Polis Convention digital - Wir leben Bauland: An der Schiene, mit Rahmenverträgen und als Ihr Bau.Land.Partner! Jetzt anmelden!

Polis digital
Die Stadtentwicklungsmesse Polis Convention findet in diesem Jahr online statt und das Team der BEG erwartet die neue Erfahrung mit Spannung. Die Anmeldemöglichkeit und Informationen zum vielfältigen Kongressprogramm über zwei Tage finden sie hier: www.polis-convention.com .

Wir freuen uns, wenn Sie uns am virtuellen NRW-Gemeinschaftsstand mit Ihren Anliegen besuchen und unser abwechslungsreiches Standprogramm verfolgen, zum Beispiel:

Integrierte Entwicklung am Bahnhof Dorsten: Ministerin Ina Scharrenbach und Werner Lübberink finden Engagement von Stadt und Bürgern beispielhaft!

Gruppenbild Bf Dorsten
Alle Weichen für die Bahnhofs- und Bahnflächenentwicklung für neuen Stadtraum in der Mitte sind nun gestellt. Aus diesem Grund kamen am 23. Juli die Projektermöglicher allseitig zusammen.  Nach erfolgter Gleisverlegung hat jetzt das Eisenbahnbundesamt die Freigabe von rund 12.000 m² Fläche genehmigt. Nachdem die Verkehrsstation bereits 2019 barrierefrei modernisiert wurde, bedeutet dies nun „grünes Licht“ für ein städtebauliches Herzstück im integrierten Stadtentwicklungsprogramm „Wir machen MITte“: Ein innerstädtisch integrierter Bürgerbahnhof, der nicht nur durch Gleise von der Innenstadt getrennt, sondern durch ein neu gestaltetes Umfeld angebunden wird. Dieses Vorhaben wird auch aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Dank vielfältigem Engagement kann das Vorhaben nun die Zielgerade nehmen. Dafür spricht Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen, Bürgermeister Tobias Stockhoff bei ihrem Besuch vor Ort Anerkennung aus: „Es gibt vermutlich wenige kommunale Entwicklungsprojekte, die die Komplexität der integrierten städtebaulichen Entwicklung eines denkmalgeschützten Bahnhofs und seines Umfelds übertreffen.“ Diese Herausforderung habe die Stadt Dorsten in Begleitung der BEG NRW angenommen und „vorausschauend die Voraussetzungen für einen attraktiven, gut angebundenen Bahnhof geschaffen, der noch mehr Menschen aus den umliegenden Baugebieten zum Umstieg auf die Schiene bewegen wird.“ Auch das gemeinnützig orientierte Nutzungskonzept für den historischen Bahnhof erfährt viel Zuspruch: „Wie sich die Vereine, Bürgerinnen und Bürger in Dorsten als ‚Bahnhofsfamilie‘ einsetzen, ist einfach beispielhaft“, lobt Ministerin Scharrenbach.

Die Stadt Dorsten zeige, wie Verzahnung von Stadt- und Verkehrsentwicklung gelinge. Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Nordrhein-Westfalen, betont daher: „Der Bahnhof Dorsten verbindet das Ruhrgebiet mit dem Münsterland und wird täglich von 2.500 Reisenden und Pendelnden genutzt. Das Entwicklungsprojekt rund um den Bürgerbahnhof ist ein Paradebeispiel für gute Zusammenarbeit und zeigt wieder einmal mehr, dass Bahnhöfe als Drehscheiben der Mobilität und Zentren urbanen Lebens eine besondere Bedeutung in einer Stadt einnehmen.“

Bürgermeister Tobias Stockhoff nimmt diesen Zuspruch dankbar mit in die finale Projektphase: “Mit der neuen Nutzung des Bahnhofs und den Verbesserungen von Aufenthaltsqualität und Wegebeziehungen bauen wir auf identifikationsstiftende Wirkung weiter über den Bahnhofsbereich hinaus. Nicht nur der heutige Tag macht mich sehr zuversichtlich, dass uns hier etwas ganz Besonderes gelingt!“

Gestartet ist die Stadt Dorsten in den komplexen Prozess der Verzahnung von Stadt und Schiene bereits vor vielen Jahren, begleitet durch die gemeinsame Tochtergesellschaft von Land und Bahn, der BEG NRW (BahnflächenEntwicklungsGesellschaft NRW mbH). Dank großem Engagement vieler Akteure ist die Verkehrsstation heute bereits modernisiert: Vier Bahnsteige hat die DB komplett erneuert und mit neuer Ausstattung versehen. Die Grundstücksgeschäfte rund um den Bahnhof sind ebenfalls abgeschlossen. Mit aktuellem Eingang der sogenannten Freistellungsgenehmigung seitens des Eisenbahn-Bundesamtes sind nun die planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um die Dorstener Pläne auf rund 12.000 qm Fläche im Herzen der Stadt Realität werden zu lassen. Noch in diesem Jahr sollen im Bahnhof Dorsten neue Abstellgleise in Betrieb genommen sowie einige Bahnübergänge erneuert werden.

Bild v.l.n.r:
Manfred Diekenbrock, Bahnhofsfamilie und Bahnfreunde OnWheel e.V.; Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für Nordrhein-Westfalen; Ina Scharrenbach, Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleistellung des Landes NRW; Henk Brockmeyer, Geschäftsführer der BEG NRW; Tobias Stockhoff, Bürgermeister der Stadt Dorsten

[zur BEG-Startseite]

Kunststück geglückt: Einvernehmliche und reibungslose Rückgabe der Kleingärten in Wedau

Erste Priorität im Zuge der Baurechtschaffung für 6 Seen Wedau hatte – nicht nur auf politischer Seite – immer auch das Einvernehmen mit den auf der Fläche beheimateten 236 Pächtern von insgesamt 243 Gärten. Die zunächst dominierenden Befürchtungen vor Konflikten und Unstimmigkeiten konnten durch die seit 2016 informative und kontinuierliche Begleitung durch die BEG ausgeräumt werden. Man könnte auch sagen: Die Rückgabe der Gärten läuft gerade wie am Schnürchen - uns das im allseitigen Einvernehmen.

Naturgemäß überwogen anfangs Skepsis und Vorbehalte - die Sorge vor dem Verlust der oft über Jahrzehnte lieb gewonnenen und meist genauso liebevoll gepflegten Gartenparzellen prägte die Stimmung unter den betroffenen Pächtern. In der Vergangenheit barg die Herbeiführung einer Entscheidung über den Erhalt von Kleingärten oder deren zukünftige Bebauung vielerorts immer wieder enormes Konfliktpotenzial. Meist erscheint eine für alle Beteiligten glückliche Lösung eher unrealistisch.

Die BEG nahm die Herausforderung einer „friedlichen Lösung“ indessen gerne an. Nachdem der Rat der Stadt Duisburg im Januar 2020 den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan beschlossen hatte, luden Klaus-Dieter Büttner und Dinah Graniki im Februar 2020 alle Gärtner schriftlich zu insgesamt 10 Veranstaltungen ins Vereinsheim ein, um ihre Umsetzungsstrategie vorzustellen. Auf diese Art und Weise konnte sichergestellt werden, dass jeder einzelne Pächter tatsächlich erreicht wird. So wurden insgesamt 170 Einzelgespräche geführt, 238 Wertermittlungen beauftragt, individuelle Prioritäten abgefragt und Terminvereinbarungen vorgenommen. Darüber hinaus standen natürlich die vertraglichen Regelungen im Mittelpunkt.

Mittlerweile haben 228 Pächter die so genannte Aufhebungsvereinbarung (siehe auch 05/2020) unterschrieben – für die Auszahlungen der in den Wertermittlungen ermittelten Entschädigungen und ggf. Bonuszahlungen, die unter bestimmten Voraussetzungen als freiwillige Leistung der DB AB hinzukommen, wurde ein Anderkonto bei einem Rechtsanwalt eröffnet. Dieser kann auf diese Weise eingehenden Zahlungen freigeben und an die Pächter weiterleiten. Voraussetzung für die Zahlung ist eine ordnungsgemäße Übergabe, die während des Termins protokollarisch festgehalten wird.

Seit April dieses Jahres laufen die Abnahmen der Gärten, an denen grundsätzlich - neben dem jeweiligen Pächter - Vertreter von BEG, GEBAG und der Bahn-Landwirtschaft beteiligt sind. Die Termine finden im vierwöchigen Rhythmus jeweils am Monatsende statt. Zum 30.11. werden alle Gärten an die GEBAG übergeben sein. Bis dato haben sich rund 70 Pächter für eine Parzelle in der neuen Kleingartenanlage gemeldet - diese soll Ende September 2020 fertiggestellt sein. [zur BEG-Startseite]

Neubau des Paderborner Hauptbahnhofs in trockenen Tüchern

Am Abend des 25.06. ist die finale Entscheidung für den Neubau des Paderborner Hauptbahnhofes im Rat der Stadt gefallen. Entstehen wird an dieser Stelle ein architektonisch anspruchsvoll gestaltetes modernes Gebäude inklusive einer großzügigen und transparenten Empfangshalle (siehe auch 03/2019). 

Nutzungen wie das Reisezentrum, öffentliche WC-Anlagen und Angebote zur Gepäckaufbewahrung werden einen direkten Zugang von der Empfangshalle aus ermöglichen.
In den oberen Etagen des neuen Bahnhofsgebäudes sollen ein Hotelbetrieb sowie diverse Büroflächen den Nutzungsmix komplettieren.

Doch damit steht für den gesamten Bereich rund um den „alten“ Hauptbahnhof voraussichtlich für die nächsten zwei Jahre eine Zwischenlösung an, denn die Fertigstellung des Neubaus ist erst für Ende 2022 vorgesehen. In dieser Zeit muss der Baustellenverkehr sowie auch die Versorgung der Pendler gewährleistet werden. Wo momentan noch Busbahnhof und Taxistand beheimatet sind, wird zu diesem Zweck ein kleines Containerdorf für Bäcker, Schnellimbiss und Kiosk entstehen. Bis es allerdings so weit ist, muss zunächst die Fläche vor dem Bahnhof hergerichtet sowie Wasser-, Strom- und Entsorgungsleitungen verlegt werden. Momentan wird mit der Interimslösung erst Anfang 2021 gerechnet. 

Ein weiteres wichtiges Thema ist der Umgang mit den Fahrradabstellmöglichkeiten. Eine bewachte Anlage wird 200 Fahrräder aufnehmen können und dank weiterer Abstellmöglichkeiten auf der gegenüberliegenden Straßenseite kommen vermutlich rund 200 hinzu. Die Option einer zusätzlichen Erweiterung der vorhandenen Fahrradabstellplätze vor dem Finanzamt wird zurzeit noch geprüft. [zur BEG-Startseite]

Landesinitiative „Bauland an der Schiene“: Havixbeck wird Modellprojekt

Foto/Rahmenplanung: DeZwarteHond, Köln
Fast schon in Rekordgeschwindigkeit wurde im Rahmen der Landesinitiative "Bauland an der Schiene" des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen der erste Rahmenplan-Entwurf für eine rund 20 Hektar große Fläche an der Münsterstraße entwickelt. Erst Anfang des Jahres hatte die Gemeinde Havixbeck das Büro "DeZwarteHond" beauftragt – und schon am 28. Mai wurde der Entwurf im Bauausschuss im Forum der Anne-Frank-Schule vorgestellt. Stadtplaner und Architekt Matthias Rottmann hielt einen engagierten Vortrag zur möglichen Entwicklung des Gebiets zwischen Münsterstraße und Bahnhof. 

Hintergrund: Die Gemeinde Havixbeck hatte im März 2019 das eines moderierten Baulandgespräches im Rahmen der Landesinitiative Bauland an der Schiene genutzt, um ihre Flächenpotenziale mit guter Anbindung an Schienenhaltepunkte unter Teilnahme aller beteiligten Akteure am Runden Tisch zu erörtern (wie berichtet, 04/2019). Moderation und Gesamtkoordination liegen beim MHKBG in Kooperation mit der BEG NRW, ebenso wie die 50%ige Finanzierung, Vergabe und Begleitung gegebenenfalls erforderlicher städtebaulicher Rahmenplanungen. Die unmittelbare, fachübergreifende Erörterung optimiert die Ergebnisfindung und beschleunigt den Abstimmungsweg für verbindliche Entscheidungen. 

Recht bald entpuppte sich das münsterländische Havixbeck als Gemeinde mit Modellcharakter: Der Fläche zwischen Münsterstraße und Bahnhof wurde – neben dem Bahnhofsumfeld, für das ebenfalls eine Rahmenplanung erstellt wurde – die besondere Eignung für das Landesinstrument bescheinigt. Denn Wohnraummangel herrscht zweifellos auch im Münsterland: „Die Nachfrage nach Wohnraum in unserer Gemeinde mit ihrer familienfreundlichen Infrastruktur sowie der Nähe zu Münster ist ungebrochen hoch“, weiß Bürgermeister Klaus Gromöller und freut sich über die erfolgreiche Bewerbung für die Landesinitiative. Im Einzugsbereich der Universitätsstadt Münster könnte Havixbeck in Zukunft Wohnraumpotenzial für Pendler bieten, die an Ort und Stelle beste Voraussetzungen für die effiziente Nutzung des schienengebundenen Personennahverkehrs vorfinden werden und insbesondere auch für die Nachfrager interessant werden, die sich den knappen und teuren Wohnraum in Münster nicht leisten können. 

Der nun vorgestellte Rahmenplanentwurf sieht sowohl Einfamilien- als auch Doppel- und Reihenhäuser vor und enthält zudem Mehrfamilienhäuser in Blockbauweise mit Hofbildung, mit der eine für das Münsterland ungewohnte Dichte realisiert werden könnte – auch hier gäbe es laut Gromöller die entsprechende Nachfrage. Über „normale“ Wohnformen hinaus könnten ebenso Projekte wie Mehrgenerationenwohnen, Seniorenwohnen und Baugruppen oder aber auch andere soziale Einrichtungen wie Kindertagesstätten entstehen. Was am Ende realisiert wird, wird erst innerhalb des weiteren Planungsprozesses erkennbar werden. Es bleibt also spannend in Havixbeck. [zur BEG-Startseite]