkehrsführung sowie durch neue Nutzungsangebote für Bürger und Bahnkunden. Nach Abschluss aller Gespräche wird das Vorhaben gemeinsam der Öffentlichkeit präsentiert.

Stadtdirektor Hartwig Schultheiß dankte allen Mitwirkenden: „In offener und konstruktiver Zusammenarbeit zwischen der Stadt, der DB Station&Service AG und der BEG NRW haben wir einen weiteren bedeutenden Meilenstein zur attraktiven Gesamtentwicklung des Hauptbahnhofs Münster erreicht.“

Der Baubeginn ist vorgesehen, sobald die derzeit noch auf der Ostseite verortete Baustelleneinrichtung für die Errichtung des neuen Hauptbahnhofgebäudes auf der Westseite nicht mehr erforderlich ist. [zur BEG-Startseite]