Eröffnungsgespräche in den BEG III-Kommunen beginnen

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240 nordrhein-westfälische Kommunen sind insgesamt am BahnflächenPool NRW beteiligt; in 35 jüngst hinzu gekommenen Städten und Gemeinden wird die Veräußerung und Umnutzung entbehrlicher Bahnflächen in diesem Jahr erstmals seitens der BEG betrieben. Dazu werden die Eröffnungsgespräche mit den Verwaltungsspitzen vor Ort derzeit terminiert.

Den Auftakt dazu hat die Eifel-Gemeinde Dahlem gemacht. Der stellvertretene Bürgermeister Helmut Etten und der Bereichsleiter Planung hießen BEG-Geschäftsführung und die Projektleitung Willkommen, um den Rahmen der künftigen Zusammenarbeit zu besprechen, insbesondere die Bedeutung und Wirkung der erforderlichen Konsensvereinbarung. Unter anderem bildet diese die notwendige Grundlage für die BEG, um aus ihren Entwicklungsmitteln vorbereitende Untersuchungen und Gutachten zu beauftragen. Die Gemeinde Dahlem verspricht sich vor allem Fortschritte in Richtung Realisierung der geplanten Park&Ride-Anlage. Der Bahnhof Dahlem-Schmidtheim wird außerdem zu einem Bestandteil des 3. Empfangsgebäude-Paketes und somit zu einem weiteren Kooperationsbereich mit der BEG. Die unterzeichnete Kooperationsvereinbarung der Gemeinde Dahlem ist 3 Tage nach dem Eröffnungsgespräch bei der BEG eingegangen. [zur BEG-Startseite]

Ausbildung als Immobilienkauffrau/ -mann 2012: BEG testet Azubi-Speed-Dating

Die BEG bietet 2012 wieder eine offene Ausbildungsstelle zur Immobilienkauffrau bzw. zum Immobilienkaufmann. Auf der Suche nach einem optimalen Verhältnis zwischen Bewerberqualifikation und Anforderungsprofil hat sie sich an einem Azubi-Speed-Dating in der Essener Weststadthalle beteiligt. Das gab am 15.2. einer großen Zahl interessierter junger Menschen die Gelegenheit, sich in jeweils max. 10 Minuten bei den teilnehmenden Unternehmen vorzustellen, darunter beispielsweise auch die DB Mobility Logistics AG.

Im Rahmen dieser dem Zeitgeist entsprechenden Variante der Ausbildungs-und Berufsmessen hat sich die BEG von rund 20 Damen und Herren einen Eindruck machen können und Bewerbungsunterlagen entgegen genommen. Im Anschluss an die interne Auswertung dieses Tages wird die BEG zu einer zweiten Vorstellungsrunde einladen – zum qualifizierten gegenseitigen Kennenlernen mit dem Ziel einer stabilen und dauerhaften Beziehung. Bewerbungen auf konventionellem Wege können noch bis zum 15. Mrz. bei der BEG eingereicht werden. [zur BEG-Startseite]

Positiver Ratsbeschluss zum AlleenRadweg in Beverungen – Anwohner erreichen Sensibilisierung für ihre Belange

Der Rat der Stadt Beverungen hat am 26. Jan. für den Ankauf eines 1,4 km langen Bahntrassenabschnittes im Innenbereich gestimmt. Im Vorfeld hatte sich eine Anwohner-Initiative formiert, deren Befürchtungen Bürgermeister Christian Haase, Bauamtsleiter Ludger Ernst und BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz noch am 23. Jan. im Rahmen einer eigens anberaumten Bürgeranhörung zu entkräften versuchten. Bürgermeister Haase versicherte, mit jedem Anlieger nach Möglichkeiten zu suchen, sein Grundstück künftig vor den erwarteten neugierigen Blicken zu schützen.

Der Radweg wird als Ortsanbindung zum überregionalen Weserradweg einen Beitrag zur Schulwegsicherheit und barrierearmen Wohngebietsverbindung schaffen. Im Ortsteil Dalhausen, dessen Streckenabschnitt bereits im Dezember (s. Blogeintrag) erworben wurde, herrscht Erleichterung über den Beschluss, da nur so die öffentlichen Fördermittel – immerhin 970.000 Euro – fließen und Dalhausen den Radverkehr von der engen Hauptstraße ableiten kann.

Die Anwohner führen auch an, dass es lediglich um die Schaffung neuer Besitzverhältnisse gehe. Dazu überzeugt Lennertz' Position: „Die Tatsache, dass sich die Bahn aus marktwirtschaftlichen Gründen von nicht betriebsnotwendigen Liegenschaften trennt, ist kein Geheimnis. Doch um genau diese Verkaufsabsicht in eine kommunal gewollte und gemeinwohlorientierte Richtung zu lenken, leistet sich das Land ja die BEG und die Alleenradwege.“ Die kommunal Verantwortlichen in Beverungen nutzen jetzt die Chance, den Bürgern auf haushaltsschonendem Weg ein überwiegend willkommenes, umweltfreundliches Infrastrukturangebot zu machen und das Trassenband für noch nicht absehbare, zukünftige Anforderungen in der öffentlichen Hand zu sichern. [zur BEG-Startseite]

Stadt Geilenkirchen hat ein Schmuckkästchen aus dem Bahnhof gemacht

Diese Schmuckkästchen-Assoziation sprach der BEG- Geschäftsführer Thomas Lennertz der Stadt Geilenkirchen im Rahmen der offiziellen Wiedereröffnung des Empfangsgebäudes mit großer Anerkennung aus. 1899 wurde das Jugendstil-Bauwerk errichtet, 100 Jahre später drohte der Verfall, heute erstrahlt es in vollkommen neuem Glanz. Zwei Jahre haben Umbau und Sanierung in Anspruch genommen, rund 1,25 Millionen Euro sind investiert worden. Das Ergebnis überzeugt Bürgermeister Thomas Fiedler vor allem durch „die positive Veränderung des Stadtbildes“ sowie der „perfekten Mischung aus Funktionalität und anspruchsvoller Architektur“ - einerseits barrierefrei und mit modernster Haustechnik ausgestattet, andererseits das wieder hergestellte, historische Erscheinungsbild des Bahnhofs mit seinen Rundbogenfenstern und Gesimsen. Das gelungene Tor für Geilenkirchen werde Reisende neugierig auf einen Besuch in der Stadt machen und parallel das Reisen mit der Bahn wieder attraktiver erscheinen lassen.

Den täglich rund 3.000 Reisenden bietet das zweigeschossige Bahnhofsgebäude auf einer Gesamtnutzfläche von 800 m² nun Einiges: Ein mit Sitzbänken und Stehtischen möblierter Wartebereich, das Schnellrestaurant McDonalds, Café, Bäckerei, Zeitschriften- und Tabakwarenverkauf. Das alle Seiten zufriedenstellende Ergebnis bestätigt einmal mehr, dass Empfangsgebäude in den Händen der Kommunen hervorragend aufgehoben sind. Mit Unterstützung der BEG NRW, des Landes und der Deutschen Bahn werden maßgeschneiderte Gesamtkonzeptionen entwickelt und den Bürgern neues Identifikationspotenzial mit ihrer Stadt gestiftet. Hauptmieterin des Gebäudes ist nun die frühere Eigentümerin – die DB Station & Service AG. Sie bringt ihre Kontakte und das KnowHow aus funktionierenden Vermietungskonzepten aus anderen Städten und Gemeinden ein. [zur BEG-Startseite]

Bahnfläche goes Weltkulturerbe: Schloss Corvey in Höxter

Die Stadt Höxter hat mehrere Flächen aus dem Vermarktungsportfolio der BEG erworben – auf einen Teilbereich sollen künftig Ruhm und Glanz des geschichtsträchtigen Klosters Corvey abstrahlen. Rund 30.000 m² werden für zusätzliche Besucherparkplätze benötigt, falls die Bestrebungen zum Weltkulturerbe-Status von Erfolg gekrönt sein sollten.

Derzeit existieren 33 Kulturstätten mit Welterbe-Status in Deutschland. Der Antrag musste zum 30. September 2011 bei der UNESCO in Paris eingereicht werden, damit 2013 oder 2014 eine Anerkennung erfolgen kann. Kriterien sind u.a. einzigartige kulturelle Leistungen, Zeugnisse untergegangener Kulturen oder auch universelle Bedeutung im Allgemeinen. Alle drei Kriterien stimmen in diesem Fall zuversichtlich:

„Corvey besitzt das älteste und einzige fast vollständig erhaltene karolingische Westwerk. (…) Die Ausstattung mit lebensgroßen Stuckfiguren, der farbigen Raumfassung mit architektonischen Gliederungen, ornamentalen Friesen und mythologischen Wandmalereien, die das einzig bekannte Beispiel von Wandmalereien christlich umgedeuteter antiker Mythologie in karolingischer Zeit darstellen, ist in wesentlichen Teilen erhalten. Corvey gehörte zu den einflussreichsten Klöstern des Frankenreiches. Sein missionarischer Auftrag war von großer Bedeutung für die politisch-religiösen Prozesse weiter Teile Europas. (…) Mit seinem bedeutenden Skriptorium und einer der herausragendsten Bibliotheken seiner Zeit war das Kloster kulturelles und geistiges Zentrum zugleich. Als Reichsabtei hatte Kloster Corvey nicht nur geistige und geistliche Funktion im Hinblick auf die Missionierung Sachsens und angrenzender Bereiche, sondern auch politische und wirtschaftliche Bedeutung als Vorposten des fränkischen Reiches am Rande der damaligen christlichen Welt.“
(Quelle: www.schloss-corvey.de)

Jetzt bleibt zu wünschen, dass das Anerkennungsverfahren genauso reibungslos verläuft wie die Gutachten- und Verhandlungsphase zwischen der Stadt Höxter und der BEG. [zur BEG-Startseite]