Arnsberg unterzeichnet Konsensvereinbarung zum Flächenpool

Arnsberg: Mit der Unterzeichnung der Konsensvereinbarung durch Bürgermeister Hans-Josef Vogel hat auch die Stadt Arnsberg ihrer Teilnahme am Flächenpool zugestimmt. Als eine der insgesamt zehn Pilotkommunen für das neue Landesinstrument zur Entwicklung von Brachflächen räumt die Stadt Arnsberg nun der Innenentwicklung vertraglich einen deutlichen Vorrang ein. In Arnsberg geht es um fünf Standorte, die zusammen knapp fünf Hektar ausmachen, und insgesamt acht unterschiedlichen Eigentümern gehören.

Die Pilotphase zum Flächenpool NRW ist eine Maßnahme der Landesregierung Nordrhein-Westfalens, getragen von der NRW.URBAN Service GmbH, unterstützt durch die BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW mbH. [zur BEG-Startseite]

Blühende Bahnflächen im Rhein-Sieg-Kreis: BUND fördert Biodiversität


Bornheim. Überall in Nordrhein-Westfalen finden sich Inseln der Artenvielfalt auf nicht mehr betriebsnotwendigen Bahnflächen: Flächen, für die die Eigentümerin Bahn keine Verwendung mehr hat, liegen manchmal schon viele Jahre brach. Hier entwickeln sich die verschiedensten Sukzessionsstadien der Pflanzenwelt. Überdurchschnittlich häufig werden diese Gebiete zu Fortpflanzungs- und Nistplätze oder zu Rückzugsbereiche von Rote-Liste-Arten. Die BEG veräußert solchen Artenreichtum, um die Flächen in den richtigen Händen dauerhaft für den Naturschutz zu sichern.

Die Kreisgruppe Rhein-Sieg des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat die umgekehrte Chance genutzt, mit Unterstützung der privaten HIT Umwelt und Naturschutzstiftung 4.240 Quadratmeter in Bornheim-Sechtem über die BEG erworben – und sie in diesem Jahr zu einem blühenden „Naturschutz-Acker“ werden lassen. Eine Mischung verschiedener Wildkräuter, -blumen und Hafer wurde bewusst ungleichmäßig ausgebracht: Denn so, wie sich viele Tiere gerne in den dichteren Bereichen einnisten, bevorzugen z.B. die Feldlerchen zum Brüten eher lichte Stellen. Entgegen der zunehmend beliebter werdenden „Blühstreifen“, bietet die flächige Form der Aussaat viel Ruhe für Tier und Pflanze bei wenig Bewirtschaftungsaufwand. Nachahmung erwünscht.
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Durchbruch für das „Innovationsquartier Rheine“

Über 500.000 qm nicht mehr für den Betrieb erforderliche Bahnflächen liegen im Stadtgebiet von Rheine. Darauf entstehen gleich zwei Großprojekte: das Gewerbegebiet „Rheine R“ und der Kultur- und Dienstleistungsstandort „Innovationsquartier Bahnhof Rheine“. Der Spatenstich für eine neue Fußgängerunterquerung bildet den symbolischen Durchbruch für das Innovationsquartier und wurde am Mittwoch gemeinsam mit allen Projektbeteiligten in der ehemaligen Triebwagenhalle begangen. Dieses historische Gebäude wird künftig das Scharnier zwischen Bahnhofsrückseite und dem zentrumsnahen Stadtquartier bilden. Dem neuen Tunnel kommt die gewichtige Aufgabe zu, die Anbindung der geplanten Nutzungen an Innenstadt und Verkehrsstation zu stärken und ein weiteres, infrastrukturelles Argument für unternehmerische Investitionen zu schaffen.

Die Bürgermeisterin Dr. Angelika Kordfelder dankte in die große Runde der Gäste u.a. für die gut angelegte Unterstützung aus Fördermitteln, die auch Ministeriumsvertreter Klaus Austermann attestierte. Dem BEG-Geschäftsführer Volker Nicolaus kam großer Dank als Mitinitiator des Projektes zu. „Auch für die BEG gilt Rheine als Innovationsquartier“ konterte Nicolaus und spielte damit auf die komplexen Herausforderungen an, die in Rheine kreativ bewältigt werden mussten: Stichworte wie mehrstufige Insolvenzverfahren, Technikverlagerung, 185.000 Tonnen Bodenmassen und Bahnschotter, überholende Gesetzesänderungen und Interessenkollisionen verdeutlichen, dass die qualitative Dimension der quantitativen nicht nachsteht. Der Alleenradweg Münsterland - von Rheine nach Billerbeck vervollständige das Großprojekt Rheine. Die zugleich außergewöhnlich gute, langjährige Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und drittbeteiligten Büros habe ihm viel Freude bereitet, so Nicolaus in seinen Dankesworten. Stadt- und Eisenbahnentwicklung seien in Rheine seit 1855 eng miteinander verknüpft und auch jetzt, im Rückzug der Bahn aus der Fläche, zeige sich noch die Tragfähigkeit dieser symbiotischen Beziehung – ganz im Sinne BEG-Vision „Bahnflächen zu Stadt machen“.
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A 40: Kein StillLeben auf ehemaligen Bahnstrecken

Essen. Am Sonntag war die Autobahn A 40 auf fast 60 Kilometern Länge, von Duisburg bis Dortmund, nicht mehr der Ruhrschnellweg sondern die längste Tafel der Welt. Rund 20.000 aneinander gereihte Tische machten die Aktion im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 zu einem Ort der Begegnung für rund 3 Millionen Bürger und Besucher.

Der Verein Bahnstrecken und Landschaften erleben e.V. hat sich mit einem eigenen Tisch an der Aktion beteiligt und dort erfolgreich auf seine Anliegen aufmerksam gemacht: Bereits mittags war das gesamte Infomaterial vergriffen. Entstanden ist der Verein im Jahr 2007 auf Initiative einiger BEG-Mitarbeiter. Er setzt sich besonders für die private Förderung der Kulturlandschaftspflege entlang ehemaliger Bahnstrecken und den Erhalt historischer Bahnrelikte ein. Die zahlreichen Bahntrassen-Radwege in Nordrhein-Westfalen laden ganzjährig dazu ein, Landschaften auf normalerweise nicht zugänglichen Verkehrswegen zu erkunden.

Auch ein Preisrätsel mit nicht ganz alltäglichen Gewinnen lockte die Besucher zum Vereinstisch. Wer das Gewicht verschiedener Bahnrelikte schätzen konnte und zudem wusste, wie viele Kilometer Radwege auf stillgelegten Bahntrassen in Nordrhein-Westfalen entstanden sind und welche beiden Länder die Grenzland-Draisine miteinander verbindet, der hatte gute Chancen auf einen der sieben Hauptgewinne: ein Gutschein, um selbst einmal mit einer pedalbetriebenen Draisine auf einer ehemaligen Bahnstrecke zu verkehren. Die Gewinner sind unter www.bahnstrecken-erleben.de/ Gästebuch veröffentlicht.

Modernisierung des Bahnhofs Finnentrop für mehr als 1 Mio. Euro beginnt

[Foto: www.finnentrop.de]

Der Bahnhof Finnentrop, gelegen im Kreis Olpe an der Strecke zwischen Hagen und Siegen, wird zu einer modernen Verkehrsstation. Seit die Gemeinde im Jahr 2002 in den BahnflächenPool NRW aufgenommen wurde, hat die die BEG die Erneuerung des Bahnhofareals unterstützt. Anlässlich des Spatenstiches am vergangenen Freitag haben die Redner auch der Geschäftsführung der BEG öffentlich gedankt: Sowohl Oliver Wolff, Abteilungsleiter im Verkehrsministerium, Reiner Latsch, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG, als auch Bürgermeister Dietmar Heß betonten, dass ohne den Interessenausgleich zwischen den Beteiligten durch die BEG eine gemeinsame Projektabwicklung so nicht möglich geworden wäre.

Im Rahmen der nordrhein-westfälischen „Modernisierungs-Offensive für Bahnhöfe“ wird nun ein Kombibahnsteig zum direkten Umstieg zwischen Bus und Bahn entstehen. Die angekündigte Gesamtinvestition in Höhe von mehr als 1 Mio. Euro soll außerdem in ein modernes Fahrgastinformationssystem, ansprechende Aufenthaltsbereiche und Maßnahmen für mehr Barrierefreiheit fließen. Nicht zuletzt eine neue Fußgänger- und Radwegebrücke über die Schienen sowie die Neuordnung einer Eisenbahnkreuzung lassen den Abstimmungsaufwand ahnen, der mit diesem Spatenstich einhergeht.

Bürgermeister Heß erwartet von dem Projekt auch wichtige Impulse für das gesamte Umfeld – in das weitere Investitionen fließen. Über 40.000 qm ehemalige Bahnflächen hat die Gemeinde insgesamt von der BEG erworben. Eine Teilfläche in direkter Nachbarschaft zur Verkehrsstation wurde nach einem gemeinsamen Investorenauswahlverfahren weiter veräußert, um den Standort mit neuen Gewerbe- und Einzelhandelsnutzungen zu stärken. Aufgrund der zu erwartenden Nachfrage sollten sich Mietinteressenten für weitere Informationen zeitnah mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung setzen. [zur BEG-Startseite]